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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2026

Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen

Good Night, Pretty Girl
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Meinung: Nachdem mir ihr letztes Buch wirklich gut gefallen hat, war für mich klar: Dieses hier muss ich auch lesen. Cover und Titel haben sofort meine Aufmerksamkeit geweckt und ich war richtig neugierig, ...

Meinung: Nachdem mir ihr letztes Buch wirklich gut gefallen hat, war für mich klar: Dieses hier muss ich auch lesen. Cover und Titel haben sofort meine Aufmerksamkeit geweckt und ich war richtig neugierig, was mich erwartet. Die Grundidee klingt nämlich eigentlich richtig spannend: zwei Mordnächte, zwei Überlebende und ein Satz, der alles miteinander verbindet. Das hat für mich nach einem Thriller geklungen, der voller Geheimnisse steckt und bei dem man unbedingt wissen will, was wirklich passiert ist. Doch während des Lesens hatte ich immer mehr das Gefühl, dass die Geschichte sich in zu vielen Strängen verliert. Es tauchen immer wieder neue Perspektiven und Handlungsabschnitte auf, die zwar interessant wirken, aber mich eher verwirrt als gepackt haben. Manche davon empfand ich als unnötig oder zu ausführlich, sodass ich irgendwann gemerkt habe, wie meine Konzentration nachgelassen hat und ich innerlich etwas abgeschaltet habe.
Was ich allerdings sehr mochte, war der Schreibstil. Er ist flüssig, angenehm zu lesen und stellenweise wirklich atmosphärisch. Auch das Setting hat mir richtig gut gefallen diese Stimmung, die sich langsam aufbaut und unterschwellig etwas Bedrohliches vermittelt, war definitiv da. Gerade die Umgebung und die düstere Atmosphäre. Leider blieben mir viele der Charaktere zu blass. Dadurch blieb auch die Spannung für mich eher auf Distanz. Ich habe zwar gelesen, was passiert, aber ich habe es nicht richtig gefühlt.
Und genau das war am Ende auch mein größter Kritikpunkt: mir hat diese packende Spannung gefehlt dieses Gefühl, dass man unbedingt weiterlesen muss, weil man sonst nicht zur Ruhe kommt. Auch das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Es kam für mich zu abrupt, fast so, als würde plötzlich einfach ein Schlussstrich gezogen

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Veröffentlicht am 03.02.2026

ein nettes Buch für zwischendurch

Alle glücklich
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Meinung: Manchmal greife ich ganz bewusst zu Büchern, die eigentlich nicht meinem üblichen Beuteschema entsprechen. Familienromane gehören normalerweise nicht dazu, doch diesmal hatte ich Lust auf etwas ...

Meinung: Manchmal greife ich ganz bewusst zu Büchern, die eigentlich nicht meinem üblichen Beuteschema entsprechen. Familienromane gehören normalerweise nicht dazu, doch diesmal hatte ich Lust auf etwas anderes.
Der Roman erzählt von einer Familie, die nach außen hin scheinbar alles hat: Erfolg, Harmonie und ein funktionierendes Leben. Je tiefer man jedoch in die Geschichte eintaucht, desto deutlicher wird, dass dieses Glück vor allem eine Fassade ist. Wirklich neu ist diese Erkenntnis nicht schließlich wissen wir alle, dass jede Familie ihre Geheimnisse, Risse und unausgesprochenen Konflikte hat. Dennoch fand ich es spannend, hinter diese vermeintlich heile Welt blicken zu dürfen.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, wodurch sich das Buch sehr schnell lesen lässt. Besonders gefallen hat mir die wechselnde Erzählperspektive aus Sicht der einzelnen Familienmitglieder. Dadurch wird spürbar, wie unterschiedlich dieselben Situationen wahrgenommen werden und wie sehr jeder für sich allein kämpft. Das Thema Kommunikation oder vielmehr das Fehlen davon wird dabei sehr gut herausgearbeitet. Jede Figur trägt ihre eigenen Sorgen, Ängste und Wünsche mit sich, doch niemand spricht offen darüber. Es ist traurig zu beobachten, wie sehr diese Familie nebeneinander statt miteinander lebt und wie Nähe, Offenheit und gegenseitige Unterstützung im Alltag verloren gegangen sind.
Trotzdem blieb bei mir eine gewisse emotionale Distanz. Die Figuren sind zwar liebevoll gezeichnet, doch ich konnte mich nicht vollständig in sie hineinversetzen. Viele Entwicklungen waren für mich vorhersehbar und konnten mich kaum überraschen. Gegen Ende wurde mir die Geschichte zudem zu viel: Die Ereignisse wirkten zunehmend überzogen und verloren für mich an Glaubwürdigkeit. Das Finale empfand ich daher eher als absurd denn als berührend.
Insgesamt ist es ein gut lesbarer Familienroman mit einer interessanten Grundidee, der mich thematisch angesprochen, emotional jedoch nicht ganz abgeholt hat

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Veröffentlicht am 02.02.2026

tolles Buch

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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Meinung: Manchmal reicht ein Blick auf ein Cover und ein Titel, um zu spüren: Dieses Buch wird etwas mit mir machen. Genau so ging es mir hier. Schon bevor ich die erste Seite aufgeschlagen habe, war ...


Meinung: Manchmal reicht ein Blick auf ein Cover und ein Titel, um zu spüren: Dieses Buch wird etwas mit mir machen. Genau so ging es mir hier. Schon bevor ich die erste Seite aufgeschlagen habe, war da diese leise Vorfreude und sie wurde nicht enttäuscht. Hyoyeong steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie ist müde, suchend, braucht einen Neubeginn. Diesen findet sie in einem kleinen Briefladen in Seoul einem Ort, an dem die Zeit langsamer zu laufen scheint und Menschen einander auf eine ganz besondere, stille Weise begegnen. Das anonyme Briefsystem, bei dem Fremde einander schreiben, ohne sich zu kennen, ist das Herz dieser Geschichte. So unscheinbar und doch so tief berührend. Seite für Seite hatte ich das Gefühl, mitten in diesem Laden zu stehen, umgeben von Worten, Gedanken und leisen Hoffnungen.
Der Schreibstil ist sanft, feinfühlig und unglaublich atmosphärisch. Er schreit nicht, er flüstert und gerade dadurch geht er direkt ins Herz. Ich habe mich vollkommen fallen lassen können. Die Charaktere wirken echt und nah, mit all ihren Sorgen, Ängsten und kleinen Sehnsüchten. Niemand ist perfekt, jeder trägt etwas mit sich, und es war wunderschön zu sehen, wie sich manche von ihnen langsam verändern und wachsen.
Besonders geliebt habe ich den Aufbau mit Briefen, Tagebucheinträgen und Textpassagen. Jeder Brief fühlte sich an wie ein kleiner Blick in eine fremde Seele manchmal traurig, manchmal hoffnungsvoll, aber immer ehrlich. Die Atmosphäre des Buches ist so warm und tröstend, dass ich mir beim Lesen immer wieder gewünscht habe, dieser Briefladen würde wirklich existieren. Ein Ort, an den man nach einem anstrengenden Tag gehen kann, um kurz innezuhalten, durchzuatmen und sich weniger allein zu fühlen.
Dieses Buch war für mich wie eine Umarmung.
Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 01.02.2026

geniale Fortsetzung, Highlight

Das Camp
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Meinung: Ich liebe die Bücher von Linus und auf dieses habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Innerhalb von nur drei Stunden ...

Meinung: Ich liebe die Bücher von Linus und auf dieses habe ich mich wahnsinnig gefreut. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Innerhalb von nur drei Stunden war ich durch: komplett gefesselt, komplett verloren in dieser düsteren Welt. Ich habe nicht einmal gemerkt, wie die Zeit verflogen ist. Für mich das beste Zeichen dafür, wie stark dieses Buch ist.
Der Schreibstil ist einfach großartig. Flüssig, präzise und auf den Punkt, ohne jemals an Tiefe zu verlieren. Die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven treiben die Spannung gnadenlos voran, man hetzt förmlich durch die Seiten und kann kaum innehalten. Luft holen? Keine Chance.
Die Charaktere haben mich emotional richtig erwischt. Sie sind so lebendig, so greifbar, dass sie mir schnell ans Herz gewachsen sind. Ich habe mit ihnen gehofft, gezittert und gelitten. Die düstere, bedrohliche Atmosphäre liegt wie ein Schatten über der gesamten Geschichte und lässt einen nicht mehr los.
Die Handlung ist extrem gut durchdacht. Mehrere Erzählstränge laufen zunächst scheinbar nebeneinander her, bis sich langsam ein grausames Gesamtbild zusammensetzt. Tödliche Vorfälle, offene Fragen, stetig wachsende Angst und mit jeder neuen Enthüllung wird klar, dass hier eine viel größere Gefahr lauert. Eine Macht, die alles und jeden bedroht. Die Anspannung steigt Seite für Seite, bis sie kaum noch auszuhalten ist.
Der Showdown und das offene hat mich sprachlos zurückgelassen.

Absolute Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 30.01.2026

tolles Buch

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Meinung: Ich mag die Bücher von Emily sehr und war entsprechend gespannt auf ihr neues Werk. Cecilia steckt im Leben fest finanziell wie auch emotional. Nach dem Tod ihrer Mutter hält sie sich mit Online-Nachhilfe ...


Meinung: Ich mag die Bücher von Emily sehr und war entsprechend gespannt auf ihr neues Werk. Cecilia steckt im Leben fest finanziell wie auch emotional. Nach dem Tod ihrer Mutter hält sie sich mit Online-Nachhilfe und Jobs als Housesitterin gerade so über Wasser. Als sie schließlich auf einer einsamen Ostseeinsel in der luxuriösen Villa der Familie Waldner landet, wirkt das zunächst wie ein Glücksgriff: Ruhe, Meer, Abstand von allem. Doch diese Stille fühlt sich schnell falsch an. Zu leer. Zu beobachtend. Und man spürt früh: Cecilia ist nicht ohne Grund hier. Das Setting auf der Insel hat mich sofort gepackt. Dieses Gefühl von Abgeschiedenheit zieht sich beklemmend durch das gesamte Buch. Über allem schwebt ständig etwas Ungesagtes, als würde jede Figur ein Geheimnis mit sich herumtragen. Genau diese Atmosphäre hat mich neugierig gemacht, auch wenn die Spannung für mich nicht durchgehend auf gleich hohem Niveau blieb.
Der Schreibstil ist bombastisch, fesselnd und sehr flüssig. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man schnell vorankommt. Die Charaktere blieben für mich jedoch etwas auf Distanz, und ich konnte nicht zu allen eine echte Bindung aufbauen. Cecilia war mir anfangs nicht sofort sympathisch, aber je weiter ich las, desto besser konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen.
Die Erzählweise aus drei Perspektiven hat mir gut gefallen, da sie Abwechslung bringt und tiefere Einblicke in verschiedene Figuren ermöglicht. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit fand ich gelungen und bereichernd für die Geschichte.
Der Mittelteil hat sich stellenweise etwas gezogen und enthielt ein paar Wiederholungen, was den Lesefluss kurzzeitig gebremst hat, aber nicht tragisch. Das letzte Drittel hingegen war genial: Tempo, Spannung und überraschende Wendungen waren endlich voll da. Hier zeigt die Geschichte, was wirklich in ihr steckt. Das Ende hat mich überrascht und insgesamt sehr zufrieden zurückgelassen.
Absolute Leseempfehlung

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