Ruying, bekannt als das vom Tod gesegnete Mädchen, will bloß überleben, aber als ihre Magiefähigkeiten von einem feindlichen Prinzen entdeckt werden, muss sie entscheiden, ob die Rettung ihrer Familie es wert ist, ihr Land zu verraten.
Schon solange Yang Ruying lebt, ist das Reich Er-Lang von den Römern besetzt, deren fortschrittliche Wissenschaft und Militär sie zu Göttern machen. Aber diese Götter sind nicht gütig. Ihre einzigen Gaben: Grausamkeit, Opium und Zerstörung.
Als Antonius, der zweite Prinz von Rom, Ruyings Macht aufdeckt, wird sie zu dem, was sie immer befürchtet hat: einer perfekten Attentäterin. Während die Spannungen zunehmen und sich eine Rebellion anbahnt, kann Ruying nicht länger leugnen, dass Frieden für Er-Lang ein Todesurteil bedeutet. Ein Tod, den sie vielleicht nicht bereit ist, zu vollstrecken.
„Er war wie die Sonne. Je näher ich ihm komme, desto schneller verbrennt er mich!“
Ich finde es hier sehr wichtig auf die Anmerkungen der Autorin am Anfang des Buches zu verweisen. Dieses Buch ist anders, ...
„Er war wie die Sonne. Je näher ich ihm komme, desto schneller verbrennt er mich!“
Ich finde es hier sehr wichtig auf die Anmerkungen der Autorin am Anfang des Buches zu verweisen. Dieses Buch ist anders, speziell und über und über gespickt mit Moralvorstellungen (gute und schlechte), (angeblicher) Zwang zu (guten und schlechten) Regeln, der Glaube an (falsche) Götter, etc. und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.
Das Buch an sich ist sehr gut geschrieben und hat mich sehr oft mit dem Kopf schütteln oder nicken gelassen. Ja es ist am Anfang recht schwer die Mischung aus wirklicher Geschichte (die Existenz der Römer) mit dem Teil an Fantesy (einer Welt mit Menschen und ihren teilweise magischen Gaben), die man durch ein Portal gefunden hat, zu verstehen und diese auch wirklich auseinander zuhalten.
Für mich ist das Buch ein wirklich gutes Buch, da es soo viele wichtige Themen anspricht:die Zerstörung der Welt, durch den Menschen durch seine pure Machtgier, die Unterdrückung von (vermeidlich) Schwächeren, etc.
Ich hoffe wirklich, dass es einen Teil 2 geben wird und wir die Geschichte von Ru weiter erleben dürfen. Und hoffe sehr, auch mal die Welt auf der anderen Seite des Portals durch Ru's Augen sehen zu dürfen.
„ Die Götter haben unsere Zukunft in die schimmernden Funken zwischen den Sternen verstreut. Wir müssen nur geduldig genug sein, nach ihnen zu suchen.“
>>Das Portal der Römer lauerte über uns wie ein stilles Versprechen. Ein Riss im Himmel, der leise und unheilvoll leuchtete.
>>Das Portal der Römer lauerte über uns wie ein stilles Versprechen. Ein Riss im Himmel, der leise und unheilvoll leuchtete.<<
(Zitat aus 'To Gaze Upon Wicked Gods', S. 73)
Inspiriert von historischen Ereignissen, den Gräueltaten, die sich in der Mandschurei in der Zeit russischer und japanischer Besatzung, zugetragen haben, ist 'To Gaze Upon Wicked Gods' ein wirklich außergewöhnliches Werk von Molly X. Chang. Wie es schon ihr mandachurischer Großvater gemacht hat, aus dem Erlebten Gruselgeschichten von Geistern und Dämonen zu spinnen, macht es auch die Autorin. 'To Gaze Upon Wicked Gods' ist ein fiktives Werk, es erinnert allerdings an Ereignisse, die China während der Zeit der Unterdrückung durchlebt hat. In Mittelpunkt ein junges Mädchen namens Ruying, welche gezwungen ist, sich gegen ihr eigenes Volk - gegen Er-Lang - zu stellen, im Namen des römischen Prinzen Augustus zu töten, um einen drohenden Krieg zwischen den Reichen, zwischen Magie und Wissenschaft, zu verhindern.
Ich mochte Ruying vom Fleck weg gerne. Ihre Familie, ihre Großmutter und ihre Zwillingsschwester Meiya stehen für Ruying an erster Stelle. Für sie tut Ruying wirklich alles, selbst wenn sie dafür ihre eigenen Moralvorstellungen über Bord werden muss. Ruying ist ein Xianling - ein magiebegabter Mensch. In ihrem Blut fließt die Macht des Todes. Diese erlaubt ihr Menschen ihr Qi, ihre Lebensenergie, zu rauben. Als der römische Thronfolger Augustus auf Ruying aufmerksam wird, stellt er sie vor eine folgenschwere Entscheidung. Ruying soll ihm helfen und zu seiner Waffe werden, andernfalls erwarten sie und ihre Familie der Tod und Er-Lang der Untergang.
Molly X. Chang ist es richtig gut gelungen Ruyings Zerrissenheit zu beschreiben. Die Schuldgefühle, die sie plagen, ihre eigene Macht, die sie zu überrollen droht, aber auch die Entwicklung, die Ruying durchmacht, habe ich als sehr intensiv wahrgenommen. Genauso wie die Liebe zu ihrer Familie, aber auch die Zuneigung, die sie für den Prinzen entwicket.
Die Charaktere haben mich tatsächlich am meisten beeindruckt, während ich mit dem Worldbuilding anfangs einige Schwierigkeiten hatte. Die Idee, dass eine fremde Macht über ein Portal die Welt Pangu einnimmt, dieses besetzt und die Menschen unterdrückt, mit Drogen gefügig macht, fand ich schon gut umgesetzt. Bei manchen Beschreibungen musste ich an Stargate denken. Dass es sich die den Besatzern um Römer handelt, musste ich erst Mal in meinem Kopf unterbringen. Römer, die Schusswaffen und Kampfjets bedienen, ist ein Bild, das für mich nicht ganz stimmig ist. Insgesamt hat es mich aber natürlich nicht vom Lesen abgebracht.
Ich wollte wissen welchen Weg Ruying einschlagen wird, was sie aus ihrer von den Göttern verliehenen Macht herausholt. Wie hoch der Preis ist, den sie zahlen muss. Und natürlich was Augustus mit seiner wohl mächtigsten Waffe wirklich vorhat.
Grandios ist auch der Schreibstil der Autorin. Die Gräueltaten sind nüchtern erzählt, wirken dadurch noch brutaler. Die geschickt eingesetzten Sinnspüche und Redewendungen verleihen dem Roman etwas Poetisches und Anmutiges. Alles sehr einnehmend.
Bist du bereit für einen Krieg zwischen Magie und Wissenschaft? Und wie weit würdest du gehen, um jene zu beschützen, die du liebst? Fragen, mit denen man konfrontiert wird, die einen zweifeln lassen und aufrütteln.
Fazit
Ein großartiger Debütroman inspiriert von historischen Ereignissen, voller Spannung und Manipulation. Große Empfehlung!
Ich wurde auf den ersten Blick vom Cover des Buches angezogen, denn es hatte etwas mythisches für sich und dadurch passt es so wunderbar zur Thematik der Geschichte. Außerdem war ich sofort nachdem ich ...
Ich wurde auf den ersten Blick vom Cover des Buches angezogen, denn es hatte etwas mythisches für sich und dadurch passt es so wunderbar zur Thematik der Geschichte. Außerdem war ich sofort nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, begeistert von der Idee hinter dieser Geschichte. Demnach hatte ich ziemlich hohe Erwartungen und ich glaube genau dies war ein wenig das Problem, denn obwohl die Idee wirklich gut war, muss ich gestehen, dass die Umsetzung nicht ganz dem entsprochen hat, was ich erwartet hatte. Trotzdem war besonders die Gestaltung der Welt hier sehr wunderbar und dies wurde durch den angenehmen Schreibstil gestützt, welches es einem ermöglicht hat nur so durch die Seiten zu fliegen und im Endeffekt kann ich das Buch trotzdem empfehlen, wenn ihr einfach unvoreingenommen in diese Geschichte hinein geht und euch einfach von der Geschichte in den Bann ziehen lasst.
To Gaze Upon Wicked Gods – Falsche Götter ist das Fantasy Debüt von Molly X. Chang über Ruying, die bekannt dafür ist vom Tod gesegnet zu sein und die, nachdem der Prinz der Römer ihre magischen Fähigkeiten ...
To Gaze Upon Wicked Gods – Falsche Götter ist das Fantasy Debüt von Molly X. Chang über Ruying, die bekannt dafür ist vom Tod gesegnet zu sein und die, nachdem der Prinz der Römer ihre magischen Fähigkeiten entdeckt hat, sich entscheiden muss, ob sie ihre Familie retten und damit ihr Land verraten will oder umgekehrt. Denn für ihn ist sie die perfekte Waffe.
Das Buch ist wundervoll aus der Ich-Perspektive der Protagonistin geschrieben und überzeugt vor allem mit dem Worldbuilding. Die Autorin hat eine fantastische Welt auf Basis wahrer Begebenheiten der Besetzung von China sowie Sagen erschaffen, in denen der Konflikt zwischen Magie und Technik basierend auf der traditionellen und der fortschrittlichen, wissenschaftlichen Welt im Fokus steht. Leider zieht sich das Buch besonders am Anfang etwas und es fehlt mir hier an Spannung und Tempo. Hier geht es vor allem darum, wie Ruying sich und ihre Familie das Überleben sichert und den Hass auf die Besetzer. Die Charaktere sind spannend und haben sowohl positive Eigenschaften als auch Schwächen, die ihnen zum Verhängnis werden. Ich hoffe allerdings in der Fortsetzung auf eine stärkere Charakterentwicklung und viele nicht auch mehr Kapitel aus der männlichen Perspektive.
Mein Fazit: Ein guter Auftakt, der noch etwas Luft nach oben hat, aber Lust auf mehr macht.
Der Anfang der Gesichte war vielversprechend. Die ersten Kapitel haben mich gepackt, der Ton war ernst, der Aufbau intensiv. Doch je weiter ich las, desto mehr löste sich die Spannung in der Luft auf.
Die ...
Der Anfang der Gesichte war vielversprechend. Die ersten Kapitel haben mich gepackt, der Ton war ernst, der Aufbau intensiv. Doch je weiter ich las, desto mehr löste sich die Spannung in der Luft auf.
Die Welt, die hier gezeichnet wird, ist eine Mischung aus Magie, Unterdrückung und fremder Herrschaft. Vieles wird angedeutet, aber nicht vertieft. Gerade beim Worldbuilding hätte ich mir mehr Substanz gewünscht, mehr Greifbarkeit, mehr Mut zur Komplexität.
Die Hauptfigur, Ruying, ist kein typischer Fantasy-Charakter und das mochte ich zunächst. Ihre Zerrissenheit, ihre innere Unruhe, das ständige Gefühl, falsch und fehl am Platz zu sein, machten sie interessant. Doch im Verlauf der Geschichte verlor ich den Zugang zu ihr. Einige ihrer Entscheidungen wirkten sprunghaft, manche Entwicklungen unausgereift.
Was die Dynamik zwischen den Charakteren betrifft blieb bei mir vieles flach. Es fehlte an Tiefe, an echter Verbindung, an nachvollziehbarer Entwicklung.
Was mich aber dennoch gehalten hat, war der Stil. Direkt, klar, stellenweise hart, aber mit Momenten, die poetisch aufblitzen. Genau in diesen Passagen lag das größte Potenzial des Buches.
Mein Fazit: Eine Geschichte, die ambitioniert beginnt, aber unterwegs zu viel liegen lässt. Wer düstere Stoffe mit ernster Grundstimmung mag, wird hier sicherlich Momente finden, die nachwirken, doch das große Ganze bleibt blass. Ein Buch, das mich leider nicht so mitreißen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte.