Cover-Bild Die Rebellion der Maddie Freeman

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8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Baumhaus
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 01.12.2012
  • ISBN: 9783843210409
Katie Kacvinsky

Die Rebellion der Maddie Freeman

Ulrike Raimer-Nolte (Übersetzer)

Eine Stadt in den USA, nur wenige Jahre in der Zukunft:

Plastikbäume, Online-Dates und Schule im Netz - Maddie, 17, lebt wie die meisten ein digitales Leben. Und merkt kaum, wie seelenlos sich das anfühlt. Bis sie sich Hals über Kopf in den etwas älteren Justin verliebt. Für ihn findet das wahre Leben offline statt. Er nimmt Maddie mit in Coffeeshops und Clubs und sie fühlt sich immer mehr von diesem echten Leben angezogen.

Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Künstlichkeit der Welt und die Anonymität der sozialen Netzwerke. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben - und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zur Schlüsselfigur. Doch für welche Seite wird sie sich entscheiden?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2019

Leider trüben der typische Dystopie-Aufbau und viele Stereotypen das Bild ein.

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Die Eindrücke:

Schreibstil: Katie Kacvinsky schreibt humorvoll und mitreißend, kommt ohne stilisiertes Drama auskommt und gibt ihren Figuren etwas Ehrliches, Wahrhaftiges, leider bleibt ihr Stil hier ...

Die Eindrücke:

Schreibstil:
Katie Kacvinsky schreibt humorvoll und mitreißend, kommt ohne stilisiertes Drama auskommt und gibt ihren Figuren etwas Ehrliches, Wahrhaftiges, leider bleibt ihr Stil hier aber klarer und schmuckloser als in "Dylan und Grey". Ein weiterer Minuspunkt ist, dass sie hier für einen Einführungsband zu viele Facetten und Aspekte mit einfließen lassen will, sodass sie sich leider oft im Klein-Klein verliert, der Weitblick fehlt und Logiklücken aufklaffen.

Charaktere
: Maddie ist die typische Verkörperung der weiblichen Hauptfigur einer Dystopie. Zu Beginn ist sie sehr naiv und tut sich schwer, zu rebellieren, da ihr Vater der Vater Erfinder der Digital School ist und sie somit die perfekte Tochter spielt. Spannend ist, dass sie durch den Kontakt zu Justin wieder langsam lernen muss, alltägliche Schwierigkeiten des analogen Lebens zu meistern. Justin ist ihr stereotyper Gegenpart. Als Anführer der Rebellion ist er natürlich unheimlich beschäftigt, geheimnisvoll und heldenhaft augenroll. Dadurch dass ihre Beziehung stark im Vordergrund steht, gehen viele interessante Ideen leider etwas unter.

Handlung:
Katie Kacvinsky hat in ihre Trilogie viele aktuelle Themen und Ängste verpackt, sodass sich viele Denkanstöße in Form von auf die Spitze getriebenen gesellschaftlichen Entwicklungen finden lassen. Ein großes Manko an der Konstruktion der Handlung ist jedoch der typische Dystopie-Aufbau, der die Richtung der Handlung durch viele Klischees einschränkt. Ein unschuldiges Mädchen trifft auf einen Widerstandkämpfer und - BAM - durch die Liebe zu ihm, beginnt sie am System zu zweifeln. Das ist doch langsam wirklich überholt!

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Das Zitat:


"Das hier ist die reale Welt, das hier, direkt vor unserer Nase, aber die Leute bemerken sie nicht einmal mehr. Das Draußen ist ihnen so fremd, wie ein entfernter Verwandter, den man nur von Bildern oder Erzählungen kennt. Man begegnet sich nie wirklich. Man lernt sich nie richtig kennen. Genauso geht es den Menschen mit der Welt, in der sie leben. Weil sich alle in ihre Häusern abgeschottet haben. Sie kennen das Meer, haben es aber selbst nie gesehen. Sie kennen die Sonne, haben sie aber nie selbst auf ihrer Haut gespürt. Dabei ist der Sinn des Lebens doch, Momente wie diesen zu erleben."
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Das Urteil:


Katie Kacvinskys Trilogie beschäftigt sich mit vielen aktuellen Themen und Ängsten und ist voll von Denkanstößen - leider trüben der typische Dystopie-Aufbau und viele Stereotypen das Bild ein.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Sehr spannendes Buch was zum Nachdenken anregt

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Ich habe dieses Buch zufällig in der Bücherei gefunden und muss sagen es hat mich wirklich gefesselt. Es zeigt nicht nur eine denkbare Entwicklung der Menschheit auf und zeigt, dass man sich gegen diese ...

Ich habe dieses Buch zufällig in der Bücherei gefunden und muss sagen es hat mich wirklich gefesselt. Es zeigt nicht nur eine denkbare Entwicklung der Menschheit auf und zeigt, dass man sich gegen diese Entwicklung wehren sollte, um nicht den sozialen Kontakt zu unseren Mitmenschen komplett zu verlieren, sondern spielt nebenbei auch noch eine nervenkitzelnde und riskante Liebesgeschichte durch. Durch die Schreibweise des Autors ist man gezwungen, mit Maddie mitzufiebern und für die beiden Protagonisten mitzuhoffen.

Ich finde dieses Buch sollte eine Pflichtlektüre für alle jungen Leute werden, denn es ist nicht nur ein ziemlich gut gemachter Roman sondern zeigt ziemlich realistisch und gesellschaftskritisch, was der Übergebrauch von digitalen Medien und ihre leichtsinnige Benutzung alles zerstören kann.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Ein richtig guter Auftakt!

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In wiefern kann dieser Roman noch in der Zukunft stellen, wenn wir selbst schon in einer vernetzten Welt leben und von einem Stadtbild begleitet werden, in denen immer mehr Menschen wie Zombies auf ihr ...

In wiefern kann dieser Roman noch in der Zukunft stellen, wenn wir selbst schon in einer vernetzten Welt leben und von einem Stadtbild begleitet werden, in denen immer mehr Menschen wie Zombies auf ihr Smartphone glotzen und nicht nach rechts und links schauen können?
Maddie ist vernetzt. Sie lernt, vernetzt, sie schreibt mit ihren Freunden, hört Musik, kann ihr Zimmer mit Hilfe von intellegenten Bildschirmen so einrichten, wie sie will. Ob Dschungel oder Sternenhimmel, sie bekommt alles über das Netz. Doch was macht sie noch unvernetzt, wenn sie sogar die Schule über ihren Bildschirm absolviert?
Diese Frage wird schon bald geklärt, als sie zu einer analogen Lernfördergruppe geht, in der einer sogar mit einem Stift schreibt. Justin. Er öffnet Maddie schon bald die Augen, in was für einer künstlichen Welt sie überhaupt lebt.
Eine tolle Dystopie, die sich mit sozialen Netzwerken beschäftigt. SUPER!

Veröffentlicht am 18.05.2019

Welt und Charaktere konnten mich nicht überzeugen

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Enttäuschung, das ist das Wort, welches mir zu diesem Buch als Erstes einfällt. Schade eigentlich, denn ich hatte mir eine moderne Geschichte erhofft, die zeigt, wie sich unser Verhalten gegenüber den ...

Enttäuschung, das ist das Wort, welches mir zu diesem Buch als Erstes einfällt. Schade eigentlich, denn ich hatte mir eine moderne Geschichte erhofft, die zeigt, wie sich unser Verhalten gegenüber den sozialen Medien noch weiter verändern könnte und wie ein Mädchen diese Revolution aufhalten würde. Bekam ich dies? Naja, ansatzweise.


Maddie lebt in einer Welt, in der eigentlich alles online erledigt wird. Schule, Shopping, Konzerte werden virtuell besucht und der Gedanke, auch nur einen Fuß vor die Haustür zu setzen kommt den meisten überhaupt nicht mehr. Eigentlich ein interessantes Weltbild, welches mich trotz allem eher abschreckte. Besonders faszinierend fand ich dabei den Weg zu dieser Welt, welcher im Buch übrigens ausgiebig beschrieben wurde. Denn warum man mittlerweile alles online erledigte, lag ganz allein daran, dass die Menschen Angst vor Gefahren bekamen.


Diese Ängste beriefen sich darauf, das die Gewalt im Land immer mehr zunahm und das es gerade an Schulen vermehrt zu Überfällen kam, die auch tödlich endeten. Doch genau an dieser Stelle fing mein Kopf an zu rumoren, denn anscheinend entschied man sich dafür die Personen lieber vor einen Bildschirm zu setzen, als die Gründe für die vermehrten Attacken herauszufinden. Dieser Fakt blieb leider außen vor und man durfte nun erleben, wie die Menschen sicher und behütet, alles von Zuhause machten und dabei nicht einmal das Verlangen hegten aus dem Fenster zu schauen. Warum auch, wenn die App sagt, es scheint die Sonne.


Maddie an sich, wird mir wohl auch nicht lange im Gedächtnis bleiben, da ihr Charakter nicht gerade auffällig war. Okay, ihr Vater erfand das Online-Schulsystem, aber sonst? Nichts. Sie erhielt auch im Verlauf des Buches kaum mehr an Substanz und wurde für mich dadurch fast zur Nebenfigur, während die Gruppe der Offliner immer mehr an Interesse gewann.


Diese darf man sich übrigens, als Personen wie wir jetzt betrachten, denn sie gehen normal zur Schule, gehen tanzen oder treffen sich in Cafes. Sie gehen nur wenig oder überhaupt nicht online und kämpfen dafür, das auch andere wieder diesen Weg einschlagen. Eigentlich vollkommen okay aus meiner Sicht, jedoch ist in dieser Welt die Panik vor Attentaten so groß, dass man jegliche Änderungen verweigert. Hier darf man sich übrigens gerne seine eigene Meinung bilden, doch ich finde es wichtig, auch mal offline zu sein.


Neben den viele Online-Angeboten überraschte mich doch dann tatsächlich die Natur. Na gut, Natur, darf man es nicht nennen, denn in Städten gibt es nur noch Plastikgras und Plastikbäume. Ich dachte ich lese nicht richtig und dann stellte sich mir eine Frage. Wo kommt der Sauerstoff her? Darauf gab es im Verlauf zwar eine Antwort, aber bis dahin durfte ich stetig erlesen, dass es überall so aussehe. Die Erklärung warum es schließlich auch keine Bücher mehr gäbe, war übrigens genauso fragwürdig.


Wenigstens der Schreibstil konnte mich etwas trösten, aber nur in sofern, dass ich mich mühelos durch die Story bewegen konnte, denn emotional rührte sich leider nicht sehr viel.


Man merkt vielleicht, das ich mich mehr aufgeregt, als begeistert gelesen habe. Doch was sollte ich tun, wenn die Welt eigenartige Ansichten hat, die Hauptcharakterin nicht ihren Schatten überwindet und das Buch sich stetig widerspricht. Schade.

Mein Fazit


Ich hatte von dem Buch echt mehr erhofft, zumal es ja heißt „wenige Jahre in der Zukunft“ und nicht „in einer weit weit entfernten Zukunft“, denn da hätte ich den Onlinezwang und die Plastiknatur mehr einordnen können. Zudem war die Rebellion nicht der Rede wert, da er einfach nur einen Teenager zeigte, dessen Eltern die Erziehung lieber einem Monitor überließen.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Unbedingt Lesen!

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Für dieses Buch gibt es eine Altersempfehlung von 14 – 17 Jahre. Das kann
ich nicht nachvollziehen, denn eigentlich betrifft uns das Thema alle.

In Maddies Welt wurde der normale Alltag immer gefährlicher. ...

Für dieses Buch gibt es eine Altersempfehlung von 14 – 17 Jahre. Das kann
ich nicht nachvollziehen, denn eigentlich betrifft uns das Thema alle.

In Maddies Welt wurde der normale Alltag immer gefährlicher. Es ging nicht
mehr nur um Mobbing oder kleiner Übergriffe, sondern Vergewaltigung und Mord
bis hin zu Bombenanschlägen auf Schulen mit vielen Toten. Zu dieser Zeit hat
ihr Vater ein Schulsystem entwickelt, bei dem die Kinder nicht mehr das
schützende Elternhaus verlassen müssen und es hat sich ausgebreitet und umfasst
inzwischen alle Aspekte des Leben. Gleichzeitig hat dies dem Staat eine
Kontrolle über ihre Bürger gegeben, die man schon als Diktatur bezeichnen
kann.

Mittendrin sitzt Maddie, ihr Vater ist der „Herr“ über
dieses System und ihre Mutter, eher ein Freigeist. Doch Maddie glaubt schon
lange nicht mehr an die Allmacht, doch auch das loslösen ist nicht einfach. Vor
allem wenn man ständig überwacht und bewacht wird. Und so muss sich Maddie
entscheiden: Möchte sie ewig Maddie Freeman, die brave DS-Prinzessin bleiben
oder wird sie zu Madeleine Freeman, ein Mensch der selbständig handelt und
denkt, auch wenn dies gegen alle Regel und Gesetze verstößt.
Alle Figur ist Maddie wirklich gelungen. Sie wird nicht zu irgendetwas
überredet, sondern es steckt schon alles in ihr und sie bekommt nur
Unterstützung bei ihrer „Selbstfindung“.

Zum wichtigsten Punkt ihrem Leben entwickelt sich Justin. Justin ist
der Sohn der wahrschlich größten Gegner des vernetzten Systems. Er hilft
Menschen, die den Überwachung und Fremdbestimmung entfliehen wollen. Ihrer
beider zusammentreffen wurde von langer Hand von ihm und seiner Freunde
vorbereitet, das wirkt zwar am Anfang etwas unsympathisch, doch auch er taut im
Laufe der Geschichte auf und muss erkennen, das man nicht Allein gegen Alle
kämpfen kann.
Justin ist nicht ganz so vielschichtig interessant wie Maddie. Er ist am
Anfang zu sehr glorreiche Lichtgestalt und schon fast ein wenig unangenehm.
Allerdings liegt das auch an seinem Umgang mit anderen Menschen – dem sich zwar
mitten drin aufhalten und doch ganz allein stehen bleiben. Zum Glück für das
Buch bringt er nicht nur Maddie die Realität nahe, sondern sie zeigt ihm auch
was leben bedeuten kann.

Die weiten Figuren sind leider recht einseitig gehalten. Kevin
Freeman-DS-Entwickler und so was wie der Diktator des Systems, ist hier der
Bösewicht, der von seiner Macht korrumpiert wurde und der seine Tochter ständig
überwacht.
Maddies Mutter ist zwar irgendwie ein Freigeist. Sie schenkt ihrer Tochter
Bücher und versucht ihr eine Verbindung zur Vergangenheit und der realen Welt
zu schaffen und ist doch selbst völlig in der Onlinewelt aufgegangen.
Und dann ist da noch Justins Gruppe. Dort gibt es fast alles, da sind der
Rockstar, die beste Freundin und Scott, der Möchtegern Boss. Zwar ist Clare
eine recht sympathische Figur, doch kommt sie Zuwenig zum Zug.

Die Welt in der Maddie lebt hat sich Vorteile, doch ist das auch die
negativen Seiten wert. Jeder Mensch wird immer und überall überwacht. Man
bekommt nur noch vorgesetzt was andere für bedenkenlos eingestuft wurde.
Niemand kennt sein Nachbar persönlich und geht überhaupt noch raus. Schon in
der Grundschule wird den DS-Schülern (DS=Digital School) schon eingebläut, das draußen
das Böse wartet. Wie weit die Autorin die Welt entwickelt hat, zeigt sich in
der ziemlich verstörenden Szene, während eines Balls. In dieser Szene tanzen
die Menschen mit virtuellen Avataren, während ihre Partner daneben stehen und
klatschen. Diese Szene ist es auch, die Maddie endgültig aufzeigt, dass dies
nicht richtig sein kann. Und von daher ist nichts mehr wie es war. Sie muss vor
ihrem Vater und der Polizei flüchten und nebenbei verliebt sie sich in Justin,
der sich jedoch von allen versucht fern zu halten, um niemand in Gefahr zu
bringen.

Diese Welt ist definitiv nichts für mich. In einer Großstadt in der es nur
noch einen Coffeeshop gibt, da man sich eigentlich nur noch virtuell trifft,
möchte ich nicht leben. Ich kann der DS-Bildungsgeschichte zwar einiges
abgewinnen und sogar gutheißen, doch die restlich Cyberwelt, möchte ich nicht
haben. Dieses Buch ist fast wie eine Mahnung. Im Buch sagt Justin, das Computer
einen im Leben unterstützen sollen, aber nicht das Leben bestimmen sollen,
vielleicht sollten wir uns ein wenig mehr daran halten.

Normalerweise rege ich mich an dieser Stelle gern darüber auf, dass eine
völlige unnütze Liebesgeschichte eingebaut wurde, doch hier passte sie rein.
Denn sie macht die Protas menschlich und holt sogar Justin von seinem hohen
Stand und lässt ihn menschlicher erscheinen. Von daher gut gemacht Katie
Kacvinsky.

Dieses Buch ist nicht nur etwas für unsere Teenagerkinder, sondern sollte auch den Eltern zu denken aufgeben. Wie weit wollen wir bei der Beschützung unserer Lieben und ab wann bringen wir sie dabei vielleicht sogar noch mehr in Gefahr.

Unbedingt lesen!