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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Man kann es lesen, muss man aber nicht

Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?
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Meinung: Ich lese die Bücher der Autorin wirklich sehr gern, deshalb war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch. Und tatsächlich bin ich wie gewohnt schnell in die Geschichte hineingekommen. Die Grundidee ...

Meinung: Ich lese die Bücher der Autorin wirklich sehr gern, deshalb war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch. Und tatsächlich bin ich wie gewohnt schnell in die Geschichte hineingekommen. Die Grundidee rund um die bewegungsunfähige Ehefrau, die ihrer Umwelt komplett ausgeliefert ist, erzeugt sofort eine beklemmende und intensive Atmosphäre. Auch wenn dieses Konzept nicht völlig neu ist und ich das Gefühl hatte, Ähnliches schon einmal gelesen zu haben, funktioniert es hier dennoch gut. Besonders das abgelegene Anwesen und die stetig mitschwingende Bedrohung haben mir richtig gut gefallen und tragen zur Spannungbei.
Der Schreibstil ist unglaublich flüssig, die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Die Figuren bleiben lange Zeit undurchsichtig und auf Distanz, was ich als sehr gelungen empfunden habe. Man hinterfragt ständig, wem man überhaupt trauen kann. Die wechselnden Perspektiven und vor allem die Tagebucheinträge verstärken die Spannung zusätzlich und führen einen immer wieder in die Irre. Mehrmals dachte ich, ich hätte alles durchschaut, nur um im nächsten Moment wieder zu zweifeln. Dieses Spiel mit den Erwartungen gelingt der Autorin wirklich gut.
Allerdings hat mir diesmal der ganz große Überraschungsmoment gefehlt. Auch das Ende ging mir persönlich etwas zu schnell und wirkte leicht überhastet, was bei mir einen kleinen faden Beigeschmack hinterlassen hat.
Insgesamt ein spannendes Buch für zwischendurch, das mich gut unterhalten hat, aber nicht vollständig überzeugen konnte

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Veröffentlicht am 18.03.2026

geniales Buch

Codename Hélène
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Meinung: Nachdem mich „Der gefrorene Fluss“ vollkommen begeistert hatte, war für mich schnell klar, dass ich unbedingt noch mehr von dieser Autorin lesen möchte. Das Cover ist ein echter Blickfang, und ...

Meinung: Nachdem mich „Der gefrorene Fluss“ vollkommen begeistert hatte, war für mich schnell klar, dass ich unbedingt noch mehr von dieser Autorin lesen möchte. Das Cover ist ein echter Blickfang, und ich gebe zu: Eigentlich wollte ich nur kurz hineinlesen doch daraus wurde sehr schnell eine lange Lesenacht. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Gleich zu Beginn zieht einen der Roman mit dem Satz „Ich bin unter vielen Namen bekannt.“ in seinen Bann. Im Mittelpunkt steht die reale Persönlichkeit Nancy Wake, eine Frau, die während des Zweiten Weltkriegs zu einer der wichtigsten Figuren des französischen Widerstands wurde. Zunächst lernen wir sie als junge Journalistin in Paris kennen, doch mit den politischen Umbrüchen in Europa verändert sich ihr Leben grundlegend. Nancy entscheidet sich, nicht länger wegzusehen und beginnt, aktiv Widerstand zu leisten. Besonders beeindruckt hat mich ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte. Schritt für Schritt wird aus einer Beobachterin eine mutige Kämpferin. Sie hilft Verfolgten bei der Flucht, schmuggelt Nachrichten über Grenzen und riskiert dabei immer wieder ihr eigenes Leben. Nicht umsonst nennt die Gestapo sie „die Weiße Maus“, weil sie ihnen immer wieder entkommt. Nancy ist eine faszinierende Protagonistin mutig, klug und schlagfertig, aber auch mit einem trockenen Humor, der sie unglaublich lebendig macht.
Sehr berührt hat mich auch die Liebesgeschichte zwischen Nancy und dem französischen Industriellen Henri Fiocca. Ihre Beziehung wirkt ruhig und tief und ist geprägt von Vertrauen und gegenseitigem Respekt.
Der Schreibstil ist lebendig, atmosphärisch und unglaublich fesselnd. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Jahren von 1936 bis 1945 und führt uns an unterschiedliche Orte in Europa.
Besonders beeindruckend fand ich die Verbindung aus historischer Realität und erzählerischer Spannung. Der Roman basiert auf wahren Ereignissen, und die intensive Recherche der Autorin ist deutlich spürbar.
Ein packender und bewegender historischer Roman über Mut, Widerstand und eine außergewöhnliche Frau. Eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Tolles Buch

Die Rätsel meines Großvaters
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Meinung: Nachdem mir bereits der erste Teil so gut gefallen hat, war meine Vorfreude auf diesen Band entsprechend groß und ich wurde auf ganzer Linie belohnt. Schon beim ersten Blick auf das Cover war ...

Meinung: Nachdem mir bereits der erste Teil so gut gefallen hat, war meine Vorfreude auf diesen Band entsprechend groß und ich wurde auf ganzer Linie belohnt. Schon beim ersten Blick auf das Cover war ich wieder völlig verzaubert. Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist seine leise, warme Erzählweise. Es ist kein Roman, der mit Spannung und Tempo überwältigt vielmehr entfaltet er seine Wirkung ganz sanft, fast unaufdringlich. Genau diese ruhige, gemütliche Atmosphäre hat mich sofort eingefangen und nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil ist dabei wunderbar flüssig und angenehm, sodass ich mich beim Lesen vollkommen fallen lassen konnte.
Am meisten berührt hat mich jedoch die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater. Inmitten ihres eigenen, fordernden Alltags nimmt sie sich Zeit für ihn und diese gemeinsamen Momente sind voller Wärme, Fürsorge und leiser Zuneigung. Ihre Verbindung wirkt so echt, so nahbar, dass ich beim Lesen oft innehalten musste. Besonders die Darstellung seiner Lewy-Körper-Demenz ging mir sehr nahe. Dieses Wechselspiel aus Klarheit und Verwirrung, aus Nähe und schmerzlicher Distanz, wurde unglaublich feinfühlig eingefangen und hat der Geschichte eine tief bewegende emotionale Ebene verliehen.
Auch die Kriminalfälle fügen sich auf eine ganz eigene Weise in die Handlung ein. Es geht weniger um klassische Spannung als vielmehr um das gemeinsame Nachdenken, Beobachten und Verstehen. Dieses ruhige Rätseln hat für mich einen besonderen Reiz entfaltet vor allem durch die literarischen Bezüge, die der Großvater immer wieder einbringt. Diese Verbindung von Literatur und Krimi verleiht dem Buch eine ganz eigene, fast schon poetische Note.
Die kleinen Einblicke in die japanische Kultur haben das Ganze für mich zusätzlich bereichert. Sie wirken nie aufgesetzt, sondern fügen sich ganz natürlich in die Geschichte ein und lassen das Setting lebendig und greifbar werden. Auch die Nebenfiguren tragen ihren Teil dazu bei sie bekommen Raum, wirken authentisch und machen die Welt dieses Buches noch vielschichtiger.

Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Tolles Buch

Tief
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Meinung: Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Am Bodenseeufer wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden mit einer verstörenden Botschaft auf seinem Körper. Ein Fall, der Kommissar Heinzle und sein ...

Meinung: Der Einstieg hat mich sofort gepackt: Am Bodenseeufer wird die Leiche eines kleinen Jungen gefunden mit einer verstörenden Botschaft auf seinem Körper. Ein Fall, der Kommissar Heinzle und sein Team an ihre Grenzen bringt und mich direkt in seinen Bann gezogen hat. Das Cover gefällt mir auch richtig gut.
Der Thriller ist definitiv nichts für schwache Nerven sowohl wegen der teils brutalen Details als auch durch seinen schonungslosen Blick auf Themen wie Einwanderung, Vorurteile und Extremismus. Die Ermittlungen führen immer tiefer in eine Vergangenheit voller Schuld und Tragödien, während die Spannung durchgehend hoch bleibt.
Teilweise war mir die Handlung jedoch etwas überladen. Nicht jedes politische Thema hätte meiner Meinung nach eingebaut werden müssen, auch wenn ich es sehr stark finde, wie engagiert sich Rebekka diesen schwierigen Aspekten widmet.
Der Schreibstil ist eindringlich und sehr bildhaft, sodass ich mich oft mitten im Geschehen gefühlt habe. Die Twists waren für mich absolut unvorhersehbar. Mit den Charakteren bin ich allerdings nicht ganz warm geworden sie wirken zwar authentisch, blieben für mich emotional aber etwas auf Distanz.
Besonders beeindruckt hat mich, wie realitätsnah gesellschaftliche Missstände dargestellt werden.
Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Highlight

Frankie – Unter Menschen
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Meinung: Nach dem ersten Band war für mich klar: Ich muss unbedingt wissen, wie es mit Frankie weitergeht. Meine Vorfreude auf die Fortsetzung war riesig und trotzdem hat dieses Buch es geschafft, meine ...

Meinung: Nach dem ersten Band war für mich klar: Ich muss unbedingt wissen, wie es mit Frankie weitergeht. Meine Vorfreude auf die Fortsetzung war riesig und trotzdem hat dieses Buch es geschafft, meine Erwartungen noch zu übertreffen.
Tatsächlich habe ich die Geschichte innerhalb von ungefähr zwei Stunden verschlungen. Kaum hatte ich angefangen zu lesen, war ich auch schon am Ende angekommen. Genau das passiert, wenn ein Buch einen komplett in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist wunderbar federleicht, flüssig und gleichzeitig unglaublich bildhaft. Man gleitet förmlich durch die Seiten. Dazu kommt eine feine, charmante Prise Humor, die immer wieder kleine, herzerwärmende Momente schafft und einem beim Lesen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
Und dann ist da natürlich Kater Frankie. Ich mochte ihn wieder vom ersten Moment an. Seine menschliche Art zu denken und zu sprechen ist einfach herrlich und sorgt immer wieder für Schmunzler. Ich liebe es, wie er die Welt beobachtet und kommentiert. Durch seine Perspektive bekommen viele Situationen eine ganz eigene Tiefe manchmal humorvoll, manchmal überraschend nachdenklich. Frankie ist einfach ein Charakter, den man sofort ins Herz schließt.
Besonders berührt hat mich jedoch, wie sensibel das Thema Flucht in dieser Geschichte aufgegriffen wird. Die Gefühle der Geflüchteten, das Fremdsein und das vorsichtige Ankommen in einer völlig neuen Welt werden sehr eindrucksvoll beschrieben. Man spürt die Unsicherheit, die Hoffnung, aber auch die schweren Erinnerungen und Traumata, die viele Menschen mit sich tragen. Gleichzeitig gelingt es der Geschichte, dieses ernste Thema mit viel Wärme und Menschlichkeit zu erzählen, ohne dass es jemals zu schwer wirkt.
Auch die Freundschaft zwischen dem jungen Mädchen Shattab und Frankie entwickelt sich auf wunderschöne Weise weiter. Ihre Beziehung ist geprägt von Vertrauen, Nähe und vielen kleinen, besonderen Momenten. Die gemeinsamen Abenteuer machen beim Lesen unglaublich viel Freude. Immer wieder musste ich schmunzeln, manchmal wurde ich aber auch sehr nachdenklich.
Besonders schön fand ich außerdem, dass Gold immer wieder eine Rolle spielt. Die Verbindung zwischen Frankie und Gold taucht genau an den richtigen Stellen auf und hält die emotionale Brücke zum ersten Band lebendig. Für mich waren diese Momente besonders bewegend, weil sie Erinnerungen an die Geschichte davor wachgerufen haben.
Was mir insgesamt am meisten gefallen hat, ist die warme, menschliche Atmosphäre, die dieses Buch ausstrahlt. Trotz der ernsten Themen fühlt sich die Geschichte nie bedrückend an, sondern vielmehr hoffnungsvoll. Sie zeigt, wie wichtig Freundschaft, Verständnis und Mitgefühl sind und dass manchmal schon kleine Begegnungen ein Leben verändern können.
Am Ende blieb bei mir ein unglaublich warmes Gefühl zurück und gleichzeitig die Hoffnung, dass diese Geschichte vielleicht noch nicht zu Ende erzählt ist. Ich würde mich jedenfalls riesig freuen, wenn es noch einen dritten Band geben würde. Frankie hat sich definitiv einen festen Platz in meinem Herzen erobert. 🐾

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