Cover-Bild Wenn ich tot bin

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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 18.06.2019
  • ISBN: 9783499291593
Karen Sander

Wenn ich tot bin

Nichts ist, wie es scheint

Nach zehn Jahren in der Gewalt ihres brutalen Peinigers gelingt der 19-jährigen Madelin McFarland die Flucht. Ihre Mutter Susan ist überglücklich, die totgeglaubte Tochter in die Arme schließen zu können. Doch wenige Stunden später ist Madelin erneut verschwunden, Susans Mann liegt schwer verletzt in der Küche, und ihre jüngere Tochter Harper ist so verstört, dass sie kein Wort mehr spricht. Detective Sergeant Kate Fincher von der Polizei Edinburgh setzt alles daran, Madelin zu finden. ‹Amy›, wie sich die junge Frau nun anscheinend nennt, flieht in die Highlands – doch vor wem?

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 18 Regalen.
  • 12 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2019

Ein echt spannendes und verwirrendes Buch

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Aufmachung/Schreibstil/Allgemein:

Das Cover ist ein echter Hingucker. Es sprach mich sofort an. Nachdem ich den Klappentext las, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Das Buch ist in Tage eingeteilt ...

Aufmachung/Schreibstil/Allgemein:

Das Cover ist ein echter Hingucker. Es sprach mich sofort an. Nachdem ich den Klappentext las, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Das Buch ist in Tage eingeteilt und als Unterkategorien liest der Leser aus Sicht der Personen. Daher ist das Buch auch komplett aus der Ich-Perspektive der verschiedenen Protagonisten geschrieben. Der Leser nimmt am aktuellen Geschehen mit Teil. Die Geschichte spielt in Schottland und wird durch die Autorin zum Teil bildlich dargestellt. Der Schreibstil ist einfach gehalten, so dass der Leser dem Buch gut folgen kann.

Fazit:

Von Beginn an wird der Leser in die Geschichte geworfen. Die Hauptprotagonisten Madelin, Amy, Susan und Kate sind einfach in der Beschreibung und finden wenig tiefe in ihrer Persönlichkeit. Dies macht das Buch aber nicht weniger Lesenswert. Von Anfang an fällt mir eines auf. Es wird nie aus der Sicht von Madelin geschrieben. Also scheinbar! Die Autorin ist hier so geschickt, dass Amy von Anfang an das Buch begleitet und somit fiebert der Leser mit Amy mit. Was hat Amy aber mit Madelin zu tun? All dies wird in einem wirren komplex aus Verschwörungen, Unvorhersehbarkeiten und Überraschungen zum Ende hin aufgeklärt. Ich mochte es sehr, dass der Leser mehrfach das Gefühl erhält, dass alles irgendwie nicht zusammen passt. Denn wie kann Madelin tot sein, obwohl sie Augenscheinlich zu leben scheint? Und warum ist "Amy" nicht psychisch total zerstört, obwohl sie als "Madelin" 10 Jahre in Gefangenschaft war? Woher kann sie so Abstrakt denken und Dinge planen? Aber all dies wird am Ende der Geschichte Aufklärung finden! Klar sind nicht alle Facetten aus dem Buch eine Glanzleistung gewesen und haben eher ein Gefühl des "ich muss einen unvorhersehbaren Ausweg finden" übermittelt. Dennoch habe ich dieses Buch in einem Rutsch fertig gelesen und konnte es nicht weglegen. Der Leser will einfach wissen wie es weiter geht. Gut wär es gewesen, wenn Harper eine weitaus intensivere Rolle inne gehabt hätte. So jedoch trägt sie eigentlich nichts zu dem Fall bei und scheint eher eine unwichtige Nebenrolle zu haben. Daraus hätte die Autorin echt noch was nettes stricken können. Denn laut Klappentext ging ich davon aus, dass Harper der Schlüssel zur Aufklärung ist. Schade! Das Ende war mir eine Spur zu abruppt vorbei. Aber dies macht nichts, da die Irreführung und Spannung dennoch oben bleibt.

Aufgrund einiger Aufgezählten Dinge ziehe ich einen Punkt ab. Dennoch muss ich sagen, dass dieses Buch mich echt gefangen hat und ich kann es jedem der Thriller mag ebenso weiterempfehlen!

Veröffentlicht am 14.08.2019

Dem Entführer entflohen...

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Das Buch steigt mit einer Ich-Perspektive und einer Art Prolog ein, den man nicht direkt zuordnen kann. Es geht um einen Ben und ein gemeines "Spiel", was in meinem Kopf erstmal für einige Fragezeichen ...

Das Buch steigt mit einer Ich-Perspektive und einer Art Prolog ein, den man nicht direkt zuordnen kann. Es geht um einen Ben und ein gemeines "Spiel", was in meinem Kopf erstmal für einige Fragezeichen gesorgt hat. Aber auch dafür, dass ich sofort weiterlesen wollte.


Anschließend gibt es dann einen Zeitsprung - sechs Monate in die Zukunft. Jetzt geht es um die Geschichte, die man vom Klappentext her erwartet. Diese wird in unterschiedlichen Perspektiven erzählt, immer mit dem jeweiligen Namen überschrieben. Zum einen gibt es Susan, die Mutter der entführten Madelin, zum anderen Kate, der Ermittlerin in dem Fall und Amy, einer Person, die anscheinend auf der Flucht ist.


Die Abwechslung hat mir sehr gut gefallen, allerdings hat mir manchmal der rote Faden zwischen den einzelnen Perspektiven gefehlt. Denn eine richtige Verbindung scheint anfangs nur zwischen Susan und Kate zu bestehen. Erst mit der Zeit lässt sich auch Amy einordnen, was zwar zur Spannung beiträgt, aber trotzdem etwas schade war. Bei ihr hat mich außerdem der mystische Aspekt gestört: Ich mag es nicht, wenn in einer realgehaltenen Story auf einmal Geistwesen oder ähnliches auftauchen - und sei es nur bei der einen Protagonistin, die sich diese vielleicht bzw. wahrscheinlich nur einbildet.


Etwas irritiert hat mich anfangs der Schreibstil. Die Sätze sind sehr kurz, teilweise wirkt es etwas abgehackt. Allerdings habe ich mich relativ schnell daran gewöhnt und positiv daran ist, dass es nie zu ausschweifend wurde. Gerade bei Amys Perspektive ist alles sehr gedanklich, es gibt kaum Dialoge, was natürlich auch der Situation geschuldet ist und deswegen sehr passend war.


Spannung ist wie gesagt auf jeden Fall vorhanden, was an den unterschiedlichen Perspektiven liegt. Etwas gefehlt haben mir dafür die Emotionen, die Handlungen und Beschreibungen wirken teilweise sehr sachlich, obwohl es ja sehr emotionale Geschehnisse sind.


Was mir gefehlt hat, war die Möglichkeit, mehr mitzurätseln. Klar gibt es für den Leser Raum, sich eigene Gedanken zu machen, aber oft muss man warten, bis es durch die Autorin aufgelöst wird. Das war vor allem am Schluss der Fall. Dieser wurde meines Erachtens dann etwas zu schnell abgehandelt.


Insgesamt war es ein solider Thriller mit einem schönen Setting. Er hat Spannung, verschiedene Perspektiven, eine taffe Ermittlerin und ein Ende, das den Leser zufrieden stellt. Trotzdem gab es für mich den ein oder anderen Kritikpunkt. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne!

Veröffentlicht am 11.08.2019

Wenn ich tot bin

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,Wenn ich tot bin" ist ein Thriller, bei dem nicht so ist, wie es scheint. Karen Sander geht hier ziemlich tief in die psyche eines Menschen, und beweist wieder einmal, dass man nicht unbedingt viel ,,Blut" ...

,Wenn ich tot bin" ist ein Thriller, bei dem nicht so ist, wie es scheint. Karen Sander geht hier ziemlich tief in die psyche eines Menschen, und beweist wieder einmal, dass man nicht unbedingt viel ,,Blut" braucht, um einen Thriller zu schreiben.

Durch einen abwechselnden Perspektivenwechsel fast aller Hauptprotagonisten war es ein leichtes Spiel sich in die Szenen hinzuversetzen. Der Spannungsbogen wurde durchweg aufrecht erhalten und wenn man glaubte, man kennt des Rätsels Lösung......falsch gelegen. Mit unverhofften Wendungen konnte sie mich immer wieder überraschen.
Was Madelin mitmachen musste während ihrer Entführung, kann man sich kaum vorstellen. Susan, ihre Mutter, ist eine starke Frau. Ihr Leben gerät völlig außer Kontrolle und von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr wie es war. Kann sie es schaffen wieder glücklich zu werden? Hat sie wirklich die Kraft dazu, alles durchzustehen, was auf sie zukommt?

Kate und Tom erlebt man als eingespieltes Ermittlerteam. Der Fall liegt klar auf der Hand, Ermittlungsergebnisse versprechen, dass sie den Fall lösen können, doch plötzlich kommt alles anders als gedacht und sie wissen nicht, ob sie überhaupt auf der richtigen Spur sind.

Der Schreibstil ist flüssig und man hat das Gefühl, dass man was verpasst wenn man das Buch kurz aus der Hand legt.

Nun kommt aber ein kleines aber...….. So gut es war, habe ich doch etwas zu bemängeln, was mich persönlich etwas gestört hat. Es waren die ersten Seiten. Alles ging so schnell, die Rückkehr und das erneute verschwinden von Madelin. Hier hätte ich mir etwas mehr erhofft. Vielleicht ein paar Gedankengänge von Madelin wie sie sich fühlt, was sie denkt.

Dennoch war es ein Thriller, den ich jedem nur empfehlen kann. Er hatte alles was ein gutes Buch braucht und wir können gespannt sein, mit welchen weiteren uns die Autorin noch überraschen wird.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Wenn ich tot bin

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Susan kann es nicht fassen, als ihre seit zehn Jahren totgeglaubte Tochter Madelin, wie aus dem Nichts heraus, plötzlich vor ihrer Haustür steht. Umso schlimmer ist es für sie, dass Madelin kurz darauf ...

Susan kann es nicht fassen, als ihre seit zehn Jahren totgeglaubte Tochter Madelin, wie aus dem Nichts heraus, plötzlich vor ihrer Haustür steht. Umso schlimmer ist es für sie, dass Madelin kurz darauf bereits wieder verschwunden ist und sie zusätzlich auch noch vor den Trümmern ihrer Ehe zu stehen scheint. Obwohl die beiden zuständigen Detectives Tom Pine und Kate Fincher akribisch jeder möglichen Spur nachgehen, bleibt die junge Frau wie vom Erdboden verschluckt. Wenig später überschlagen sich die Ereignisse und es beginnt eine wilde Jagd auf den mutmaßlichen Täter. Als plötzlich die Leiche einer jungen Frau auftaucht scheint es traurige Gewissheit dass sie das Spiel verloren haben. Doch dann meldet sich ein wichtiger Zeuge …

FAZIT
Ein raffiniert aufgebauter Thriller, mit einem packenden Plot, der vollkommen anders gelagert ist als es zunächst den Anschein hat.

Veröffentlicht am 02.08.2019

Ein Thriller, der den Leser vor sich herjagt

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Die Autorin kannte ich bislang nicht, weder unter ihrem richtigen Namen Sabine Klewe noch unter ihrem Pseudonym Karen Sander, und ich war erstaunt, wie viele Thriller aus ihrer Feder bislang ungelesen ...


Die Autorin kannte ich bislang nicht, weder unter ihrem richtigen Namen Sabine Klewe noch unter ihrem Pseudonym Karen Sander, und ich war erstaunt, wie viele Thriller aus ihrer Feder bislang ungelesen meiner Aufmerksamkeit entgangen waren. Nach Lektüre des vorliegenden Buches habe ich eine neue Thriller-Lieblings-Autorin gefunden!
Welch ein Drama gleich zu Beginn. Die 19-jährige Madelin McFarland wird völlig verängstigt in der Nähe ihres Zuhauses aufgegriffen und zu ihrer überglücklichen Mutter gebracht. Madelin war die Flucht aus 10-jähriger Gefangenschaft eines brutalen Entführers gelungen. Doch wenige Stunden später ist Madelin erneut verschwunden, der Stiefvater Stuart liegt schwer verletzt im Haus und die jüngere Tochter Harper ist völlig verstört und spricht kein Wort. Detective Sergeant Kate Fincher von der Polizei in Edinburgh will zusammen mit ihrem Kollegen Inspector Tom Pine alles daran setzen, Madelin zu finden. Die beiden stoßen auf Spuren einer jungen Frau, die sich Amy nennt…
Der Roman spielt in den schottischen Highlands, einer Welt der Mythen und Sagen, mit seinen unendlich scheinenden Wäldern. Ein ideales Szenario für Flucht, Verstecken, Gejagt-Werden. Das Buch ist im Präsens geschrieben, was immer eine besondere Nähe zum Leser schafft. Ein weiterer geschickter Schachzug der Autorin sind die Perspektivwechsel, in denen der Leser das Geschehen aus Sicht der unterschiedlichen Protagonisten miterlebt. Mir gefällt besonders gut, dass der Ermittler Tom nicht der Unfehlbare ist, dass er Fehler macht, dass er etwas übersieht, menschlich eben – eine Wohltat im Vergleich zu den häufig beschriebenen Überfliegern, den überperfekten Ermittlern, die quasi unkaputtbar ihren Weg gehen. Die unterschiedlichen Blickwinkel treiben die Spannung geschickt in die Höhe. Und immer wenn der Leser glaubt, jetzt sei alles klar und würde sich endgültig auflösen, dann schafft es die Autorin, die Handlung so zu drehen, dass das, was sicher zu sein scheint, sich plötzlich ganz anders darstellt und man völlig verwirrt mit neuen Erkenntnissen dasteht. Das Buch treibt den Leser sozusagen vor sich her, jagt ihn durch die Seiten, besser geht es nicht.
Deshalb meine absolute Leseempfehlung für diesen gekonnt geschriebenen Thriller.