Der perfekte Krimi für Halloween
Inhalt: Lea freut sich schon richtig auf Halloween. Der Abend soll - gemeinsam mit befreundeten Familien - in ihrem Café starten, ehe verkleidet die Süßigkeitenjagd beginnt. Doch kurz, nachdem die Familien ...
Inhalt: Lea freut sich schon richtig auf Halloween. Der Abend soll - gemeinsam mit befreundeten Familien - in ihrem Café starten, ehe verkleidet die Süßigkeitenjagd beginnt. Doch kurz, nachdem die Familien losgezogen sind, verschwindet der elfjährige Joshua nahezu spurlos. Allein sein blutverschmiertes Geisterkostüm wird in einer verfallenen Villa gefunden. Schnell werden Erinnerungen wach: Bereits vor zwei Jahren verschwand ein Kind aus der Nachbarschaft, auch hier wurde nur das Kostüm gefunden. Alles spricht dafür, dass ein Serientäter sein Unwesen treibt - und Lea möchte ihn unbedingt enttarnen, ehe weitere Kinder verschwinden…
Persönliche Meinung: “Halloweenkind” ist ein Stand-Alone-Kriminalroman von Lars Engels. Erzählt wird der Roman hauptsächlich aus der personalen Perspektive von Lea, die als ehemalige Journalistin die Rolle der Ermittlerfigur einnimmt (zwischendurch finden sich aber auch Perspektivierungen aus Tätersicht, die für zusätzlich Spannung sorgen). Die Handlung entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: Der Haupthandlungsstrang spielt in 2024 und thematisiert neben dem 31. Oktober, an dem Joshua verschwindet, Leas Versuche, den Täter zu identifizieren. Der zweite Strang findet 2022 statt und gibt Einblicke in den weiteren Vermisstenfall. Spannend dabei ist: Je weiter Lea ermittelt, desto tiefer dringt sie in das Privatleben ihrer engsten Freunde ein; wohlbehütete Geheimnisse kommen ans Licht, wodurch sie - und damit die Lesenden - nicht mehr genau weiß, wem sie vertrauen kann. Zur Handlung selbst möchte ich darüber hinaus zwecks Spoilergefahr gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur: Sie ist wirklich schön konstruiert, wird in eher kurzen Kapiteln rasant erzählt, besitzt mehrere unerwartete Wendungen und einen tollen Twist am Ende. Zudem finden sich - gerade zu Beginn - schöne Halloweenvibes sowie - eingeleitet durch die Kapitelüberschriften - kleine Verweise auf populäre Horrorromane/-filme, wodurch eine besondere Atmosphäre entsteht. Die Stadt Neuss, der Handlungsort des Romans, wird zudem anschaulich und authentisch beschrieben. Insgesamt ist “Halloweenkind” ein fesselnder Krimi mit überraschenden Wendungen und einer halloweenmäßigen Atmosphäre.