Cover-Bild Girls
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 544
  • Ersterscheinung: 27.08.2025
  • ISBN: 9783442763054
Kirsty Capes

Girls

Roman - Limitierte Erstauflage mit farbigem Buchschnitt – »Dieser Roman feiert Töchter, Mütter und Schwestern. Mutig, brillant und feinfühlig.« Für Sie
Judith Schwaab (Übersetzer)

Jeder kannte die Mädchen. Doch was wurde aus den Frauen, zu denen sie heranwuchsen? • »Das Buch der Saison und eines der besten Bücher des Jahres.« Prima

Mit Farbschnitt in limitierter Erstauflage. Lieferung je nach Verfügbarkeit.

Zum Zeitpunkt ihres Todes wurde viel über das Leben der weltberühmten Künstlerin Ingrid Olssen spekuliert. Ihr bekanntestes Werk ist das Selbstporträt Girls , das sie zusammen mit ihren beiden Töchtern Matilda und Nora zeigt. Was die Öffentlichkeit jedoch nie erfuhr, war, wie sehr die beiden Schwestern unter dem ausschweifenden Lebenswandel ihrer Mutter litten. Zwei Jahre nach deren Tod nimmt ein Biograf Kontakt zu Matilda auf. Zudem ist im MOMA in San Francisco eine Ingrid-Olssen-Retrospektive geplant – obwohl die Künstlerin einer solchen Werkschau nie zugestimmt hätte. Wollte sie doch, dass ihre Asche in den Canyon und ihre Bilder ins Meer geworfen werden. Um ihrer Mutter diesen letzten Wunsch zu erfüllen, brechen die beiden ungleichen Schwestern zu einer Reise durch den Westen der USA auf. Sie werden mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, mit den Menschen, die ihnen einst nahestanden, und mit den Lebensentscheidungen, die sie getroffen haben. Und sie wissen, ihre Geschichte ist noch nicht zu Ende.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2025

Eine klare Leseempfehlung.

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Zwei junge Frauen, eine kaputte Familie und ein Roadtrip, der einiges an das Tageslicht bringt.

Die Geschichte von Kirsty Capes hat mich gefesselt und mitgenommen. Die Charaktere werden von der Autorin ...

Zwei junge Frauen, eine kaputte Familie und ein Roadtrip, der einiges an das Tageslicht bringt.

Die Geschichte von Kirsty Capes hat mich gefesselt und mitgenommen. Die Charaktere werden von der Autorin langsam und sehr detailliert beschrieben. Mit jeder Seite dringt man mehr in die Gefühlswelt der Schwestern Mathilda und Nora ein. Beide sind die "Girls" von ihrer Mutter Ingrid Olssen, einer berühmten Künstlerin, die für ihre Exzentrik bekannt war. Doch wie war Ingrid als Mutter und Lebenspartnerin? Wie kamen die Kinder mit ihr zurecht und was wurde aus ihnen?

Mathilda ist eine alleinerziehende Mutter mit einer Teenagertochter. Sie hat Beanie mit der Liebe ihres Lebens sehr jung bekommen und führt ein geordnetes Leben. Nora ist Performancekünstlerin geworden und versucht dem Schatten ihrer Mutter zu entkommen. Sieben Mal ist sie bisher dem Tod von der Schippe gesprungen. Ihr Leben ist geprägt von Depressionen, Selbstzweifeln, Medikamenten, Suizidgedanken und finanziellen Problemen. Die Schwestern haben ein kompliziertes Verhältnis mit vielen Höhen und Tiefen und doch im Kern einer großen Liebe zueinander. Auf dem Roadtrip durch die USA, um endlich die Asche der Mutter loszuwerden, stellen sie sich der Vergangenheit und der Gegenwart.

Die Geschichte geht unter die Haut. Sie beschreibt eine tieftraurige Familienkonstellation. Vernachlässigte und teilweise verwahrloste Kinder in einem großen Haus mit einer oft abwesenden drogenabhängigen Alkoholikerin als Mutter und etlichen fremden Männern. Der Vater glänzt durch Abwesenheit und Desinteresse. Nur die Tante Karoline versucht die Kinder abzufangen, aber auch sie verdient ihr Geld mit Ingrid. Mathilda wird zur Ersatzmutter für Nora.

Je mehr man erfährt, desto schockierender wird die Geschichte. Die glänzende Fassade bröckelt immer schneller und die Kinder stehen mittendrin und versuchen irgendwie zurecht zu kommen. Es mangelt an Liebe, an Geld und Unterstützung.

Die Autorin hat eine Familiengeschichte mit vielen Facetten, Wendungen und Dramatik geschrieben. Jedoch fügt sie auch immer wieder glückliche, unterhaltsame und liebevolle Passagen, die den Lesenden durchatmen lassen, ein. Wer eine lockere Geschichte mit Roadtrip erwartet, wird überrascht und vielleicht auch enttäuscht werden. Diese Geschichte hat es in sich und wirkt auch noch nach dem Lesen nach.

Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 02.09.2025

Facettenreiche Geschichte über toxische Familienverhältnisse, die fassungslos macht und gerade deshalb so bewegend ist

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Nach einem Krebsleiden ist die Künstlerin Ingrid Olssen, die für ihren ausschweifenden Lebensstil und ihre Unberechenbarkeit bekannt war, in London verstorben. Sie hinterlässt ihr künstlerisches Werk und ...

Nach einem Krebsleiden ist die Künstlerin Ingrid Olssen, die für ihren ausschweifenden Lebensstil und ihre Unberechenbarkeit bekannt war, in London verstorben. Sie hinterlässt ihr künstlerisches Werk und ihre beiden erwachsenen Töchter Matilda und Nora, die als Kinder unter ihrer Verantwortungslosigkeit und Vernachlässigung gelitten haben.
Zwei Jahre nach ihrem Tod arbeitet der Journalist Richard Taper an einer Biografie über Ingrid Olssen und interviewt dafür eine Reihe von Personen aus Ingrids Umfeld. Darunter ist auch Matilda, der er auf diese Weise näher kommt. Zeitgleich plant Ingrids Managerin und Schwester Karoline eine Ingrid-Olssen-Retrospektive im Museum of Modern Art in San Francisco und hat dazu Nora überredet, ihren Anteil des Erbes zur Verfügung zu stellen. Ingrid hatte ihre Kunst nie verkaufen wollen und hätte auch diese Ausstellung nie gewollt. Nach ihrem Tod sollten alle ihre Gemälde ins Meer geworfen werden. Nora bereut ihre Entscheidung und macht sich nach einem wiederholten Klinikaufenthalt zusammen mit ihrer Schwester Matilda, deren Tochter Beanie und Ingrids Asche im Gepäck auf, um den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen.

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive der älteren Tochter Matilda erzählt. Die gegenwärtige Handlung ist durchzogen von Erinnerungen an die Kindheit und Jugend, die beispiellos erschütternd war. Dazwischen gibt es Auszüge aus Mitschriften für die Biografie, die Richard Taper, ein Bewunderer Ingrids, verfasst.

Ingrid war eine geniale Künstlerin, die neben ihrem künstlerischen Schaffen Aufmerksamkeit durch ihr provokatives Verhalten in der Öffentlichkeit, ihre Drogenexzesse und Eskapaden erlangte. Ihre Kinder wurden zur Nebensache. Mehr als einmal hat sie sie alleingelassen, wobei als Entschuldigung ihre Erkrankung als manisch-depressiv herhalten musste.
Matilda und Nora haben auf unterschiedliche Art gelitten und ihre Leben dementsprechend gestaltet. Als Erwachsene ist ihr Verhältnis angespannt und von der Vergangenheit belastet. Schuldgefühle und unterschwellige Vorwürfe führten zu einem jahrelangen Kontaktabbruch. Erst die Diskussion um Ingrids Biografie und der Umgang mit ihrem Vermächtnis führt die beiden wieder zusammen.

Das Buch handelt von toxischen Familienverhältnissen, einer Mutter, die unfähig war, sich um ihre Töchter zu kümmern und einem abwesenden Vater. Die Erinnerungen Matildas sind erschütternd und machen wütend. Die Interviews, die Richard führt, ergänzen das Persönlichkeitsbild Ingrids - einer Künstlerin zwischen Genie und Wahnsinn.

Die Beschreibungen lassen einen fassungslos zurück und wirken dennoch authentisch. Durch die empathische und lebendige Schreibweise sowie die feine Charakterzeichnung werden die Figuren, ihre Erlebnisse, Gefühle und daraus resultierenden Handlungen leicht vorstellbar. Matilda ist als Mutterersatz im Teenageralter überfordert und später voller Schuldgefühle, nicht genug getan zu haben und voller Angst um die Gesundheit ihrer Schwester. Nora scheint als Performancekünstlerin in die Fußstapfen ihrer Mutter zu steigen und hat mit psychischen Problemen zu kämpfen, die gleich mehrfach in Selbstmordversuche mündeten.

Der turbulente Roadtrip sorgt hingegen für Leichtigkeit, für eine Annäherung der entzweiten Schwestern sowie für einen Abschied von der Mutter, der einer Entsorgung von Ballast gleichkommt.

"Girls" ist eine facettenreiche Geschichte über eine ungewöhnliche, denkwürdige Familie, über beschädigte Beziehungen und die Auswirkungen einer traumatischen Vergangenheit. Trotz aller Wut, Traurigkeit und Fassungslosigkeit, die die Geschichte auslöst, fehlt es ihr nicht an humor- und hoffnungsvollen Aspekten durch einen Ausblick auf Heilung und Versöhnung.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Porträt von Verwundbarkeit, Stärke und der Suche nach Identität

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Kirsty Capes’ Roman „Girls“ entführt die Leser in die turbulente Welt der fiktiven Künstlerin Ingrid Olssen und ihren beiden Töchtern, Matilda und Nora. Die Geschichte ist ein eindringliches Porträt von ...

Kirsty Capes’ Roman „Girls“ entführt die Leser in die turbulente Welt der fiktiven Künstlerin Ingrid Olssen und ihren beiden Töchtern, Matilda und Nora. Die Geschichte ist ein eindringliches Porträt von familiären Beziehungen, persönlichem Leiden und den Schatten, die das Leben einer unkonventionellen Mutter auf ihre Kinder wirft.

Ingrid Olssen ist eine weltberühmte Künstlerin, deren ausschweifender Lebensstil und unberechenbare Entscheidungen das Leben ihrer Töchter stark beeinflussen. Hier zeigt Capes eindrucksvoll, wie der Ruhm einer Person nicht nur Glanz und Glamour mit sich bringt, sondern auch eine tiefgreifende emotionale Erschütterung verursachen kann. Matilda, die ältere Schwester, fühlt sich gezwungen, mit ihrem eigenen Leben Verantwortung zu übernehmen, als sie mit 17 Jahren schwanger wird und sich entscheidet, ihre kleine Schwester Nora hinter sich zu lassen. Diese Entscheidung ist ein Wendepunkt der Geschichte und verursacht eine tiefe Narbe in der Beziehung der Schwestern.

Nora bleibt bei Ingrid und muss die Folgen des Lebensstils ihrer Mutter ertragen. Capes beschreibt eindrucksvoll, wie Nora unter Depressionen leidet und mit dem Gefühl der Verlassenheit kämpft. Die Schwestern haben trotz ihrer Blutsbande eine Kluft zwischen sich geschaffen, die schwer zu überbrücken scheint. Während Matilda versucht, ihr eigenes Leben und die Rolle der Mutter zu meistern, bleibt Nora in der Schattenwelt ihrer Kindheit gefangen.

Capes hat ein Gespür für die Emotionalität und Komplexität von Frauenbeziehungen. Sie schafft es, die innere Zerrissenheit und den Schmerz, den Matilda und Nora empfinden, authentisch darzustellen. Der Schreibstil ist einfühlsam und dennoch kraftvoll, was die Leser dazu anregt, über die vielfältigen Facetten von Liebe, Verlust und Vergebung nachzudenken.

Im Laufe der Handlung nähern sich die Schwestern allmählich an, was eine herzliche und berührende Entwicklung darstellt. Capes rührt damit an den Kern der menschlichen Erfahrung: die Möglichkeit der Versöhnung und das Streben nach einem besseren Verständnis füreinander. „Girls“ ist mehr als nur eine Geschichte über eine berühmte Künstlerin; es ist ein eindringliches Porträt von Verwundbarkeit, Stärke und der Suche nach Identität.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Eine egozentrische Künstler-Mutter und der Nachlass, der die Töchter zu neuen Ufern bringt

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Dies ist eine Geschichte über Gefühle, Verletzungen, Verlassenheit und die Egozentrik einer Mutter, die ihr Leben auslebt, sie ganz allein. Und zurück bleibt die Familie, ihre zwei Töchter Matilda und ...

Dies ist eine Geschichte über Gefühle, Verletzungen, Verlassenheit und die Egozentrik einer Mutter, die ihr Leben auslebt, sie ganz allein. Und zurück bleibt die Familie, ihre zwei Töchter Matilda und Nora, die Vergessenen, die ohne Liebe und Fürsorge aufgewachsenen Schwestern, nicht wichtig für das Rampenlicht, in dem ihre Mutter erstrahlte und fast noch weniger wert im Privaten, wenn Alkohol und Drogen auch das Empfinden der gefeierten Künstler-Mutter, letztendich versagt zu haben, zum Schweigen bringen. Diese Frau ist nun tot und zu ihren letzten Wünschen, die sie an ihre Töchter richtet, gehört das Verstreuen ihrer Asche im Grand Canyon. Ob als Versuch gedacht, die entzweiten Schwestern wieder zusammenzubringen, auf jeden Fall machen sich die zwei jungen Frauen gemeinsam auf, zu einer Art Roadtrip, um das schmerzhafte Kapitel Kindheit und Jugend in einer gestörten Mutter-Tochter-Beziehung endgültig zu schließen. Und das Gleiche gilt auch für ihre Schwesternschaft, mit diesem so bitter empfundenen Verrat, den die jüngere der beiden ihrer ältern Schwester meint vorwerfen zu können.
Dies alles hört sich nach einer tiefgründigen zwischenmenschlichen Auseinandersetzung über das Gewesene und auch das aktuelle Sein an, über Trauer und ein Schweigen, das letztendlich doch aufgebrochen wird, herausbricht tief aus dem innersten ihrer beider verletzten auch nach Liebe schreienden Seelen. Und genauso ist es dann auch, nach einer längeren Weile, als diese ihre gemeinsame Reise beginnen. Es führt nicht zu einem glücklichen Happy-End, dafür sind die Narben wohl zu tief, aber es verändert sich etwas. Und das ist mehr als ein Ankratzen der verhärmten Psyche. Da bricht etwas auf und es ist Hoffnung, die auch den Lesern ein guten Gefühl mitgibt, als positivem Abschluss für dieses besondere, intensive und fordernde Buch.

Veröffentlicht am 20.07.2025

Eine Familiengeschichte der besonderen Art!

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. Suchst du nach einem Roman, der dich mit auf eine Gefühlsachterbahn nimmt? Ein Roman, der dich von Freude bis Trauer alles erleben lässt? Über Vernachlässigung, Depression, Selbstmordgedanken, Alkohol- ...

. Suchst du nach einem Roman, der dich mit auf eine Gefühlsachterbahn nimmt? Ein Roman, der dich von Freude bis Trauer alles erleben lässt? Über Vernachlässigung, Depression, Selbstmordgedanken, Alkohol- und Drogenkonsum bis hinzu tiefer Geschwisterliebe und Mutterliebe! Ich habe Rotz und Wasser geheult und es geliebt…
Ich kann dir „Girls“ wirklich nur ans Herzen legen! 5/5 ⭐️

. Aber worum geht es genau…
Die Schwestern Matilda und Nora hatten keine Bilderbuchkindheit. Ihre Mutter, die Künstlerin Ingrid Olssen war zwar für ihren ausschweifenden Lebensstil bekannt, doch niemand schien sich für die Schwestern wirklich zu interessieren.
Nach Ingrids Tod möchten die Schwestern jedoch ihre letzten Wünsche erfüllenden machen sich auf eine Reise, nicht nur quer durchs die USA sondern auch durch ihre Vergangenheit.

. In „Girls“ verfolgen wir hauptsächlich Matilda, eine der Girls als Ich- Erzählerin durch die Geschichte, ansonsten gibt es Auszüge aus dem Buch, dass über ihre Mutter Ingrid Olssen geschrieben wird und die dazu gehörigen Interviews mit damaligen Weggefährten.
Durch die perfekte Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit ist dieses Buch ein richtiger „Page turner“! Zwischenzeitlich bekam ich als Leser wirklich das Gefühl ich wäre die dritte Schwester im Bunde.
Capes Charaktere sind sehr realistisch dargestellt und vor allem die Protagonistinnen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Geschichte ist außergewöhnlich, trotzdem sehr nachvollziehbar, spannend und Realitätsnah. Durch das Einflechten berühmter Persönlichkeiten wird dieser Effekt sogar noch verstärkt.
Capes bearbeitet zwar sehr viele Themen in diesem Buch, trotzdem ist sind es auf keinen Fall zu viel.
Als ich „Girls“ anfing hätte ich niemals erwartet, dass mich die Geschichte um die „Girls“ so fesseln würde! Eine Familiengeschichte der besonderen Art, die hoffentlich die Aufmerksamkeit erhält die sie verdient!

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