Cover-Bild The Bright Sword
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32,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Tor
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: Episch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 720
  • Ersterscheinung: 23.04.2025
  • ISBN: 9783596711819
Lev Grossman

The Bright Sword

Ein Artus-Roman | "Erfrischende und fesselnde Neuerzählung der König-Artus-Sage!" Georg R.R. Martin
Heide Franck (Übersetzer), Alexandra Jordan (Übersetzer)

Große, epische Fantasy und eine meisterhafte Neuinterpretation der Artus-Mythologie von Bestseller-Autor Lev Grossman. »Wenn Sie König Artus so sehr schätzen wie ich, dann werden Sie The Bright Sword lieben. « George R. R. Martin

Als der junge Ritter Collum in Camelot eintrifft, um seinen Platz an der Tafelrunde einzunehmen, muss er feststellen, dass er zu spät kommt. Der König ist tot und hinterließ keinen Erben. Nur eine Handvoll Ritter hat die Schlacht von Camlann überlebt, doch es sind nicht die Helden der Legende, wie Lancelot oder Gawain. Es sind die Sonderlinge der Tafelrunde wie Sir Palomides, der sarazenische Ritter, und Sir Dagonet, Artus' Narr, der zum Scherz zum Ritter geschlagen wurde. Zu ihnen gesellt sich Nimue, die Merlins Lehrling war, bis sie sich gegen ihn gewendet hat. Gemeinsam macht sich diese zusammengewürfelte Gemeinschaft auf den Weg, um Camelot in einer zerstörten Welt wieder aufzubauen.

»Für alle, die sich schon immer nach einem Platz in der Tafelrunde gesehnt haben. Absolut bezaubernd.« Rebecca Yarros


Für Leser*innen von Robert Jordan, Bernard Cornwell und Andrzej Sapkowski

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2025

Alte Mär in genialem Gewand

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Die Artus-Sage gehört zweifellos zum kulturellen Erbe Großbritanniens, und schon deshalb ist es interessant, sich die Neuerzählung des amerikanischen Fantasy-Autors Lev Grossman, den einige vielleicht ...

Die Artus-Sage gehört zweifellos zum kulturellen Erbe Großbritanniens, und schon deshalb ist es interessant, sich die Neuerzählung des amerikanischen Fantasy-Autors Lev Grossman, den einige vielleicht als Autor der Fillory-Romane oder Schöpfer der Fernsehserie „The Magicians“ kennen. Wer nun aber glaubt, dass sein Epos „The Bright Sword“ eine bloße Nacherzählung ist, wird schnell feststellen, dass er sich irrt.

Grossman hat sich die Legende vorgenommen, in ihre Einzelbestandteile zerlegt und die Punkte herausgefiltert und an die Oberfläche geholt, deren Bedeutung im Lauf der Jahrhunderte durch zahlreiche Bearbeitungen an den Rand gedrängt wurden. Das bedeutet aber nicht, dass er auf Rittertugenden, Magie, Excalibur, den heiligen Gral und das, was Camelot ausmacht, verzichtet. Aber er hüllt dies in ein „moderneres“ Gewand, in dem die Vergangenheit, die Innenansichten und die Suche nach Identität zentral sind.

Was diesen Roman allerdings komplett von der Vorlage unterscheidet ist der Verzicht auf die klangvollen Namen, die einem als erstes in den Sinn kommen, wenn man nach den Protagonisten der Artus-Sage gefragt wird. Diese sind alle in der Schlacht von Camlann gefallen, so dass nunmehr nur noch die zweite Garde am Leben ist, um die Aufgabe zu erfüllen. Ergänzt wird dies durch den Neuling Collum, ein Möchtegern-Ritter von niederem Stand, misstrauisch beäugt von dem kläglichen Rest der Tafelrunde, in der er gegen alle Widerstände seinen Platz noch finden muss.

„The Bright Sword“ ist die etwas andere Neuerzählung einer Mär aus längst vergangener Zeit. Grossman beherrscht sein Handwerk und hat mir damit ein außergewöhnliches Lesevergnügen voller Magie und Säbelklirren, aber mit einem ungewöhnlichen Touch beschert. Es passiert mir selten, aber einmal begonnen, wollte ich es kaum noch aus der Hand legen.

Überzeugt euch selbst davon. Unbedingt!

Veröffentlicht am 18.09.2025

Artus Sage mal ganz anders

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Auf einer einsamen Insel hoch im Norden von England kommt Collum zur Welt. Trotz vieler Widrigkeiten wird aus ihm im Laufe der Zeit ein junger, tapferer Ritter, dessen größter Traum es ist, ein Ritter ...

Auf einer einsamen Insel hoch im Norden von England kommt Collum zur Welt. Trotz vieler Widrigkeiten wird aus ihm im Laufe der Zeit ein junger, tapferer Ritter, dessen größter Traum es ist, ein Ritter der berühmten Tafelrunde auf Camelot zu werden. Mit gerade einmal siebzehn Jahren macht er sich auf den Weg und muss feststellen, dass der berühmte König Artus nicht mehr lebt und auch seine tapferen Ritter längst der Vergangenheit angehören. Doch es gibt sie noch, eine kleine Handvoll der Ritter, doch die edlen sind es allerdings nicht. Bevor sich Collum jedoch geschlagen geben muss und seinen Traum aufgibt, kehrt NImue zurück und mit ihr ihre Magie.
Die berühmte Sage rund um König Artus spricht mich immer wieder an und ich liebe es, Neuinterpretationen von diesen zu finden. Das Buch von Autor Lev Grossman klang also mal nach einer ganz anderen Artus Saga, was mich sofort ansprach.
Der Einstieg fiel mir tatsächlich recht leicht, denn Lev Grossman erzählt sehr bildlich und anschaulich. Das Worldbuilding ist natürlich bekannt, ich glaube von König Artus haben die meisten wohl schon einmal gehört. Allerdings macht Grossman aus seiner Geschichte keine typische Heldengeschichte, vielmehr sind es die Antihelden, die hier ihre Rolle erhalten.
Die Geschichte ist durchaus spannend erzählt, aber trotz der über 700 Seiten blieb es hier und da oberflächlich. Was mich selbst ein wenig gestört hat, sind die Zeitsprünge, die hier immer wieder vorkommen. Das unterbrach meinen Lesefluss doch so manches Mal und mir fehlte dadurch der rote Faden.
Aus Collums Sicht erleben wir die Geschichte und auch die Sicht auf die anderen Charaktere. Gerade auf diesen legt der Autor auch eher seinen Schwerpunkt. Collums Entwicklung innerhalb der Erzählung hat mir wiederum sehr gut gefallen. Er muss so seine Erfahrungen sammeln und das macht die Geschichte umso interessanter.
Ansonsten treffen wir hier zum größten Teil auf die Helden, die in diesem Epos eher im Hintergrund bleiben. Vom Sarazenenritter bis zum Hofnarr, der zum Ritter geschlagen wurde, erleben wir hier die Nebenfiguren, bekommen tiefere Einblicke in ihr Leben und verfolgen, wie sie gemeinsam versuchen, einen neuen König zu ernennen. Die Einblicke haben mir gut gefallen und vor allem den Blick des Sarazenenritters fand ich absolut gelungen, der einen kleinen Kulturschock bekam, als er an König Arthurs Hof kam.
Die wirklich berühmten Charaktere der Sage werden aber auch hin und wieder erwähnt, doch die Artus Sage hat mit diesem Werk nicht allzu viel gemein. Wer also eine Neuinterpretation des Bekannten erwartet, könnte enttäuscht werden.
Mein Fazit: Insgesamt hat mir das Buch durchaus gut gefallen, auch wenn mich die Rückblicke immer wieder mal aus dem Lesen rausbrachten. Es war anders als erwartet und auch ein wenig chaotisch, aber es gab auch Parts, die mich absolut am Lesen hielten. Einfach mal anders und doch: reinlesen lohnt sich.

Veröffentlicht am 10.08.2025

Faszinierende und interessante Weiterführung der Artus-Sage

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„The Bright Sword“ ist eine phantastische Geschichte, die den Leser in die Welt von König Artus, seinen Rittern und dem mittelalterlichen Britannien eintauchen lässt. Im Mittelpunkt steht hier Collum, ...




„The Bright Sword“ ist eine phantastische Geschichte, die den Leser in die Welt von König Artus, seinen Rittern und dem mittelalterlichen Britannien eintauchen lässt. Im Mittelpunkt steht hier Collum, der ein Ritter der Tafelrunde werden will. In einer gestohlenen Rüstung macht er sich auf den Weg nach Camelot. Doch er kommt zu spät. Der König ist tot und Camelot liegt in Trümmern. Um das einst prächtige Camelot vor dem völligen Zerfall zu retten, schließt sich Collum nun den verbliebenen, weniger bekannten Rittern der Tafelrunde an und begibt sich mit ihnen auf sein größtes Abenteuer.

Großmann vereint hier sehr geschickt bekannte Elemente der Saga, wie das Schwert im Stein und die Dame im See sowie das Gegensätzliche zwischen den alten Göttern und dem Christentum mit neuen Erzählsträngen, die durch die Figur Collum verbunden werden. Collum ist dabei eine so liebenswerte Hauptfigur, die an den zu bestehenden Abenteuern wächst und stetig an Charakter gewinnt. Auch die anderen Protagonisten hst der Autor mit überzeugenden Hintergrundgeschichten ausgestattet. Sie sind allesamt interessant und tiefgründig charakterisiert und besitzen Schwächen, haben Humor und lassen Gefühle zu, was der Handlung Lebendigkeit verleiht. Aber auch das magische System, der Weltenaufbau und der Schreibstil sind Pluspunkte dieser Geschichte, die dafür sorgen, dass das Buch trotz des beträchtlichen Umfanges dann doch leider viel zu schnell gelesen ist.

Fazit: Dieses Buch ist aus meiner Sicht eine faszinierende und hervorragende Weiterführung der Artus-Sage und ihrer Tafelrunde. Wer sich je gefragt hat, wie ging es weiter mit Camelot und seinen Tafelrittern, der sollte mal einen Blick in dieses Buch werfen – ich kann es empfehlen.


Veröffentlicht am 23.05.2025

Ein etwas anderes Artus-Retelling

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The Bright Sword ist kein klassisches Artus-Retelling, bei dem wir Helden wie Artus selbst und Lancelot begleiten.
Stattdessen begeben wir uns mit den vergessenen Gestalten der Tafelrunde auf Abenteuer. ...

The Bright Sword ist kein klassisches Artus-Retelling, bei dem wir Helden wie Artus selbst und Lancelot begleiten.
Stattdessen begeben wir uns mit den vergessenen Gestalten der Tafelrunde auf Abenteuer. Dieser Ansatz hat mir wirklich gut gefallen und vor allem wurde das Ganze auch super umgesetzt. Diese Randfiguren der Saga sorgen nämlich gleichzeitig für eine grandiose Diversitätsvielfalt und interessante Charaktere, zu denen wir jeweils auch immer etwas Hintergrund abseits des aktuellen Abenteuers erfahren.

Auch der Ton der Geschichte passt sich dieser Situation an. Eleganz, Heldenmut und ritterlicher Anstand weichen hier ein wenig Melancholie, Zweifeln und jeder Menge sarkastischem Humor.
Wir begeben uns hier zwar durchaus auf eine abenteuerliche Reise durch eine historische Welt, gesprenkelt mit fantastischen Elementen, doch stehen Kampf und Spannung gar nicht so sehr im Fokus.
Stattdessen ist alles etwas ruhiger und langsamer. Das Augenmerk wird auf die Charaktere und ihre Probleme gelegt. Die Handlung stellt sich Fragen, über das Leben. Das Leben in der Zeit (nach) König Artus, wenn man eben nicht die strahlende Hauptfigur ist. Wie das Leben für queere, körperlich beeinträchtigte, psychisch kranke oder auch ausländische Mitglieder der Tafelrunde aussah.

Dennoch ist die Geschichte keinesfalls langweilig und man fliegt gut durch die Seiten. Während zu Beginn der Fokus auf dem historischen Teil lag, kommen im Verlauf auch mehr fantastische Elemente dazu und die Abenteuer sind schon fast ein bisschen absurd, was die Stimmung passend auflockert.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Eine Artus-Saga

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Mit "The Bright Sword" wagt sich Lev Grossman an einen der ganz großen Mythen der Literatur und erzählt die Artus-Saga einmal anders. Uns erwartet nicht ein glanzvolles Heldenspektakel, sondern ein melancholischer, ...

Mit "The Bright Sword" wagt sich Lev Grossman an einen der ganz großen Mythen der Literatur und erzählt die Artus-Saga einmal anders. Uns erwartet nicht ein glanzvolles Heldenspektakel, sondern ein melancholischer, ruhiger Neuanfang mit den vergessenen Gestalten der Tafelrunde. Die Idee hat mich von Anfang an überzeugt, aber die Umsetzung ist leider etwas wackelig Über weite Strecken ist die Geschichte gelungen, auch wenn das Tempo manchmal etwas darunter leidet. Leider konnte ich aber auch einigen Passagen gar nichts abgewinnen und fand sie sehr langweilig.

Im Zentrum steht Collum, ein junger Ritter, der Camelot erreichen will – doch als er ankommt, ist alles vorbei: Der König ist tot, die Tafelrunde zerschlagen, die Welt im Chaos. Was bleibt, sind nicht Lancelot und Gawain, sondern Außenseiter wie Sir Palomides, Sir Dagonet (Artus’ ehemaliger Hofnarr) und die zwielichtige Zauberin Nimue. Gemeinsam machen sie sich daran, etwas aufzubauen, wo nur noch Trümmer sind.

Grossmans Stil ist ruhig und atmosphärisch. Wer sich Action im klassischen Fantasy-Stil oder große magische Schlachten erhofft, könnte enttäuscht werden. Die Stärke des Romans liegt in den leisen Tönen: in den gebrochenen Figuren, in den inneren Konflikten, in der Frage, was es eigentlich bedeutet, wenn die Legende vorbei ist und das echte Leben beginnt.

"The Bright Sword" ist eine ruhige, nachdenkliche Fantasy, der viele Highlights, aber auch einige Tiefen hat.

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