Cover-Bild Verbrannte Wörter
Band der Reihe "Duden - Sachbuch"
(14)
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Duden ein Imprint von Cornelsen Verlag GmbH
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Gesellschaft und Kultur, allgemein
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 17.03.2025
  • ISBN: 9783411740109
Matthias Heine

Verbrannte Wörter

Wo wir noch reden wie die Nazis – und wo nicht

„Asozial", „Bombenwetter" oder „Volk" - nicht wenige Wörter gelten als verpönt, weil sie mit der Rhetorik der Nationalsozialisten in Verbindung gebracht werden. Spätestens seit in der politischen Debatte verstärkt sprachliche Grenzen ausgereizt werden, stellt sich wieder die Frage, welche Wörter man benutzen darf, ohne an die NS-Ideologie anzuknüpfen.
Der Journalist Matthias Heine setzt sich mit der Sprache der Nazis auseinander und geht auf über 100 Begriffe ein. Manche, etwa „Eintopf", dürften dabei überraschen. Umgekehrt zeigt sich, dass nicht alles in die Nazi-Schublade gehört, was wir dort hineingepackt hätten. Auf einem heiklen Terrain bietet dieses Buch wertvolle Orientierung.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2025

Geschichte der Wörter

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Mit seinem Buch Verbrannte Wörter lässt uns Matthias Heine einmal einen ganz anderen Blick auf die Geschichte werfen, nämlich auf die Sprache. Wörter die wir heute ganz alltäglich gebrauchen, die von klein ...

Mit seinem Buch Verbrannte Wörter lässt uns Matthias Heine einmal einen ganz anderen Blick auf die Geschichte werfen, nämlich auf die Sprache. Wörter die wir heute ganz alltäglich gebrauchen, die von klein auf an zu unserem Wortschatz gehören und die für uns keinerlei negativen Beigeschmack haben, doch dies war nicht immer so. In diesem Buch werden viele Wörter von A bis Z kurz beschrieben, die Herkunft erläutert und jeder Abschnitt endet mit einem kurzen Feedback des Autors.

Für mich war es einmal etwas ganz anderes diese Buch zu lesen und auch wenn es kein "normales" Sachbuch ist fand ich den historische Hintergrund ziemlich interessant. Ein gutes, lehrreiches Nachschlagewerk welches auch zum Nachdenken anregt und an der einen oder anderen Stelle auch überrascht.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Sehr informativ

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Dieses Buch sprach mich schon alleine wegen der Wörter auf dem Cover an. Mir stellte sich sofort die Frage, was diese Wörter mit der NS-Zeit verbindet. Bei dem Buch handelte es sich um eine aktualisierte ...

Dieses Buch sprach mich schon alleine wegen der Wörter auf dem Cover an. Mir stellte sich sofort die Frage, was diese Wörter mit der NS-Zeit verbindet. Bei dem Buch handelte es sich um eine aktualisierte und erweiterte Neuauflage. Alle Wörter waren in alphabetischer Reihenfolge. Wenn man etwas nachlesen möchte, stellt das kein Problem dar. Ein Großteil der Wörter kannte ich. Am Ende jedes Wortes hatte der Autor darauf hingewiesen, ob man diese Wörter noch nutzen sollte oder nicht. Es kam bei vielen Wörtern auch auf den Kontext an. Es gab auch Wörter, die weitaus älter waren und die die Nazis stigmatisiert hatten. Bei vielen Wörtern wusste man einfach, dass man sie nicht benutzen darf. Bei anderen war ich erstaunt, dass sie überhaupt etwas mit dieser schrecklichen Zeit zu tun hatten. Es gab aber auch einige Wörter, denen nachgesagt wurde, dass diese zu jener Zeit geprägt wurden. Dem war aber nicht so.

Jedes der Worte wurde sehr gut recherchiert und der Ursprung reichte sogar des Öfteren in frühere Jahrhunderte zurück. Bei manchen Wörtern werde ich wohl zukünftig über dessen Herkunft nachdenken, wenn sie fallen.

Fazit:
Informativ und lehrreich.

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Veröffentlicht am 08.06.2025

Verbrannt oder nicht verbrannt, das ist hier die Frage

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Matthias Heine liefert uns mit der 2. Auflage von "Verbrannte Wörter. Wo wir noch reden wie die Nazis - und wo nicht" ein äußerst aktuelles und ausführliches Werk in alphabetischer Reihenfolge, das informativ ...

Matthias Heine liefert uns mit der 2. Auflage von "Verbrannte Wörter. Wo wir noch reden wie die Nazis - und wo nicht" ein äußerst aktuelles und ausführliches Werk in alphabetischer Reihenfolge, das informativ und überraschend zugleich ist.

Nach einer fundierten Einleitung zum aktuellen Wissensstand, erhalten wir Erläuterungen über die (NS-) Geschichte verschiedenster Wörter. Die Erklärungen sind in adäquater Wissenschaftssprache verfasst, nehmen uns in die Spurensuche mit und beziehen sich auch oft auf aktuelle Debatten in deutscher und österreichischer Politik. Jede Wortbetrachtung schließt mit einem Fazit, welches zusammenfasst, ob und in welchem Zusammenhang das jeweilige Wort verwendet werden sollte - oder eben nicht. Erschütternd wird in Erinnerung gerufen, was die Nazis alles steuerten und verbürokratisierten - eben auch die Sprache. Doch nicht überall stecken Nazis drinnen, wo wir das vermuten, was zu der ein oder anderen Überraschung führt. Andererseits gab es auch große Aha-Momente, da ich niemals eine NS-Prägung in gewissen Wörtern vermutet hätte. Dazu gehört beispielsweise "betreuen".

Mit dem Fazit der einzelnen Wörter bin ich ehrlichgestanden nicht immer zufrieden, weshalb ich auch einen Stern Abzug gebe. Besonders bei der Redewendung "bis zur Vergasung" ist es mir einfach zu schwammig. Zudem finde ich den Aufbau des Buches ein wenig unübersichtlich und ich würde mir eine bessere Auffindbarkeit der Wörter mittels einer Buchstabenmarkierung wünschen. Positiv hervorzuheben ist das Eingehen auf aktuelle politische Diskussionen.

Mein Fazit: "Verbrannte Wörter" ist ein Buch, das in jedem deutschsprachigen Haushalt stehen sollte, da es den bewussten Umgang mit Sprache schult. Es eignet sich hervorragend für den Unterricht verschiedenster Gruppe, um sie für einen kritischen Umgang mit Sprache zu sensibilisieren. Vielleicht kann es in der nächsten Ausgabe noch etwas übersichtlicher gestaltet und Handlungsempfehlungen konkreter und weniger subjektiv gegeben werden.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Umfangreich recherchiert

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Dieses Buch lohnt sich für alle, die achtsam mit unserer Sprache umgehen wollen und sich für die Geschichte der Wörter interessieren. Die hier getroffene Auswahl wurde sehr detailliert recherchiert und ...

Dieses Buch lohnt sich für alle, die achtsam mit unserer Sprache umgehen wollen und sich für die Geschichte der Wörter interessieren. Die hier getroffene Auswahl wurde sehr detailliert recherchiert und anhand zahlreicher historischer Quellen belegt.

Zustandegekommen ist so ein Werk, das in alphabetischer Reihenfolge zahlreiche Wörter unter die Lupe nimmt, die zurecht und teilweise auch unrecht eng mit dem NS-Regime verknüpft werden. So finden sich hier sowohl eindeutig problematische Begriffe, als auch der ein oder andere überraschende Terminus. Auf jeden Fall kann man einiges lernen über die Entstehung und historische Verwendung von Wörtern und Redewendungen. Das Buch ist somit allemal einen genaueren Blick wert.

Am Ende jeden Abschnitts gibt es eine kurze, sehr objektive Empfehlung des Autors, die teils kolumnenartig daher kommt, aber beim nachschlagen zumindest eine schnelle Einordnung erlaubt.

Etwas schwierig finde ich den Umgang mit dem Buch. Es ist zu faktenreich, um es von vorne nach hinten zu lesen (zumindest wenn man den Anspruch hat das Gelesene auch zu behalten). Vermutlich aber auch nicht vollständig genug, um es tatsächlich als Nachschlagewerk zu verwenden. Aber wenn man sich immer mal ein Wort vornimmt kann man hier viel mitnehmen.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Geschichtsbewussten Umgang mit Wörtern einüben

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"Verbrannte Wörter" beschäftigt sich mit der Evaluation bestimmter Wörter die unter dem Verdacht stehen, Vokabular der Nationalsozialisten gewesen zu sein. Das Buch ist alphabetisch aufgebaut, mit einem ...

"Verbrannte Wörter" beschäftigt sich mit der Evaluation bestimmter Wörter die unter dem Verdacht stehen, Vokabular der Nationalsozialisten gewesen zu sein. Das Buch ist alphabetisch aufgebaut, mit einem Register am Ende und kann insofern gut als Nachschlagewerk, wie wir es von Duden-Publikationen kennen, verwendet werden. Jedes Wort bekommt seinen eigenen Artikel, in dem die linguistischen Ursprünge des Wortes, seine Verwendung oder Nichtbelegbarkeit in nationalsozialistischen Schriften, sowie seine inhaltliche Relevanz für nationalsozialistische Werte und zuletzt die Gebraucgsentwicklung nach dem "dritten Reich" betrachtet werden. Jeder Artikel schließt mit einem kurzen Fazit und einer Empfehlung, in der die persönliche Stimme des Autors deutlich wird. In der Einleitung findet sich ein Überblick über die Stilmittel und den Kontext von nationalsozialistischer Sprache über einzelne Wörter hinaus.

Es mag erstaunen, wie oft das Fazit des Autors in einer unbedenklichen oder eingeschränkten Nutzungsfreigabe mündet. Das gute an dem Buch ist, dass die Artikel wirklich kompakt vorher alles notwendige liefern, damit wir als Lesende unser eigenes Urteil bilden können. Dabei fällt insbesondere die Zitatfülle positiv auf, auch wenn diese eine durchgehende Lektüre (im Kontrast zur Wörterbuchverwendung) anstrengend macht. Der Autor geht sowohl in der Wortauswahl, als auch in den Artikeln auf jüngere Debatten ein. So wird im Artikel zu "Heil Hitler" die Verwendung des "deutschen Grußes" insgesamt betrachtet, nicht nur die Worte selbst. Manchmal konnte ich Aussagen des Autors nicht ganz nachvollziehen, zum Beispiel, seine Feststellung, dass das Wort "asozial" heute kaum noch verwendet wird, obwohl es mir, leider, durchaus häufiger begegnet.

Die Mischung der Wörter war meine Meinung nach gut gelungen und die Artikel sind für jeden Wissensstand gut anknüpfbar. Bei Wörtern, die ich vorher schon richtig dem Nazivokabular zugeordnet hatte, habe ich meine Begründung schärfen können, bei manchen Wörtern war ich überrascht zu lernen, dass sie bei weitem nicht so nationalsozialistisch waren, wie von mir angenommen und bei anderen tat sich eine viel deutlichere Verbindung zum und Prägung im Nationalsozialismus hervor. Es waren auch ein paar Wörter vertreten, die mir zuvor gänzlich unbekannt waren.

Insgesamt empfand ich die Lektüre als lehrreich und bereichernd und werde das Buch als Nachschlagewerk sicherlich weiter benutzen.

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