Cover-Bild Friends, Lovers and the Big Terrible Thing
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Film, Kunst & Kultur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 01.11.2022
  • ISBN: 9783431050387
Matthew Perry

Friends, Lovers and the Big Terrible Thing

Die Autobiografie des FRIENDS-Stars - Deutsche Ausgabe
Nina Restemeier (Übersetzer), Wiebke Pilz (Übersetzer), Thomas Gilbert (Übersetzer)

Durch sein Mitwirken in der US-Kultserie FRIENDS erreichte der Schauspieler Matthew Perry Weltruhm. Erstmals erzählt er nun seine eigene außergewöhnliche Geschichte und spricht offen über private Suchtkämpfe und darüber, was sich tatsächlich hinter den Kulissen der erfolgreichsten Sitcom aller Zeiten abspielte. Der TV-Star gewährt tiefe Einblicke in seine langjährige Erkrankung und reflektiert gewohnt humorvoll und selbstkritisch, was die Süchte eines Mannes befeuert hat, dem es an nichts zu mangeln schien. Unerschrocken ehrlich, zutiefst bewegend und urkomisch: dies ist das Buch, auf das Fans gewartet haben.


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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2022

Die schonungslose Selbstreflexion eines süchtigen Schauspielers

1

Im Buch "Friends, Lovers and the Big Terrible Thing" nimmt der Kanado-Amerikaner Matthew Perry den Leser mit auf eine Reise durch sein schwieriges, aber auch aufregendes Leben, stets flankiert durch die ...

Im Buch "Friends, Lovers and the Big Terrible Thing" nimmt der Kanado-Amerikaner Matthew Perry den Leser mit auf eine Reise durch sein schwieriges, aber auch aufregendes Leben, stets flankiert durch die Abhängigkeit von verschiedenen Substanzen. Angefangen bei seiner Kindheit und der Beziehung zu seinen Eltern sowie seiner Eltern untereinander bekommt man Einblicke in seinen Weg in die Abhängigkeit von Suchtmitteln. Was zunächst mit Alkohol beginnt, setzt sich mit fortschreitender Zeit und sowie geänderten Lebensumständen mit Medikamenten und Drogen fort.
Ehrlich beschreibt er sein Leben zwischen Erfolg und Misserfolg und der Suche nach Glück und Zufriedenheit, immer begleitet von wechselnden Krankheits-, Sucht- und Entzugsphasen. Der Leser erfährt Geschichten über seine ersten und langjährigen besten kanadischen Freunde, einige Anekdoten über seine Schauspielkollegen aus "Friends", der Serie mit der er letztlich weltberühmt wurde, über eine große Anzahl an Frauen, seine Ärzte und Geschwister.

Matthew Perry hat einen außergewöhnlichen und mitreißenden Humor, der sich durch das gesamte Buch zieht. Auf fast jeder Seite ist ein - oft metaphorisch verpackter - kleiner oder auch großer Lacher versteckt. Das Buch selbst ist sehr flüssig geschrieben. Das erste Drittel möchte man kaum aus der Hand legen. Im weiteren Verlauf wiederholen sich jedoch Stimmungslagen, teilweise fällt die Spannung etwas ab. Langweilig wird es jedoch nicht.
Die aufgebaute Spannung wird häufig gestört durch eine nicht nachvollziehbare Chronologie der Ereignisse, Matthew Perry springt anhand von zusammengefassten Erlebnissen mit ähnlichen Stimmungslagen und ähnlicher Situationen durch sein Leben. Manchmal wechselt das Setting mitten im Absatz Zeit und Ort. Da es sich nicht um eine klassische Autobiographie, sondern um eine Abrechnung mit seiner eigenen Suchtgefährdung handelt, finde ich das in Ordnung, allerdings ist es beim Lesen doch teilweise sehr irritierend.
Der Schreibstil selbst ist oft typisch amerikanisch. Frauen werden meist als "wunderschön" und zu gut für Perry selbst dargestellt, wohingegen er häufig die Schuld für alle negativen Ereignisse in seinem Leben bei sich selbst verortet.

Ich fand es schockierend, wie oft er die Entzugstortur durchgemacht hat und immer wieder durch ähnliche Ereignisse aus der Bahn geworfen wurde. Ich hatte den Eindruck, dass er nie einen richtigen Psychologen gefunden hat, der mit ihm an seinen Triggern vernünftig gearbeitet hat.
Stellenweise schien es mir, als hätte es noch ein paar mehr Ereignisse gegeben haben, die er dem Leser absichtlich verschweigt, um sich oder seine Bekannten keinen negativen Meinungen auszusetzen. Insgesamt fand ich ihn jedoch sehr offen und ehrlich. Er hatte fast durchgehend meine Sympathie auf seiner Seite.
Das Ende des Buches lässt es für mich zu, für Matthew Perry zu hoffen. Lässt man sich jedoch seine gesamte Geschichte noch einmal durch den Kopf gehen, kann man sich da wohl leider nicht so sicher sein.

Für alle, die sich durch sein Gesicht auf dem Cover und den einschlägigen Titel in der Hoffnung, mehr Klatsch und Tratsch über die Serie "Friends" zu erfahren, zum Kauf hinreißen lassen, würde ich das Buch nur bedingt empfehlen. Es enthält dahingehend einige interessante Stellen, ist jedoch sehr auf sein Privatleben bzw. auf die Jahre davor und danach ausgelegt.

Zusammenfassend denke ich, dass der Kauf sich lohnt für Fans, die Matthew Perry selbst mögen und für Leser, die sich mit den Thema Sucht beschäftigen wollen. Großartige Tipps, die Abhängigkeit zu beenden, kann man im Buch jedoch nicht vorfinden.
Die Story ist kurzweilig und liest sich schnell und flüssig. Ich würde das Buch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Eine Geschichte über ein Einsamkind

1

„Hi, mein Name ist Matthew und ich müsste längst tot sein“ Mit diesen ergreifenden Worten beginnt Matthew Perry seine Autobiografie. In dieser erzählt der Friends-Schauspieler erstmals schonungslos ehrlich ...

„Hi, mein Name ist Matthew und ich müsste längst tot sein“ Mit diesen ergreifenden Worten beginnt Matthew Perry seine Autobiografie. In dieser erzählt der Friends-Schauspieler erstmals schonungslos ehrlich über mehr als 30 Jahre Abhängigkeit und Sucht.

Viele werden Matthew Perry als Chandler Bing aus der Sitcom Friends kennen. Chandler Bing ist ein überaus witziger und charmanter Charakter, welcher der Persönlichkeit von Matthew Perry ähnelt. Doch man muss die Serie nicht gesehen haben, um dieses Buch lesen zu können. Denn hier geht es um Matthew als Person und nicht um seine bekannteste Rolle. Es wird zwar immer mal wieder von der Serie berichtet und es ist auch ausschlaggebend für sein Lebenm, wie die Sitcom dieses verändert hat, jedoch ist Matthew Perry mehr als ’nur’ Chandler Bing. Er ist ein allreisendes Kind, ein „Einsamkind“.

Er kam bereits sehr früh mit Alkohol und Drogen in Berührung, strebte danach berühmt zu werden bis er es war und verfiel immer wieder the big terrible thing, „dieser großen, schrecklichen Sache“ (S. 63). Seine Erzählungen sind drastisch, hart und erschreckend realistisch. Mit seinem angenehmen und humorvollen Schreibstil konnte er mich ganz für sich einnehmen. Er hat eine reflektierte Sichtweise, sieht seine Fehler heute ein und statt diese zu verstecken, erzählt er all dies der ganzen Welt. Ich habe großen Respekt davor, dass Perry den Mut hatte seine Geschichte so offen zu teilen.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass leider in der zweiten Hälfte der rote Faden etwas verloren ging. Es gibt sehr viele Zeitsprünge und der Ablauf ist für den Leser nicht ganz nachvollziehbar. Aber vielleicht war dies auch ein brilliantes Stilmittel, da sein Leben unter der Sucht für ihn selbst ebenso verwirrend und sprunghaft war.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass dies eine emotional, schockierende, tiefgreifende und ehrliche Autobiografie ist, die es sich definitiv zu lesen lohnt!

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Sehr gut

1

Ich hab das Buch über Matthew Perry verschlungen.

Um das Buch zu lesen, muss man nicht der absolute Fan von der Serie „Friends“ sein. Hier handelt es sich nämlich nicht um ein Buch das sich hauptsächlich ...

Ich hab das Buch über Matthew Perry verschlungen.

Um das Buch zu lesen, muss man nicht der absolute Fan von der Serie „Friends“ sein. Hier handelt es sich nämlich nicht um ein Buch das sich hauptsächlich um die Serie dreht sondern hier geht es um die Person „Matthew Perry“. Wir bekommen seine Lebensgeschichte auf eine sehr unterhaltsame Weise erzählt.

Trotz der tiefsinnigen Story und all dem was er aufgrund von Alkohol und Tablettensucht durchgemacht hat, liest sich das Buch sehr munter und schnell. Ein düsteres Thema das bereits in seiner Kindheit beginnt und sich durchzieht, wird hier sehr anschaulich beschrieben.

Leider wird oft in der Zeit gesprungen, so dass es mit dem Ablauf etwas verwirrend ist. Dies jedoch außen vor gelassen ist es ein wirklich interessantes Buch über einen Mensch der sich immer wieder zurück ins Leben gekämpft hat.

Der Schreibstil hat mich absolut begeistert und das Buch nicht zur Seite legen lassen.

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Veröffentlicht am 11.11.2022

Ein persönliches Schicksal

1

Ein tolles, charismatisches Cover - Matthew Perry hat auf jeden Fall eine große Präsenz. In diesem Buch geht es nun gerade nicht darum; nicht sein schauspielerisches Können, sein Serienerfolg, seine Mitstreiter ...

Ein tolles, charismatisches Cover - Matthew Perry hat auf jeden Fall eine große Präsenz. In diesem Buch geht es nun gerade nicht darum; nicht sein schauspielerisches Können, sein Serienerfolg, seine Mitstreiter auf der Bhne stehen im Mittelpunkt sondern Matthew als Privatperson, der mit vielen Dämonen zu kämpfen hat und so manches Mal an der Schwelle zum Untergang gestanden hat.
Was mit persönlich aufgefallen ist: Es ist schwer zu differenzieren. In meinen Augen wird Matthew auch immer irgendwie Chandler sein, der schlitzohrige und nette Darsteller mit dem ultra-coolen Freundeskreis, dem tolen Café, ..... so viele Szenen erscheinen vor meinem inneren Auge, habe ich die Serie doch sehr geliebt und bin auch nahezu im gleich Alter, auch das verbindet. Doch all dieses muss man zurückstellen um sich auf dieses sehr persönliche Buch einzulassen, denn von den positiven Dingen erfährt man relativ wenig. Denn hier geht es um Sucht und die Schwierigkeit sie doch noch zu überwinden, geplagt von Rückfällen, Klinikaufenthalten - Matthew Perry nimmt kein Blatt vor den Mund. Das Buch zeigt auf eine sehr drastische Weise das der schöne Schien oft trügt, wie so oft im Leben.
Was mir posotiv aufgefallen ist, ist das er sich ganz öffnet und den Leser mitnimmt auf seine beschwerliche Reise. Selbst Betroffene, die mit sich hadern, nach Auswegen suchen ,sich verlassen und hilflos fühlen erfahren das es auch anderne Menschen so geht. Trotz aller positiver Grundbedingungen.
Den Titel des Buche hätte ich anders gewählt, denn durch das Wort Friends im Titel tauchen die Bezüge zur Film-Perönlichkeit immer wieder auf, doch eigentlich findet sie im Buch kaum erwähnung. Dafür ist auch kein Platz. Eine emotionale Achterbahn, mitreißend geschrieben, eine ernsthafte aber dennoch auf seine Art und Weise auch unterhaltsame Biografie die mich begeistert hat. Matthew ist eben nicht Chandler - und die Unterschiede könnten kaum größer sein.

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Veröffentlicht am 08.11.2022

Ein Buch von und über Matthew, nicht Chandler

2

Matthew Perry ist berühmt geworden als Chandler von “Friends” - meine absolute Lieblingsserie. Und trotzdem finde ich toll, dass wir hier eine Biographie über Matthew lesen, nicht über Chandler. Natürlich ...

Matthew Perry ist berühmt geworden als Chandler von “Friends” - meine absolute Lieblingsserie. Und trotzdem finde ich toll, dass wir hier eine Biographie über Matthew lesen, nicht über Chandler. Natürlich kommt die Serie im Buch vor, sie gehört zu seinem Leben, aber sie ist nicht der Mittelpunkt des Buches. Stattdessen lesen wir von seiner Kindheit, die nicht gerade einfach war. Seine Eltern waren viel zu jung, als er zur Welt kam und haben sich dann auch schnell getrennt. Und obwohl sie ihr Bestes gegeben haben für seine Erziehung, macht es eben doch viel mit der Psyche und dem Selbstbewusstsein, wenn man zeitig im Leben von Vater zu Mutter pendelt (allein im Flugzeug!!), die beide neue Partner und Kinder haben und man sich nirgends richtig zugehörig fühlt. Schnell hat er entdeckt, dass er ein Talent für Späße und Witze hat, mit denen er angespannte Situationen verbessern kann. Das war dann sein Merkmal, seine Aufgabe im Leben: witzig sein, andere zum Lachen bringen, lockere Atmosphäre kreieren.

In der Biographie erfährt man ausführlich, wie und warum er süchtig wurde, was das mit ihm gemacht hat und wie er den Weg wieder rausgefunden hat. Manchmal schreibt er etwas wirr von der Chronologie her, springt in den Zeiten und Vorfällen und mir fiel es schwer nachzuvollziehen, in welchem Lebensabschnitt wir uns gerade befinden. Es ist aber auch nicht so schlimm, dass man es nicht mehr lesen könnte. Und es hat mir das Gefühl gegeben, dass an diesem Buch kein Ghostwriter saß, sondern wirklich er selbst. Ich denke, er hat den Text diktiert und dann sind ihm hier und da noch ein paar Sachen eingefallen und darum springt es so hin und her.

Sehr ehrlich spricht er auch über Beziehungen. Er hatte immer tolle hübsche Frauen an seiner Seite, die ihn geliebt haben und um die ihn jeder beneidet hat. Aber wenn es mit der Partnerin dann enger wurde und eine ernste Beziehung begann, hat er sie schnell beendet. Er konnte mit zu viel Nähe nicht umgehen. Vielleicht auch das aufgrund der fehlenden Stabilität in seiner Kindheit. Ein Psychologe hätte eine wahre Freude an dem Buch.

Im Vorwort schreibt Lisa Kudrow ganz kurz über ihre Freundschaft und die Serie. Aber das war mir eigentlich zu wenig. Wenn jemand so krank ist und man mit ihm arbeitet, hätte es mich sehr interessiert, aus ihrer Sicht zu erfahren, ob sie davon wusste? Hat man gerochen, dass er getrunken hat? Konnte er sich überhaupt noch Texte merken? Kann man als Kollegin irgendwie helfen? Für mein Empfinden hat sie sich da zu leicht rausgenommen, dafür, dass es im Buch so tief geht, blieb sie zu sehr an der Oberfläche.

Das Buch zeigt einen sehr reflektierten Mann, der zurückschaut auf sein Leben, genau erkennt, wo er die falsche Abzweigung genommen hat und vor allem auch warum. Und der trotzdem seinen Frieden mit der Vergangenheit gemacht hat und jetzt hoffnungsvoll in die Zukunft schaut. Super interessant zu lesen. Von mir trotzdem einen halben Stern Abzug für die fehlende klare Gliederung, da hätte der Lektor meiner Meinung nach nochmal etwas dran schleifen können. Schade, dass er erst so spät im Leben seine Süchte besiegt hat und jetzt so erwachsen wirkt. Ich hätte ihn mir ganz wunderbar als Ehemann und Familienvater vorstellen können.

Ein Satz noch zum Cover: das Foto gefällt mir ganz gut. Ein Mann mit Falten und Narben, der schon so einiges hinter sich hat. Schaut man sich aber aktuelle Interviews an, dann sieht er dort doch etwas anders aus: aufgedunsen, fülliger. Ich hoffe von Herzen, dass das kein Hinweis auf einen Rückfall ist.

Hardcover mit 301 Seiten und vielen Fotos

Erschienen bei Lübbe

Klare Kaufempfehlung

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