Cover-Bild Austrian Psycho Jack Unterweger
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18,90
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  • Verlag: Molden Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 128
  • Ersterscheinung: 25.01.2024
  • ISBN: 9783222151125
Malte Herwig

Austrian Psycho Jack Unterweger

Jack Unterweger
Jack Unterweger: Das ist mehr als bloß Stoff für True Crime. Bis heute hält der Serienmörder und »Häfenpoet« die Nachwelt in seinem Bann. 1990 kommt der verurteilte Frauenmörder, der sich im Gefängnis zum gefeierten Schriftsteller gewandelt hat, frei – auf Druck der Kulturszene. Jelinek, Grass, Jandl machen sich für ihn stark. Er gilt als rehabilitiert, wird in Wiens besserer Gesellschaft verehrt. Doch Unterweger mordet weiter. Elf Frauen verlieren ihr Leben. Wie gelang es ihm, die Menschen für sich zu vereinnahmen? Sie regelrecht zu verführen? Der deutsche Journalist und Autor Malte Herwig beleuchtet in »Austrian Psycho« den Fall aus einem neuen, unbekannten Blickwinkel: Er verwebt verbriefte Fakten, Gespräche mit Zeitzeug:innen und Unterwegers Aussagen zu einer packenden dokumentarischen Erzählung – und entlarvt so die abgründige Faszination als das trickreiche Spiel des Serienkillers mit Sprache.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2024

Was machte den "Häfenliteraten" so attraktiv?

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Am 30.09.1983 gab es ein Event, wie es in dieser Form noch nie stattfand. Der Wiener Kunstverein organisierte eine Butterfahrt ins Gefängnis. In die Anstalt Stein. Hier saß ein verurteilter Mörder ein ...

Am 30.09.1983 gab es ein Event, wie es in dieser Form noch nie stattfand. Der Wiener Kunstverein organisierte eine Butterfahrt ins Gefängnis. In die Anstalt Stein. Hier saß ein verurteilter Mörder ein und sollte vor großem Publikum aus seinem Buch vorlesen. Die Justizanstalt Stein gilt als das härtestes Gefängnis Österreichs und es ist daher umso erstaunlicher, dass Jack Unterweger die Ausnahmegenehmigung zur Vorlesung bekam.

Der Verurteilte lernte im Gefängnis das Schreiben und war der Überzeugung, dass Worte eine Waffe sein können. Dass er mit seiner Literatur nicht nur Frauen für sich vereinnahmen konnte, stellte er vielmals unter Beweis. Nachdem er auf Drängen der Künstlerkreise Wiens in Freiheit entlassen wurde, mordete er weiter. Bezeichnend, dass er immer wieder Frauen fand, die ihn finanziell und moralisch unterstützten.

Der Autor Malte Herwig schreibt im Nachwort, dass „Austrian Psycho“ von einem anonymen Verfasser geschrieben sei. Ein Rezensent bemängelt, dass hier die Taten nicht minutiös beschrieben sind. Das gefiel mir persönlich aber gut, da ich auf Blutrausch und Verstümmelung gut verzichten kann. Obwohl der Autor nicht in die Tiefe geht, berichtet die in Ich-Form geschriebene Handlung äußerst packend, was diesen Täter umtrieb. Mir stellte sich aber immer wieder die Frage, warum so viele Menschen (nein, nicht nur Frauen) auf sanfte Augen und ein angenehmes, gepflegtes Äußeres hereinfallen konnten.

Das Cover zeigt eine Collage aus einem Foto von Jack Unterweger und zerbrochenem Glas. Es harmoniert sehr gut mit dem Thema des Buches. Am Schluss gibt es noch eine lange Liste von Quellenangaben für alle Leser, die sich intensiver mit diesem Herrn auseinandersetzen möchten.

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Veröffentlicht am 29.01.2024

Interessant

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Das Cover bzw. der Mann auf dem Cover wirkt düster und gefährlich. Und so war er auch. Wer sich mit True Crime beschäftigt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Jack Unterweger kennen. Ein Serienmörder aus ...

Das Cover bzw. der Mann auf dem Cover wirkt düster und gefährlich. Und so war er auch. Wer sich mit True Crime beschäftigt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Jack Unterweger kennen. Ein Serienmörder aus Österreich.

Das erste Kapitel war vom Schreibstil gar nicht meins. Ich fand es anstrengend zu lesen. Es ging überwiegend um seine Karriere als Schriftsteller, was ja eigentlich interessant ist, aber aufgrund des Schreibstils war es für mich eher öde und zu lang gezogen. Die restlichen Kapitel hingegen waren gut und sehr informativ. Hier hat mir der Schreibstil viel mehr zugesagt. Ich habe einiges über Jack Unterweger gelernt bzw. wusste vieles noch nicht über ihn. Er hat die Sprache für sich genutzt, um seiner lebenslangen Haft zu entkommen und so zurück in die Freiheit zu gelangen.

Es ist ein interessantes Buch, dass Zeitzeugen, Interviews sowie Zitate und Gedichte beinhaltet. Also ein guter Mix aus allem, um in die Welt von Jack Unterweger einzutauchen. Ich bin aber ehrlich. Wenn der Schreibstil so wie im ersten Kapitel geblieben wäre, hätte mich das Buch wahrscheinlich nicht so überzeugt.

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Veröffentlicht am 25.01.2024

Unterweger - doch kein Schriftsteller

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Zunächst muss ich sagen, dass ich bei diesem Buch etwas anderes erwartet hatte. Etwa mehrere verschiedene Aussagen von Personen, die ihn näher kannten oder auch seine Geschichte über die Taten etc. Allerdings ...

Zunächst muss ich sagen, dass ich bei diesem Buch etwas anderes erwartet hatte. Etwa mehrere verschiedene Aussagen von Personen, die ihn näher kannten oder auch seine Geschichte über die Taten etc. Allerdings beinhaltet das Buch lediglich drei Aussagen von Personen, die an seiner Entlassung beigetragen haben und darunter bis heute leiden. Jack Unterweger kommt aufgrund eines Mordfalles lebenslänglich ins Gefängnis. Dort entdeckt er das Schreiben für sich - so wie andere behaupten. In Wahrheit hat er entweder Texte abgeschrieben, andere für sich schreiben lassen oder ohne große Mühe etwas herunter geschrieben. Die Welt außerhalb des Gefängnisses entdeckte dadurch in ihm DEN Schriftsteller und stellte ihn sprichwörtlich auf ein Podest. Dies nutzte Jack um beliebter für seine Mitmenschen zu werden, wodurch sie für seine Freilassung gekämpft haben. Anschließend begann die unvermeidbare Mordserie. Ganz schön raffiniert muss man sagen und man kann die Selbstvorwürfe der Zeitzeugen verstehen.
Ich fand es interessant, dass dieser Aspekt im Buch beleuchtet wurde, allerdings war dies auch so ziemlich das einzige Thema. Meiner Meinung nach hätte man sein Leben mehr beleuchten können und dadurch das Buch länger als 120 Seiten machen können.
Sprachlich war es zunächst etwas schwierig den Einstieg in das Buch zu finden, aber das legte sich recht schnell.
Das Cover finde ich aufgrund des großen Portrait von Jack und der grellen Gelbfarbe etwas abschreckend, aber das ist evtl auch die Intention dahinter.

Fazit: Ein interessanter Fall, der hier geschildert wird, den man zwischendurch lesen kann.

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Veröffentlicht am 19.01.2024

Lesenswert

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Autor: Malte Herwig
Buch : Austrian Psycho Jack Unterweger
Gelesen als gebundenr Ausgabe
⭐⭐⭐⭐
Klappentext:
Jack Unterweger: Das ist mehr als bloß Stoff für True Crime. Bis heute hält der Serienmörder ...

Autor: Malte Herwig
Buch : Austrian Psycho Jack Unterweger
Gelesen als gebundenr Ausgabe
⭐⭐⭐⭐
Klappentext:
Jack Unterweger: Das ist mehr als bloß Stoff für True Crime. Bis heute hält der Serienmörder und »Häfenpoet« die Nachwelt in seinem Bann. 1990 kommt der verurteilte Frauenmörder, der sich im Gefängnis zum gefeierten Schriftsteller gewandelt hat, frei – auf Druck der Kulturszene. Jelinek, Grass, Jandl machen sich für ihn stark. Er gilt als rehabilitiert, wird in Wiens besserer Gesellschaft verehrt.
Doch Unterweger mordet weiter.
Elf Frauen verlieren ihr Leben. Wie gelang es ihm, die Menschen für sich zu vereinnahmen? Sie regelrecht zu verführen? Der deutsche Journalist und Autor Malte Herwig beleuchtet in »Austrian Psycho« den Fall aus einem neuen, unbekannten Blickwinkel: Er verwebt verbriefte Fakten, Gespräche mit Zeitzeug:innen und Unterwegers Aussagen zu einer packenden dokumentarischen Erzählung – und entlarvt so die abgründige Faszination als das trickreiche Spiel des Serienkillers mit Sprache.
⭐⭐⭐⭐
Meine Meinung:
Als ich dieses Buch in die Hände bekommen habe, musste ich nicht lange überlegen. Genau mein Genre, meine Neugier war geweckt, es musste also direkt mit . Natürlich habe ich gleich begonnen zu lesen, dich der Anfang war ernüchternd. Ich bin sehr schwer in dieses Buch gekommen, es waren viele zu viele Informationen am Anfang, die ich nicht richtig "verarbeiten" konnte, deswegen legte ich das Buch nach ein paar Seiten weg. Dennoch wollte ich wissen wie es weiter geht.. zum Glück, denn es wurde immer besser und spannender.
Die Geschichte um das Leben von dem Serienmörder Jack Unterweger ist super interessant. Ich glaube das ich gut verstehen kann, warum die Damen Reihenweise auf ihn hereingefallen sind. Jack ist ein großer Lügner, der aber alle auf seine Seite ziehen kann, der vorgibt jemand zu sein, der er nicht ist.. alle fallen auf ihn herrein.
⭐⭐⭐⭐
Fazit :
Dieses Buch verdient es gelesen zu werden. Es macht wieder einmal sichtbar das man nicht immer alles haben darf was man sieht und hört. Ein gut recherchiertes Buch

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Veröffentlicht am 17.01.2024

Ganz anders als erwartet

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Die Geschichte um Jack Unterweger hat es in sich. Der Mörder, der sich im Knast schreibend betätigt und weiß die Literaturwelt für sich einzunehmen, um als Lebenslanger aus dem Knast zu kommen und sein ...

Die Geschichte um Jack Unterweger hat es in sich. Der Mörder, der sich im Knast schreibend betätigt und weiß die Literaturwelt für sich einzunehmen, um als Lebenslanger aus dem Knast zu kommen und sein Treiben fortzusetzen. Klingt irgendwie nach einem schlechten Märchen, aber ist genauso passiert und wer im True-Crime Bereich unterwegs ist, kennt seinen Fall. Wer hier jedoch eine klassische True-Crime Geschichte erwartet, ist falsch. Dieses Sachbuch, eines nicht benannten Literaten zeigt, wie Unterweger Menschen für seine Zwecke zu manipulieren wusste.

Ich habe etwas anderes erwartet, als es hier dann angeboten wurde. Mich hat es dennoch sehr interessiert und auch unterhalten, zumindest ab dem weniger wirren zweiten Teil. In Haft entdeckt Unterweger einen Weg nicht nur auf sich aufmerksam zu machen, sondern auch einflussreiche Menschen für sich zu gewinnen. Mit Gedichten, die teils auch hier abgedruckt sind (und mich nicht überzeugten), vor allem mit seinem Roman „Fegefeuer“ heimste er einige Erfolge ein. Die Literaturwelt Österreichs forderte seine Freilassung – erfolgreich. Nach seiner Freilassung versucht er sich weiterhin als Schriftsteller, ist als Journalist unterwegs und frönt einen gewissen Lebensstil. Dabei enorm viele Frauengeschichten. Dann startet eine Mordserie. Opfer sind Prostituierte und Unterweger gerät in Verdacht. Unser Autor will das auch nach dem Urteil und den ganzen Beweisen nicht so richtig glauben – aber er merkt wohl, dass er wie so viele nur benutzt wurde.

Dass der Autor, der selbst schreibt, dass sein Name nichts zur Sache tut, hadert wird in diesem besonderen Mix aus Romananteilen und Reportage besonders deutlich. Recherchematerial erhält er von Malte Herwig. Es geht weniger um die Morde, mehr um die Entwicklung von Unterweger als Schriftsteller.
Das Nachwort hat es dann wirklich in sich…

Unter dem Strich hat mir das dünne Büchlein mehrheitlich zugesagt, aber wer klassisches True-Crime erwartet, wird eine Enttäuschung erleben.