Cover-Bild Miss Guggenheim
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14,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Audiobuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 29.09.2020
  • ISBN: 9783958625914
Leah Hayden

Miss Guggenheim

Sie lebte die Liebe und veränderte die Welt der Kunst
Christina Puciata (Sprecher)

Lissabon, 1941. Nach Monaten des Ausharrens, in denen immer irgendein Visum oder Dokument fehlte, ist es endlich so weit: Peggy, ihre beiden Kinder und ihre neue Liebe, der Maler Max Ernst, von den Nazis wegen seiner "entarteten" Kunst verfolgt, dürfen in die USA ausreisen. Aber kaum dort angekommen, wird Max als Enemy Alien verhaftet. Peggy muss darum bangen, dass ihr Geliebter nach Deutschland zurückgeschickt wird; zugleich beginnt sie an der Verwirklichung eines lang gehegten Traums zu arbeiten: ein eigenes Museum, in dem sie ihre Sammlung der europäischen Moderne ausstellen kann, die sie mit so viel Leidenschaft in London und Paris zusammengetragen und vor den deutschen Besatzern gerettet hat. Doch die Widerstände, gegen die Peggy zu kämpfen hat, sind groß, und ihre Liebe zu Max droht daran zu scheitern …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2021

Wer kennt nicht das Museum of Modern Art?

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Wohl jeder hat schon mal von dem Guggenheim Museum in New York gehört oder gelesen. Mir war durch dieses Museum der Name Guggenheim ein Begriff und ich ging mit ganz bestimmten Vorstellungen an dieses ...

Wohl jeder hat schon mal von dem Guggenheim Museum in New York gehört oder gelesen. Mir war durch dieses Museum der Name Guggenheim ein Begriff und ich ging mit ganz bestimmten Vorstellungen an dieses Hörbuch. Wahrscheinlich war dies mein größter Fehler, denn nach knapp der Hälfte von "Miss Guggenheim" von Leah Haydan, wünschte ich mir nur noch, dass es doch bald zu Ende sei.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, beginnt im Jahre 1957 in Venedig und wandert zurück in die Kriegszeit, als Miss Guggenheim in Europa weilte. Sie ist Jüdin und nur ihr amerikanischer Pass schützt sie vor der Verhaftung. Hier lernt sie auch den Maler Max Ernst kennen, mit dem sie später in New York lebte. In der Welt der Kunst hatte sie schon lange einen guten Namen als Kunstkenner und Sammlerin. Peggy hatte ein Gespür dafür. Allerdings muss man sich dies auch leisten können. Und sie konnte es, dafür hat ihr Großvater gesorgt und Peggy mit einem dicken finanziellen Polster ausgestattet das ihr ermöglichte, ein Leben in Luxus zu führen. Doch für sie bedeutet Luxus nicht so sehr Mode oder Schmuck und Brillanten, sondern moderne Bilder kaufen zu können, die ihr gefielen - egal was diese kosteten.

Im Grunde wurde in dem Hörbuch nur ihre Zeit mit Max Ernst zum Thema. Das waren mal gerade drei Jahre. Dass sie vorher schon einmal verheiratet war und auch Nachwuchs hatte, erwähnt die Autorin immer mal wieder nebenbei. Dieser Teil des Lebens von Miss Guggenheim bleibt eher schemenhaft.

Damit wäre ich auch schon bei den Mängeln des Buches. Geschrieben ist dieses Buch im typischen Stil von Frauenromanen. Alles wirkt auf mich etwas "süßlich". Bekannt ist, dass Peggy Guggenheim kein Kind von Traurigkeit war und in ihrem Leben gerne und öfters die Männer wechselte. Doch beschrieben wird sie von der Autorin als sei sie in ihrem Auftreten hausbacken und bieder. Diese Beschreibung und das, was über Peggys Leben bekannt wurde, ist nicht deckungsgleich. Allerdings hat mich dieses Hörbuch neugierig auf die tatsächliche Peggy Guggenheim gemacht und ich machte mich im Internet auf die Suche nach dieser Kunstsammlerin. Dort wurde ich dann auch fündig.

Für mich ist es ein Hörbuch, das mich nicht zu fesseln vermochte und über dem ich regelmäßig eingeschlafen bin. Dazu trug allerdings auch diese gleichförmige und monotone Stimme der Sprecherin bei.

3 Sternchen Bewertung, ist sogar etwas mehr, als mir dieses Hörbuch gefällt. Einräumen möchte ich allerdings auch, wer voll auf Frauenromane steht, dem wird dieses Hörbuch ganz sicher besser gefallen als mir.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

Peggy Guggenheim

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Als Hörer lernt man Miss Guggenheim und ihr abwechslungsreiches Leben gut kennen. Kritisieren muss ich leider, dass die Beziehung zu Max den Schwerpunkt der Handlung ausmacht. Da hätte ich mir mehr Inhalt ...

Als Hörer lernt man Miss Guggenheim und ihr abwechslungsreiches Leben gut kennen. Kritisieren muss ich leider, dass die Beziehung zu Max den Schwerpunkt der Handlung ausmacht. Da hätte ich mir mehr Inhalt über ihr Werk in der Kunstwelt gewünscht. Letztlich ist das Buch eher ein Liebesroman als ein Porträt von Peggy Guggenheim.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

Unterhaltsame Reise in die Künstlerszene der 40iger Jahre

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* "Ich nenne es Europa nach dem Regen." "Nach dem Regen? Damit meinen Sie wohl den Krieg?" Sie trat näher. "Wenn es so weitergeht, wird von Europa tatsächlich nur noch eine zerstörte Wüstenlandschaft übrig ...

* "Ich nenne es Europa nach dem Regen." "Nach dem Regen? Damit meinen Sie wohl den Krieg?" Sie trat näher. "Wenn es so weitergeht, wird von Europa tatsächlich nur noch eine zerstörte Wüstenlandschaft übrig bleiben." *

Ein tolles Hörbuch mit der großartigen Stimme von Christina Puciata, die es sehr angenehm zu hören macht.

Es ist 1941 und Peggy Guggenheim gelingt endlich die Ausreise nach New York, zusammen mit ihrer großen Liebe, dem Maler Max Ernst. Doch den Leser/Hörer beschleicht immer wieder das Gefühl, dass diese Liebe recht einseitig sein könnte. Peggy jedoch setzt alles daran, ihre Träume zu verwirklichen: Max zu heiraten und ein eigenes Museum zu eröffnen.

Leah Hayden zeigt hier eine ganz andere, manchmal schwer nachvollziehbare Seite, der extrovertierten Kunstsammlerin Peggy Guggenheim, fast schon zu devot und sehr verletzlich in ihrer Liebe zu Max. Doch auch ihre Künstlerseele und ihr riesengroßes Herz werden immer wieder herausgestellt. Das hat mir sehr gefallen.

Die Autorin versteht es, die Bilder, Skulpturen und exentrischen Personen vor dem inneren Auge Gestalt annehmen zu lassen. Man hat alles ganz genau vor Augen - was mir bei Kunst sonsst tatsächlich etwas schwer fällt. Das hat mich stark beeindruckt. Auch der Gang durch ihr Museum fühlte sich an, als wäre ich wirklich dort gewesen. Richtig großes Kopfkino!

Gefühlt sind auch alle Großen dieser Zeit vertreten und geben einen interessanten Einblick in ihre Welt.

Allein von diesem Aspekt habe ich das Buch geliebt. Auf der anderen Seite allerdings blieben mir manche Dinge auf der Strecke bzw. zu blass und oberflächlich. Peggys Kinder zum Beispiel. Erst nach einer ganzen Weile und kurzer Recherche, wurde mir bewusst, dass ihr Sohn Sindbad gar nicht bei ihr in New York war, sondern beim Vater lebte. Das wurde im Buch nicht wirklich deutlich. Ich hätte ein paar Punkte gern vertieft gehabt - auch der Krieg war nur eine seltene Randerscheinung.

Fazit: Ein unterhaltsames, interessantes Hörbuch über Peggy Guggenheim, ihre Liebe zu Max Ernst und der Kunst.

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Veröffentlicht am 12.11.2020

Nette Lektüre für zwischendurch

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Klappentext:

Lissabon, 1941. Nach Monaten des Ausharrens, in denen immer irgendein Visum oder Dokument fehlte, ist es endlich so weit: Peggy, ihre beiden Kinder und ihre neue Liebe, der Maler Max Ernst, ...

Klappentext:

Lissabon, 1941. Nach Monaten des Ausharrens, in denen immer irgendein Visum oder Dokument fehlte, ist es endlich so weit: Peggy, ihre beiden Kinder und ihre neue Liebe, der Maler Max Ernst, von den Nazis wegen seiner "entarteten" Kunst verfolgt, dürfen in die USA ausreisen. Aber kaum dort angekommen, wird Max als Enemy Alien verhaftet. Peggy muss darum bangen, dass ihr Geliebter nach Deutschland zurückgeschickt wird; zugleich beginnt sie an der Verwirklichung eines lang gehegten Traums zu arbeiten: ein eigenes Museum, in dem sie ihre Sammlung der europäischen Moderne ausstellen kann, die sie mit so viel Leidenschaft in London und Paris zusammengetragen und vor den deutschen Besatzern gerettet hat. Doch die Widerstände, gegen die Peggy zu kämpfen hat, sind groß, und ihre Liebe zu Max droht daran zu scheitern …

Meine Meinung:

Mir hat das Hörbuch ganz gut gefallen. Aber es wurden auch viele Möglichkeiten verschenkt.

Die Sprecherin Christina Puciata macht einen guten Job, hat eine angenehme Stimme und ein gutes Sprechtempo. Sie hat aber eine recht gleichbleibende Stimmmodulation, was auf der einen Seite sehr angenehm und ruhig wird, auf der anderen Seite aber auch sehr schnell in Langeweile abdriften kann.

Es wird ein kleiner Teil des Lebens von Peggy Guggenheim beschrieben, hauptsächlich die Zeit des zweiten Weltkrieges. Dieser wird aber nur am Rande thematisiert. Zu Beginn ist er natürlich präsenter, da Peggy sich noch in Europa aufhält, sobald sie in New York angekommen ist, scheint der Krieg vergessen.

Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitschienen, wobei sich mir die zweite Zeitschiene von 1957 leider bis zum Ende nicht wirklich erschlossen hat und meiner Meinung nach einfach unnötig war.

Dieser Titel gehört zu einer Reihe über starke Frauen der Kunst- und Kulturgeschichte, aber leider kam mir Peggy hier nur wenig stark vor. Ja, sie ist eine starke Persönlichkeit, was ihr Wirken als Kunstmäzenin angeht, wobei sie sich auch hier - gerade im Hinblick auf ihren Katalog - sehr von ihren Künstlerfreunden hat beeinflussen lassen. Privat wird Peggy eher als weinerliche, leidensfähige Frau dargestellt, die nicht weiß was sie will bzw sich nicht für ihr eigenes Glück einsetzt und durchsetzen kann. Das finde ich sehr schade, denn die schillernde Peggy Guggenheim kam nur sporadisch zum Vorschein und die skandalumwitterte Persönlichkeit wirkte eher wie das handzahme Kätzchen. Auch fand ich hier gerade die Beziehung zu Max sehr schwierig. Ja, ich weiß, dass Künstler sehr flexibel in der Auslegung von Beziehungen sind und sehr offen, aber diese Darstellung hier, diese extrem einseitige Liebe und die Art wie Peggy mit der Situation umgegangen ist, hat mich zeitweise etwas genervt und mir den Spaß an der Geschichte genommen.

Dennoch hat mir der Einblick in die Kunstgeschichte und das Wirken von Guggenheim gut gefallen. Hauptaugenmerk ist auf die Surrealisten gelegt, aber auch die "jungen Amerikaner" um Jackson Pollock erhalten ihren Raum.

Ich hätte mir weniger privates Gejammer und mehr Trara, Glamour und Charisma gewünscht.

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Veröffentlicht am 11.11.2020

Für mich der falsche Fokus

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Die Geschichte über Peggy Guggenheim bleibt leider hinter meinen Erwartungen zurück. Zu sehr wird für meinen Geschmack die „Beziehung“ zu dem Maler Max Ernst in den Fokus gestellt und dabei kommt die Hauptprotagonistin ...

Die Geschichte über Peggy Guggenheim bleibt leider hinter meinen Erwartungen zurück. Zu sehr wird für meinen Geschmack die „Beziehung“ zu dem Maler Max Ernst in den Fokus gestellt und dabei kommt die Hauptprotagonistin nicht gut bei weg. Auch wenn Peggy Guggenheim in Sachen Kunst einen überragenden Weitblick gehabt zu haben scheint, hatte sie im Hinblick auf Max Ernst dann doch eine sehr rosarote Brille auf und wollte die Wahrheit nicht sehen. So zeigt es der Roman. Nicht nur, dass mich dieser Fokus beim Hören des Buches zunehmend gestört hat, so reduziert er meiner Ansicht nach auch das beeindruckende Werk dieser außergewöhnlichen Frau und lässt alles andere in den Hintergrund treten. Aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache.

Und ja, dass Peggy Guggenheim ein abwechslungsreiches Leben hatte, wird in diesem Roman durchaus deutlich. Gerade in diesen geschilderten Kriegsjahren, die so viele Wendungen, Verluste und Neuanfänge mit sich brachten. Das hat mich auch sehr interessiert. Und genau aus diesem Grund finde ich es so schade, dass sich die Autorin so sehr auf die unglückliche Liebe zu Max Ernst zu fokussieren scheint und Peggy dadurch oft wirkt, als sei sie eine Person gewesen, die sich grundsätzlich leicht ausnutzen ließ und die zurücksteckte. Wenn, dann ist das aber nur eine Facette dieser Person und in Bezug auf Max Ernst nur eine kurze Episode ihres Lebens, die hier leider alles überstrahlt. Meines Wissens hat sie ihr Leben aber vor allem nach ihren eigenen Regeln gelebt, zahlreiche Affären gehabt und Grenzen sowohl der Kunstwelt als auch des damaligen Frauenbilds gesprengt.

Irritierend fand ich die Passagen, die in Venedig spielen. Sie hatten während des Hörens für mich absolut keinen relevanten Bezug zu der sonstigen Handlung, die zunächst in Paris, später dann in New York spielt, dienten lediglich manchmal als Einleitung zu den Rückblicken. Erst weitere Internetrecherchen meinerseits brachten Licht ins Dunkel und schlossen den Kreis – auch was ihre Entdeckung und Förderung des Malers Jackson Pollock und die Verbindung zu Venedig betrifft. Hier fehlt ganz eindeutig die Einordnung - sowohl in den Roman als auch in das weitere Leben der Kunstmäzenin.

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