Wolfskälte
Ein Buch, mystisch, geheimnisvoll, voller Aberglaube und Rätsel, sehr passend für die dunkle Jahrezeit. Eilean Eadar, eine kleine Insel vor Schottland mit nur einmal 206 Einwohnern hat einen seltsamen ...
Ein Buch, mystisch, geheimnisvoll, voller Aberglaube und Rätsel, sehr passend für die dunkle Jahrezeit. Eilean Eadar, eine kleine Insel vor Schottland mit nur einmal 206 Einwohnern hat einen seltsamen Todesfall zu vermelden. Der 18jährige Alan liegt tot vor dem Leuchtturm. Die beiden Polizisten aus Glasgow, George und Richie sollen den Fall untersuchen. Schon auf der Schiffsfahrt zu der Insel wütet ein starker Sturm und peitschender Regen, so dass das Boot fast nicht anlegen kann. Auf der Insel selbst kümmert sich die Postmeisterin Kathy sehr intensiv um die Beiden, fast schon aufdringlich und neugierig nimmt sie die Polizisten in Beschlag und überreicht ihnen ein altes Logbuch, worin das rätselhafte Verschwinden von Leuchtturmwärtern aufgeschrieben ist. Aber bei den Nachforschungen um Alan bleiben die Bewohner stumm, George und Richie spüren die Abneigung. Und was bedeuten die Runenzeichen über den Türen? Auf Alans Grab liegen leere Trauerkarten und eine Gestalt mit einer Wolfsmaske zeigt sich vor der Unterkunft der Polizisten. Auch Cecily scheint in ihrer Ehe Probleme zu haben, ein alter Mann wird handgreiflich und der Schafzüchter verhält sich sehr seltsam. Nicht zuletzt der kleine Junge, der nicht spricht. Und der Priester, der seine Schäfchen schon hart an der Kantare hat. Langsam aber decken die Polizisten einige Ungereimtheiten auf und die Sache wird sehr gefährlich. Nicht zuletzt hat George mit Nachwirkungen aus einem früheren Einsatz zu kämpfen, Sie ist es auch, die Jack aus dem kalten Wasser rettet und mit vollem Körpereinsatz kämpft. Eine Insel, bei der die Leute noch ohne Internet oder technischen Fortschritt leben, wo keine Schule für die Kinder ist und hier der Aberglaube seinen festen Bestand hat. Die Autorin schreibt derart fesselnd und beschreibt die Widrigkeiten, den Nebel, den Regen, die Dunkelheit so lebensnah, dass der Leser ein Frösteln nicht verhindern kann. Schaurig schön und voller alter Bräuche und heidnischer Rhythen und Geschichten. Sehr gut ist das Leben und das Verhalten der beiden Polizisten geschildert. Jeder der beiden hat seine besondere Eigenarten, was beide so menschlich macht. Das Buch hat mich total gefangen genommen, diese ferne dunkle Insel mit der verschworenen Gemeinschaft und deren geheimen Machenschaften. Auch das Cover und der Titel spiegeln das Schwere; Fremde, Gefährliche wieder.