Leserunde zu "Verweigerung" von Graham Moore

Ein wendungsreicher und packender Justizthriller
Cover-Bild Verweigerung
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Graham Moore (Autor)

Verweigerung

Roman

André Mumot (Übersetzer)

Es ist das spektakulärste Gerichtsverfahren des Jahrzehnts: Jessica Silver, Erbin eines Immobilienmoguls, verschwindet, und ihr Lehrer Bobby Nock wird des Mordes angeklagt. Der Afro-Amerikaner führte eine geheime Affäre mit Jessica.

Die Jury ist gespalten, bis die junge Geschworene Maja alle von einem Freispruch überzeugt. Jetzt, zehn Jahre später, wird der ganze Fall neu aufgerollt. Als einer der Geschworenen tot aufgefunden wird, gerät Maja ins Visier der Polizei und wird zur Hauptverdächtigen.

Timing der Leserunde

  1. Bewerben 14.02.2022 - 06.03.2022
  2. Lesen 21.03.2022 - 10.04.2022
  3. Rezensieren 11.04.2022 - 24.04.2022

Bereits beendet

Schlagworte

Geschworene Gericht Urteil Verfolgungsjagd Mord Jury Anwalt Anwältin Verteidiger Verteidigerin Richter Richterin Grisham John Grisham Prozess Todesstrafe Los Angeles Kalifornien Literarische Unterhaltung

Teilnehmer

Diskussion und Eindrücke zur Leserunde

Veröffentlicht am 24.04.2022

Gutes Buch auch für Justizthrillerneulinge

2

Ein aufsehenerregendes Gerichtsverfshren in den USA: der Afroamerikaner Bobby Nock soll die junge Jessica Silver ermordet haben. 84% der Amerikaner glauben, dass er schuldig ist. Doch durch die Geschworene ...

Ein aufsehenerregendes Gerichtsverfshren in den USA: der Afroamerikaner Bobby Nock soll die junge Jessica Silver ermordet haben. 84% der Amerikaner glauben, dass er schuldig ist. Doch durch die Geschworene Maja, die die anderen Geschworenen überzeugt, wird er freigesprochen. Zehn Jahre später wird einer der damaligen Geschworenen umgebracht...und Maja soll die Mörderin sein...

Durch abwechselnde Erzählungen zwischen der Vergangenheit vor zehn Jahren und der Gegenwart sollen nun beide Fälle endgültig aufgeklärt werden. War Bobby Nock wirklich unschuldig und wer hat den Geschworenen umgebracht?

Die Geschichte gibt einen guten Einblick in das amerikanische Rechtssystem und den nicht immer direkt offensichtlichen Rassismus in den USA (siehe Bsp. Einbahnstraßen).

Das Buch war mein erster Justizthriller, den ich gelesen habe. Aber er macht auf jeden Fall Lust auf mehr...mehr Recherche, mehr Mitdenken, mehr Aufklärung...

Insgesamt würde ich dem Buch auf jeden Fall 5 Sterne geben und jedem raten, mal etwas Neues auszuprobieren und in die Welt der Justizthriller abzutauchen.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Erinnert an Grisham

2

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich der Plot so neugierig gemacht hat. Ich fand die Story richtig interessant und war voller Vorfreude. Sowas kann ja schnell schief gehen und in großer Enttäuschung ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil mich der Plot so neugierig gemacht hat. Ich fand die Story richtig interessant und war voller Vorfreude. Sowas kann ja schnell schief gehen und in großer Enttäuschung enden. Hier passierte zum Glück das Gegenteil. Schon nach wenigen Seiten war ich total begeistert und im Geschehen gefangen. Die ganze Art und Schreibweise erinnerte mich sehr an die Bücher von Grisham, die ich immer sehr geliebt habe.
Sehr toll fand ich auch die vielen Wendungen und dass es bis zur letzten Seite spannend war. Ich mochte die Erzählweise aus der Sicht der verschiedenen Figuren und der Hauptperson. Richtig gelungen. Selten habe ich mich so topp unterhalten gefühlt. Mehr davon!

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Veröffentlicht am 23.04.2022

"Verweigerung" ein fesselnder Justizthriller

3

Bei dem Buch handelt es sich um einen Justizthriller, der auf jeden Fall zu empfehlen ist.

Das Buch erzählt von einer jungen Schülerin, Jessica Silver, die spurlos verschwunden ist. Hauptverdächtiger ...

Bei dem Buch handelt es sich um einen Justizthriller, der auf jeden Fall zu empfehlen ist.

Das Buch erzählt von einer jungen Schülerin, Jessica Silver, die spurlos verschwunden ist. Hauptverdächtiger ist ihr Lehrer Bobby Nock, der Afro-Amerikaner ist. Er führte eine geheime Affäre mit Jessica. Maja, eine junge Geschworene setzte alles daran, um für Bobby Nock einen Freispruch zu erlangen. Zehn Jahre nach Bobbys Freispruch treffen sich die Geschworenen wieder, jedoch endet dieses Treffen für einen der Geschworenen tödlich. Maja ist die Hauptverdächtige in diesem Fall und beginnt ihre eigenen Ermittlungen zu führen um ihre Unschuld zu beweisen.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Graham Moore im ersten Kapitel zuerst auf die "heute Zeit" eingegangen ist und so die Möglichkeit geboten hat die Hauptfigur Maja kennenzulernen. Im ersten Kapitel konnte man schon erkennen, was für positive Auswirkungen der Prozess als Geschworene für Majas berufliche Karriere als Anwältin hatte. Maja wurde als sympathische Frau dargestellt, die grundsätzlich an die Unschuld des Menschen glaubt, solange sich nicht das Gegenteil beweisen lässt.

Die Kapitel wechseln zwischen der "heutigen Zeit" und der "Zeit vor zehn Jahren". So erfährt man im zweiten Kapitel wie der Prozess vor zehn Jahren begann.

Die Rückblicke in die "Zeit vor zehn Jahren" werden immer aus der Sicht eines anderen Geschworenen erzählt, sodass sich der Leser ein Bild darüber machen kann, weshalb die einzelnen Geschworenen, die eigentlich an die Schuld von Bobby Nock geglaubt haben, sich letzendlich umentschieden haben. Am Ende des Prozesses haben alle Geschworenen einstimmig für nicht schuldig entschieden.

Man erkennt in dem Buch, wie schwer es trotz Freispruch für Bobby Nock gewesen ist, wieder ein normales Leben zu führen. Er ist ein Ausgestoßener, der von der Bevölkerung für eine Tat bestraft wird, für die er vor Gericht freigesprochen wurde.

Auch nach ungefähr zwei Drittel des Buches ist noch unklar was wirklich mit Jessica passiert ist und wer den Geschworenen ermordet hat. Die Anzahl der Verdächtigen vergrößert sich immer weiter, sodass es eigentlich jeder gewesen sein könnte.

Im letzten Drittel werden die Verdächtigen nach und nach entlastet, sodass man am Ende erfährt, was wirklich passiert ist.

Mir gefällt es sehr gut, dass als Hauptverdächtiger ein Afro-Amerikaner ausgewählt wurde, da diese es auch in der heutigen Zeit teilweise noch schwerer haben, Gerechtigkeit vor Gericht zu erfahren. Das Buch hat nichts aufgespart, so war alles enthalten von sexuellen Übergriffe eines Geschworenen auf eine junge Frau, die sich nicht traute gerichtlich dagegen vorzugehen, bis zum Missbrauch eines Vaters an seiner Tochter.

Das Buch wurde bis zum Ende spannend gehalten und die einzelnen Puzzleteile setzten sich erst in den letzen Kapiteln zusammen. Das Buch begann mit den Geschworenen, die vor zehn Jahren in einem Prozess über Schuld oder Unschuld urteilen mussten und das Buch endet zehn Jahre später mit einem Urteil der Geschworenen, die aber nicht mehr über Schuld oder Unschuld diskutierten, sondern denen es nur noch um die Gerechtigkeit geht. Das Buch weißt darauf hin, dass die Urteile der Justiz nicht immer gerecht sind, sondern auch Unschuldige angeklagt und verhaftet werden. Am Ende des Buches sind alle Personen schuldig.

Das einzige was ich an dem Buch kritisieren kann, ist das Cover, welches für mich nicht sehr ansprechend wirkt. Für mich ist es fraglich, was eine Straße gesäumt von Palmen letztendlich mit dem Buch zu tun hat.

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Veröffentlicht am 17.04.2022

interessanter Krimi

2

Zum ersten Mal habe ich ein Buch von Graham Moore gelesen und es hat mich definitiv überzeugt. Ich werde mir auch noch weitere Bücher von ihm anschaffen.
Entgegen anderer Krimis stand nicht nur das Verbrechen ...

Zum ersten Mal habe ich ein Buch von Graham Moore gelesen und es hat mich definitiv überzeugt. Ich werde mir auch noch weitere Bücher von ihm anschaffen.
Entgegen anderer Krimis stand nicht nur das Verbrechen an erster Stelle sondern auch um die Nachforschungen und Hintergründe von zwei Morden.
Bis zum Schluss muss man rätseln wer der Mörder sein könnte und immer wenn man meint man weiß wer der Mörder war geht es in eine andere Richtung. Daher muss man bis zum Schluss abwarten wer es nun war.
Das Buch hat mich angesprochen da ich mich für das Rechtssystem in Amerika interessiere und immer etwas undurchsichtig finde. Es war für mich schön zu lesen über die Geschworenen, über die es im Buch Hintergrundinformationen gegeben hat.
Normalerweise mag ich keine Zeit Sprünge und musste mich erst einmal etwas eingewöhnen. Begeisterte davon ich durch das Buch nicht geworden.
Protagonistin Maya konnte jeden um den ihre Finger wickeln mit ihrer sympathischen, selbstbewussten Art .


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Veröffentlicht am 14.04.2022

Justizthriller mit spektakulären Wendungen

3

Es ist eines der spektakulärsten Gerichtsverfahren: die junge Schülerin Jessica Silver verschwindet spurlos. Der Täter: ihr Afro-Amerikanischer Lehrer Bobby Nock, beide führten eine heimliche Affäre. 10 ...

Es ist eines der spektakulärsten Gerichtsverfahren: die junge Schülerin Jessica Silver verschwindet spurlos. Der Täter: ihr Afro-Amerikanischer Lehrer Bobby Nock, beide führten eine heimliche Affäre. 10 Jahre später treffen sich die Geschworenen für ein Interview wieder. Dabei wird einer von ihnen ermordet. Die Hauptverdächtige ist die junge Anwältin Maya. Sie hat alle Geschworenen überzeugt, Bobby für nicht schuldig zu befinden.

Im Zentrum des Buches steht die junge Anwältin Maya. Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. Zum einen in der Gegenwart aus Mayas Sicht und zum anderen vor 10 Jahren während des Prozesses. Die Prozesszeit wird immer aus der Sicht eines anderen Geschworenen erzählt. Das gefällt mir sehr gut, zumal man dadurch ein besseres Verständnis für die aktuellen Geschehnisse hat. Ich finde die Entwicklung der Charaktere großartig gelungen. Obwohl das Buch nicht so lang ist, erfährt man von jedem das Wichtigste, ohne das etwas fehlt. Es werden sehr viele Finten gelegt, sodass man beim Mitgrübeln immer wieder auf falsche Fährten geführt wird. Die Geschichte ist fesselnd und wird erst auf den letzten Seiten vollends gelüftet. Graham Moore hat mit diesem Buch auf jeden Fall auf die Tücken eines Geschworenengerichts hingewiesen. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, wie ich entschieden hätte. Ich denke, die Situation ist nicht so leicht, wie sie scheint und kann das Leben aller Beteiligten nachhaltig verändern.

Verweigerung zeigt die Abgründe der Wahrheitsfindung bei Geschworenenprozessen auf. Ist die Wahrheit immer die richtige Entscheidung? Das Buch lässt viel Raum für Spekulationen, lässt Themen wie Rassismus nicht außen vor und regt zum Nachdenken an.

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