Cover-Bild Reiss aus
16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Knesebeck
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Reiseberichte, Reiseliteratur
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 20.03.2019
  • ISBN: 9783957282873
Lena Wendt

Reiss aus

46.000 Kilometer Roadtrip durch Afrika. Oder von einer, die auszog, um leben zu lernen

Auszeit und Selbstfindung in Afrika

Ein halbes Jahr Auszeit wollen sich Ulli und Lena nehmen und von Hamburg nach Südafrika fahren, den Kontinent entdecken, aber auch sich selbst wiederfinden. In Südafrika kommen sie nie an. Stattdessen reisen sie in ihrem alten Land Rover und einem 40 Jahre alten Dachzelt zwei Jahre durch Westafrika. Es geht um einiges. Darum, in sich selbst hinein zu hören, sich selbst bewusst zu werden und sich wieder zu spüren. Und nicht eher umzudrehen, bis sich an der eigenen Einstellung am Leben etwas grundlegend geändert hat. Über die Höhen und Tiefen der Reise, die Begegnung mit sich selbst und mit den Menschen auf dem 46000 km langen Weg erzählt Lena in diesem Buch. Und sie erzählt ihre und Ullis Geschichte, eine spannungsvolle Story zweier, die eine gemeinsame Reise unterschiedlicher nicht hätten erleben können.

Reisebericht eines Roadtrips durch Westafrika

14 Länder und noch mehr Umwege liegen auf der Reiseroute von Marokko bis Benin und zurück. Wüstenpleiten und Wellenreiten, kleine Gauner und große Wunder, echte Menschen mit Herz, manche mit Mission, sie alle kreuzen Lenas und Ullis Weg. Und verändern die, die ausgezogen sind, das pure Leben zu fühlen. Jeden auf seine Weise. Ein fesselnder Reisebericht aus Westafrika, ebenso mutig wie persönlich erzählt, der fern aller Aussteigerklischees Lust macht, auf die großen Fragen und vielleicht auch Antworten, und darauf, sein eigenes Abenteuer anzugehen. Und nicht zuletzt ansteckt mit Lenas Faszination für Afrika und ihrer Liebe zu diesem einzigartigen Kontinent.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei KerstinTh in einem Regal.
  • KerstinTh hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2020

Eine unglaubliche Reise!

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Der Plan von Ulli und Lena: Mit dem Land Rover ein halbes Jahr lang von Hamburg aus bis nach Südafrika zu fahren, dabei endlich mal zur Ruhe zu kommen und vom stressigen (Arbeits-) Alltag Abstand zu gewinnen. ...

Der Plan von Ulli und Lena: Mit dem Land Rover ein halbes Jahr lang von Hamburg aus bis nach Südafrika zu fahren, dabei endlich mal zur Ruhe zu kommen und vom stressigen (Arbeits-) Alltag Abstand zu gewinnen. Tatsächlich erreicht das Paar Südafrika nicht – obwohl es zwei Jahre lang unterwegs ist. Auf der Reise machen die beiden beeindruckende Bekanntschaften, geraten in gefährliche Situationen, wachsen über sich hinaus und finden zu sich selbst. Dabei verläuft bei weitem nicht alles harmonisch, da sich Lena mit ihrer „es wird schon alles gut gehen“-Einstellung die Auszeit ganz anders vorgestellt hat als Ulli, der gerne alles planen und sicher wissen möchte.
Aus der Reise ist ein Kinofilm entstanden, der mir vor der Lektüre dieses Buches jedoch offen gestanden kein Begriff war. Aufgrund von Lenas lebhaften Beschreibungen und Erzählungen konnte ich mir nichtsdestotrotz zahlreiche Abschnitte sehr gut vorstellen. In der Mitte des Buches finden sich zudem einige Seiten mit ansprechenden Farbfotografien, die im Buch Geschriebenes gekonnt veranschaulichen und die hochwertige Gestaltung des Buches schön ergänzen.

Beim Lesen war ich regelmäßig überrascht darüber, welche Risiken Lena unbedingt eingehen möchte und wie Ulli so häufig einfach mitzieht… Wenn es beispielsweise die Möglichkeit gibt, entweder ohne Karte durch die Wüste zu fahren oder eine geteerte Straße zu nutzen und Lena darauf beharrt, wenigsten das Abenteuer durch die Wüste zu wagen, wäre ich an Ullis Stelle sicherlich nicht ihrem Wunsch so leicht nachgekommen…
Generell würde ich die Erzählweise als sehr offen, ehrlich und unbesorgt beschreiben. Auch von Parasiten, die sich die beiden einfangen, von Tiefen in ihrer Beziehung und von den Ängsten oder Risiken zu Ebola-Zeiten wird berichtet. Gerade durch die vielen Gespräche mit Einheimischen erhält man viele neue Einblicke – zum Beispiel hätte ich nicht gedacht, dass nachts wegen der von Ebola ausgehenden Gefahr eine Ausgangssperre verhängt wurde, Schulen zwei Jahre lang geschlossen hatten, Fußballspielen und ähnliche schweißtreibenden Aktivitäten untersagt waren und so weiter. Auch mit dem Thema der islamistischen Terroranschläge werden Ulli und Lena auf ihrer Reise konfrontiert. Sehr beeindruckend war für mich des Weiteren, dass die beiden immer wieder wenn ihnen eine Gegend besonders gefällt einen Halt einlegen, dort arbeiten und ein Stück weit den Alltag dort kennenlernen dürfen. Von der Lebenseinstellung, den Ratschlägen und dem Alltag der ihnen Begegnenden war ich sehr beeindruckt. Diese Beschreibungen machten für mich den größten Reiz des Werkes aus, da ich ganz neue Perspektiven auf Afrika gewinnen konnte.

Das Buch habe ich ohne eine Pause einzulegen verschlungen, so packend waren die Erzählungen über diese unglaubliche Reise. Es hat dabei so derart viele Facetten, die ich unmöglich alle hätte nennen können, dass es einen nachdenklich und schwer beeindruckt zurück lässt. Manchmal war mir Lena mit ihrer positiven Einstellung, ihrem Enthusiasmus, ihrem Unverständnis gegenüber Ullis Bedenken, ihrer Abenteuerlust und ihrer Arglosigkeit etwas zu risikofreudig, doch lernt sie nach und nach die Perspektive zu wechseln und nachzugeben. Ohne diese Unbeschwertheit wäre sicherlich auch kein so beeindruckendes Werk entstanden, denn so reizvoll das Gelesene ist: Zum Nachmachen ist es wohl nur bedingt geeignet.

Von mir gibt es für dieses Werk volle 5 Sterne!

Veröffentlicht am 20.06.2019

Roadtrip durch West-Afrika

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Lena und ihr Freund Ulli machen sich auf den Weg mit dem Land Rover durch West-Afrika. 22 Monate, 46.000 km und nur 2qm. Die beiden sitzen von nun an 24 Stunden am Tag aufeinander – ohne jede Möglichkeit ...

Lena und ihr Freund Ulli machen sich auf den Weg mit dem Land Rover durch West-Afrika. 22 Monate, 46.000 km und nur 2qm. Die beiden sitzen von nun an 24 Stunden am Tag aufeinander – ohne jede Möglichkeit eines Rückzugsorts. Stress und Ärger ist somit vorprogrammiert.
Eigentlich wollten Lena und Ulli in einem Jahr bis Südafrika runterfahren. Doch schnell zeigt sich, dass ihr Plan nicht wirklich aufgeht, auf Grund der Ebola Epidemie sind manche Länder nicht befahrbar. So wird irgendwann klar, Südafrika als Ziel ist gestrichen, sie verbleiben in West-Afrika. Bereist haben sie letztendlich die folgenden Länder: Marokko, Mauretanien, Senegal, Gambia, Guinea-Bissau, Mali, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Guinea, Liberia, Sierra Leone. Doch so schnell voran wie sie wollen kommen sie nicht und so werden aus einem Jahr eben zwei. Lena und Ulli wollen sich nicht stressen lassen, darum sind sie ja unterwegs – weg aus dem Stress und der Hektik. Vor allem Ulli, der in Deutschland ein Burnout erlittet hat, soll sich regenerieren. Auf dieser Reise wird dies beide noch an ihre Grenzen bringen. Schön fand ich, dass die beiden auch gerne mal an einem Ort für eine längere Zeit geblieben sind, wenn es ihnen dort gefallen hat. In solchen Situationen waren sie aber nicht mehr lang Tourist, sondern motivierte Arbeitskräfte.
Lena und Ulli sind sehr unterschiedliche Menschen. Lena ist eher die Dominate, ja schon fast männliche Person, wohingegen Ulli eher der ruhige, zurückhaltende und weichere von beiden ist. Beim Lesen fand ich es fast schon beeindruckend, dass die beiden überhaupt miteinander klarkommen. Denn den Beschreibungen nach passen sie so gar nicht zusammen. Etwas schade finde ich, dass ich beim Lesen des Buches das Gefühl hatte, dass hauptsächlich die schlechten Erfahrungen einen Platz im Buch gefunden haben. Vor allem was das Zwischenmenschliche zwischen Lena und Ulli angeht. Irgendwie klang alles recht negativ.

Das Buch ist in mehrere Großkapitel eingeteilt, die immer ein bereistes Land umfassen. Hier gibt es als Kapitelunterschrift eine Zusammenfassung der Erlebnisse. Diese Kapitel sind in weitere kürzere Kapitel unterteilt. In der Mitte des Buches befindet sich ein Fototeil, in welchem ein paar aussagekräftige Fotos abgedruckt sind, welche man nach dem Lesen gut einordnen kann und sogleich die erlebte Situation wieder vor Augen hat.
Lena Wendt hat den Roadtrip sehr anschaulich beschrieben, so dass tatsächlich ein bisschen Kino im Kopf entsteht.
Gefallen haben mir auch die Einblicke in das Leben der unterschiedlichen afrikanischen Völker. Die beiden werden egal wo sehr liebevoll und herzlich aufgenommen. Gastfreundschaft ist eine Selbstverständlichkeit.
Es gefällt mir, dass Lena nichts beschönigt und sagt wie es war. Zum Beispiel, dass das Auto nach einem Regenschauer nicht mehr ganz so taufrisch ist, ebenso die Lebensmittel, die das Laufen lernen.
Mir hat das Buch gefallen, da die Stimmung aber bei mir als eher negativ rüberkam vergebe ich nur vier von fünf Sternen. Dennoch kann ich diesen tollen Roadtrip-Bericht jedem empfehlen, der gerne leserisch auf Abenteuerreise gehen möchte.