Cover-Bild Das Glück in tausend Worten
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Dragonfly
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 21.09.2021
  • ISBN: 9783748800712
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Maria Andreu

Das Glück in tausend Worten

Katrin Segerer (Übersetzer), Hanna Christine Fliedner (Übersetzer)

Liebe kennt keine Sprachbarrieren

Ana ist 16 und kommt aus Argentinien. Als ihr Dad sie und ihre Mutter zu sich nach New Jersey holt, weiß sie, dass sie sich glücklich schätzen müsste. Doch was soll sie tun, wenn im Unterricht die Sprache wie ein Rauschen an ihr vorbeizieht und sie kaum etwas versteht? Erst als sie den griechischen Jungen Neo kennenlernt, der an einem Wörterbuch über Glück arbeitet, findet auch Ana einen Umgang mit ihrer Fremdheit. Schon bald merkt sie, dass Sprache viel mehr bedeutet als einzelne Begriffe oder Sätze. Und dass sie mit ihren Gedichten andere im Innersten erreichen kann.

Dieser berührende Roman erzählt davon, wie man in der Fremde eine eigene Stimme finden kann


»Ich möchte dieses Buch allen Wörtersammlern und -sammlerinnen ans Herz legen und all denen, die das Spiel mir der Sprache lieben.« Andrea Wedan, Buchkultur , 12.2021

»Es ist ein stiller, aber eindringlicher Roman über Fremdsein, Nähe und Verstehen.« Rita Dell'Agnese, Jugendbuch-Couch , 01.2022

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2021

Berührender Jugendroman

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Worum geht’s?
Als Ana gemeinsam mit ihrer Mutter von Argentinien zu ihrem Vater nach New Jersey zieht, leidet sie nicht nur unter der räumlichen Veränderung. Wären der Umzug in ein fremdes Land und der ...

Worum geht’s?
Als Ana gemeinsam mit ihrer Mutter von Argentinien zu ihrem Vater nach New Jersey zieht, leidet sie nicht nur unter der räumlichen Veränderung. Wären der Umzug in ein fremdes Land und der Wechsel an eine neue Schule alleine nicht schon schwer genug, versteht sie nämlich außerdem auch kaum ein Wort Englisch. Als sie dann aber den Griechen Neo kennenlernt, der ein Wörterbuch über das Thema „Glück“ verfassen will, lernt Ana, dass nicht nur Sprache allein ein Mittel zum Ausdruck sein kann – und auch, dass man manchmal auch einfach keine Worte braucht, um sich zu verstehen.


Meine Meinung
Diese Geschichte hat mich beim Lesen wirklich so berührt, wie es schon lange kein Buch mehr getan hat. Auch wenn ich die Situation, in der sich Protagonistin Ana befindet so selbst noch nicht erlebt habe, war es mir von Beginn an problemlos möglich, mich in sie und ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen und hat es leicht gemacht, den Gedanken und Gefühlen von Ana zu folgen. Auch die Umsetzung der Verständigungsprobleme war ziemlich kreativ gelöst und hat die Situation treffend erfasst. Beim Lesen war es mitunter zwar ein wenig frustrierend, das Geschehen aus Anas Position heraus zu verfolgen, der Authentizität der Geschichte war das aber in jedem Fall zuträglich.

Ana als Protagonistin war mir zwar nicht zu einhundert Prozent zugänglich, in diesem Setting war das für mich aber tatsächlich kein Punkt, der das Lesevergnügen maßgeblich gestört hätte. Insbesondere ihre Gedichte waren daher kleine Auflockerer, die sich passend in die Handlung eingefügt haben und die Geschichte auch abseits der eigentlichen Geschehnisse zu einem schönen Leseerlebnis gemacht haben.


Fazit
Wer auf der Suche nach einer Geschichte ist, die ans Herz geht, der trifft mit Das Glück in tausend Worten definitiv eine richtig gute Wahl. Die Thematik ist nicht nur aktuell, sondern auch innerhalb der Handlung wirklich gut umgesetzt, was beim Lesen wirklich Spaß macht.

Dafür gibt es von mir alle fünf Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 19.11.2021

Wenn Sprache an einem vorbei rauscht

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Der Autorin Maria E. Andreu ist es gelungen ein tolles Buch darüber zu schreiben wie man sich fühlt , wenn man in einem neuen Land ist und die Sprache welche man noch nicht versteht , an einem vorbei zieht.

Stellt ...

Der Autorin Maria E. Andreu ist es gelungen ein tolles Buch darüber zu schreiben wie man sich fühlt , wenn man in einem neuen Land ist und die Sprache welche man noch nicht versteht , an einem vorbei zieht.

Stellt euch vor ihr versteht nicht oder nur jedes 2 oder 3 Wort und der Sinn des Gespräches erschließt sich euch nicht.

Ana ergeht es so , aber nicht nur ihr sondern auch Neo und zusammen versuchen sie dem Geheimnis der Worte auf die Spur zu kommen. Zurecht zu kommen im neuen Land , Freunde finden und nicht der Aussenseiter zu sein.

Das Buch erzählt einen davon mit einer berührenden und emotionalen Geschichte mit Tiefgang.

Angenehme Kapitellängen, der schöne Schreibstil und die zwischendurch auflockernden Gedichten runden das Buch ab.

Es hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 16.11.2021

Am Andreasgraben zwischen zwei Kulturen und Sprachen

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Ich kenne aus eigener Erfahrung, wie es ist, in einem fremden Land zu leben, eine neue Kultur und Sprache zu lernen.

Deswegen ist dieses Buch umso reizvoller für mich gewesen, als ich erstmals darüber ...

Ich kenne aus eigener Erfahrung, wie es ist, in einem fremden Land zu leben, eine neue Kultur und Sprache zu lernen.

Deswegen ist dieses Buch umso reizvoller für mich gewesen, als ich erstmals darüber las. Und es hat sich immens gelohnt, dieses Werk zu lesen.

Ana, sechzehnjährige Argentinierin, zieht mit ihrer Familie, dank der Green Card Lottery, nach New Jersey um. Ihr Vater ist der Vanguard, der dafür sorgt, daß sie und Mom nun in New Jersey, dem Garden State leben.

Aber dieses neue Leben ist eine extreme Herausforderung, steht doch die fremde Sprache und die Kultur wie ein mächtiger Monolith vor ihr.

Es hilft ihr sehr, als sie Neo als Freund gewinnt, ein griechischer Junge. Er hat ein faszinierendes Projekt in petto. Ein Wörterbuch des Glücks will er verfassen.

Das hilft ihr, Fuß zu fassen und ihr Anderssein im Yankeetum zu integrieren. (Ausgerechnet in New Jersey kein leichtes Unterfangen! )

Sie lernt, daß man nicht nur das Idiom, die Grammatik, die Vokabeln und Syntax einer anderen Sprache inhaliert, sondern ebenso dessen Seele zu verstehen und begreifen beginnt. Die Tiefe hinter der Wand der Worte. Denn Sprache wie Kommunikation ist viel mehr als die Technik.

Und Ana schafft es, daß ihre Poeme zu den Tiefen anderer sprechen und dergestalt eine profunde Konnektion generiert wird, die weit über alles hinausgeht.

Maria E. Andreu hat hier ihre eigenen Erfahrungen einbringen können. Und was für ein Buch! Es spielt mit der Sprache und involuntarer Sprachlosigkeit. Und wie man diese überwinden kann.

Ein warmherziges, empathisches, emotional berührendes Buch, das einem auch mal Tränen entlockt. Wunderbar und kraftvoll dynamisch geschrieben gibt sie sehr gut all die Probleme der Integration wieder. Ohne, daß es ein Problembuch sei. Es ist leicht, aber nicht trivial und profunde.

Fein gestimmtes Instrument der schwingenden Worte, die das Herz vibrieren lassen. Das Buch ist authentisch mit einem exzellent erdachten Plot!

Der englische Originaltitel lautet: Love in English. Danke, Maria E. Andreu und Dragonfly!!!!!

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Veröffentlicht am 25.06.2022

Das Glück in tausend Worten

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Ana kommt mit 16 Jahren von Argentinien in die USA. Ihr Vater hat alles vorbereitet und holt sie endlich zu sich. Aber der Mann mit dem sie dann zusammenwohnt ist ihr fremd geworden, alles in diesem Land ...

Ana kommt mit 16 Jahren von Argentinien in die USA. Ihr Vater hat alles vorbereitet und holt sie endlich zu sich. Aber der Mann mit dem sie dann zusammenwohnt ist ihr fremd geworden, alles in diesem Land ist so anders. Auch ihre Mutter findet sich nur schwer zurecht und scheint immer mehr ein Schatten ihrer selbst zu werden. In der Schule belegt sie einen Kurs, um besser englisch zu lernen und bekommt etwas Auftrieb. Sie ist nicht allein, jeder vermisst etwas, drückt es aber anders aus.
Ein Roman über die Fremde und die ersten Gefühle, ohne zu verurteilen oder etwas schlecht zu machen. Einfach nur die Momentaufnahme eines überforderten Teenagers, der seinen Weg sucht und manchmal erst durch Umwege findet. Die Worte die Ana nicht verstehen konnte, wurden mit Rauten ausgelassen. Manchmal konnte man sich einen Reim draus machen, aber oft auch nicht. Die Botschaft ist deswegen für mich sehr klar gewesen und hat für ein noch größeres Verständnis gesorgt.

Veröffentlicht am 19.01.2022

Worte sind nicht alles aber doch so viel

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„Das Glück in tausend Worten“ ist von Maria Rosich Andreu geschrieben, die auch als Übersetzerin vom spanischen ins englische arbeitet. Dieses Buch ist im Original im amerikanischen Englisch erschienen ...

„Das Glück in tausend Worten“ ist von Maria Rosich Andreu geschrieben, die auch als Übersetzerin vom spanischen ins englische arbeitet. Dieses Buch ist im Original im amerikanischen Englisch erschienen und von Katrin Segerer und Hanna Christine Fliedner ins Deutsche übersetzt worden.
Ana ist mit ihrer Mutter aus Argentinien ihrem Vater in die Vereinigten Staaten hinterhergereist. Sie weiß, dass sie dankbar und glücklich sein müsste, in dem Land der unbegrenzten Freiheit leben zu können, doch sie ist es nicht. Die Sprachbarriere ist noch recht hoch und dazu kommt, dass sie ihr altes Leben vermisst. So vieles wird an dem neuen Wohnort anders gehandhabt und gelebt.
Die Autorin vermittelt diese Sprachbarriere sehr eindrucksvoll, indem Teile der Sätze ausge-x-t sind. Sie schafft es dadurch, sich sehr eindrucksvoll in Ana hineinversetzten zu können. Auch, dass sie sich in der neuen Umgebung nicht wohl fühlt, macht den Charakter so vielschichtig und glaubwürdig. Ana merkt zum Glück, dass Sprache nicht nur Worte sind, die aneinandergereiht sind und als sie sich an ihre Liebe für Gedichte erinnert und diese anfängt zu leben, merkt sie, dass ihr neues Leben noch mehr für sie bereithält.

Auch wenn ich anfangs mich erst in das Setting einlesen musste, so hat mir die Stimmung, die das Buch transportiert gefallen. Da ich selbst die Erfahrung gemacht habe, ein Jahr in einer anderen Kultur als Teenager zu leben, so war es für mich sicher leichter, da ich immer wusste, dass es eine vorübergehende Situation war.

Das Buch ist zielgruppengerecht und dabei einfühlsam und authentisch geschrieben, wofür ich 4 von 5 Punkte vergebe.

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