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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.07.2025

Tolles Buch für zwischendurch

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Meinung: Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn das Cover hat meine Neugier sofort geweckt. Vor über 20 Jahren hat Svea sich geschworen, nie wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Doch als ihr Onkel ...


Meinung: Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, denn das Cover hat meine Neugier sofort geweckt. Vor über 20 Jahren hat Svea sich geschworen, nie wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Doch als ihr Onkel unerwartet sich umbringt, vermacht er ihr alles – und damit auch die Vergangenheit, die sie so lange zu vergessen versuchte. Nach einem Sommerfest verschwand damals ihre beste Freundin Julia spurlos, und nun wurde ihre Leiche tief im Wald entdeckt. Wer war der Täter? Was ist damals wirklich passiert? Stück für Stück versucht Svea, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Wird sie es schaffen, die dunklen Geheimnisse ihrer Vergangenheit zu lüften? Oder wird sie selbst in Gefahr geraten? Hmm, lest es am besten selbst, um es herauszufinden.
Der Schreibstil ist sehr leicht, bildhaft und fesselnd. Die Kapitel sind angenehm kurz und gut strukturiert, was das Lesen sehr angenehm macht. Besonders gut gefallen hat mir die wechselnde Erzählperspektive, die mir sowieso immer zusagt, weil sie einen tieferen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Charaktere ermöglicht.
Die Charaktere selbst wirkten auf mich eher distanziert und etwas blass. Ich konnte keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen, was es schwierig machte, richtig mitzufiebern oder mit ihnen zu leiden. Das ist natürlich Geschmackssache, aber für mich hätte die Charakterentwicklung noch etwas intensiver sein dürfen.
Die düstere Atmosphäre und die bedrückende Stimmung ziehen sich durch das ganze Buch und sorgen für eine spannende, manchmal auch beklemmende Leseatmosphäre. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass hier und da noch etwas mehr Tiefe oder Überraschungspotenzial hätte eingebaut werden können. Ich konnte nicht ganz genau sagen, was mir gefehlt hat – vielleicht eine noch unerwartetere Wendung oder mehr emotionale Tiefe bei den Figuren.
Das Ende war eine echte Überraschung – damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Es hat die Geschichte auf eine spannende Weise abgerundet und für einen gelungenen Abschluss gesorgt.

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Leider nicht meins

The Murder Game – Der Tod isst mit
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Auf dieses Buch war ich wirklich sehr gespannt. Ich habe bisher noch nichts vom Autor gelesen, daher war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nicht vollständig ...

Auf dieses Buch war ich wirklich sehr gespannt. Ich habe bisher noch nichts vom Autor gelesen, daher war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch nicht vollständig überzeugen konnte. Es ist definitiv ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, aber mehr auch nicht.
In dem beschaulichen Küstenort Hamlet Wick versammeln sich neun Gäste zu einer besonderen Party. Der Besitzer des Herrenhauses, Hamlet Hall – ein etwas in die Jahre gekommenes Hotel – hat zum Krimidinner im Stil der 1920er-Jahre eingeladen. Jeder Gast muss die ihm zugeteilte Rolle spielen, was für eine spannende Atmosphäre sorgen sollte. Doch dann geschieht ein Mord. Wer ist der Täter? Welches Motiv steckt dahinter? Das klingt doch sehr vielversprechend, oder?
Der Schreibstil war okay, aber er konnte mich nicht so abholen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Handlung wirkte für mich teilweise sehr übertrieben inszeniert, sodass ich nur mit dem Kopf schütteln konnte. Die Charaktere waren eher blass gezeichnet, was es mir schwer machte, mit ihnen mitzufiebern oder mich in sie hineinzuversetzen.
Es gab zwar ab und an interessante Wendungen, doch insgesamt hat mich das Buch nicht wirklich überzeugt. Es ist ein netter Zeitvertreib, aber mehr auch nicht. Für Leser, die gerne schnelle, leichte Krimis lesen, könnte es trotzdem eine passende Wahl sein.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

grandios

Das geheime Zeichen
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Meinung: Im Rahmen einer Leserunde hatte ich die große Freude, Saskias neuesten Psychothriller zu lesen – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Als eingefleischter Fan, der bereits ...

Meinung: Im Rahmen einer Leserunde hatte ich die große Freude, Saskias neuesten Psychothriller zu lesen – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Als eingefleischter Fan, der bereits alle ihre bisherigen Werke verschlungen hat, war klar: Auch dieses Buch muss ich lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil – ich bin begeistert. Die Geschichte beginnt mit einem rätselhaften Fund: In einem alten, 30 Jahre unbewohnten Haus wird in einer zugemauerten Wand ein menschliches Skelett entdeckt. Evelyn Holm und ihr Ermittlerteam werden zum Tatort gerufen. Die Spurenlage ist äußerst dünn, doch ein geheimnisvolles Amulett, das bei der Leiche gefunden wird, zieht Evelyn sofort in ihren Bann. In das Schmuckstück ist ein Symbol eingraviert – und obwohl sie es nicht gleich zuordnen kann, kommt es ihr erschreckend bekannt vor.
Schon bald wird klar: Dies ist kein gewöhnlicher Fall. Für Evelyn wird es persönlich – viel persönlicher, als sie es je für möglich gehalten hätte. Und damit beginnt eine nervenaufreibende Reise in die Vergangenheit, die dunkler ist, als sie es sich je hätte vorstellen können.
Die Story wird auf zwei Zeitebenen erzählt – einmal in der Gegenwart aus Evelyns Perspektive und einmal in der Vergangenheit aus Sicht von Viola. Anfangs wusste ich nicht genau, wie die beiden Erzählstränge miteinander verbunden sind, doch nach und nach fügen sich die Puzzleteile auf faszinierende Weise zusammen.

Diese strukturierte Erzählweise hat mich komplett mitgerissen – ich liebe es, wenn man als Leser selbst miträtseln darf!
Der Schreibstil ist wie immer ein absoluter Genuss. Klar, präzise, emotional und zugleich voller Spannung. Sie schafft es, mit wenigen Worten eine dichte Atmosphäre aufzubauen, die einen sofort in ihren Bann zieht. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen – die Spannung war durchgehend spürbar, teilweise hatte ich richtig Gänsehaut.
Die Charaktere sind vielschichtig und lebendig gezeichnet. Besonders Evelyn ist mir sehr ans Herz gewachsen – ich habe mit ihr gelitten, gezweifelt, gehofft und mitgefiebert. Auch Viola, deren Vergangenheit Stück für Stück ans Licht kommt, hat mich tief berührt. Was diesen Thriller besonders macht, sind die unvorhersehbaren Wendungen. Gerade als ich dachte, ich hätte das Rätsel durchschaut, kam eine neue Enthüllung, die alles in ein anderes Licht rückte.

Ich vergebe eine klare und begeisterte Leseempfehlung – und warte schon jetzt sehnsüchtig auf das nächste Buch von Saskia Calden

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Dieses Buch konnte mich nicht vollkommen überzeugen

Die Tote im Wasser
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Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, und ich war sehr gespannt auf diese Geschichte. Es ist mein erstes Buch der Autorin, und ich war neugierig, ihren Schreibstil kennenzulernen.
Der Einstieg ...

Meinung: Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, und ich war sehr gespannt auf diese Geschichte. Es ist mein erstes Buch der Autorin, und ich war neugierig, ihren Schreibstil kennenzulernen.
Der Einstieg fiel mir zunächst etwas schwer, da ich mich erst an den Schreibstil und die Vielzahl an Namen gewöhnen musste. Anna Clad ist Kommissarin, und ihr neuer Fall verbindet Privates mit Beruflichem: Mimmi Sandberg, eine Freundin ihres Lebensgefährten, hat die vierjährige Veera adoptiert. Doch die biologische Mutter von Veera möchte das Kind zurückhaben. Die Anzeichen, dass das Kind bei ihr nicht sicher wäre, verdichten sich.
Kurz darauf verschwindet die Sekretärin der Holmborger Schule, und auf dem beliebtesten Spielplatz der Stadt wird ein grausiger Fund gemacht.
Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, was vermutlich an den vielen Namen und Details lag. Die Charaktere sind gut gezeichnet, doch ich konnte keine wirklich tiefe Bindung zu ihnen aufbauen. Der Fall an sich ist interessant, und je mehr man liest, desto spannender wird es. Allerdings hatte ich bis zur Hälfte des Buches Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten und mich in der Handlung zurechtzufinden. Das lag vielleicht an meiner Lesepreferenz oder an der Erzählweise, aber es hat den Lesefluss etwas gestört.
Das Ende war schlüssig, aber leider konnte es mich nicht vollständig überzeugen

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Veröffentlicht am 24.06.2025

geniales Buch

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Meinung: Ich liebe es, wenn mich ein Buch so sehr fesselt, dass ich alles um mich herum vergesse – und genau das ist mir bei diesem Thriller passiert. Schon nach den ersten Seiten war ich völlig in der ...

Meinung: Ich liebe es, wenn mich ein Buch so sehr fesselt, dass ich alles um mich herum vergesse – und genau das ist mir bei diesem Thriller passiert. Schon nach den ersten Seiten war ich völlig in der Geschichte versunken. Was mich besonders fasziniert hat: In diesem Buch ist wirklich nicht alles so, wie es anfangs scheint. Nicki lädt ihre beste Freundin Julia zu einer Wanderung auf dem abgelegenen Kungeleien-Weg in Schweden ein – als besondere Überraschung für ihren Junggesellinnenabschied. Anfangs klingt alles noch nach einem kleinen Abenteuer unter Freundinnen. Doch dann entwickelt sich alles zu einem wahren Albtraum: Eines Morgens ist Nicki plötzlich verschwunden, und Julia bleibt allein in der rauen, unbarmherzigen Natur zurück. Kein Handyempfang, keine Karte, keine Ahnung, was passiert ist – und ob sie überhaupt den Weg zurück in die Zivilisation findet.
Ich habe beim Lesen richtig mit Julia mitgelitten – ihre Angst, ihre Verzweiflung, aber auch ihren Überlebenswillen konnte ich so gut nachempfinden.
Der Schreibstil trägt viel dazu bei: Er ist unglaublich leicht und flüssig zu lesen, dabei aber emotional sehr dicht. Die liebe Rebecca hat ein Händchen dafür, Charaktere so lebendig zu zeichnen, dass man sie fast wie echte Menschen kennt. Die atmosphärischen Beschreibungen der schwedischen Natur waren großartig. Besonders gelungen fand ich auch den Wechsel der Erzählperspektiven und die Tagebucheinträge. Manche Passagen haben mich zutiefst berührt, andere haben mich richtig erschüttert. Es gab Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet hätte – und das Ende? Schlüssig und rund.

Eine klare Leseempfehlung.

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