Cover-Bild Die Wälder

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Ersterscheinung: 23.12.2019
  • ISBN: 9783641213039
Melanie Raabe

Die Wälder

Thriller
Als Nina die Nachricht erhält, dass Tim, ihr bester Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Vor allem, als sie erfährt, dass er sie noch kurz vor seinem Tod fast manisch versucht hat, zu erreichen. Und sie ist nicht die Einzige, bei der er sich gemeldet hat. Tim hat ihr nicht nur eine geheimnisvolle letzte Nachricht hinterlassen, sondern auch einen Auftrag: Sie soll seine Schwester finden, die in den schier endlosen Wäldern verschwunden ist, die das Dorf, in dem sie alle aufgewachsen sind, umgeben. Doch will Nina das wirklich? In das Dorf und die Wälder zurückkehren, die sie nie wieder betreten wollte ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2020

Weder sprachlich noch inhaltlich wirklich überzeugend. Leider.

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Die Ärztin Nina erfährt, dass Tim, ihr Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist. Zuvor hat Tim unzählige Male versucht, sie zu erreichen. Nina soll Tims Schwester finden, die vor vielen Jahren ...

Die Ärztin Nina erfährt, dass Tim, ihr Freund aus Kindertagen, unerwartet gestorben ist. Zuvor hat Tim unzählige Male versucht, sie zu erreichen. Nina soll Tims Schwester finden, die vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist. Nina nimmt diese Aufgabe auf sich – doch dazu muss sie sich den Ängsten ihrer Vergangenheit stellen. Denn der Weg in ihre alte Heimatstadt führt durch die Wälder, in denen Tims Schwester einst verschwand …

(++Achtung, (kleiner) Spoiler ++)

„Die Wälder“ verfügt im Grunde genommen über alle Zutaten, die man für einen Thriller braucht. Ein rätselhafter Vermisstenfall, ein Kindheitstrauma, eine bedrohliche Kulisse, verschiedene Handlungsebenen, verlorene und wiedergefundene Freundschaften, ein bisschen Coming-of-Age und eine Protagonistin, die sich alldem stellen will bzw. muss. Doch die Zutaten allein machen noch keinen Festschmaus – wie in diesem Roman, leider. Die Geschichte ist konstruiert, der vermeintlich erschütternde Vorfall aus der Vergangenheit bei näherer Betrachtung irgendwie gar nicht so erschütternd, die Auflösung entsetzlich banal, und der Zusammenhang zwischen den beiden Handlungsebenen erschließt sich versierten Thriller- bzw. Krimileser*innen auch ziemlich rasch. Dazu kommen Wendungen und Handlungselemente, die teils unfreiwillig komisch („Tims Geist“? Echt jetzt?!) und teils für den Fortlauf der Handlung völlig irrelevant sind (Das verborgene Camp). Und auch in sprachlicher Hinsicht vermag „Die Wälder“ leider nicht zu überzeugen, weder syntaktisch noch rhetorisch. Da sind beispielsweise die streckenweise ellenlangen, verschachtelten und holprigen Sätze und so manche verunglückte Metapher, z. B.:

„Winnie, die, wie jeder wusste, die Schlauste von ihnen war, versuchte wie immer, Peter dazu zu bringen, um die Autogrammkarte zu spielen, auf die er so stolz war, aber Peter war natürlich nicht blöd genug, seinen wertvollsten Besitz einzusetzen. […] Dann verteilten sie sich auf die verschiedenen Zimmer des kleinen Häuschens am Waldrand und spielten mit den Walkie-Talkies, die Kantes Onkel ihnen geschenkt hatte, nachdem sie sich bitterliche darüber beschwert hatten, dass ihre Eltern sich weigerten, ihnen eigene Handys zu kaufen.“ (S. 67).

„Die Tulpen im Vorgarten hatten ihre roten und gelben Köpfe bereits weit geöffnet und tranken die Morgensonne in großen Schlucken.“ (S. 89)

Bei den Vergleichen sieht es leider auch nicht besser aus, sie sind leider wenig originell: Da gibt es Gedanken, „die herumflatterten wie Tauben“ (S. 337), und ein Hund, der einer Spur „mit der Präzision eines Uhrwerks“ (S. 351) folgt, und einen Raum, der „surrte wie von einem riesigen Bienenschwarm bevölkert“ (S. 409).

Ich habe bei Thrillern und Krimis keinen allzu hohen Anspruch an sprachliche Feinheiten – in diesem Genre stehen für mich die Handlung und die Spannung im Vordergrund –, doch für meinen Geschmack war in diesem Buch weder das eine noch das andere gegeben. Und so kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 13.02.2020

Fesselnder Psychothriller mit Schwächen

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Nina ist Ärztin und in einem kleinen Dorf umgeben von Wäldern aufgewachsen. Nun erhält sie die Nachricht, dass ihr guter Freund Tim, den sie seit Kindertagen kennt, gestorben ist. Er hatte noch versucht ...

Nina ist Ärztin und in einem kleinen Dorf umgeben von Wäldern aufgewachsen. Nun erhält sie die Nachricht, dass ihr guter Freund Tim, den sie seit Kindertagen kennt, gestorben ist. Er hatte noch versucht sie anzurufen und sie erhält einen Brief von ihm. Darin bittet er sie, weiter nach seiner Schwester Gloria zu suchen, die vor 20 Jahren spurlos verschwand. Offenbar hatte Tim neue Erkenntnisse, die ihn glauben ließen, dass das Verschwinden von Gloria doch noch aufzuklären sei.
Auch ein weiterer Freund von damals, der Polizist David, hat einen solchen Brief erhalten, wie Nina bei einem Telefonat mit ihm erfährt.
David rät Nina dringend davon ab, alleine etwas zu unternehmen und möchte sie begleiten. Doch Nina macht sich alleine auf den Weg durch die großen, dunklen Wälder in ihr Heimatdorf, denn sie will Tims Wunsch unbedingt erfüllen.

Ich war sehr gespannt auf Melanie Raabes neuen Thriller und habe mich mit Nina auf den Weg in das kleine Dorf ihrer Kindheit gemacht.
Die Geschichte baut am Anfang recht schnell Spannung auf, denn es gibt eine Person, die verdächtigt wird, Gloria damals entführt zu haben. Vor diesem Mann hatten die Freunde als Kinder schon Angst, da er ein „bedrohliches“ Äußeres hat.
Nina plant ihre Rückkehr und wie sie sich dem Verdächtigen Wolff nähern kann.
Doch dann wird die Handlung in der Gegenwart unterbrochen durch einen zweiten Handlungsstrang, der offenbar 20 Jahre früher spielt, zu der Zeit, als Gloria verschwand. Der zweite Handlungsstrang erzählt die Geschichte aus der Sicht von Kindern, die eng befreundet sind.
Das fand ich erst mal ziemlich verwirrend, denn die Kinder ließen sich zunächst nicht zuordnen. Auch wenn das von der Autorin sicherlich so beabsichtigt war, fand ich es anfangs eher störend.
Die Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen erfolgen recht häufig und die Kapitel enden auch meistens mit einem kleinen Cliffhanger. Das hat zwar einerseits zur Spannung sehr beigetragen aber andererseits auch den Lesefluss ein bisschen gestört, denn die Wechsel waren recht häufig.
Gefesselt hat mich die Geschichte dennoch, denn es setzt sich nur sehr langsam ein Bild zusammen. Anfangs gibt es viele Andeutungen und Mutmaßungen, auch durch die Protagonisten, so dass meine Fantasie durchaus angeregt wurde, mir auszumalen, was mit Gloria geschehen sein könnte. Dabei fand ich die Handlung in der Gegenwart spannender als die Handlung zur Kinderzeit.
Die Fahrt durch die titelgebenden Wälder auf dem Weg in das kleine Dorf ist ereignisreich aber aus diesem doch etwas unheimlichen Setting hätte man mehr machen können. Bei mir ist die gruselige Atmosphäre nicht so ganz angekommen. Nur die Ungewissheit, wie es jeweils weiter gehen könnte und was passieren mag, hat bei mir ein bisschen beklemmende Stimmung ausgelöst.

Nach und nach klären sich viele Dinge auf, Verdächtigungen werden ausgeräumt und am Ende sind auch alle Fragen beantwortet.
Das Ende wartet auch noch mit einer kleinen Überraschung auf und hat mich zufrieden zurück gelassen.

Ich würde „Die Wälder“ nicht als Thriller bezeichnen, denn der Nervenkitzel, der einen Thriller für mich ausmacht, fehlt hier ein bisschen. Für mich war es eher ein Psychothriller um ein Ereignis aus der Vergangenheit, dessen Folgen bis in die Gegenwart reichen.
Auch wenn die Story ein paar kleine Schwächen hatte, konnte sich mich auch dank einiger überraschender Wendungen fesseln und gut unterhalten!


Fazit: 4 von 5 Sternen


© fanti2412.blogspot.com

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Veröffentlicht am 11.02.2020

Zwiegespalten

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Im Netz spalten sich ja die Meinungen über dieses Buch - und ich muss sagen, ich selbst bin mir da auch nicht ganz einig...
Zum einen schafft es die Autorin wirklich meisterhaft, eine bedrückende und beängstigende ...

Im Netz spalten sich ja die Meinungen über dieses Buch - und ich muss sagen, ich selbst bin mir da auch nicht ganz einig...
Zum einen schafft es die Autorin wirklich meisterhaft, eine bedrückende und beängstigende Atmosphäre zu schaffen - und das, obwohl eigentlich verhältnismäßig wenig passiert.
Zum anderen fand ich diese permanenten Andeutungen, dieses "Um-den-heißen-Brei-herum-schleichen" mit der Zeit einfach nur noch nervig.
Wir wechseln in der Zeit immer mal wieder in die Vergangenheit, erleben Rückblicke von Nina sowie ihrer Clique - bei einigen davon habe ich mich ernsthaft gefragt, was das gerade zum Thema beitragen soll, es wirkte nebensächlich und häufig in die Länge gezogen.
Die Auflösung des ganzen fand ich dann auch irgendwie creepy - nix halbes und nix ganzes.
Pluspunkte also für die Atmosphäre, den Schreibstil und ein Stück weit auch für die Charaktere.
Insgesamt aber war es für mich kein leicht zu lesendes Buch, was ich nur bedingt empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 29.01.2020

Auswirkungen eines Kindheitserlebnisses auf die Gegenwart

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Das Buch ist auf eine ganz besondere Art spannend, da man erst nach und nach erfährt, was in der Vergangenheit der Hauptpersonen genau passiert ist. Man spürt aber von Anfang an, wie stark dieses Erlebnis ...

Das Buch ist auf eine ganz besondere Art spannend, da man erst nach und nach erfährt, was in der Vergangenheit der Hauptpersonen genau passiert ist. Man spürt aber von Anfang an, wie stark dieses Erlebnis alle auch für ihr weiteres Leben beeinflusst hat.
Es werden abwechselnd eine Geschichte aus der Sicht von den Erwachsenen Nina, David und Tim, dann aber auch eine Geschichte aus der Sicht der vier jungen Freunde Winnie, Peter, Eddie und Kante erzählt. Wie diese Perspektiven zusammenhängen, wird erst spät wirklich klar.
Als ich mich erst einmal in diese beiden Geschichten eingelesen hatte, konnte ich nicht mehr aufhören. Das Buch hat definitiv einen (noch angenehmen) Gruselfaktor, aber auch das zum großen Teil überraschende Ende hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 21.01.2020

Was passierte wirklich in dem Wäldern?

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Gloria, ein junges 17 jähriges Mädchen und Schwester von Peter, verschwindet spurlos. Peter, zusammen mit seinen Freunden Winnie, Kante und Eddie, Schüler und ein paar Jahre jünger als Gloria, spielen ...


Gloria, ein junges 17 jähriges Mädchen und Schwester von Peter, verschwindet spurlos. Peter, zusammen mit seinen Freunden Winnie, Kante und Eddie, Schüler und ein paar Jahre jünger als Gloria, spielen Privatdetektiv und kommen der Wahrheit gefährlich nahe. Was passierte wirklich in den Wäldern?

Meine Meinung:

Dieses Buch liest sich sehr leicht. Es ist spannend geschrieben, unterhält sehr gut und ist packend bis fast zur letzten Seite. Das Cover gefällt mir sehr gut, ist ein Hingucker und wäre mir in jedem Buchladen aufgefallen. Das Buch wartet mit Überraschungen und Wendungen auf und wäre nicht die Geschichte mit dem Geist, hätte dieses Buch 5 Sterne erhalten. Leider konnte ich mit dieser Geschichte über den Geist überhaupt nichts anfangen und hat das wirklich sehr gut geschriebene Buch ein bisschen abgewertet.
Schade drum. Trotz allem 4 Sterne für diesen sehr guten Thriller.

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