Ein Finale, das lodert – voller Emotion, Chaos und Herzblut
Ich hatte Ember King lange auf meiner Leseliste – mit dieser Mischung aus Vorfreude und leiser Angst, dass es den Erwartungen vielleicht nicht gerecht wird. Und dann kam der Moment, in dem ich die ersten ...
Ich hatte Ember King lange auf meiner Leseliste – mit dieser Mischung aus Vorfreude und leiser Angst, dass es den Erwartungen vielleicht nicht gerecht wird. Und dann kam der Moment, in dem ich die ersten Seiten gelesen habe – und plötzlich war alles wieder da. Diese Energie. Diese Welt. Dieses Gefühl, dass man nicht einfach nur liest, sondern miterlebt.
Marie Niehoff hat ein Talent dafür, Atmosphäre nicht zu beschreiben, sondern spürbar zu machen. Ich habe beim Lesen die Hitze gefühlt, die Spannung in der Luft, das Prickeln zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Das Worldbuilding ist so bildhaft und greifbar, dass man fast vergisst, dass es „nur“ Fantasie ist.
Yessa und Cassim – zwei Charaktere, die mich gleichzeitig fasziniert und zerrissen haben. Ich liebe, dass sie unperfekt sind. Dass sie Fehler machen, sich verlieren, wieder aufstehen. Ihre Dynamik ist roh, intensiv und manchmal auch anstrengend – aber genau das macht sie echt. Ich habe sie nicht immer verstanden, aber ich habe mit ihnen gefühlt, und das ist mir beim Lesen wichtiger als makellose Figuren.
Die Handlung? Ein Wechsel aus Feuer und Stille. Es gibt Szenen, die mich richtig mitgerissen haben, bei denen ich kaum Luft bekam, weil alles so intensiv war. Und dann wieder Momente, in denen ich kurz dachte: Etwas weniger Drama hätte gereicht. Aber auch das gehört dazu – dieses Auf und Ab, das einem emotional alles abverlangt.
Was Ember King für mich besonders macht, ist das Herzblut, das zwischen den Zeilen pulsiert. Man merkt, wie viel Liebe, Wut und Leidenschaft in dieser Geschichte steckt. Es ist kein makelloser Abschluss, aber ein ehrlicher. Einer, der brennt, wehtut und trotzdem wärmt.