Cover-Bild Tote ohne Namen
Band 1 der Reihe "Alice Vega"
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15,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 444
  • Ersterscheinung: 18.04.2021
  • ISBN: 9783518471357
Louisa Luna

Tote ohne Namen

Thriller | »Jack-Reacher-Fans werden sie verehren. Viva la Vega!« Booklist
Thomas Wörtche (Herausgeber), Andrea O’Brien (Übersetzer)

Alice Vega ist Privatdetektivin, manchmal Kopfgeldjägerin und immer Spezialistin im Auffinden verschwundener und entführter Personen. Vega ist knallhart, notfalls gewaltaffin, aber auch sehr klug, deduktiv begabt, eine ultrascharfe Beobachterin – und sie gibt nie auf.

Als zwei mexikanische Mädchen tot aufgefunden werden, heuert das San Diego Police Department Vega an, denn bei den beiden Toten ohne Namen fand man zwar keine Dokumente, dafür aber einen direkt an Vega gerichteten Hilferuf. Das DEA, die auf Drogen spezialisierte Strafverfolgungsbehörde, legt ihr nahe, die Finger von diesem Job zu lassen. Und auch die mexikanischen Kartelle schalten sich ein. Aber sie alle haben die Rechnung ohne Vega gemacht …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2021

Ein Buch für Zwischendurch

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Die Story spiel in Kalifornien. Die Protagonistin Alice Vega, eine Privatdetektivin, wird zu einem Fall gerufen wo zwei junge, namenlose Mädchen tot aufgefunden worden sind. Sie haben mehrere Stichwunden ...

Die Story spiel in Kalifornien. Die Protagonistin Alice Vega, eine Privatdetektivin, wird zu einem Fall gerufen wo zwei junge, namenlose Mädchen tot aufgefunden worden sind. Sie haben mehrere Stichwunden und bei deren Obduktion ergibt sich der Verdacht, dass es sich um Mädchen handelt die zur Prostitution gezwungen worden sind. Vega holt sich den Ex-Cop Max Caplan dazu, mit dem sie früher schon an einem Fall zusammen gearbeitet hat. Im Laufe der Ermittlungen geraten die Beiden in Machenschaften der Kartelle in Kalifornien.
Von Anfang an ist klar das Vega diejenige ist, die erst zuschlägt und dann die Fragen stellt und Cap der Zurückhaltende und Sensiblere.

Ich bin nicht ganz warm geworden mit diesem Buch. Mir hat der Erzählstil von Louisa Luna sehr gut gefallen und auch das Setting war toll, aber bei mir ist die Spannung ausgeblieben. Die Idee das Klischee von guter Cop und böser Cop bei den Geschlechtern umzudrehen fand ich ein tolle Idee, aber Vega war mir einfach zu extrem. Sie ist mir einfach zu unkontrolliert und zu unfreundlich gewesen. Auch das mit ihr eigentlich nie eine richtige Konversation zustande gekommen ist fand ich sehr schade. Obwohl sie sich Cap als Partner dazu geholt hat merkt man von ihrer Seite sehr wenig Teamwork. Cap hingegen war mir von Anfang an sympathisch. Er ist der liebevolle Vater, der sich um seine Tochter aber auch um Vega Gedanken macht. Seinen Gedanken kann man gut folgen und auch seine Handlungen sind nachvollziehbar. Cap gibt sich auch große Mühe mit Vega zusammen zuarbeiten auch wenn sie es ihm nicht wirklich einfach macht. Cap hat für mich die Geschichte echt gerettet und ich hab auch mit ihm mitgefiebert. Das Ende des Buches fand ich nochmal toll gelöst da eine Wendung und eine nicht vorhersehbare Info kamen. Die Info hat mich auch ein wenig zum schmunzeln gebracht.

Zum Thema Genre möchte ich noch sagen, dass ich diese Buch nicht als Thriller bezeichnen würde, denn für mich ist der Faktor Spannung fast komplett ausgeblieben. In zwei / drei Szenen die aber auch sehr kurz gehalten waren, war für mich Spannung da, aber sonst leider gar nicht.

Schlussendlich muss ich sagen, das ich dieses Buch als ein Buch für zwischendurch weiterempfehlen würde. Der Schreibstill und auch das Setting find ich toll, aber es ist für mich kein Buch was ich beim Lesen nicht mehr aus der Hand legen könnte.

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Veröffentlicht am 15.05.2021

Eingespieltes Ermittlerteam

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In „Tote ohne Namen“ von Autorin Louisa Luna bekommen es Alice Vega und Max Caplan mit einem Fall zu tun, der nur die Spitze des Eisbergs ist. Wer sind die Hintermänner?

Zwei Mordopfer rufen das San ...

In „Tote ohne Namen“ von Autorin Louisa Luna bekommen es Alice Vega und Max Caplan mit einem Fall zu tun, der nur die Spitze des Eisbergs ist. Wer sind die Hintermänner?

Zwei Mordopfer rufen das San Diego Police Department auf den Plan. Der Fall zieht weitere Kreise. Sie engagieren Privatdetektivin und Spezialistin im Auffinden verschwundener und entführter Personen Alice Vega, um die restlichen entführten Mädchen aufzuspüren. Eine von Alice Vegas Bedingungen, Ex-Polizist und Privatermittler Max Caplan begleitet sie auf der gefährlichen Mission.

Der erste Satz und Erzählstil des ersten Kapitels überzeugt nicht. Der Fokus auf die Namenlose ist gelungen. Um wen handelt es sich? Mit dem unkonventionellen Ermittlerduo Alice und Max und ihren Recherchen nimmt die Spannung zu. Sie sind ein eingespieltes Team und haben schon einmal zusammen einen brandgefährlichen Fall gelöst. Die Andeutungen wecken die Neugierde auf die damaligen Geschehnisse und Vergangenheit der Beiden. Alice Vega beeindruckt Max oft mit ihrer Kombinationsgabe, Cleverness, taffen und trickreichen Art. Beide sind schlagfertig und verstehen sich auch ohne Worte. Mit Hilfe von Bastard kommt Alice Vega selbst an knifflige Informationen. Bald ist noch ein vierter im Team, der Vega und Max perfekt ergänzt. Die beiden können alle Hilfe gebrauchen, denn der Fall ist komplexer als gedacht, und die Gegner sind in der Überzahl. Tempo und Spannung steigen mit jedem Puzzlestück. Mehr als einmal geraten Alice und Max in Lebensgefahr. Max' innige Verbindung zu seiner 17jährigen Tochter Nell und seine Sorge um sie macht ihn zusätzlich sympathisch. Alleingänge sorgen für brenzlige Szenen. Überraschend ist die zunehmende und eskalierende Gewalt. Kluge Schachzüge und Raffinesse passen besser zum Duo. Ab ca. der Hälfte des Thrillers nehmen die Ungereimtheiten zu. Nicht jede Handlung ist mehr nachvollziehbar. Die Gegner machen teils schlampige Fehler. Auch Alice und Max agieren seltsam unüberlegt. Unterhaltsam ist Rechtsmedizinerin Mia mit ihrer humorvoller, hilfsbereiten Art. Sie und Alice sind herrlich gegensätzlich, aber ähnlich klug und selbstbewusst. Nicht jede Wendung wird effektvoll ausgespielt. Zwar zeigt der Plot Schwächen, aber es sind auch ein paar filmreife Szenen dabei.

Das Cover setzt auf den ungewöhnlich einprägsamen Autorinnenname und auf den Titel. Die Szene passt gut zur Geschichte. „Tote ohne Namen“ hinterlässt einen durchwachsenen Eindruck. Das Ermittlerduo samt Bastard und Co weckt das Interesse an Nachfolgebänden. Gerne kann es noch überraschender und effektvoller zu gehen. Das Potential ist da.

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Veröffentlicht am 14.05.2021

Nichts Neues unter der südkalifornischen Sonne

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Von Autorenkollegen auf dem Cover als „sensationell“ und „atemberaubend“ beschrieben, weckt dieser Thriller hohen Erwartungen, zumal der Klappentext äußerst interessant klingt. Handlungsort Südkalifornien ...

Von Autorenkollegen auf dem Cover als „sensationell“ und „atemberaubend“ beschrieben, weckt dieser Thriller hohen Erwartungen, zumal der Klappentext äußerst interessant klingt. Handlungsort Südkalifornien an der Grenze zu Mexiko. Zwei namenlose Minderjährige werden tot aufgefunden, übersät mit zahllosen Schnittwunden, die Obduktion ergibt, dass sie offenbar zur Prostitution gezwungen wurden. Ein Ermittlerduo, bei dem die Ex-Kopfgeldjägerin Alice Vega, die erst zuschlägt und dann fragt, das Sagen hat, unterstützt von Ex-Cop Max Caplan. Kann man daraus folgern, dass dies ein Thriller ist, der Geschlechterstereotypen aushebelt, sich mit der Migrationsproblematik auseinandersetzt und die Machenschaften der mexikanischen Drogenkartelle thematisiert? Ich denke schon, aber leider werden diese Versprechen nicht eingelöst.

Die Story ist weitgehend nach Schema F mit sämtlichen Zutaten geplottet, die man bei diesen Eckpunkten von Anfang an erwarten kann: Korrupte Behördenvertreter, Kompetenzgerangel zwischen DEA und Polizei ebenfalls, ebenso die Schmiergeldzahlungen der Kartelle. Keine Überraschung, alles vorhersehbar. Und auch die beiden Ermittler bewegen sich auf ausgetretenen Pfaden, wobei allerdings in puncto Aggressivität die Rollen getauscht wurden. Vega ist diejenige mit der tief sitzenden ungezügelten Wut, und Cap ist eher der Zögernde, hat offensichtlich noch immer mit einer traumatisierenden Erfahrung aus einem früheren Fall zu kämpfen, der wohl in Band 1 abgehandelt wurde.

Womit wir bei dem Punkt wären, der mich am meisten gestört hat und der mittlerweile bei vielen Verlagen Usus ist. Warum steigt man mit Band 2 in eine Reihe ein? Das Basiswissen zur Beziehung der beiden Hauptfiguren fehlt annähernd komplett, ihre Charakterisierung ist schwammig, kaum greifbar und hält dadurch den/die Leser/in auf Distanz. Und wenn dazu noch eine vorhersebare 08/15 Story kommt, killt das mein Interesse an weiteren Büchern der Reihe.