Cover-Bild Liebe machen
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10,00
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  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 03.08.2020
  • ISBN: 9783492307499
Moses Wolff

Liebe machen

Roman
Die Sternstunden der Popkultur und eine schicksalhafte Liebe

Als die zwanzigjährige Dagmar in einer lauen Kölner Nacht im März 1970 aus dem Schlaf hochschreckt, ahnt sie nicht, dass in Hamburg ein junger Mann, Götz, ebenfalls wach liegt und denselben Traum träumt wie sie. Und vor allem ahnen weder Dagmar noch Götz, dass das Schicksal sie füreinander bestimmt hat … Noch im selben Jahr werden sie sich auf dem Oktoberfest begegnen, sich verlieben – und dann für lange Zeit aus den Augen zu verlieren, ohne zu wissen, wie nah sie sich eigentlich die ganzen Jahre über sind.

Moses Wolff ist Autor, Schauspieler und Komiker. Er inszeniert selbstgeschriebene satirische Theaterstücke, ist Gründer der „Schwabinger Schaumschläger Show“ und schreibt für das Satiremagazin „Titanic“. 2015 erhielt er den Schwabinger Kunstpreis. 

Moses Wolffs Blick auf die Dinge ist einzigartig direkt, denn er „schaut den Leuten nicht nur beinhart aufs Maul, sondern auch ins Maul hinein bis hinunter ins Herz und in den Bauch.“ Friedrich Ani

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2020

Roman über die Liebe auf den ersten Blick und verpasste Chancen - anschauliche Zeitreise in die 70er/ 80er-Jahre, aber enttäuschende Liebesgeschichte

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Dagmar lebt in Köln, ist Journalistin und in den 1970er-Jahren mit Eberhard zusammen, der aber im Gegensatz zu der spontanen und freiheitsliebenden Dagmar ein eher bodenständiges Leben favorisiert. Die ...

Dagmar lebt in Köln, ist Journalistin und in den 1970er-Jahren mit Eberhard zusammen, der aber im Gegensatz zu der spontanen und freiheitsliebenden Dagmar ein eher bodenständiges Leben favorisiert. Die Beziehung ist deshalb nicht von Dauer.

Götz wohnt in Hamburg, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und ist 1970 frisch mit Karen zusammen, der Götz' Leben jedoch zu unsolide ist.

Dagmar und Götz sind beide musikbegeistert, lieben die Songs von Jimi Hendrix oder Rio Reisers "Ton, Steine, Scherben". Sie begegnen sich im September 1970 zufällig auf dem "Love-and-Peace-Festival" auf Fehmarn, dem deutschen "Woodstock". Eine erneute Begegnung erfolgt wenige Wochen später auf dem Oktoberfest in München und dieses Aufeinandertreffen ist magisch. Beide spüren eine intensive Anziehungskraft, die sie sich nicht erklären können.

Über die Jahre erfolgen einige wenige Zufallsbegegnungen, sogar ein Kuss, aber zu einem ernsthaften Gespräch oder Kennenlernen kommt es nicht. Was bleibt, sind die Erinnerungen an den "Sternenprinz" und die "Fee" und eine Sehnsucht, die sie alljährlich zum Anstich des Oktoberfests erfasst.

"Liebe machen" ist ein Roman über die Liebe auf den ersten Blick und verpasste Chancen - denn bei Blicken bleibt es weitestgehend auch. Wer eine gefühlvolle Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht sein, denn die Leben von Dagmar und Götz entwickeln sich parallel, Dagmar in Köln und Götz auf der griechischen Insel Ios.

Das Buch handelt von 1970 bis 2020 und ist statt einer Romane eine Zeitreise mit dem Schwerpunkt Musik und einigen wenigen herausragenden historischen Ereignissen. Es ist eine Zeitreise mit scheinbar willkürlich ausgewählten medienwirksamen Highlights der vergangenen Jahrzehnte, bei denen Dagmar und Götz episodenhaft in Erscheinung treten.

Der Beginn des Romans während der wilden 70er hat mir gut gefallen. Zudem ließen die ersten drei Begegnungen von Dagmar und Götz auf eine romantische Liebesgeschichte hoffen. Ab den 1980er-Jahren entwickelte sich der Roman jedoch zu sprunghaft. Einzelne Passagen waren zwar unterhaltsam zu lesen, aber die Episoden blieben nur lose verknüpft und ließen den Roman wie ein Flickenwerk wirken. Bald hatte ich auch die Hoffnung aufgegeben, dass aus Dagmar und Götz ein Liebespaar werden könnte und so lebten Dagmar und Götz ihre Leben, ohne dass "Liebe gemacht" wurde, während ich mich ernsthaft fragte, warum sie nichts aus ihren magischen Momenten gemacht haben. Das Buch ließ mich dementsprechend ratlos zurück, denn wirkliche Hürden, die das große Liebesglück hätten verhindern können, gab es letztlich nicht.

Der Zeitgeist und das Lebensgefühl wurden gerade während der früheren Jahre anschaulich dargestellt, das Leben der Protagonisten war dagegen wenig interessant.

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Veröffentlicht am 03.09.2020

Die wilden 70 er, in denen das Leben so bunt war

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Klappentext:

Als die zwanzigjährige Dagmar in einer lauen Kölner Nacht im März 1970 aus dem Schlaf hochschreckt, ahnt sie nicht, dass in Hamburg ein junger Mann, Götz, ebenfalls wach liegt und denselben ...


Klappentext:

Als die zwanzigjährige Dagmar in einer lauen Kölner Nacht im März 1970 aus dem Schlaf hochschreckt, ahnt sie nicht, dass in Hamburg ein junger Mann, Götz, ebenfalls wach liegt und denselben Traum träumt wie sie. Und vor allem ahnen weder Dagmar noch Götz, dass das Schicksal sie füreinander bestimmt hat … Noch im selben Jahr werden sie sich auf dem Oktoberfest begegnen, sich verlieben – und dann für lange Zeit aus den Augen zu verlieren, ohne zu wissen, wie nah sie sich eigentlich die ganzen Jahre über sind.

Fazit:

Schon das Cover erinnerte mich an die 70 er Jahre und ich war neugierig, was hinter dieser Geschichte steckt.

Schnell lernte ich die Protagonisten kennen und durfte mich mit Ihnen in die wilden 70 er begeben. Dies war die Zeit der Schlaghosen in schrillen Farben, Fernsehern gab es noch in schwarz-weiß, überall klebten Prilblumen, das Love-und-Peace Festival und das erste Oktoberfest. Ich wurde regelrecht zum Zeitzeugen und konnte viele Erinnerungen auskramen.
Der Autor verwob viel Aspekte, aus Politik, Kultur und der Gesellschaft, in die Geschichte, so dass mich die Erinnerungen oft zum Schmunzeln brachten.
Die Handlung beginnt 1970, doch da es bei dem ersten Blick von Götz und Dagmar bleibt, findet ihre Liebe keine Erfüllung. Ich konnte abwechselnd an dem jeweiligen Leben der Protagonisten teilnehmen und erlebte viele Höhen und Tiefen mit ihnen. Auch wenn ihr Verhalten nicht immer schlüssig für mich war, konnte ich entspannte Stunden mit ihnen verbringen. Die Geschichte erstreckt sich über ein halbes Jahrhundert und die Protagonisten verpassen immer wieder die Chance sich erneut zu begegnen. Ob das Glück irgendwann auf ihrer Seite ist?

Für mich war die Geschichte sehr authentisch, gerade weil die geschichtlichen Hintergründe gut recherchiert und eingebaut waren. Ich konnte mir die Handlungsorte und sämtliche Personen sehr gut vorstellen und auch Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Ich hatte immer wieder Mitleid mit den Protagonisten und war erstaunt, wie gefühlvoll der Autor deren Liebesgeschichte eingebunden hat.

Der Schreibstil war locker und angenehm, so dass die Seiten regelrecht davon flogen. Auch wenn es im Mittelteil einige Längen gab, konnte ich die Lektüre genießen. Ich konnte eine völlig andere Liebesgeschichte lesen, die mich mit ihrer Romantik und den Emotionen überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 23.08.2020

Unterhaltsam, kurzweilig, bunt!

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Als Moses Wolff virtuell bei mir anklopfte und mir seinen neusten Roman vorschlug, konnte ich nicht ablehnen. Anders als ich angenommen hatte, ist "Liebe machen" jedoch kein klassischer Liebesroman, sondern ...

Als Moses Wolff virtuell bei mir anklopfte und mir seinen neusten Roman vorschlug, konnte ich nicht ablehnen. Anders als ich angenommen hatte, ist "Liebe machen" jedoch kein klassischer Liebesroman, sondern vielmehr eine turbulente (Zeit-)Reise durch die Geschichte der Bundesrepublik von 1970 bis in die Gegenwart.


"Sobald sich die junge Frau umgedreht hatte, sah Götz nur noch sie. Es war, als wäre sie von einem betörenden Schimmer, einem Strahlenkranz umgeben, gleichzeitig schien sie von innen heraus zu leuchten. Sie bannte seinen Blick wie die Sonne und alle Himmelskörper am Firmament zugleich."


Schon das Pop-Art-Cover bereitet auf eine farbenfrohe Zeitreise vor und entführt in die Zeit von Schlaghosen, Schwarz-Weiß-Fernsehen und Asterix-Heften. Vor dem Hintergrund einer knallbunten Siebziger-Jahre-Tapete mit orange-roten Kreisen steht auf einem altmodischen Heizkörper ein rotes, mit Prilblumen und anderen Werbeaufklebern beklebtes Radio mit Antenne. Auch innerhalb der Buchdeckel wird das Vergangenheitsthema fortgeführt. große Lettern im Stil des Titels kündigen die Jahreswechsel an und in etwas kleiner stehen vor jedem Absatz Zeit und Ort des sich Abspielenden. Den Titel "Liebe machen" empfand ich zuerst als etwas irreführend und aufmerksamkeitsheischend, nach mehrmaligem Nachdenken passt er aber ganz gut.


Erster Satz: "Dagmar erwachte mitten in der Nacht."


Mit einem intensiven Traum, den beide Protagonisten teilen starten wir am 28. März 1970 in die Lebensgeschichten von Götz und Dagmar, die zwar einige hundert Kilometer entfernt voneinander in Köln und in Hamburg leben, deren Leben aber auf schicksalshafte Weise miteinander verwoben scheinen. Beide sind Teil der aufkommenden Studentenszene passionierte Film- und Musikfans und wurden von der Love-und-Peace-Szene bewegt, sodass es sie in ähnliche Richtungen zieht und sich ihre Wege immer wieder unbemerkt kreuzen, bis sie sich zweimal wirklich treffen. Auch wenn diese Treffen nur flüchtige Begegnungen zwischen Fremden sind, lässt sie der jeweils andere nicht mehr los und so träumt Dagmar in stillen Momenten von ihrem Prinzen und Götz von seiner Fee, während sie ein glückliches Leben voller Reisen, Abenteuer, Arbeit und Musik gemeinsam und doch aneinander vorbei leben...


"Ein seltsam angenehmes Gefühl durchfuhr sie, sie spürte eine beruhigende Vertrautheit, ein anmutiges Kitzeln, eine wohltuende Wärme, einen Hauch von Magie. Es war wie die kurze Erfüllung einer lange gehegten Sehnsucht, das Wahrwerden einer Vorahnung, wie die Heimkunft nach jahrelanger Wanderschaft, verbunden mit der Erinnerung an wohlbekannte Düfte und Farben."


Die Liebesgeschichte der Beiden steht also nicht im Vordergrund und ist auch nur in Ansätzen vorhanden, um die beiden Handlungsstränge miteinander zu verbinden. Stattdessen liegt der Fokus des Romans hier eindeutig auf dem Zeitgeist, den Moses Wolff hervorragend zu vermitteln weiß. Auch wenn die episodische Erzählung vieles nur anreißt und sich nicht gerade durch vielschichtige Erzählkunst hervortut, erlauben die vielen kurzen Szenen einen unterhaltsamen, kurzweiligen Einblick in fünf turbulente Jahrzehnte. Die eher kurzen Kapitel und Abschnitte sorgen dafür, dass sich "Liebe machen" sehr gut als Reise- oder Zuglektüre eignet. Dennoch ist der Roman keine Lektüre, die man an einem Tag herunterliest, dafür passiert einfach zu viel auf wenig Raum. Rund um unkomplizierte Alltagsszenarien sind immer wieder historische Begebenheiten eingebaut, die die beiden dargestellten Lebenswege echter und greifbarer erscheinen lassen. Gesellschaftlicher Umschwung wie das Leben in Kommunen, Trampen durch ganz Deutschland, sexuelle Befreiung oder der Beginn der Feierkultur; bahnbrechende Erfindungen wie der Walkman; historische Ereignisse wie der Mauerfall, politische Richtungswechsel oder die Einführung des Euros und natürlich musikalische Umschwünge und die Kinderschuhe der Popkultur - all das wird kurz zwar aber sehr anschaulich vor dem Leser ausgebreitet.


"Aber Liebe kann man doch eigentlich gar nicht machen. Man kann sich verlieben, den Zustand gegenseitiger Faszination erleben, tiefe Zuneigung und echte Liebe für einen Menschen empfinden und sich im günstigsten Fall miteinander vereinen."


Zusammen mit Liedern, Filmen, Zeichentrickserien oder neuen Modetrends ergeben sich dadurch viele Anknüpfungspunkte für persönliche Erinnerungen an die Zeit und viel Platz für die Nostalgie des Lesers. Da ich selbst ein 2000er-Kind bin, hat das bei mir mit dem persönlichen Bezug zwar nicht funktioniert, dennoch konnte ich den Spirit der Zeit gut fühlen und nachempfinden, was diese Generation angetrieben hat. Gerade die positive Weltsicht, die Einfachheit des Lebens und die Offenheit für neue Erfahrungen ist etwas, was ich sehr an dem Denken und Leben dieser Zeit schätze und im Jetzt manchmal vermisse. Neben der klar vermittelten Carpe-Diem-Mentalität sind auch noch viele weitere philosophische Ansätze, kluge Gedanken und scharfsinnige Beobachtungen in den 286 Seiten versteckt und auch die beiden Protagonisten konnten mich überzeugen. Sowohl Götz als auch Dagmar sind solide, aber sich entwickelnde Protagonisten, die wir durch die vielen alltäglichen Szenen und durch die Tatsache, dass wir sie fast ihr ganzes Leben lang begleiten, mit all ihren Eigenarten und Geistesblitzen kennenlernen. Auch wenn es manchmal frustrierend zu lesen ist, wie die beiden sich immer wieder knapp verpassen, schaffen ihre Begegnungen, die abwechselnden Perspektiven und die vielen Parallelen, die sich charmant durch beide Lebensgeschichten ziehen, einen klaren roter Faden. Vor allem aber verbindet und zeichnet die beiden ihre ständige Sehnsucht nach mehr aus, die auch eines der Hauptmotive des Romans ist: sehnsuchtsvolles Streben an sich, nach Glück, nach Liebe, nach Freiheit, nach Sinn nach Erfüllung ...


"Er empfand sein Leben als gelungen, er hatte vieles erreicht, und das Polster, das er sich angespart hatte, erlaubte ihm allerlei Kapriolen, und doch war das meiste Routine und Wiederholung. Es tat sich nichts Neues, es geschahen keine unerwarteten Dinge. Etwas war ihm entglitten, abhandengekommen, es war, als fehlte ein Modul, wie wenn man aus einem Orchester ein wichtiges Instrument entfernte. Die Musik klang angenehm und garmonierte, aber irgendetwas vermisste man. Etwas Überraschendes, etwas, das die Seele ansprach, ganz tief drinnen."


Hier kommen auch einige magische, übernatürlich schicksalshaft anmutende Szenen in Kombination mit Liebe oder Musik ins Spiel. Einige Szenen und Zufälle wirken vielleicht ein wenig gewollt, doch wer sich ganz fallen lässt, wird sich davon nicht stören lassen. Auch darüber, dass es ab und an mal etwas vor sich hinplätschert, muss man hinwegsehen. Durch die szenische Schreibweise gibt es keine intensive, emotionale, durchgehende Handlung und eher der Gesamteindruck macht die Anziehung auf. Mehrmals kam mir der Gedanke, dass der Roman sich bestimmt auch gut als Film oder Theaterstück machen würde. Etwas problematisch fand ich nur, dass die Zeitsprünge zwischen den einzelnen Szenen mit zunehmender Seitenzahl immer größer werden. Während die 70er und 80er farbenfroh ausgebreitet werden, hetzen wir durch die anderen Jahrzehnte nur schnell durch und verlieren leider auch kurzzeitig die Bindung und das Gefühl für die Protagonisten, die innerhalb weniger Seiten 20 Jahrzehnte erleben. Und dann kommt das Ende - das Ende, das gleichzeitig ein neuer Anfang ist und herrlich viel offenlässt.


"Letztlich ist die sogenannte Liebe oft nur ein Versuch, sich selbst näherzukomme. Doch durch Egoismus, Verspannung und schräge Erwartungen verhindern die meisten Menschen ihr wahres Glück."





Fazit:


Unterhaltsam, kurzweilig, bunt - "Liebe machen" ist eine episodisch geschriebene (Zeit-)Reise durch die Geschichte der Bundesrepublik von 1970 bis in die Gegenwart aus zwei Perspektiven, die durch eine schicksalshafte Liebe miteinander verbunden sind.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Ein schönes Buch

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Das Cover ist auffällig gestaltet, aber hat für meinen Geschmack zu viele kleine Details, dadurch wirkt es etwas überladen. Aber vor allem der Klappentext hat mein Interesse geweckt. Der Schreibstil ist ...

Das Cover ist auffällig gestaltet, aber hat für meinen Geschmack zu viele kleine Details, dadurch wirkt es etwas überladen. Aber vor allem der Klappentext hat mein Interesse geweckt. Der Schreibstil ist flüssig, fehlerfrei und sehr angenehm zu lesen. Man findet sich gut in der Geschichte und den beschriebenen Orten zurecht. Die Story an sich ist wirklich toll durchdacht und vermittelt eine gute Message an den Leser, die auch im Kopf hängen bleibt. Die Geschichte ist packend und man will gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das Buch spricht sämtliche Emotionen und Lebenslagen an und ist dadurch auch ein kleiner Ratgeber für diese Situationen. Einen Stern muss ich leider abziehen, da mir das Buch im Mittelteil mal etwas langwierig vorkam. Sonst ist die Geschichte aber sehr spannend und auch emotional geschrieben.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Streifzug in die 70er

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März 1970: Dagmar und Götz haben den gleichen Traum, aber ahnen noch nicht, dass dieser ihr Leben verändern wird. Sie ist in Köln, er in Hamburg, aber nach kurzer Zeit begegnen sie sich in München beim ...

März 1970: Dagmar und Götz haben den gleichen Traum, aber ahnen noch nicht, dass dieser ihr Leben verändern wird. Sie ist in Köln, er in Hamburg, aber nach kurzer Zeit begegnen sie sich in München beim Oktoberfest. Es ist Liebe auf den ersten Blick, doch sie verlieren sich aus den Augen. Immer wieder kreuzen sich ihre Lebenswege, aber nie begegnen sie sich richtig. Die Zeit vergeht, aber die Erinnerung an diesen Moment bleibt…
Das Buch ist wirklich toll geschrieben und auch lesenswert für diejenigen, die zu dieser Zeit noch nicht geboren waren. Für die jüngeren Leser ist es eine Lehrstunde, für die Älteren ein Schwelgen in Erinnerungen. Beim Lesen wird man zum Zeitzeugen und kann verschiedene Aspekte der Geschichte der Bundesrepublik nachlesen, egal ob aus Politik, Kultur oder Gesellschaft. Die Figuren sind so dargestellt, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann.
Toller Lesespaß, egal ob man die 70er miterlebt hat oder nicht.

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