Cover-Bild Die Canterbury Schwestern
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Familienleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 26.05.2016
  • ISBN: 9783548287867
Kim Wright

Die Canterbury Schwestern

Elfriede Peschel (Übersetzer)

Che kann es nicht fassen: Sie ist mit acht anderen Frauen auf dem Weg von London nach Canterbury. In einem Brief hat ihre exzentrische, willensstarke Mutter ihrer Tochter aufgetragen, dorthin zu pilgern und ihre Asche zu verstreuen. Außerdem hat sich gerade auch noch ihr Freund von ihr getrennt. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen kann, ist ein als Pilgerreise getarnter Selbstfindungstrip. In alter Pilgertradition soll jede der Frauen auf dem Weg eine Geschichte über die Liebe erzählen. Che ist skeptisch, als die Wanderinnen damit beginnen. Doch die unterschiedlichen Geschichten der Frauen berühren sie tief. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Che das Gefühl, ihren Weg zu kennen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.12.2017

Canterbury-Abenteuer

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Kim Wright - Die Canterbury Schwestern - Ullstein-Verlag

Als Ches Mutter stirbt, ist von der wilden schönen wilden Hippiefrau nicht mehr viel übrig, sie ist gläubig geworden und will nun ihre Seele erleichtern.
Es ...

Kim Wright - Die Canterbury Schwestern - Ullstein-Verlag

Als Ches Mutter stirbt, ist von der wilden schönen wilden Hippiefrau nicht mehr viel übrig, sie ist gläubig geworden und will nun ihre Seele erleichtern.
Es wäre ihr letzter Wunsch gewesen, mit ihrer Tochter von London nach Canterbury zu pilgern. Wie es aussieht, wird sie das auch, aber als Asche in einem Plastikbeutel.
Che kann nicht mit einer schweren Urne über den Atlantik fliegen und sie dann 100 KM quer durch England schleppen, also nahm sie den Rat an, mit dem etwas gewöhnungsbedürftigem Transportbehältnis zu fliegen.
Die Mutter tot, vom Freund gerade verlassen, in New York hält sie einfach nichts mehr. Sie bucht eine Pilgertour bei den Reiseweibern und tritt diese letzte Urlaubsreise zusammen mit ihrer "Mutter" an. In London angekommen, betritt sie eine Bar, den ausgemachten Treffpunkt. Misstrauisch beäugt sie die schnatternde Frauenrunde. Na, ob das was wird?
Die neun Amerikanerinnen erzählen auf dem Pilgerweg aufregende und rührende Geschichten. Privates und Persönliches werden teilweise in Mythologie oder in Legenden vorgetragen, wie zB "Psyche" und "Ritter Gawain".
Über die große Liebe und Hoffnungen und wie diese sich in Luft auflösen können. Wie verblichene Glasmurmeln, die dennoch schimmern.
Die Pilgerinnen sind grundverschieden, doch sie haben eines gemeinsam, sie wollen sich etwas von der Seele reden, ihr Gewissen erleichtern. Es ist ein Austausch der Schritte gegen eine persönliche Last, jeder trägt des anderen Päckchen mit.
Das Gewicht wird leichter, als hätte man Worte und Buchstaben im Rucksack, die nach Gebrauch an Schwere und Dichte verlieren.

Äußerst charmant in Szene gesetzt, man muss Geoffrey Chaucer dankbar dafür sein, dass er Kim Wright mit seinen "Canterbury Tales" inspiriert hat. Freude und Leid gehen ineinander über. Die Geschichten haben viel Charakter, die von Leser zu Leser unterschiedlich wahrgenommen werden und so hat jeder seine "Favoritin". Ich mag mich da gar nicht entscheiden.Ein wunderbarer Frauenroman, der nicht aufträgt, aber es in sich hat. Viel Vergnügen!

London, 1170
Thomas Becket, der Erzbischof von Canterbury hatte Streit mit dem König, 4 seiner Ritter erschlugen Becket in der Kirche, Becket wurde zum Märtyrer, der König trat einen Bußgang von London nach Canterbury an, denn er wollte dessen Tod nicht.


Veröffentlicht am 03.05.2017

Lesenswert

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Che, anerkannte Weintesterin, bekommt mit den Worten:"Für eine Heilung ist es nie zu spät.", einen besonderen Auftrag von ihrer extravaganten Mutter Diana de Milan. Deren Asche soll zum Pilgerziel Canterbury ...

Che, anerkannte Weintesterin, bekommt mit den Worten:"Für eine Heilung ist es nie zu spät.", einen besonderen Auftrag von ihrer extravaganten Mutter Diana de Milan. Deren Asche soll zum Pilgerziel Canterbury gebracht werden. Che, die gerade unerwartet verlassen wurde, hat also einen Grund, davonzulaufen und begibt sich nach London, um dort ihre Pilgerfahrt unter Führung einer Dozentin zu beginnen. Diese muss aber dringend operiert werden, so dass Che sich bei den wiederfindet; acht Frauen und einer Reiseführerin. Sehr verschiedene Frauen, sehr verschiedene Schicksale. Nach Chaucers Vorbild werden sie sich wie dessen Pilger auf dem Weg nach Canterbury Geschichten erzählen. Diese Geschichten in der Geschichte sind spannend, geben sie tiefe Einblicke in das Leben der Frauen, bringen Familiengeheimnisse ans Tageslicht, sind anrührend, von gewöhnlich bis erstaunlich und helfen, sich selbst und die anderen zu verstehen. Zwischendurch einige historische Fakten, die passend eingefügt sind. Kurz vor Reiseende ein dramatischer Zwischenfall. Ob alle ankommen und ihren Segen erhalten, will ich hier nicht sagen, aber jede der Frauen hat eine wunderbare Erfahrung gemacht, ein wenig zu sich selbst gefunden und eine Liebe keimt auf. Ein tolles Buch, schön geschrieben, keine Klischees. Die meisten Frauen kommen mir am Buchende vor, als würde ich sie kennen, ihre Beweggründe für die Reise kann ich verstehen. Ich denke, dass viele Leser über so eine Reise selber nachdenken, auch wenn sie für die meisten nicht machbar sein wird. Ein gutes Buch, zum Nachdenken anregend.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Pilgerreise zu sích selbst

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Als Che de Milans Mutter, mit welcher sie in den letzten Jahren nicht viel Kontakt hatte, stirbt, und sich gleichzeitig ihr Freund, ein Rechtsanwalt, per Brief von ihr trennt, erfüllt Che in einer Art ...

Als Che de Milans Mutter, mit welcher sie in den letzten Jahren nicht viel Kontakt hatte, stirbt, und sich gleichzeitig ihr Freund, ein Rechtsanwalt, per Brief von ihr trennt, erfüllt Che in einer Art Panikreaktion einen letzten Wunsch ihrer Mutter, dieser hatte sie am Sterbebett versprochen, mit ihr nach Canterbury zu pilgern, wenn es ihr wieder besser geht, und nun will sie die Asche ihrer Mutter dorthin bringen.
Ches Mutter gehörte zu den überzeugten Hippies, und Che selber sieht sich als das genaue Gegenteil ihrer Mutter, und so ist sie sehr festgefahren in ihren Vorstellungen und Ansichten.

Ursprünglich möchte sie alleine mit einer Professorin als Begleitung pilgern, doch diese erkrankt so daß sich Che einer Frauengruppe anschliessen muss.
Zu Beginn beäugt sie die Frauen sehr distanziert und mistrauisch und ist mit einem Urteil über jede der Frauen schnell bei der Hand, doch um Laufe der Pilgerreise erzählen die Frauen Geschichten ganz im Stile der Pilgergeschichten der Canterbury Tales, und mit jedem Tag und mit jeder Geschichte ändern sich die Ansichten von Che sowohl über ihre Mitpilgerinnen als auch über sich selber.
Dem Leser wird schneller als Che selber deutlich, daß die Pilgerreise für Che viel wichtiger als für ihre Mutter ist.

Mit der Figur von Che hat die Autorin eine Hauptperson geschaffen, welche erst ein wenig sperrig daherkommt und erst im Laufe der Handlung sympathisch wird. Die anderen Charaktere sind treffend beschrieben und tragen zu einem gelungenen Lesevergnügen bei.
Sprachlich ist der Roman angenehm zu lesen, und die Gliederung in einzelne Tage und zusätzlich noch den Erzählungen der Mitpilgerinnen ist eine sehr angenehme Unterteilung.

Das Buch mit dem zu den Innenseiten korrespondierendem Cover ist sehr schön aufgemacht, die Farben blau und grün lassen die Landschaft, durch welche gepilgert wird, förmlich auferstehen.

Gut gefällt mir das kurze Interview mit der Autorin auf den letzten Seiten, welches dem Buch etwas persönliches verleiht sowie die Erklärungen zu Canterbury und den Canterbury Tales, welche mir bislang nichts gesagt haben.

Für mich ein gelungener Roman über das Sichselbtfinden verpackt in eine Pilgerreise.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mein Leseeindruck

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Dieses etwas minimalistische Cover hat mich neugierig gemacht. Ein Farbenspiel, das Berge und Täler und eine große Weite darstellt. Dazu die unterschiedlichen Blautöne, die den Himmel und mach oben hin ...

Dieses etwas minimalistische Cover hat mich neugierig gemacht. Ein Farbenspiel, das Berge und Täler und eine große Weite darstellt. Dazu die unterschiedlichen Blautöne, die den Himmel und mach oben hin das Unendliche ausstrahlen. Einfach, aber sehr schön. Dazu

noch der Klappentext und ich war schon mittendrin.

Mitten in einer Geschichte, die viel bietet. Viel Emotionen, viel Hoffnung aber auch viel Kraft.



Beginnen wir mit Che. Benannt nach dem kubanischen Revolutionär Che Guevara. Nach dem Tod ihrer Mutter erhält sie einen Brief ihres Freundes, der die Beziehung beendet. Einfach so, per Post. Che's Gefühlswelt scheint nun total durcheinander und sie lädt sich auf den letzten Wunsch ihrer Mutter ein, eine Pilgerreise nach Canterbury zu machen.

Mit acht weitere Damen, die unterschiedlicher nicht sein können, macht sie sich auf die Reise.



Man merkt hier schnell, dass es kein Buch ist, das man mal eben so ganz nebenbei liest. Es ist vielmehr ein stilles, leises Buch, das noch lange in Erinnerung bleibt.



Die Autorin versteht es, durch ihre Wortwahl, den Leser an sich zu binden. Jede Zeile wird verschlungen, da man sich auch ein Stückweit selbst auf die Reise begibt. Eine Selbstfindungsreise sozusagen.



Es gibt aber auch witzige Elemente in dem Buch. Zum Beispiel die Geschichte mit Lorenzo dem Hummer. Aber auch er passt sehr gut zur gesamten Geschichte. Nichts scheint unüberlegt.



Die Protagonisten, hier speziell Che, fand ich hervorragend charakterisiert. Es fiel mir sehr leicht, ihre Gedanken nachzuvollziehen. Mit ihr zu lachen, aber auch mit ihr zu leiden.



Anschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch emotional sehr berührt hat. Ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Man wird es nicht bereuen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Unfreiwillige Pilgerreise - der Weg zu sich selbst über Umwege

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Che hat ihr Leben lang im Schatten ihrer narzisstischen Hippie-Mutter gestanden. Nach deren Tod macht sie sich auf die Reise, nach Canterbury zu Pilgern, weil sie dies ihrer Mutter vor deren Tod versprochen ...

Che hat ihr Leben lang im Schatten ihrer narzisstischen Hippie-Mutter gestanden. Nach deren Tod macht sie sich auf die Reise, nach Canterbury zu Pilgern, weil sie dies ihrer Mutter vor deren Tod versprochen hat. Ihre Mutter hat sie im Gepäck dabei: die Asche reist mit. Statt persönlicher Führung hält das Schicksal für sie überraschenderweise auch noch eine Reisegruppe bereit: die Reiseweiber. Das kann ja was geben! Ich war sehr gespannt, wie sich Ches Pilgerreise entwickeln und was sie auf ihrem Weg erleben würde.

Die bunt zusammengewürfelte Frauengruppe entpuppt sich als genau die Art zu Pilgern, die Che gut tut. In Anlehnung an Chaucer’s Canterbury Tales beschließen sie, dass jede Frau eine Geschichte zum Thema „Liebe“ erzählt. Da kommen die unterschiedlichsten Geschichten zusammen und die Jüngste im Bunde ist verwundert, ob die Liebe denn wirklich immer so kompliziert sein muss. Die Geschichten verbinden die Frauen und jede findet ein Stück weit mehr zu sich selbst. Der Abschluss der Reise in Canterbury lässt genügend Spielraum für den Leser, die Geschichten der Frauen für sich selbst weiterzuspinnen. Der unterschwellige Humor passt gut zu einem Buch, das in England spielt und lockert die teilweise ernsten Themen auf. Für mich war es ein Buch, das nach der letzten Seite nicht zu Ende ist, über das man noch eine Weile nachdenkt. Ich wäre jedenfalls gerne zusammen mit den Canterbury Schwestern gewandert.