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Veröffentlicht am 14.06.2026

Zu viel Chaos, zu wenig Entwicklung

Chaos
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Dieses Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits fand ich die Grundidee spannend, andererseits konnte mich die Geschichte nicht durchgehend überzeugen.

Was mir gut gefallen hat, ...

Dieses Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Einerseits fand ich die Grundidee spannend, andererseits konnte mich die Geschichte nicht durchgehend überzeugen.

Was mir gut gefallen hat, war der Blick auf drei Generationen und darauf, wie sich bestimmte Muster innerhalb einer Familie immer wiederholen. Das wurde nachvollziehbar und stellenweise auch sehr eindrücklich dargestellt. Vor allem durch die zwei Zeitebenen – Heddas Kindheit und ihr heutiges Leben – versteht man nach und nach, warum die Figuren so handeln, wie sie handeln.

Hedda selbst war für mich die Figur, mit der ich am meisten mitgefühlt habe. Sie trägt unglaublich viel mit sich herum und wirkt oft, als würde sie mit ihren Sorgen und Problemen allein gelassen werden. Gerade die Enttäuschungen rund um ihren Vater haben mich beim Lesen beschäftigt. Seine großen Versprechungen, seine Fantasie und seine Ideen klangen oft wunderschön, wurden aber nur selten eingelöst. Das hat mich beim Lesen immer wieder traurig gemacht und erklärt vieles von Heddas späterem Verhalten.

Generell sind die Figuren gut ausgearbeitet. Selbst wenn ich manche Entscheidungen überhaupt nicht nachvollziehen konnte oder beim Lesen nur den Kopf geschüttelt habe, waren die Charaktere nicht eindimensional. Man versteht, woher ihre Verhaltensweisen kommen.
Gleichzeitig war genau dieses ständige Chaos auch mein größtes Problem mit dem Buch. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass wirklich niemand einmal zur Ruhe kommt oder aus den eigenen Mustern ausbrechen kann. Das machte die Geschichte zwar realistisch, war für mich aber auf Dauer auch anstrengend. Statt Spannung oder Entwicklung empfand ich manche Situationen irgendwann eher als Wiederholung derselben Probleme.
Dadurch fiel es mir teilweise schwer, eine echte Verbindung zur Geschichte aufzubauen. Ich habe das Buch zwar gerne weitergelesen, weil ich wissen wollte, wie sich alles entwickelt, aber emotional hat es mich nicht so stark erreicht, wie ich es mir erhofft hatte.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass sich das Buch insgesamt gut lesen lässt. Auch das Cover gefällt mir sehr gut und passt für mich zur Stimmung der Geschichte.

Am Ende bleibt für mich eine interessante Familiengeschichte mit gut gezeichneten Figuren und einer nachvollziehbaren Darstellung generationsübergreifender Prägungen. Gleichzeitig war mir das dauerhafte Chaos stellenweise zu viel, und ich hätte mir mehr Entwicklung, mehr Hoffnung oder zumindest etwas mehr Leichtigkeit gewünscht.

Wer gerne turbulente Familiengeschichten liest, in denen Menschen mit ihren Fehlern, Verletzungen und familiären Altlasten kämpfen, könnte hier durchaus fündig werden. Für mich war es ein solides Buch mit Stärken und Schwächen

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Wenn Familie kompliziert wird

Verlorene Schäfchen
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Verlorene Schäfchen hat mich nicht sofort abgeholt, aber genau das hat sich im Verlauf geändert. Der Roman entfaltet sich langsam und bleibt dabei sehr nah an seinen Figuren.
Die Familie steht im Mittelpunkt, ...

Verlorene Schäfchen hat mich nicht sofort abgeholt, aber genau das hat sich im Verlauf geändert. Der Roman entfaltet sich langsam und bleibt dabei sehr nah an seinen Figuren.
Die Familie steht im Mittelpunkt, doch eigentlich geht es um viel mehr: Erwartungen, Beziehungen, Unsicherheiten und das Gefühl, im eigenen Leben manchmal nicht richtig zu funktionieren. Besonders die drei Töchter haben bei mir Eindruck hinterlassen, weil sie sehr unterschiedlich, aber alle sehr greifbar wirken.

Als Hörbuch hat mir die Umsetzung gut gefallen. Die Sprecherin liest ruhig und passend zur Stimmung, wodurch die Geschichte gut zugänglich bleibt.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die etwas unausgewogene Darstellung der Elternbeziehung, bei der ich mir mehr Tiefe in der Perspektive der Mutter gewünscht hätte.

Insgesamt ein ruhiges, aber eindrückliches Hörbuch über Familie und das Miteinander.

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Veröffentlicht am 05.06.2026

Die Leben, die wir fast geführt hätten

Fast ein Leben
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Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Figuren und deren Entwicklung überzeugt. Erica und Laure begegnen sich in Paris und verlieren sich im Laufe der Jahre immer wieder – ihre Geschichte zieht sich ...

Dieses Buch hat mich vor allem durch seine Figuren und deren Entwicklung überzeugt. Erica und Laure begegnen sich in Paris und verlieren sich im Laufe der Jahre immer wieder – ihre Geschichte zieht sich über Jahrzehnte hinweg.

Genau dieser lange Zeitraum macht den Roman so besonders. Man sieht, wie Entscheidungen, Zufälle und Lebensumstände die beiden prägen und verändern. Es ist spannend zu beobachten, wie aus zwei jungen Frauen Menschen werden, die auf sehr unterschiedliche Leben zurückblicken.

Auch die Einbettung in die Zeit hat mir gut gefallen. Gerade in den 80er-Jahren war es nicht selbstverständlich, eine queere Beziehung offen zu leben, und diese Realität spiegelt sich in der Geschichte spürbar wider.

Der Schreibstil ist angenehm und unaufgeregt, wodurch sich das Buch sehr leicht lesen lässt, obwohl die Themen durchaus schwer wiegen.

Eine ruhige, emotionale Geschichte über Liebe, Identität und die Frage, was hätte sein können.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Am liebsten sofort zurück nach Rosenholm

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück
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Ein echtes Wohlfühlbuch! Die Geschichte hat sofort Sommer, Meer und Ferienfeeling ausgelöst. Rosenholm wirkt so lebendig, dass man direkt selbst dort sein möchte. Die Mädchen sind sehr authentisch dargestellt, ...

Ein echtes Wohlfühlbuch! Die Geschichte hat sofort Sommer, Meer und Ferienfeeling ausgelöst. Rosenholm wirkt so lebendig, dass man direkt selbst dort sein möchte. Die Mädchen sind sehr authentisch dargestellt, mit echten Gedanken und kleinen Alltagsdramen, die perfekt zu ihrem Alter passen.

Der Schreibstil ist leicht und angenehm, sodass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Besonders schön fand ich auch die eingebauten DIY-Ideen, die toll zur Atmosphäre passen.

Kleine Kritik: Manche Wortwahl war mir etwas zu simpel, wie zum Beispiel „blöd“. Das hätte man etwas abwechslungsreicher gestalten können.

Insgesamt eine ganz klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Zu viel Stillstand, zu wenig Entwicklung

Weird Girls
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„Weird Girls“ begleitet drei Freundinnen in Belfast, die nach dem Verlust einer engen Freundin versuchen, ihren Alltag und ihre Beziehung zueinander neu zu sortieren. Die Ausgangslage verspricht eine intensive ...

„Weird Girls“ begleitet drei Freundinnen in Belfast, die nach dem Verlust einer engen Freundin versuchen, ihren Alltag und ihre Beziehung zueinander neu zu sortieren. Die Ausgangslage verspricht eine intensive Auseinandersetzung mit Trauer, Freundschaft und persönlicher Entwicklung.

In der Umsetzung bleibt das für mich jedoch weitgehend auf der Strecke. Statt eines spürbaren Fortschritts oder einer echten Auseinandersetzung mit den eigenen Problemen dominiert ein Gefühl von Stillstand. Viele Szenen wiederholen sich in ihrer Darstellung von exzessivem Feiern, Alkohol und Drogen, ohne dass sich daraus greifbare Veränderungen ergeben.

Der Schreibstil transportiert die düstere, schwere Stimmung durchaus treffend, wirkt auf Dauer aber eintönig. Es entsteht eher der Eindruck, passiv dabei zuzusehen, wie die Figuren immer wieder in die gleichen Muster zurückfallen. Dabei fiel es mir schwer, eine echte emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen, da ihre Handlungen oft wenig reflektiert wirken.

Insgesamt hinterließ das Buch bei mir vor allem ein Gefühl von Leere und Perspektivlosigkeit, ohne daraus eine klare Botschaft oder Entwicklung entstehen zu lassen.

Fazit:
Eine bedrückende Geschichte mit interessantem Ansatz, die ihr Potenzial jedoch nicht ausschöpft. Für mich überwogen Stillstand und fehlender Mehrwert.

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