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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2020

Grundidee gut, Umsetzung nicht ganz überzeugend

Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne
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Durch positive Meinungen bin ich auf die Dystopie aufmerksam geworden. Dann war das Buch auch noch in einer Buchbox enthalten. Bei Dystopien kann ich nicht nein sagen. Ich musste einfach mal wieder eine ...

Durch positive Meinungen bin ich auf die Dystopie aufmerksam geworden. Dann war das Buch auch noch in einer Buchbox enthalten. Bei Dystopien kann ich nicht nein sagen. Ich musste einfach mal wieder eine lesen.

Das Buch beginnt mit einer Naturkatastrophe, wo die Protagonistin Mila danach fast auf sich alleine gestellt ist. Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Statt Großstadtleben gibt es nun Einöde mit kaum Ressourcen. Es ist ein ständiger Überlebenskampf. Außerhalb gibt es noch einige Safetowns, die von der Regierung gut versorgt werden. Aber nicht alle können dort leben.
Als eines Tages ein junger Mann verletzt bei Mila auftaucht, wird ihr Leben nochmals auf den Kopf gestellt. Aber ist er der, der er vorgibt zu sein? Was hat die Regierung wirklich vor? Wer stellt sich mit auf ihre Seite?

Zu Anfang war ich richtig gefesselt in der dystopischen Welt, die drückend und eingehend beschrieben wurde. Man erlebt durch Mila das Geschehen hautnah mit. Ihre Erinnerungen an die Vergangenheit, aber auch ihre Gefühle in der Gegenwart wurden gut herübergebracht. Mila verändert sich und entwickelt sich über sich hinaus, was mir gut gefallen hat. Zudem riskiert sie etwas, um anderen zu helfen. Auch als Logan in ihr Leben tritt, ist ihre Hilfsbereitschaft groß. Nach und nach verspürt sie eine Zuneigung zu ihm. Ab da verändert sich die Geschichte nochmals. Man erfährt noch einiges mehr über die Machenschaften der Regierung und was noch geplant ist, wo sich Mila in unmittelbare Gefahr begibt.

Die Autorin konnte mich mit ihren lockeren Schreibstil überzeugen. Die Kulissen wurden anschaulich beschrieben, aber auch die drückende und düstere Atmosphäre kommt immer wieder zum Vorschein. Man wird von der dystopischen Welt gefangen genommen.

An sich hat mir die Dystopie gut gefallen und vor allem die Idee dahinter war nachvollziehbar. Die Entwicklung der Geschichte, die noch mal in eine andere Richtung geht und noch weitere dystopische Elemente hervorbringt, war überzeugend. Die dort auch mit Spannung und überraschenden Wendungen einhergeht. Dennoch gingen mir manche Entwicklungen zu schnell und es war zu viel auf einmal. Die Geschichte hätte Potenzial gehabt noch mehr in die Tiefe zu gehen. Es gab zu viele Elemente, die beschrieben wurden, aber es konnten nicht alle bis ins Detail abgehandelt werden.
Zudem ging mir auch die Liebesgeschichte etwas zu schnell. Ich konnte schon verstehen, warum sie sich zueinander hingezogen fühlen, aber dennoch waren die großen Gefühle nicht spürbar. Obwohl die Liebesgeschichte für den Fortgang der Geschichte von Wichtigkeit gewesen ist, wirkte sie etwas erzwungen, aber vielleicht gerade deshalb. Auch dadurch gingen einige Charakterzüge der Protagonisten verloren. Mila und Logan waren anfangs für mich ausdrucksstarke Personen, besonders Logan, aber dadurch entwickeln sie sich in manchen Situationen in eine kitschige Richtung weiter.

Die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Sie sind rund um Mila und Logan eine gut zusammengewürfelte Truppe, die im Verlauf einiges zusammen bewirken.

In dieser Dystopie geht es um Naturkatastrophen, Überbevölkerung, Ressourcenschonung, Genmutation und auch Machenschaften der Regierung, die realitätsnah beschrieben wurden. Sie regen mitunter zum Nachdenken an. Aber manches wäre erschreckend, wenn es wirklich so passieren würde.
Die Themen kamen immer wieder beim Lesen hervor, jedoch gingen sie nicht bis ins kleinste Detail. Zudem stand stellenweise die Liebesgeschichte mehr im Vordergrund.

Fazit:
Die Grundidee der dystopischen Welt, deren im Verlauf weitere Elemente hinzugefügt werden, hat mir gut gefallen. Die Kulissen wurden anschaulich beschrieben. Es werden wichtige Themen behandelt, jedoch wird manches zu kurz dargestellt und schnell zusammengefasst. Die Liebesgeschichte kam bei mir zudem nicht richtig an. Auch diese ging zu schnell und sie war somit von den Gefühlen her kaum spürbar.
Vieles ist zwar nachvollziehbar und gut in die Geschichte eingebracht, sowie auch spannungsvolle Momente, aber es gab trotzdem immer zu schnell eine Lösung. Dennoch sorgt die Dystopie für gute Unterhaltung und regt stellenweise zum Nachdenken an.

Bewertung: 3+ / 5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2020

Toller und fesselnder Fantasy-Roman

Ezlyn. Im Zeichen der Seherin
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Die Idee, den Tod vorauszusehen und die Fähigkeit durch Berührung ein Leben zu nehmen, fand ich faszinierend. Natürlich war ich gespannt darauf, wie die Autorin dies mit etwas Romantik als Beigabe umgesetzt ...

Die Idee, den Tod vorauszusehen und die Fähigkeit durch Berührung ein Leben zu nehmen, fand ich faszinierend. Natürlich war ich gespannt darauf, wie die Autorin dies mit etwas Romantik als Beigabe umgesetzt hat.

Elzyn ist eine Todesseherin, die den Tod eines anderen Menschen voraussehen kann. Die Gabe ist besonders hilfreich für den Adel, um sie vor den Tod zu bewahren. So kommt es, dass die Todesseherinnen dem Adel verpflichtet werden und nicht wieder in das Kloster zurückkehren, wo sie erzogen und ausgebildet wurden. Aber auch untereinander dürfen sie sich nicht wieder treffen. Zudem gibt es noch sogenannte Schattenkrieger, die durch bloße Berührung den Tod eines Menschen bringen können.
Genau auf so einen Schattenkrieger trifft Ezlyn, als sie auf den Hof von Malachi eintrifft. Bringt er ihr den Tod oder steckt noch mehr dahinter?

Mit Ezlyn wurde ich gleich warm. Ihr Denken und auch ihre Zweifel konnte ich gut nachvollziehen. Besonders ihre Zweifel gegenüber Malachi waren verständlich. Ich hätte auch nicht gewusst, ob ich ihm vertrauen könnte oder nicht, ob er Freund oder Feind ist.
Zudem macht sie eine tolle Wandlung durch. Anfangs noch etwas leichtgläubig entwickelt sie ihren Eigensinn. Ihre kämpferische und rebellische Ader kommt immer mehr zum Vorschein.
Aber auch von Dorian war ich gleich fasziniert. Er strahlte etwas geheimnivolles und dunkles aus, aber dennoch konnte man spüren, dass er etwas gutes in sich trägt, obwohl er ein Schattenkrieger bzw. Mörder ist.
Die Autorin hat Charaktere erschaffen, die vielschichtig sind und sich immer wieder weiterentwickeln. Man erlebt durch sie die Geschichte hautnah und außerdem ein Wechselbad der Gefühle.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich mitreißen und an die Seiten fesseln. Außerdem wurde das Setting sehr schön gewählt. Es hat etwas mittelalterliches und verganges, was mir sehr gut gefallen hat. Mit der Kombination aus Fantasy ist es eine tolle Kulisse. Aber auch die ganzen Handlungen wurden lebendig beschrieben. Ich konnte mich sehr gut in die Geschehnisse hineinversetzen und die Kulissen mir bildlich vorstellen.
Zudem wurden die Gefühle von Ezlyn durch die Geschichte transportiert. Zuneigung, Zweifel, Liebe, Vertrauen und Rache konnte man immer wieder spüren.

Etwas Romantik fügt die Autorin sehr gut mit in die Geschichte ein. So war die Zuneigung bzw. waren die Gefühle, die Ezlyn verspürt, immer wieder präsent, aber dennoch war die Liebesbeziehung nicht vordergründig. Hier bekommt man auch noch zum Ende eine nicht vorhersehbare Wendung präsentiert.

Die Geschichte verbirgt noch viel mehr, als man am Anfang denkt. Die Rollen sind klar verteilt, aber doch wird im Untergrund noch eine kleine Rebellion gegen den Adel gesponnen. Die Geschichte geht dadurch noch mehr in die Tiefe und man bekommt überraschende Wendungen. Die Autorin ließ sich immer wieder etwas einfallen, damit die Spannung aufrechterhalten wird. Die Handlungen sind somit facettenreich gestaltet. Ezlyn muss zwischen Lüge und Wahrheit entscheiden, zwischen den Adel und den Armen wählen, aber auch zwischen Vertrauen und Verlust.

Das Ende wurde zudem spannend und unvorsehbar gehalten. Als sich die Lage immer mehr zuspitzt, war das Ende für mich schon fast greifbar. Aber dann wurde nochmals eine unerwartete Wendung eingebaut, die mich überraschen konnte. Die Geschichte bekommt dadurch eine unverhoffte, aber sehr gute und schöne Auflösung.

Fazit:
Eine schöne Fantasy-Geschichte, die mich von Anfang an fesseln konnte. Die Idee, den Tod vorauszusehen, fand ich faszinierend. Aber auch Ezlyn und Dorian waren für mich sehr tolle Charaktere, die der Geschichte Leben eingehaucht haben. Die Autorin verlieh den Handlungen auch etwas gefühlvolles, sodass diese mich immer wieder mitreißen konnten. Aber auch unvorsehbare und überraschende Wendungen machen die Geschichte ereignisreich. Zudem durfte etwas Romantik nicht fehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Fantasievoll und spannend...toller Reihen-Auftakt

The Age of Darkness - Feuer über Nasira
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Der Titel und der Inhalt des Buches sprachen mich schon in der Programmvorschau an. Meine Erwartungen nach einer komplexen und mitreißenden Fantasy-Geschichte wurden hierbei erfüllt.

Zuerst einmal kann ...

Der Titel und der Inhalt des Buches sprachen mich schon in der Programmvorschau an. Meine Erwartungen nach einer komplexen und mitreißenden Fantasy-Geschichte wurden hierbei erfüllt.

Zuerst einmal kann ich sagen, dass nicht nur das Cover wunderschön gestaltet ist, sondern auch der Inhalt des Buches. Man bekommt eine Landkarte zu sehen, sodass man weiß, wo man sich in der Geschichte befindet. Am Ende des Buches findet man ein Glossar, wo nochmals die verschiedenen Orte und Personen zusammengefasst sind.

Die Geschichte wird aus fünf Persepektiven erzählt, die nach und nach zusammengeführt werden. Anfangs muss man aufmerksam lesen, damit man nicht den Faden verliert, aber dabei ist das Glossar und auch die Landkarte behilflich. Trotz dessen habe ich mich schnell in die Geschichte hineingefunden und sie konnte mich auf Anhieb fesseln.

Die Autorin hat eine komplexe und fantastische Welt geschaffen, die anschaulich und detailreich gestaltet ist. Durch die fünf Protagonisten wird man durch diese faszinierende Welt begleitet. Einmal ist es Ephyra, die auch als "blasse Hand" bezeichnet wird und ihre Schwester Beru, die mehr tot als lebendig ist. Dann Anton, der nicht so richtig weiß etwas mit seiner Gabe anzufangen und Prinz Hassan, der mit einmal eine große Last tragen muss. Aber auch der Paladin Jude muss sich entscheiden, ob er sich seiner Bestimmung hingeben kann. Jeder hat sein Schicksal zu tragen. Dabei spielen die vier Gaben, die schon am Anfang des Buches beschrieben werden, eine große Rolle.

Die Handlungsstränge sind somit vielseitig und facettenrreich gestaltet. Jeder Protagonist erzählt sein Schicksal. Trotz der Komplexität der Handlungen verliert man nicht den Überblick. Man wird an die Geschichte gebunden und erlebt alles durch ihre Augen, wo man mit jedem einzelnen mitfühlen und mitfiebern kann. Faszinierend fand ich auch, wie die Schicksale miteinander verbunden werden und am Ende alles ein großes Ganzes ergibt.
Ich kann gar nicht sagen, welcher Charakter oder Handlungsstrang mir am besten gefallen hat. Irgendwie waren alle auf gleicher Ebene. Ich fieberte und litt mit allen gleich mit. Auch die Orte und Schauplätze konnte ich genau mitverfolgen, da man immer mitten im Geschehen war.

Insgesamt ist die Geschichte ziemlich komplex, lässt sich durch die fünf Protagonisten Zeit und behält sich den benötigten Raum vor, um sich zu entfalten. Zudem werden die Handlungen immer wieder mit vielen Spannungsmomenten gefüllt, die durch unvorsehbare Wendungen gestaltet werden. Aber zum Teil wird das Geschehen durch eine gewisse Vorsehbarkeit aufgebaut, aber die zugleich spannend erzählt wurde und somit nicht störend war.
Die Geschehnisse lassen sich durch den angenehmenen Schreibstil sehr schön lesen und man wird somit an die Seiten gefesselt, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Autorin schafft tolle Perspektiven, die ein fesselndes Fantasy-Buch ausmachen. Man ist vollkommen in der Welt gefangen, die durch eine Prophezeiung, vielschichtige Charaktere und besondere Gaben vereint wird.

Auch wenn zum Schluss die Handlungsstränge ineinander gefügt werden, ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. Die Story endet zwar nicht mit einem großen Cliffhanger, dennoch bleibt noch einiges offen, was Stoff für eine Fortsetzung bietet, auf die man sich bestimmt freuen kann.

Fazit:
Ein toller Fantasy-Auftakt, der packend und spannend erzählt wird. Die verschiedenen Handlungsstränge und die Protagonisten machen die Geschichte abwechslungsreich und vielseitig. Die erschaffene Welt wurde detailreich beschrieben, wo sich die Geschehnisse sehr schön einfügen. Die Autorin hat das geschaffen, was ein tolles Fantasy-Buch ausmacht - mitreißende Handlungen und vielschichtige Protagonisten in einer fantastischen Welt, die mit einander verwoben werden und somit zu einem sehr guten und fesselnden Lesefluss führen.

Bewertung: 5 / 5

Vielen Dank an den CBJ-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2020

Aufbrausend, gefühlvoll und leidenschaftlich

Midnight Blue
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Von L.J. Shen kenne ich bereits die Sinners of Saint-Reihe sowie den Auftakt-Band der All Saints High-Reihe. Ich wollte mich gerne mal an einem Hörbuch probieren. Da ich bereits den Stil der Autorin durch ...

Von L.J. Shen kenne ich bereits die Sinners of Saint-Reihe sowie den Auftakt-Band der All Saints High-Reihe. Ich wollte mich gerne mal an einem Hörbuch probieren. Da ich bereits den Stil der Autorin durch diese Reihen kenne, wollte ich es mit einem Hörbuch von ihr probieren und die Rockstar-Geschichte "Midnight Blue" hörte sich einfach verlockend an.

Zuerst einmal musste ich mich mit den Sprechern des Hörbuches vertraut machen und in einen Hörfluss kommen. Anfangs war es noch etwas gewöhnungsbedüftig, aber nach einer Weile konnte ich den Stimmen gut folgen. Natürlich muss man bei einem Hörbuch am Ball bleiben, um nicht zu sehr abgelenkt zu werden. Das gelang mir nach und nach immer besser.

Die Geschichte konnte mich an sich auch begeistern. Da ich bereits mit Büchern der Autorin vertraut bin, wusste ich von ihrer rauen Art zu erzählen. Zu ihren Geschichten ist diese Art aber immer wieder passend, wie auch zu dieser Rockstar-Geschichte. Denn in der Geschichte geht es um Alex Winslow, der Leadsänger einer Band ist, aber der sich oft von seinen Dämonen leiten lässt. Somit verfällt er in einen Drogen- und Alkoholkonsum. Nachdem er einen Entzug gemacht hat, soll er seine neue Tournee ohne Drogen und Alkohol meistern. Dafür wird ihm die junge Indigo Bellamy als Aufpasserin zur Seite gestellt. Sie ist auf das Geld angewiesen, da sie ihre Familie versorgen muss. Alex ist wenig begeistert von seiner neuen Babysitterin und möchte sie gerne schnell wieder loswerden. Wird Indigo die Tournee überstehen?

Indigo kam für mich bodenständig herüber. Sie sorgt sich um ihre Familie, da sie bereits einen Schicksalsschlag erleben musste. Obwohl sie eher zurückhaltend bzw. introvertiert ist, treibt sie die Sorge um ihre Familie immer wieder an. So wächst sie teilweise über sich hinaus.
Alex hingegen ist überheblich, oft launisch und lebt seine Rockstar-Allüren aus. Dennoch hat er auch eine andere Seite, eine tiefgründige und verletzliche Art, mit der er auch Songtexte zu Papier bringen kann. Nach und nach lernt man seine Art kennen und auch lieben.

Obwohl die beiden Protagonisten so unterschiedlich sind, ergänzen sie sich auf der anderen Art. Sie wachsen zusammen über sich hinaus und geben sich Halt.

Zuerst bekommt man Hass, Abneigung, ein typisches Rockstarleben geboten und dann ein verbotenes Knistern und Leidenschaft, die nach und nach ausgelebt wird.

Auch Drumherum bekommt man einiges geboten, was das Leben und die Zuneigung der Beiden immer wieder auf den Kopf stellt. Somit gibt es immer wieder Spannungsmomente, die gut in die Geschichte integriert werden.

Die Nebencharaktere fügen sich gut mit in das Geschehen ein und geben der Handlung einen passenden Verlauf. Aber am meisten mochte ich die beiden Protagonisten, bei denen ich immer wieder die Gefühle und Emotionen spüren konnte.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten erzählt, sodass man mit den beiden mitfühlen kann, ihre anfängliche Abneigung versteht, aber auch ihre aufkeimende Gefühle vor Augen sieht.
Der Schreibstil der Autorin ist rau, etwas vulgär und trotzdem locker. Die Sprecher haben dieses weitestgehend gut umgesetzt - die abweisende und montone Art von Alex und die liebevolle und teils zurückhaltende Art von Indigo. Aber auch andere Gefühlsregungen wurden gut erzählt.

Die Autorin konnte sehr gut umsetzen, was das Rockstarleben so mit sich bringt. Aber auch die anderen Probleme, die Alex und Indigo mit sich tragen, wurden glaubhaft dargestellt. Zudem konnte sie die Orte der Tournee bildhaft beschreiben.

Ein schöner Einzelband, der viele Gefühle hervorruft und eine leidenschaftliche Atmosphäre schafft, aber auch tiefgründig sein kann.

Fazit:
Die Geschichte ist aufbrausend, gefühlvoll und leidenschaftlich. Die Sprecher haben die Emotionen der Protagonisten gut umgesetzt. L.J. Shen setzt den Stil, den ich bereits von ihr kenne, auch hier um. Dieser ist wieder passend zu dieser Rockstar-Geschichte gestaltet. Auch wenn Indigo und Alex ziemlich unterschiedlich sind, haben sie mir gut zusammen gefallen. Insgesamt ein schöner und leidenschaftlicher Einzelband, den ich weiterempfehlen kann.


Bewertung: 4 / 5

Vielen Dank an den Lyx.audio-Verlag und die Bloggerjury für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2020

Schöne und stimmige Liebesgeschichte

Truly
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Von Ava Reed habe ich bisher nur etwas im Fantasy-Bereich gelesen. Daher war ich neugierig auf ihre New Adult-Geschichte bzw. -Reihe.

In der Geschichte lernt man zuerst Andie kennen, die zum Studieren ...

Von Ava Reed habe ich bisher nur etwas im Fantasy-Bereich gelesen. Daher war ich neugierig auf ihre New Adult-Geschichte bzw. -Reihe.

In der Geschichte lernt man zuerst Andie kennen, die zum Studieren nach Seattle aufbricht, wo bereits ihre beste Freundin June studiert. Gemeinsam wollen Sie einen Marketing-Event-Agentur gründen. Doch Andie fällt der Einstieg nicht so leicht, da ihr die notwendigen Mittel fehlen, wie Wohnung und Job. Doch dann fängt sie in einem Club als Barkeeperin an und trifft auf den unnahbaren Cooper. Er bringt ihre Gefühle vollends zur Verwirrung. Was verbirgt Cooper?

Mit Andie konnte ich mich sehr schnell indentifizieren, da sie eine ruhige und schüchterne Art hat. Obwohl sie der neue Job einiges an Überwindung kostet, lässt sie sich nicht unterkriegen. Sie wirkte in weiten Teilen nicht aufdringlich, bis auf ihren Ordnungswahn, den einige nicht immer so toll finden. Trotzdem rundet es ihre liebevolle Art ab.
Cooper ist eher unnahbar und wortkarg. Dennoch kann er auch ein Beschützer in der Not sein. Trotzdem merkt man zugeich, dass er etwas verbirgt und deshalb immer wieder auf Distanz geht.

Auch wenn die Distanz zwischen Andie und Cooper anfangs groß ist, spürt man immer wieder, dass sie Gefühle füreinander hegen. Das leichte Knistern und die Annäherung zwischen den Beiden konnte die Autorin gut beschreiben. Sie zieht sich durch die Geschichte hindurch, sodass die Handlung insgesamt eher ruhig gehalten ist und eher stetig wächst, bis irgendwann herauskommt, was sich hinter Coopers Geheimnis verbirgt.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich weitestgehend überzeugen. Er ist leicht poetisch angehaucht, aber auch locker und stimmig zu lesen. Man konnte dem Geschehen gut folgen.
Zudem bekommt man immer wieder einen Einblick in die Gedankengänge von Andie und Cooper, da die Geschichte abwechselnd aus deren Sicht geschildert wird, was mir gut gefallen hat.

Es ist zwar eine typische New Adult-Geschichte, aber dennoch schön zu lesen, da diese ohne großes Drama auskommt. Es gibt zwar auch einige Geheimnisse und Schicksalsschläge, mit denen die Protagonisten leben müssen, aber sie nicht zu verkorkst daraus hervorgehen.
Ich mochte daher die ruhige bishin zur leicht bewegten Stimmung im Buch.

Die anderen Charaktere, wie June und Mason, fand ich sehr gut in die Geschichte integriert. Sie gaben der Story einen humorvollen Touch und sie sind jetzt schon ein explosives Gemisch. Daher freue ich mich schon auf ihre Geschichte, die es im Folgeband "Madly" zu lesen gibt.

Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte, die durch die beiden Protagonisten mit ihrer zurückhaltenden Art eher ruhig gehalten ist. Es muss nicht immer viel Drama sein. Dennoch gibt es eine gewisse Distanz zwischen den Beiden, die die Handlung bewegend macht. Durch die Nebencharaktere June und Mason bekommt die Story zudem eine Brise Humor und Prickeln. Daher bin ich schon auf den Folgeband 'Madly' gespannt, wenn June und Mason aufeinander treffen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere