Cover-Bild Devil's Deal
Band 1 der Reihe "Jaga und der Teufel"
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: reverie
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 592
  • Ersterscheinung: 25.11.2025
  • ISBN: 9783745705027
Layla Fae

Devil's Deal

Dunkle Versuchung | Teufel trifft auf Hexe | Spicy Enemies-to-Lovers-Romantasy für Dark Romance Fans | Inspiriert von slawischer Mythologie
Nora Petroll (Übersetzer)

Der Teufel sehnt sich nach ihrer Seele. Doch sie ist nicht bereit, nachzugeben.

Jaga ist eine junge Hexe, die von ihrem Dorf geächtet wird. Ihr Traum, eine angesehene Heilerin mit magischen Fähigkeiten zu werden, wird ihr verwehrt, als die Dorfältesten, die ihr misstrauen, nach dem Tod ihres Mentors jemand anderen mit dieser Aufgabe betrauen. Isoliert und verachtet, ändert sich Jagas Leben während der Sommersonnenwende dramatisch, als sie in den heiligen Kreis der Götter gezogen wird und Woland, dem Teufel, begegnet. Nachdem sie eine Nacht lang mit ihm getanzt hat, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Woland ist von nun an von Jaga besessen, gleichzeitig bringt seine Anwesenheit Leid und Dunkelheit in ihr Dorf. Trotz der dunklen Magie, die Woland umgibt, und seiner Verführungsversuche, Manipulationen und Drohungen weigert sich Jaga, sich ihm zu unterwerfen. Stattdessen ist sie entschlossen, ihre Seele zu schützen und für ihre Autonomie zu kämpfen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2026

Eine andere Sichtweise auf Jaga

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Im Mittelpunkt von "Devils Deal" steht Jaga, eine junge Hexe, die von ihrem Dorf ausgegrenzt wird – nicht, weil sie zu schwach ist, sondern weil sie zu unbequem erscheint. Ihr Wunsch, als Heilerin anerkannt ...

Im Mittelpunkt von "Devils Deal" steht Jaga, eine junge Hexe, die von ihrem Dorf ausgegrenzt wird – nicht, weil sie zu schwach ist, sondern weil sie zu unbequem erscheint. Ihr Wunsch, als Heilerin anerkannt zu werden, scheitert an Misstrauen, Angst und festgefahrenen Machtstrukturen. Diese Ausgangslage fühlt sich schmerzhaft real an und macht Jaga sofort greifbar. Als sie während der Sommersonnenwende dem Teufel Woland begegnet, kippt die Geschichte endgültig in eine düstere, magische Richtung. Der Tanz im heiligen Kreis ist dabei nicht nur ein atmosphärischer Moment, sondern der Beginn eines gefährlichen Spiels aus Verführung, Macht und Kontrolle.

Was "Devils Deal" für mich besonders stark macht, ist die Dynamik zwischen Jaga und Woland. Woland ist kein eindimensionaler Bösewicht, sondern faszinierend, bedrohlich und manipulativ zugleich. Trotzdem verliert Jaga nie ihre Stimme. Sie ist keine passive Figur, die der Dunkelheit verfällt, sondern eine Frau, die sich bewusst weigert, ihre Autonomie aufzugeben – selbst dann, wenn der Preis hoch ist. Das Buch spielt intensiv mit Themen wie Selbstbestimmung, moralischer Grauzone und der Frage, wie viel Macht man bereit ist zu akzeptieren, um gehört zu werden.

Der Schreibstil ist dicht, düster und atmosphärisch, ohne unnötig schwer zu wirken. Die Dorfgemeinschaft, die dunkle Magie und die mythologischen Elemente greifen stimmig ineinander und erzeugen eine konstante, unterschwellige Spannung. Romantasy-Fans kommen auf ihre Kosten, sollten aber wissen: Hier geht es weniger um klassische Romantik und mehr um ein gefährliches Kräftemessen zwischen Verlangen und Widerstand.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Genial anders

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𝗗𝘂𝗻𝗸𝗲𝗹, 𝗱𝗿𝗲𝗰𝗸𝗶𝗴, 𝗺𝘆𝘀𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵, 𝘂𝗻𝗯𝗲𝘀𝗰𝗵ö𝗻𝗶𝗴𝘁, 𝘀𝗲𝗵𝗿 𝗲𝘅𝗽𝗹𝗶𝘇𝗶𝘁!

Holy … das war dunkel, dreckig und mystisch!
𝐃𝐞𝐯𝐢𝐥𝐬 𝐃𝐞𝐚𝐥 ist keine leichte Lektüre und will es auch gar nicht sein.

Jaga ist eine Hexe, fest verwurzelt ...

𝗗𝘂𝗻𝗸𝗲𝗹, 𝗱𝗿𝗲𝗰𝗸𝗶𝗴, 𝗺𝘆𝘀𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵, 𝘂𝗻𝗯𝗲𝘀𝗰𝗵ö𝗻𝗶𝗴𝘁, 𝘀𝗲𝗵𝗿 𝗲𝘅𝗽𝗹𝗶𝘇𝗶𝘁!

Holy … das war dunkel, dreckig und mystisch!
𝐃𝐞𝐯𝐢𝐥𝐬 𝐃𝐞𝐚𝐥 ist keine leichte Lektüre und will es auch gar nicht sein.

Jaga ist eine Hexe, fest verwurzelt in einer Gemeinschaft die sie ächtet und hasst, für das was sie ist und sein will. Sie möchte als Heilerin der Gemeinschaft helfen und erntet nichts als Ablehnung. Bis die Sommersonnenwende alles verändert und der Täufel auf sie aufmerksam wird und eine Obsession für Jaga entwickelt.

Jaga ist eine großartige Protagonistin. Ich empfinde nichts als Hochachtung und Faszination für ihre Stärke. Trotz Wollands todbringenden Avancen, widersteht sie ihm nicht nur, sie kämpft mit allen Mitteln und einem unglaublich starken Willen gegen ihn an.

Was dieses Buch für mich so beeindruckend macht, ist seine Unerschrockenheit und absolut dunkle Brutalität. Nichts wird romantisiert, nichts weichgezeichnet. Unangenehme, schwere und teils verstörende Themen werden klar benannt und ausgeschrieben. Genau dadurch wirkt die Geschichte so intensiv und greifbar.

Außerdem liebe ich die einzigartige, verstörende Atmosphäre, die Layla Fae erschaffen hat. Man riecht den Dreck, spürt die Angst und die tiefe Begierde, die zwischen den Protagonisten brodelt. Auch wenn die spicy Szenen deutlich rarer sind als man es erwarten könnte, brennen diese lichterloh!!!

Zugegebenermaßen muss ich anfangs etwas mit den slawischen Namen und Begriffe kämpfen, fand mich jedoch schnell in einem unfassbar ereignisreichen Sog der mich nicht mehr losließ!

Fazit:
Ich verstehe warum dieses Buch die Meinungen spaltet.
Diese Abgründe und Dunkelheit ist anders und wilder als ich es je zuvor erfahren habe. Ich liebe das Leseerlebnis zwischen Hass und Leidenschaft, Dunkelheit und Brutalität und freu mich auf die weiteren Teile dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Ein Auftakt der mehr Ruft.

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Ich habe mich in den Klappentext verliebt und musste in diesen Auftakt hier eintauchen. Das Cover ist ein Hingucker, der sofort auffällt.
Mit slawischen Mythen hatte ich bisher keine Berührungspunkte ...

Ich habe mich in den Klappentext verliebt und musste in diesen Auftakt hier eintauchen. Das Cover ist ein Hingucker, der sofort auffällt.
Mit slawischen Mythen hatte ich bisher keine Berührungspunkte und wurde nun damit in eine neue Welt gezogen.

Jaga hat es nie leicht gehabt und ist eine Ausgestoßene. Sie hat mich neugierig gemacht, war aber auch manchmal nicht so zu fassen.

Woland hat mich definitiv in seinen Bann gezogen und man spürt einfach, dass er jemand ist, der ein Nein nicht gewohnt ist.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich konnte so in die Gefühle und Gedanken von Jaga eintauchen. Die Nebenfiguren, die man trifft, sind ebenso authentisch. Das Setting ist einfach genial und man entdeckt so einiges.

Die Handlung war zu Beginn sehr intensiv und auch die Emotionen, die Jaga hat, spürt man. Doch je weiter man vorankommt, gibt es auch Längen, die sich ziehen. Als Woland dann auf der Bildfläche erscheint, wird es intensiver und man wird weiter voran gezogen. Die Fantasy-Elemente haben mir gefallen und ich will unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, was Jaga noch passieren wird.
Insgesamt war es ein Auftakt, der definitiv noch einiges zeigt.

Das Cover liebe ich und ich mag diese Aufmachung.

Fazit

Ein Auftakt in eine dunkle Fantasy-Welt, der neugierig macht.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Absolut überzeugend

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🖤🌔(𝔸𝕦𝕔𝕙) 𝕂𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕃𝕦𝕤𝕥 𝕞𝕖𝕙𝕣 𝕒𝕦𝕗
Moechtegern-Bad-Boys?
Auf unglaubwuerdige StrongFMCs?
Auf halbgares Moralisch Grau?
𝔻𝕒𝕟𝕟 𝕚𝕤𝕥 𝔻𝔸𝕊 𝕕𝕖𝕚𝕟 ℙ𝕒𝕘𝕖𝕥𝕦𝕣𝕟𝕖𝕣 ⤵️



𝗝𝗮𝗴𝗮 wird zeit ihres Lebens von der Dorfgemeinschaft ...

🖤🌔(𝔸𝕦𝕔𝕙) 𝕂𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕃𝕦𝕤𝕥 𝕞𝕖𝕙𝕣 𝕒𝕦𝕗
Moechtegern-Bad-Boys?
Auf unglaubwuerdige StrongFMCs?
Auf halbgares Moralisch Grau?
𝔻𝕒𝕟𝕟 𝕚𝕤𝕥 𝔻𝔸𝕊 𝕕𝕖𝕚𝕟 ℙ𝕒𝕘𝕖𝕥𝕦𝕣𝕟𝕖𝕣 ⤵️



𝗝𝗮𝗴𝗮 wird zeit ihres Lebens von der Dorfgemeinschaft ausgegrenzt und geächtet. Nicht zuletzt ihr rotes Haar ist es, das für Vorsicht sorgt. Auch der Posten als Flüsterin, der ihr rechtmäßig nach dem Ableben ihrer Mentorin, ihrer Vertrauten, zugestanden hätte, wurde ihr aus Vorbehalten verwehrt. Täglich muss die introvertierte, ehrgeizige Frau fürchten, verbannt zu werden, und gerade die Festivitäten zur Sommersonnenwende erhöhen die Gefahr …
Als Jaga in der diesjährigen Kupalanacht in den Kreis der – sonst fernen – Götter gezogen wird, macht sie zu ihrem Leidwesen Bekanntschaft mit dem Teufel und entfacht in ihm eine abgrundtiefe Begierde. Weckt seinen Jagdinstinkt, der ihn von nun an stetig zu der 21-Jährigen führt. Trotz seiner Versprechen und fadenscheinigen Bemühungen, trotz seiner Drohungen, bietet Jaga ihm die Stirn und schlägt seinen Wunsch, sich ihm gänzlich hinzugeben, ihm unterwürfig und stets zu Diensten zu sein, aus. Ihre Seele dem Teufel opfern? Nicht mit Jaga, die in der irdischen Welt noch etwas Dringendes zu erledigen hat …
Aber 𝗪𝗼𝗹𝗮𝗻𝗱s Geduld ist nicht grenzenlos, die Zeit für Spiele begrenzt, und so nimmt er der Hexe nach und nach alles …

„𝐃𝐞𝐯𝐢𝐥'𝐬 𝐃𝐞𝐚𝐥: 𝐃𝐮𝐧𝐤𝐥𝐞 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐮𝐜𝐡𝐮𝐧𝐠“ wird als 𝗗𝗮𝗿𝗸-𝗥𝗼𝗺𝗮𝗻𝗰𝗲-𝗙𝗮𝗻𝘁𝗮𝘀𝘆 beworben und genau das bekommen die LeserInnen auch!
Vielschichtig und konträr empfinden und agieren die Protagonisten, wobei wir das Geschehen, das stellenweise in ruhigen Tönen dahin gleitet, andernorts rasant, tempo- und wendungsreich hereinbricht, einzig aus Jagas Perspektive verfolgen. Abgesehen von der durchweg beklemmenden Stimmung, einer historischen Note und der dichten Atmosphäre, die aufgrund des altertümlichen und begrenzten Settings verstärkt wird, sind die Romance-Komponente, insofern man von solch einer sprechen kann, wie auch die Charaktere durchweg gelungen.
𝗟𝗮𝘆𝗹𝗮 𝗙𝗮𝗲 verzichtet darauf, ihre Figuren durch aufwallende Gefühle oder körperliche Anziehung zu verklären. Heißt: 𝘋𝘦𝘳 𝘛𝘦𝘶𝘧𝘦𝘭 𝘣𝘭𝘦𝘪𝘣𝘵 𝘥𝘦𝘳 𝘛𝘦𝘶𝘧𝘦𝘭. Das Böse. Das Intrigante. Er manipuliert, wütet, erpresst. Sein Interesse an Jaga ändert nichts an seinem Verhalten, schenkt ihm nicht plötzlich ein Gewissen. Und Jaga? Die bleibt ihren Wünschen und Plänen treu, so verlockend Woland wispert. Wehrt sich, versucht, sich zu bereichern, will niemals Besitz sein – sich der Konsequenzen bewusst. Die einst Ausgestoßene entdeckt im Verlauf, während sie endlich die Oberhand im Dorf gewinnt, sich beweisen kann, ihre dunkle, nicht immer gütige Seite. Entdeckt, was in ihr verschlossen ist.

Beide halten an ihren Überzeugungen und Prinzipien fest, an ihrem – definitiv in Teilen fragwürdigen – Wertesystem und ihren moralischen Vorstellungen, verfolgen vehement eigene Ziele, beherbergen Geheimnisse. Verfangen sich in Diskussionen und Verhandlungen, gehen Deals ein, wägen ab. Dabei bekommen wir Einblick in ihre ambivalenten Empfindungen, in die Sehnsucht danach, den eigenen Standpunkt nur ein wenig zu verrücken, den Drang, der Lust nachzugeben. All das macht Jaga und Woland, ihr Auftreten und Handeln wie auch die komplette Story, glaubhaft. Faes Ton ist dabei erwachsen, ernster und bedacht, ist nie einfach oder einfallslos. Selbst die anzüglichen, verruchten Momente und Gedanken und die expliziten Szenen wurden klar und hart in Worte gepresst. Ohne Verniedlichung, klischeehafte Bezeichnungen oder Kosenamen.
Gerade die Motive des Teufels bleiben lange verborgen, sorgen für eigene Vermutungen und Überlegungen. Was klar wirkt, wird so manches Mal umgeworfen, was den Reiz der Dark-Fantasy ausmacht. Jede Liebkosung, jede aufmerksame Geste Wolands geht mit Berechnung einher. Denn der Teufel ist kein Held in dunkler Rüstung.

Je weiter der Verlauf voranschreitet, je mehr Jaga in die Welt des „Übernatürlichen“ eintaucht, umso mehr sie sieht und versteht, umso mehr Raum bekommen die mythischen Aspekte – beginnend bei verschiedenen Wesen und Gottheiten bis hin zu Überlieferungen und Wahrheiten, die von Sagen befreit werden. Obgleich ich mich viel mit Mythologie beschäftige und mein Interesse hieran groß ist, bin ich in Sachen slawischer Folklore wenig bewandert. Ein Glossar über auftretende „Geschöpfe“ am Ende sowie eine Aussprachehilfe und Einführung zu Beginn waren demnach sehr hilfreich.
Selbst der feministische Bezug damaliger Zeiten ist gegeben, unterwerfen sich die Frauen doch nur bedingt der Ehe und dem Mann. Der Wunsch nach Selbstbestimmung ist zumindest in Gesprächen und heimlichen Geschäften zu spüren. Zudem fließen die Normalität der Regelblutung und das körperliche und psychische „Unbehagen“ ein. Die Autorin benennt die weibliche Unterdrückung ebenso direkt wie die trickreiche, oft gewaltsame, durchweg bedrohliche und verlogene Vorgehensweise von Woland. Ohne zu beschönigen und zu verklären, ohne das Ziel, zu bekehren. Diese Konsequenz hebt „Devil's Deal“ in vollkommen andere Gefilde, als von den trendigen, auf dem Markt verbreiteten (Dark) Romantasy gewohnt. Denn dementsprechend sind auch die hier stattfindenden Entwicklungen weitaus nachvollziehbarer, realitätsnäher und harscher. Nicht vorhersehbar und unübertroffen heimtückisch.

Mir haben die komplexe und detailreiche Ausarbeitung von Setting, Hintergründen und Gegebenheiten, die Facetten, die die Autorin aufgegriffen hat, wirklich imponiert und gefallen, während etliche Fragen und Unklarheiten erst nach und nach – logisch, durchdacht – eine Antwort finden. Stil und Aufbau, Ernsthaftigkeit und der Mix aus derb und zart, Betrug und Täuschung – ohne etwas zu romantisieren – machten dieses Buch zu einem, das Aufmerksamkeit erfordert, in vermeintlicher Sicherheit wiegt und in die Tiefe geht – sei es beim Plot, beim Worldbuilding, bei den Figuren oder der konfliktreichen, nicht rosaroten „Beziehung“.

„Devil's Deal: Dunkle Versuchung“ ist keine verwaschene, oberflächliche und typisch seichte Fantasy-Romanze, in der die Liebe über den Prinzipien und dem eigenen Sein steht. Nein, Layla Fae hat eine düstere Geschichte mit Mythen und Gräueln geschaffen, in der die Protagonisten dämonisch intrigieren und Selbstlosigkeit selten auf dem Plan steht, in der Ereignisse erschaudern lassen, komplett überraschen, gar schockieren, und Entscheidungen ihren Preis erfordern. Mit der direkten Wortwahl, der historisch anmutenden Welt, der Magie und dem wankelmütigen Machtgefälle, mit mystischen Geschöpfen und der Grauschattierung des Einzelnen hat mich diese düstere Fantasy-Story vollkommen vereinnahmt und überzeugt.
[Übrigens: Zwar erscheint Teil 2 im April, ich finde aber, dass dieses Buch auch als Standalone funktioniert.]

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Teufelsspiele & Mohnblumenblut

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„Der Teufel ist ein Lügner.“ So heißt es in fast jeder Geschichte, die existiert. In jeder Legende, jeder Warnung. Aber was, wenn er es nicht tut - oder zumindest nicht so, wie wir glauben?

>Sei mein ...

„Der Teufel ist ein Lügner.“ So heißt es in fast jeder Geschichte, die existiert. In jeder Legende, jeder Warnung. Aber was, wenn er es nicht tut - oder zumindest nicht so, wie wir glauben?

>Sei mein Feind, so wie es sein sollte!<
>Aber ich wollte nie dein Feind sein, sagt er, und seine Mundwinkel verziehen sich zu einem Schmunzeln.<

„Devil‘s Deal“ war für mich nicht nur ein Highlight, sondern mein absolutes Jahreshighlight 2025. Ein Buch, das mich so sehr gepackt hat, dass ich die letzten Seiten direkt noch einmal lesen musste, weil ich den Titel unbedingt mit ins neue Jahr nehmen wollte - dieses Gefühl, diese Geschichte, diese dunkle, bittersüße Verführung.

Hervorheben möchte ich unbedingt den Schreibstil - zauberhaft, präzise, elegant und gleichzeitig roh - und somit auch die großartige Arbeit der Übersetzerin Nora Petroll. Allgemein hat das Buch für mich eine wunderschöne Bildsprache, einen durchdachten Satzbau, einen außergewöhnlich starken Erzählstil. Worte, die wirken. Sätze, die bleiben. Zitate, die nochmal nachklingen. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man merkt, wie viel Bedeutung in Sprache liegen kann - und wie gefährlich Worte sein können, wenn man weiß, wie man sie benutzt und wie sie umso gefährlicher sind, wenn man nur denkt, sie verstanden zu haben – und genau das wird Jaga öfter bewusst...

>Und plötzlich frage ich mich, ob Chors mir tatsächlich helfen wollte oder ob ich nur Teil eines göttlichen Spiels bin, das ich nicht verstehe.<

Auch die Tropes sind hier genau nach meinem Geschmack: Morally Grey Love Interest, Possessive Love Interest und dazu keine klassische Enemies-to-Lovers-Geschichte. Es ist Enemies to Lovers to Haters to was-zur-Hölle-passiert-hier-eigentlich-was-ist-das-bitte-gerade-alles-&-wieso-fühlt-es-sich-falsch-und-richtig-zu-gleich-an?!

Alles scheint durchschaubar - und ist es doch nicht.

Ja, der Teufel gilt als Lügner - doch Woland ist mehr als das. Er ist ein Meister der Worte, der Auslegungen, der Andeutungen. Er sagt viel. Vielleicht sogar alles. Ich bin mir sicher, dass ich beim Re-Read unzählige Antworten entdecken werde, die ich zuvor überlesen habe.
Jaga weiß, dass sie Teil eines Spiels ist. Und sie spielt es mit - auf ihre Weise.
Der Teufel ist ein Gott, der seit Jahrhunderten lebt. Jaga glaubt, sie durchschaut ihn. Und vielleicht tut sie das auch - auf ihre Weise.
Doch wie soll ein junges Menschenleben einen Gott durchschauen, der so viele Jahre durchlebt hat und für den Spiele, Abmachungen, Manipulation und Pakte so selbstverständlich und das Gewinnen dieser so sicher sind, wie die Sterblichkeit der Menschen?

Zwischen Woland und Jaga entsteht ein permanenter Schlagabtausch - ein vermeintliches Durchschauen, ein sich sicher sein, nur um im nächsten Moment wieder komplett umgeworfen zu werden. Es ist elektrisierend, bitter, schmerzhaft. Dieses permanente Gegeneinander und gegenseitige Antasten transportiert diese verdrehte Dynamik aus Macht, Spott und Nähe für mich perfekt, aber auf teils verwerfliche Art und zeigt auch auf, wie unbesonnen Gedanken gedacht werden können.
Genau diese Dynamik hat mich vollkommen fasziniert und immer wieder dieses Gefühl, dass alles durchschaubar scheint … bis es das plötzlich nicht mehr ist.

Woland ist eine der eindrucksvollsten Figuren, die mir seit Langem begegnet sind. Der Gott. Der Teufel. Ein Wesen, das fasziniert und fesselt und wütend macht und so verständlich ist - in seinen Handlungen, seinen Androhungen, seinem gesamten Sein. (Ich erwarte in Band 2 noch so viel mehr von ihm, so viel mehr Teufelswesen). Ist er ein Charakter mit zwei Gesichtern? Oder vielleicht nur einem, wenn man sich daran erinnert, was er ist. Oder doch unzählige, die Jaga nicht einmal ansatzweise erfassen kann - auch wenn sie glaubt, es zu tun.

>Ich halte mich an ihm fest, diesem Teufel, diesem Mann, der das Zentrum von allem ist. Er ist das Geheimnis und der Schlüssel, die Frage und die Antwort.<

Die slawische Mythologie ist unglaublich fesselnd eingebaut. Besonders positiv hervorheben möchte ich hier auch das Glossar – sowohl zur Aussprache als auch zu weiterführenden Informationen. Das ist nicht nur hilfreich, sondern zeigt auch, wie viel Liebe und Sorgfalt in dieses Buch geflossen sind.

„Devil‘s Deal“ ist düster, böse, widerwillig, eigen, schmerzhaft, erschreckend - und gleichzeitig faszinierend. Die Triggerwarnungen sollten beachtet werden, denn dieses Buch scheut sich nicht davor, genau dorthin zu gehen, wo es weh tut. Auch wenn der Schmerz des Öfteren schnell verdrängt wird, aber die Gedanken von Jaga oft sehr gut nachzuvollziehen sind.

>Seine Stimme ist wie eine kühle Decke, die den Schmerz meiner geschundenen Haut lindert.<

Ich freue mich unendlich auf Band zwei (und darauf, dass es offenbar sogar einen dritten geben soll). Ich will mehr von Woland. Mehr von Jaga. Mehr von dieser Welt, diesen Machtspielen, dieser Ernüchterung, Verwirrung und Wut. Mehr von der Sprache. Mehr von den Momenten, die einen am Ende einer Szene gnadenlos zurück auf den Boden der Tatsachen holen.

„Devil´s Deal“ ist für mich eine Geschichte wie ein erster, fast verblasster Albtraum von der Hölle, die man als Sterblicher nur kurz erahnen kann. Es ist kein Buch, das man einfach liest. Es ist ein Buch, das bleibt - und das bei mir zumindest nicht nur in meinem Regal.

>Warum lässt du mich nicht einfach allein?<

>Kann ich nicht, sagt Woland schlicht. So viele Dinge, von denen du nichts weißt, Mohnblumenhexe. So viele Wendungen des Schicksals. Du bist eingewebt in den Stoff, aus dem alles gemacht ist, ob es dir gefällt oder nicht.<

… des Mohnblumenmädchens Hand - für das Werk des Teufels.

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