Cover-Bild Das Netz
(22)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

8,99
inkl. MwSt
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 01.06.2020
  • ISBN: 9783832170141
Lilja Sigurdardottir

Das Netz

Ein Reykjavik-Krimi
Anika Wolff (Übersetzer)

Fesselnder Auftakt der gefeierten Spannungstrilogie aus Island!

Bei einer schmutzigen Scheidung verliert die junge Mutter Sonja das Sorgerecht für ihren Sohn. Verzweifelt setzt sie alles daran, ihn zurückzubekommen, kann sich aber keinen teuren Anwalt leisten. Mit dem Rücken zur Wand lässt sie sich darauf ein, Kokain nach Island zu schmuggeln. Nur bis sie genug Geld hat, um für ihren Sohn zu sorgen, sagt sie sich. Doch schon bald merkt sie, dass es keinen einfachen Ausstieg aus dem rücksichtslosen Drogengeschäft gibt. Während sie dennoch verzweifelt nach einem Ausweg sucht, nimmt sie der Zollbeamte Bragi, den sie auf ihrer Schmuggelroute regelmäßig am Flughafen passiert, ins Visier. Denn er beginnt zu ahnen, dass Sonjas makelloses Auftreten eine allzu perfekte Fassade ist. Verkompliziert wird die ohnehin schon hochdramatische Situation durch die Tatsache, dass Sonja seit Neuestem in einer Beziehung mit Agla ist. Einst eine hochrangige Bankangestellte, findet sich Agla nach dem isländischen Finanzcrash in einen Skandal verwickelt und wird strafrechtlich verfolgt. Schon bald entspinnt sich zwischen Sonja, Bragi und Agla ein komplexes Netz der Kriminalität. Und viel zu spät erst bemerken sie, dass jeder Versuch, sich daraus zu befreien, sie nur noch tiefer darin verstrickt …

»Klar, sicher und nervenaufreibend spannend. Ein außergewöhnlicher Roman, der Liljas Platz als eine der herausragenden Krimiautorinnen Islands festigt.« Yrsa Sigurðardóttir

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2020

Unterhaltsam mit starken Charakteren

1

Sonja verliert bei der Scheidung das Sorgerecht für ihren Sohn. Um dieses zurückzubekommen braucht sie Geld, das sie nicht hat, aber sie ist gewillt, alles dafür zu tun – auch Drogen zu schmuggeln. Und ...

Sonja verliert bei der Scheidung das Sorgerecht für ihren Sohn. Um dieses zurückzubekommen braucht sie Geld, das sie nicht hat, aber sie ist gewillt, alles dafür zu tun – auch Drogen zu schmuggeln. Und so rutscht sie immer weiter ab und verfängt sich in einem verhängnisvollen Netz.

Der Schreibstil der Autorin ist ziemlich schnörkellos und fast ein bisschen kühl, die Story lässt sich aber angenehm lesen. Sie beschreibt das Gefühlsleben der Protagonisten anschaulich und nachvollziehbar. Die Kapitel sind kurz gehalten, sodass man relativ schnell vorankommt.
Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war der Klappentext. Bis der Klappentext abgearbeitet ist, ist das halbe Buch vorbei. Das war für mich eindeutig zu lang.

Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und man trifft zwei starke Frauen, Sonja und Agla. Sonja kämpft um ihren Sohn, Agla kämpft mit ihrer Sexualität und Bragi kämpft mit seinen inneren Dämonen. Insgesamt waren die Figuren interessant und die eine mehr, die andere weniger sympathisch. Trotzdem fiebert man mit ihnen mit. Als sich die Wege der drei kreuzen, verflechten sie sich in ein kompliziertes Netz, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt.

Die Spannung entsteht ganz allmählich. Man erblickt menschliche Abgründe und im Prinzip dreht es sich thematisch darum, weshalb man in Kriminalität abrutschen kann. Als Leser sieht man seine Sympathien oft auf der Seite der Täterinnen, was sicher der Erzählperspektive geschuldet ist.
Was ich ein bisschen vermisst habe, war die isländische Atmosphäre, die nicht wirklich aufgekommen ist, denn die war ein Grund, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Gegen Ende wird es dann noch mal spannend, aber es wird nicht alles aufgelöst, sondern endet vielmehr in einem Cliffhanger. Und hier bin ich etwas hin- und hergerissen, aber mir hätte es besser gefallen, wenn einige Fragen mehr beantwortet worden wären.
Fazit:
Mich hat dieser Krimi gut unterhalten und ich bin schon auf den nächsten Teil der Trilogie gespannt.

Veröffentlicht am 25.05.2020

Ein Netz voller Lügengeflechte

1

Nach der Scheidung von ihrem Mann, muss Sonja regelrecht um das Besuchsrecht für ihren Sohn Tomas betteln. Um ihn ein besseres Leben zu ermöglichen, lässt sie sich auf Drogenschmuggel ein. Ihre Geliebte ...

Nach der Scheidung von ihrem Mann, muss Sonja regelrecht um das Besuchsrecht für ihren Sohn Tomas betteln. Um ihn ein besseres Leben zu ermöglichen, lässt sie sich auf Drogenschmuggel ein. Ihre Geliebte Agla, wird wegen illegaler Bankgeschäfte strafrechtlich verfolgt und dann ist da auch noch der Zollbeamte Bragi. Ist er Sonja auf die Schliche gekommen?

Im Mittelpunkt dieses ungewöhnlichen Krimi stehen Sonja, Agla und Bragi. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen und nur langsam wird aus drei wirren Geflechten ein großes Ganzes. Mittendrin ist da auch noch der kleine Tomas, der nie wirklich irgendwo hingehört und auch nicht versteht warum Mama und Papa streiten. Aufgrund der sehr kurzen Kapitel fliegt die Geschichte nur so dahin. Manch einer könnte sich an den immer wechselnden Erzählperspektiven stören, aber das muss jeder für sich wissen. Von Spannung ist die Geschichte nicht unbedingt geprägt, aber das Lügengeflecht und die Verzweiflung der Charaktere lässt auf einen großen Knall schließen. Manchmal hat man den Eindruck, dass die Geschichte sich zieht und unwichtige Dialoge entstehen, doch am Ende schließt sich der Kreis. Eine Fortsetzung ist damit unabdingbar, denn viele Fragen sind noch offen!

Das Netz ist kein Krimi der vor Spannung strotzt, viel mehr sind es die unterschiedlichen Charaktere und ihre tiefen Abgründe die dieses Buch lesenswert machen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.09.2020

Starke Frauen in Island

0

"Das Netz” von Lilja Sigurðardóttir ist der Auftakt zur zur Reykjavík-Trilogie. Die Geschichte wird hier in mehreren Erzählsträngen aufgebaut, in denen man langsam immer tiefer in diese Geschichte verstrickt ...

"Das Netz” von Lilja Sigurðardóttir ist der Auftakt zur zur Reykjavík-Trilogie. Die Geschichte wird hier in mehreren Erzählsträngen aufgebaut, in denen man langsam immer tiefer in diese Geschichte verstrickt wird.
Im Mittelpunkt steht Sonja, frisch geschieden und für die Wochenenden mit ihrem Sohn lebend, der beim Vater verblieben ist. Diese Tatsache will Sonja unbedingt ändern und ihr Kind zurück.
Agla ist die Geliebte von Sonja, die ganz andere Sorgen umtreibt. Sie hat Geld, ist aber in einen fiesen Finanzskandal um den Bankencrash verwickelt und hat auch Probleme mit ihrem Beziehungsstaus zu Sonja. Auch sie ist hier eine sehr interessante und vielschichtige Person.
Bragi ist ein Zollbeamter kurz vor seiner Pensionierung, der in seiner Arbeit aufgeht und in der Liebe zu seiner Frau, die leider in einem Pflegeheim leben muss.
Auf sehr interessante und spannende Art und Weise wird hier eine Geschichte über Drogenschmuggel und Gewalt und Unterschlagung, aber auch über Liebe, Treue und Zuneigung.
In kurzen Kapiteln wird jeweils erzählt, was sich im Leben des Betreffenden abspielt und wie schnell man sich in Straftaten verstricken kann und wie schwer es fällt, sich aus der Situation wieder zu befreien.
Im Buch treten einige für mich sehr überraschenden Wendungen auf und das Ende lässt auch noch viel offen, so dass ich mich schon auf die Fortsetzung freue.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2020

Im Netz der Reykjavík Noir Trilogie: Ein gelungener Auftakt

0

"Das Netz” von Lilja Sigurðardóttir ist am 16.06.2020 auf 360 Seiten im DuMont Buchverlag erschienen und bildet den Auftakt zur Reykjavík Noir Trilogie. Sonja, eine junge Mutter, hat das Sorgerecht für ...

"Das Netz” von Lilja Sigurðardóttir ist am 16.06.2020 auf 360 Seiten im DuMont Buchverlag erschienen und bildet den Auftakt zur Reykjavík Noir Trilogie. Sonja, eine junge Mutter, hat das Sorgerecht für ihren Sohn wegen der Affäre zu einer Frau, Agla, verloren. Nun braucht Sonja Geld, um sich einen guten Anwalt leisten zu können und ihren Sohn wiederzubekommen. Agla hat zwar Geld, kämpft allerdings mit den Auswirkungen des isländischen Finanzcrashs, in den sie verwickelt ist. Sonjas einziger Ausweg scheint das kurzzeitige Schmuggeln von Kokain. Bei ihren Besuchen am Flughafen beginnt der kurz vor der Pension stehende Zollbeamten Bragi allerdings zu ahnen, dass ihr fast schon zu perfektes Auftreten eine Fassade ist. Zwischen Sonja, Bragi und Agla entspinnt sich ein Netz der Kriminalität, in dass die drei sich immer weiter zu verstricken scheinen.
Die Handlung des Buches ist sehr komplex, allerdings wirkt sie dabei nie künstlisch oder gar negativ – ich war jedenfalls sehr positiv überrascht über die Komplexität und Vielschichtigkeit der Erzählung die dabei so verdammt realistisch wirkt. Dabei gibt es aber keinen starken Spannungsbogen, die Spannung wird eher unterschwellig aufgebaut und kommt ohne viel Blut und Gewalt aus. Für diesen Spannungsaufbau helfen auch die recht kurzen Kapitel, die immer wieder die Geschehnisse aus Perspektive der drei Haupt-Protagonisten erzählen.
Die Gestaltung der Charaktere ist sehr gelungen. Wir haben es hier mit sehr vielschichtige Charakteren zu tun, die keine Klischees bedienen. Und auch wenn sich die Charaktere immer mehr im Netz der Kriminalität zu verstricken scheinen, schafft es das Buch trotzdem, dass man Sympathien für die Charaktere entwickelt und ihre Entscheidungen durchaus versteht. Die Autorin reizt sehr gekonnt aus, dass es nicht nur Schwarz und Weiß, Gut und Böse oder Richtig und Falsch gibt, sondern sehr viele Abstufungen dazwischen und zeigt uns damit sehr eindrucksvoll, wie auch wenige (falsche) Entscheidungen dazu beitragen können, dass man sich mehr und mehr im Netz der Kriminalität verfangen kann.
Der Schreibstil ist alles in allem recht einfach gehalten, trägt aber auch eine gewisse Dunkelheit in sich und liest sich sehr flüssig. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen. Ich habe lediglich etwas von der Atmosphäre Islands vermisst, auch das Ende ist mir etwas zu offen gestaltet, aber das ist vermutlich dem geschuldet, dass es der Auftakt einer Trilogie ist.
Ich hatte jedenfalls sehr viel Lesespaß mit diesem Buch, und empfehle es sehr gern weiter!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Ein fesselnder Auftakt der Reykjavik-Trilogie

0

Nach der Scheidung von Adam bleibt Sonja mittellos und kann nicht für ihren Sohn Tómas sorgen. Deswegen bekommt Adam das Sorgerecht für Tomas und bestimmt den Umgang mit ihm. Sonja will unbedingt ihren ...

Nach der Scheidung von Adam bleibt Sonja mittellos und kann nicht für ihren Sohn Tómas sorgen. Deswegen bekommt Adam das Sorgerecht für Tomas und bestimmt den Umgang mit ihm. Sonja will unbedingt ihren Sohn zurückgewinnen; dafür müsste sie aber genug Geld verdienen. Aus diesem Grund lässt sie sich auf Drogenschmuggel ein. Sie will unabhängig sein; deswegen nimmt sie auch kein Geld von ihrer Freundin Agla, mit der sie seit kurzem eine Liebesbeziehung hat.

Auch Agla, eine Bankangestellte in gehobener Position, befindet sich in Schwierigkeiten. Zwar mangelt es ihr an Geld nicht, aber es wurde gegen sie wegen kriminellen Bankgeschäften ermittelt. Von Anfang an ist es klar, dass sie in die illegalen Machenschaften verwickelt ist.

Der erfahrene Zollbeamte Bragi verdächtigt bald Sonja des Drogenschmuggels. Bisher konnte er sich immer auf seine Intuition verlassen und die perfekte Sonja kommt ihm sehr verdächtig vor.


Die Handlung dieses Romans wurde aus der Sicht der jeweiligen Hauptperson fortgeführt. Sonja, Agla und der Zollbeamter Bragi erzählen im Wechsel über die bedeutenden Geschehnisse aus ihren Leben.
Häppchenweise erfährt man, wie die Protagonisten straffällig geworden sind und welch drastische Konsequenzen dies für ihr Leben habe.

Lilja Sigurdardottir versteht es, die emotionalen Bilder des Geschehens anschaulich dem Leser zu vermitteln. Zwar gibt es in diesem Krimi keinen brutalen, blutigen Mord, aber an der Brutalität und dem Verbrechen selbst mangelt es hier nicht. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man in das Netz der Kriminalität gelangen kann und wie schwer es ist, sich daraus zu befreien.

Die Krimikapitel sind kurz, temporeich, spannend. Sie verleiten förmlich zum Weiterlesen, denn auch die Cliffhänger am Ende der vielen Abschnitte erhöhen enorm die Spannung.

Ich habe mich bei dieser Lektüre sehr gut unterhalten gefühlt. Sonjas Geschichte fand ich besonders spannend; sogar für ihre Straftaten könnte ich etwas Verständnis aufbringen. Agla dagegen erscheint mir noch sehr blass, was vor allem an ihrer Vergangenheit und ihrer unklaren Rolle in dem ganzen Komplott liegt. Eine richtige Überraschung ist der Zollbeamter Bragi, den ich trotz seiner Rolle sympathisch fand.

„Das Netz“ ist das erste Buch aus der 3-teiligen Krimireihe. Sehr gelungen und völlig überraschend ist das Finale des ersten Teils. Auf die Fortsetzung, die voraussichtlich im Oktober 2020 erscheint, freue ich mich jetzt schon.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere