Cover-Bild Die Gabe
9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Nahe Zukunft
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Ersterscheinung: 12.02.2018
  • ISBN: 9783641219857
Naomi Alderman

Die Gabe

Roman
Sabine Thiele (Übersetzer)

Naomi Aldermans großer feministischer Roman jetzt in der brandneuen FilmausgabeEs sind scheinbar gewöhnliche Alltagsszenen: ein nigerianisches Mädchen am Pool. Die Tochter einer Londoner Gangsterfamilie. Eine US-amerikanische Politikerin. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis: Von heute auf morgen haben Frauen weltweit »die Gabe« – sie können mit ihren Händen starke elektrische Stromstöße aussenden, andere damit schwer verletzen und sogar töten. Ein Ereignis, das die Machtverhältnisse und das Zusammenleben aller Menschen unaufhaltsam, unwiderbringlich und auf schmerzvolle Weise verändern wird.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2018

Liefert interessante Denkanstöße!

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Wie würde die Welt aussehen, wenn Frauen und nicht Männer sie beherrschen würden? - Als Mädchen und Frauen plötzlich bemerken, dass sie die Gabe haben andere durch Berührung zu verletzen oder sogar zu ...

Wie würde die Welt aussehen, wenn Frauen und nicht Männer sie beherrschen würden? - Als Mädchen und Frauen plötzlich bemerken, dass sie die Gabe haben andere durch Berührung zu verletzen oder sogar zu töten, scheint die Welt zu kippen. Männer werden zum unterdrückten Geschlecht und Frauen beginnen hohe Ämter zu bekleiden, Entscheidungen zu treffen und schließlich bestetzen sie sogar die Armee mit Frauen.

Statt dem Inhalt waren es hier eher die Pressestimmen, die mein Interesse an diesem Roman weckten. Ehrlich gesagt habe ich das Buch auch mit entsprechend hohen Erwartungen aufgeschlagen, auch wenn ich weiß, dass diese Lesehaltung leicht zu Enttäuschungen führen kann. Hier war dies jedoch nicht der Fall. Das Buch fesselte mich von der ersten Seite and und ließ mich bis zum Schluss nicht mehr los.

Das Thema das Buches ist fasznierend, der Inhalt interessant. Der Aufbau des Buches ist ebenfalls gut gestaltet, indem es neben der Haupthandlung auch noch eine Rahmengeschichte gibt, die einen weiteren interessanten Aspekt liefert. Das einzige was mir bei mir Buch nicht so ganz zugesagt hat, war die Kapitelaufteilung. Die Geschichte setzt sich aus vier Perspektiven zusammen und tatäschlich war es leider so, dass ich manche Kapitel eher nur rasch-rasch gelesen habe, damit ich schnell wieder zu einer anderen Perspektive kam, die mir etwas besser gefiel. Die Ausgewogenheit hat hier ein wenig gefehlt, wenngleich es meistens doch so wahr, dass die Geschichte durch die unterschiedlichen Perspektiven mehr Dynamik und Tiefe erhalten hat.

"Die Gabe" ist eines dieser Bücher, die man seinen besten Freunden in die Hand drücken möchte, damit sie es ebenfalls lesen und man im Anschluss dann mit ihnen darüber diskutieren kann. Denn wenn das Buch eines liefert, dann ist das reichlich Gesprächsstoff. Die Autorin Naomi Alderman gibt Interesse Denkvorschläge vor, lässt dem Leser aber gleichzeitig genug Raum, sodass sich diese Gedanken in die unterschiedlichste Richtung entwickeln können. Sehr faszinierend! Ein Buch, das mir bestimmt noch lange im Kopf bleiben wird!

FAZIT: Ein schonungslos ehrlicher Roman, der mich sehr verblüfft und nachdenklich zurückgelassen hat und den ich mit lauter Stimme nur weiterempfehlen kann, da er interessante Denkanstöße liefert und für reichlich Diskussionsstoff sorgt.

Veröffentlicht am 13.07.2017

Elektrifizierende Spannung!

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Das Buch, welches von Naomi Alderman beginnt mit einem Paukenschlag: Scheinbar können Frauen seit neuestem Blitze entwickeln und setzen diese rücksichtslos gegen ihre-zumeist männliche- Umwelt ein.
Die ...

Das Buch, welches von Naomi Alderman beginnt mit einem Paukenschlag: Scheinbar können Frauen seit neuestem Blitze entwickeln und setzen diese rücksichtslos gegen ihre-zumeist männliche- Umwelt ein.
Die Fähigkeiten scheinen sich sogar noch zu steigern, schon bald zittert die Männerwelt.
Das Buch erzählt sowohl die Geschichte dieses Vorgangs, als es auch durch verschiedene Skizzen und Illustrationen einen wissenschaftlichen und realen Touch bekommt.

Was besonders auffällt ist, dass die beiden Geschlechter die Rollen getauscht haben, Frauen verfallen zunehmend in "männliche" Verhaltensmuster, während die Männer sich nachts kaum noch allein nach draußen trauen.
Die Welt, wie wir sie kennen, scheint aus den Fugen zu geraten.


Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man sehen kann, wie sowohl Frauen als auch Männer mit der veränderten Situation umgehen.

Der Schreibstil war meist flüssig, aber nicht durchgehend, sodass man zwischendurch manchmal das Gefühl hatte, auf der Stelle zu treten. Das konnte jedoch dem tollen Gesamteindruck nicht viel anhaben.

Wer ein Buch sucht, das zum Nachdenken anregt und sowohl politisch als auch gesellschaftlich Kritik übt, der ist mit "Die Gabe" genau richtig!

Veröffentlicht am 23.05.2018

Unbequem und zum Nachdenken anregend

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Die Gabe von Naomi Alderman ist im Februar diesen Jahres bei der Verlagsgruppe Random House erschienen. Das eBook umfasst 480 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt
Es ...

Die Gabe von Naomi Alderman ist im Februar diesen Jahres bei der Verlagsgruppe Random House erschienen. Das eBook umfasst 480 Seiten und wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Inhalt
Es sind scheinbar gewöhnliche Alltagsszenen: ein nigerianisches Mädchen am Pool. Die Tochter einer Londoner Gangsterfamilie. Eine US-amerikanische Politikerin. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis: Von heute auf morgen haben Frauen weltweit die Gabe – sie können mit ihren Händen starke elektrische Stromstöße aussenden. Ein Ereignis, das die Machtverhältnisse und das Zusammenleben aller Menschen unaufhaltsam, unwiederbringlich und auf schmerzvolle Weise verändern wird.


Meine Meinung
Mir wurde das Buch empfohlen und ich war deshalb sehr gespannt darauf.
Die Frauen haben plötzlich die Macht sich zu wehren. Überall auf der Welt entdecken junge Mädchen diese Gabe und können sie auch an ältere Frauen weitergeben. Unterdrückte Frauen können sich plötzlich gegen ihre Unterdrücker wehren, was meist im Tod dieser endet - nicht ganz unverständlich wenn man bedenkt, was ihnen angetan wurde. Die Mädchen und Frauen sehen sich plötzlich in einer neuen Position, in denen sie Jungen und Männern aber auch sich gegenseitig, ihre Macht demonstrieren und diese ausnutzen können.
Zu Beginn des Buches erscheint es ganz natürlich, dass die Frauen diese Gabe nutzen und sich der Ungerechtigkeit, die ihnen zuteil wurde, rächen können. Doch dann wird es immer schlimmer und es entstehen Kriege und Machtspielchen. Während die Frauen die Gabe ausnutzen um an Macht zu gelangen, werden die Männer zum Teil grausam behandelt und versuchen ihrerseits zurück an die Macht zu gelangen.
Schnell erkennt man, dass alles aus dem Ruder läuft und viel zu viele Frauen ihre neue Macht ausnutzen und so gar nicht Gutes tun. Immer öfter sieht man auch Parallelen zu heute - in der es oft genauso läuft, nur dass es die Männer sind, die Frauen verstümmeln und unterdrücken. Frauen sind hier jedoch nicht besser. Egal wer die Macht hat (böse zu sein) wird sie auch (aus)nutzen.
Ich würde sagen, dass dieses Buch keine leichte Kost ist und es zum Nachdenken anregt. Es werden viele brutale Szenen beschrieben, die unangenehm zu lesen sind, weil man weiß, dass es genauso auch heute schon passiert, nur eben oft, aber nicht ausschließlich, Frauen.
Es zeigt einem die Menschheit, wie sie zum Teil ist. Nicht alle Menschen sind schlecht oder nutzen ihre Macht aus. Dennoch weiß man, dass es überall Menschen gibt, die ihre Macht, ob nun körperlichen oder anderen Ursprungs, missbrauchen.
Das Buch zeigt eine grausame Welt auf, indem sie 4 Menschen und ihrer Adaption auf die neuen Begebenheiten folgt. Leider wird ausschließlich auf die negativen Auswirkungen eingegangen, was dafür deutlich auf die Missstände hinweist und zum Nachdenken anregt.
Auf jeden Fall ein interessantes, aber auch unbequemes Buch.

Veröffentlicht am 06.06.2018

Die Idee hinter dem Roman hat mich unglaublich begeistert, aber die Umsetzung war nicht ganz mein Fall.

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Beschreibung

Ein Strang am Schlüsselbein ermöglicht es schon bald der weiblichen Bevölkerung überall auf der Welt elektrische Ladung durch ihre Hände abzugeben. Die Gabe macht sich zunächst in unterschiedlicher ...

Beschreibung

Ein Strang am Schlüsselbein ermöglicht es schon bald der weiblichen Bevölkerung überall auf der Welt elektrische Ladung durch ihre Hände abzugeben. Die Gabe macht sich zunächst in unterschiedlicher Ausprägung bei jungen Mädchen bemerkbar, später können diese die Fähigkeit auch an erwachsene Frauen weitergeben. Die Kraft- und Machtverhältnisse auf der Welt ändern sich dadurch in kürzester Zeit.

Meine Meinung

Der Roman „Die Gabe“ von Naomi Alderman erfreut sich großer Popularität und so wollte ich mir gerne selbst ein Bild machen.

Die Geschichte wird von einem Austausch zwischen einem Autor und einer Freundin umrahmt der klar stellt, dass es sich bei der eigentlichen Geschichte um ein Romanmanuskript handelt, dass im Genre „Historischer Roman“ anzusiedeln ist.

Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt entdecken eine ganz besondere Fähigkeit an sich, die in kürzester Zeit das Machtverhältnis auf der Welt umkehrt. Auf einmal sind nicht mehr die Männer das starke Geschlecht sondern die Frauen. Diese Umkehrung der Ausgangssituation und die Tatsache, dass die weibliche Population der männlichen Population in körperlicher Kraft um Längen überlegen ist sorgt für einen kompletten Umbruch der Lebensverhältnisse.

Die Autorin beleuchtet den Plot gleich aus mehreren weiblichen Perspektiven von der Politikerin über ein misshandeltes Mädchen das zu einer neuen Religion führt bis hin zu einem Mädchen das unter Verbrechern groß geworden ist. Der männliche Blickwinkel wird durch einen jungen Reporter verkörpert der die Entwicklungen der „Gabe“ von Beginn an mitverfolgt. Durch diese umfassende Betrachtung gewinnt die Geschichte an Komplexität und es ergibt sich ein unterschwelliger Spannungsbogen. Leider konnte ich mich mit keinem der Hauptprotagonisten identifizieren, ja sie waren mir teilweise sogar richtig unsymphatisch.

Naomi Alderman hat sich hier mit einem wirklich interessanten Thema beschäftigt und ich habe mir selbst die Frage gestellt: Wie würde die Welt aussehen, wenn plötzlich das weibliche Geschlecht über das männliche Geschlecht gestellt würde? Und hier kommen wir schon zu meinem Problem mit dem Roman. Für mich artet die Geschichte einfach zu sehr aus. Der Hass und die Gewalttätigkeit der Frauen wird auf die Spitze getrieben und läuft immer mehr aus dem Ruder. Erschreckende Vergewaltigungsszenen, Krieg, Drogenhandel und religiöser Wahn lassen keinen Raum für Hoffnung und überlegtes Handeln. Ein solches Szenario konnte ich mir nur schlecht vorstellen und somit war gleich jegliche Authenzität des vermeidlich historischen Romans dahin.

Fazit

Die Idee hinter dem Roman hat mich unglaublich begeistert, aber die Umsetzung war nicht ganz mein Fall.