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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2020

Wenn der Überlebensinstinkt gefordert ist

Bunker Diary
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Ein Buch, welches zeigt, wie Menschen an den Rand des Wahnsinns gebracht werden. Diese versuchen zu überleben und nicht einmal wissen, warum es so gekommen ist.

Wir erfahren die Geschichte aus der Sicht ...

Ein Buch, welches zeigt, wie Menschen an den Rand des Wahnsinns gebracht werden. Diese versuchen zu überleben und nicht einmal wissen, warum es so gekommen ist.

Wir erfahren die Geschichte aus der Sicht von Linus. Er ist 16 und lebt auf der Straße. Eines Tages wird er entführt und findet sich in einem Bunker wieder. Dieser ist ausgestattet mit sechs Zimmer, einer Küche und einem Bad. Aber keinen Ausweg für ihn. Mit einem Aufzug werden nach und nach fünf weitere Personen runtergebracht. Alle sind sie bewusstlos, verschiedenen Alters und Herkunft, und niemand weiß was es mit dem Bunker auf sich hat.

Zu Linus kommen noch ein junges Mädchen von grade mal neun Jahren, so wie Erwachsene mit unterschiedlichsten Merkmalen. Da trifft ein arroganter Anzugträger auf einen Bauarbeiter mit Drogenerfahrung auf einen homosexuellen, dunkelhäutigen Philosophen. Der Streit und der Stress ist somit vorprogrammiert und soll nicht lange auf sich warten lassen.

Entzug trifft auf Essensgier, auf null Kooperation. Die Fluchtversuche der Gruppe werden vom Entführer hart bestraft. Die Gruppe lebt wie die Ratten im Käfig und haben keine Chance diesem zu entkommen.

Doch er stellt einen Ausweg bereit: Wer bereit ist, einen anderen Menschen zu töten, der soll freikommen. Ob dies stimmt, weiß die Gruppe nicht. Aber man sieht nun wer den Schritt bereit wäre zu gehen und wer nicht.

Die Menschen werden in diesem Bunker auf den Urinstinkt des Überlebens reduziert und weg von der Menschlichkeit. Linus beschreibt alles in seinem Tagebuch. Die Angst, die Trauer, die Schmerzen und das Leid.

Das Buch ist mehr als ein klassischer Thriller. Die Gefühle der Gruppe werden aus der Sicht von Linus so gut rübergebracht, dass man das Gefühl hat, selbst im Bunker zu sein. Die Angst, die Ungewissheit. Die Hoffnung das sie rauskommen. Man möchte einfach wissen wer dahinter steckt und ob es noch ein gutes Ende für alle finden wird.

Dieses Buch geht auf eine emotional so tiefe Ebene, dass im Anschluss das Buch nicht einfach so weggelegt wird, sondern man schockiert ist, wie es endet.

Dem Autor geht es nicht darum einen actionreifen Thriller zu schreiben oder den Täter und seinen Grund zu präsentieren. Es geht um die menschlichen Abgründe, welche in einer solchen Situation entstehen und diese sind sehr tief. Ein Buch, welches man nie vergessen wird.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Winter bitte verhaften Sie mich :-)

Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen
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Das Buch steht zusammen mit Teil zwei und drei schon recht lange bei mir im Schrank. In meiner Challenge 2020 habe ich mir vorgenommen dieses Buch zu lesen. Und ich bin sehr froh darum das ich es getan ...

Das Buch steht zusammen mit Teil zwei und drei schon recht lange bei mir im Schrank. In meiner Challenge 2020 habe ich mir vorgenommen dieses Buch zu lesen. Und ich bin sehr froh darum das ich es getan habe.

Jefferson Winter ist ein Profiler und hat seine Erfahrung beim FBI gelernt, wo er elf Jahre gearbeitet hat und davon die letzten drei als Chef-Profier und ist nun als Privater Profiler unterwegs. Eine Tapferkeitsmedaille zeigt, sein können. Auch wenn man ihn so kennen lernt, dass er diese kaum gerne angenommen haben wird. Seine Vergangenheit ist prägend gewesen, da sein Vater ein Serienmörder ist. Dieser sagte ihm stumm mit den Lippen am Tag seiner Hinrichtung: Du bist wie ich!

Dies ist der Grund, warum Winter anders sein will. Angestrengt seinem Job nachkommt, Menschen helfen will und beweisen will das er kein Serienmörder ist. Sein Einzelgängerleben soll mit diesem Buch langsam aufhören.

Denn er arbeitet mit der Polizistin Templeton zusammen. Diese ist keine klassische Frau und eher die taffe geschlechtsneutrale Kollegin.

Zusammen versuchen sie Rachel zu finden. Sie ist das fünfte Entführungsopfer eines Killers, der bei den Frauen eine Lobotomie durchführt. Das Cover vom Buch greift genau diese Thematik auf.

Wir erleben die Jagd nach dem Killer auf der einen Seite und wechseln im Buch auf die Kapitel, wo Rachel im Keller als Gefangene versucht nicht verrückt zu werden.

Ich habe dieses Buch echt super gefunden. Der Humor und der nicht ganz so nette Charme von Winter war einfach genial. Manchmal was abgebrüht und wenig einfühlsam, aber nie verletzten oder bewusst böse. Der Mann geht nach einem Lobotomieversuch an einer Leiche essen, als wäre es nichts gewesen. Dann muss seine Kollegin den ein oder andern Spruch einstecken. Ich wäre persönlich auf dieser Seite begeistert mit ihm zu arbeiten. Auf der andern Seite ist er schwierig, weil er sich über alle Regeln hinwegsetzt und macht, worauf er Lust hat.

Alles in allem eine tolle Mischung. Ich freue mich auf den zweiten Teil, den ich hoffe noch Ende des Jahres, spätestens in 2021 zu lesen.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Eine Freunschaft fürs Leben, die zu Tränen rührt

Bob, der Streuner
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Das Tiere die besseren Menschen sind und uns aus so manchen Tiefen ziehen können und uns das Geben was wir brauchen, ist der beste Beweis bei James und Bob.

Der obdachlose Straßenmusiker, der mit seinem ...

Das Tiere die besseren Menschen sind und uns aus so manchen Tiefen ziehen können und uns das Geben was wir brauchen, ist der beste Beweis bei James und Bob.

Der obdachlose Straßenmusiker, der mit seinem Drogenentzug kämpft, keine Familie und Freunde hat und jeden Tag versucht clean zu bleiben. Eine kleine, dreckige Wohnung. Kein Lichtblick. Dann ist da dieser dicke rote Kater. Ein Streuner, so wie James. Ein Wesen was niemanden hat. James hat nicht viel zu Essen, teilt aber dies mit dem Kater. Es dauert nicht lange, und die beiden werden Freunde.

James nimmt den Kater mit zu seinen Auftritten auf der Straße. Dort hat er zuvor nie viel Geld gesammelt, aber mit Bob dabei ändert sich das. Er läuft auf der Schulter, und später mit der Laune. Die Leute lieben den roten Kater und James kann sich nach und nach ein besseres Leben leisten.

Es führt dazu, dass er ein Buch herausbringt von ihrer Beide Geschichte. Eine Geschichte, die so gut einschlägt, das James in Zukunft nicht mehr auf der Straße spielen muss und zum gefeierten Autor und Katzenfreund wird.

Ich habe die Geschichte gelesen und habe damals, wie auch jetzt beim Schreiben der Rezension Tränen in den Augen. Eine so wunderschöne Geschichte von Einsamkeit und Trauer, Arm sein und dann diese Freundschaft die entsteht. Wunderschön und empfehlenswert.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Ein toller Start in eine fantastische Serie

Blutspur
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Wenn Vampire, Hexen und ein Pixie die Welt der Menschen und der Inländer auf den Kopf stellen. Fantasy für Erwachsene die echt Spaß macht

Eine Welt wie die unsere. Fast. Nur mit dem Unterschied das es ...

Wenn Vampire, Hexen und ein Pixie die Welt der Menschen und der Inländer auf den Kopf stellen. Fantasy für Erwachsene die echt Spaß macht

Eine Welt wie die unsere. Fast. Nur mit dem Unterschied das es Hexen, Pixies, Vampire und alles Erdenkliche an Fabelwesen in dieser Welt leben.

Wer eine Mischung aus Fantasy, Krimi, Humor und allerlei unterschiedlichen Wesen sucht ist hier genau richtig. Wichtig ist dabei zu beachten, dass es sich keinesfalls um ein Kinder- oder Jugendbuch wie Harry Potter handelt.

Die Menschen haben vor sehr vielen Jahrzenten dem Lebensmittelmangel gegenwirken wollen und haben daher genmanipulierte Tomaten gezüchtet. Leider mit dem Effekt, dass sehr viele Menschen daran gestorben sind. Dies führte dazu, dass die bis dahin den Menschen unbekannten und vor ihren Augen versteckten Inderländer nun ein offizieller Teil der Gemeinschaft sind. Somit wissen die Menschen das es Vampire, Feen und alle möglichen Wesen, wie auch Dämonen gibt.

Um eine Ordnung zu erhalten, gibt es bei den Menschen für die Angelegenheiten das FBI und bei den Inländern die I.S. Beide Seiten arbeiten nicht besonders gerne miteinander und sind recht rau, versuchen aber das Leben der beiden Zielgruppen so gut wie es geht zu unterstützen und zu bewachen.

Rachel Morgan arbeitet als sogenannte Runner für die I.S. Sie ist eine Erdhexe und hat somit die Macht Energie aus Erdlinien zu ziehen. Eine Macht welche auch sehr gefährlich und negativ genutzt werden kann. Sie ist taff und sagt was sie denkt. Plant ihre Aktionen und lässt sich nicht drangsalieren. Da sie aber nicht mehr für den I.S. arbeiten möchte ist sie in der schwierigen Situation auszusteigen. Denn eine Kündigung aussprechen und gehen ist nicht so einfach, eher lebensgefährlich.

Rachel lebt mit Ivy zusammen, mit der Sie eine Detektei aufmachen möchte. Ivy ist ein lebender Vampir. Sie ist also nicht tot und versucht nicht als Vampir zu leben. Sie meidet das Sonnenlicht, meidet Menschenblut hat aber die volle Stärke wie ein toter Vampir. Sie ist in ihrem Charakter etwas unterkühlt und hält auf Distanz, was aber zum Schutz von Rachel ist, da sie nun einmal ein Vampir ist. Sie ist aber auch hilfsbereit und unheimlich zuverlässig und hilft wo sie kann und eine treue Seele.

Jenks, ein Pixie, und seine Familie sind ebenfalls beim Team mit dabei. Mit seinen Flügelstaub kann er Menschen einen widerlichen Ausschlag versetzten und ist sehr hilfreich dank seiner geringen Körpergröße. Wenn er eingeschnappt ist, lässt er dies seinen gegenüber spüren. Er ist wie Ivy ein sehr treuer Partner.

Dieser erste Band erklärt wie die drei zusammenkommen, wie schwierig der Ausstieg aus der I.S. ist und wie das erste zusammenleben der Gruppe funktioniert.

Fazit: Ein toller Einstieg der Lust auf mehr macht. Die Charaktere sind alle sehr sympathisch und man möchte erfahren wie die Geschichte weitergeht, da sie zwar abgeschlossen ist, aber neue Türen für weitere Bände öffnet. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und die Charaktere sind schön beschrieben. Schauplätze und Story werden nicht langweilig und sind wunderbar beschrieben, so dass das Buch wie ein Film vor Augen abspielt. Man freut sich mit dem Ende des ersten Bandes bereits auf den zweiten Band.

Veröffentlicht am 27.09.2020

Ein Heitzbuch

Blutportale
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Saskias Talente sind das Fechten sowie das Kochen. Eine Besonderheit ist jedoch, dass sie nicht in einem offiziellen Club fechtet, sondern eher in einer Untergrundgruppe, wo halt auch schonmal Verletzungen ...

Saskias Talente sind das Fechten sowie das Kochen. Eine Besonderheit ist jedoch, dass sie nicht in einem offiziellen Club fechtet, sondern eher in einer Untergrundgruppe, wo halt auch schonmal Verletzungen stattfinden. Sie trifft auf den ersten Platz der Rangliste und wird von diesem mit einer Tiefen Hautwunde verletzt. Dabei sieht es nicht wie ein üblicher Schnitt aus und hat zudem die Besonderheit das er innerhalb kurzer Zeit weggeheilt ist.

Das Wochenende kommt näher und sich vom Verlieren abzulenken, geht sie mit ihren Kochfreund Patrick auf eine Party. Diese findet bei einem Kunden von ihrem Floristenfreund Will statt. Auf der Party erkunden sie die Räume und finden eine Tür hinter einem Wandvorhang. Diese Tür wird von Saskia geöffnet und die Katastrophe findet ihren Lauf. Es stellt sich heraus, dass die Wunde vom Fechten ein Mal ist. Ein Mal, zugefügt von einem Dämon in Menschengestalt, welcher durch die verborgenen Kräfte von Saskia zurück in seine Welt will. Aber wenn sich eine Tür öffnet, öffnet sich diese in beide Richtungen und so kommt da mehr raus als gedacht. Saskia und Will fallen in Ohnmacht. Wie sie wieder wach werden ist jeder auf der Party tot. Zerstückelt und zerfetzt.

Für die beiden beginnt ein Kampf ums Überleben. Doch sie stehen nicht allein da. Denn eine Werwölfin kam durch das Portal, ihre Kräfte sprangen auf Saskia über, und somit hilft diese gezwungener Massen den beiden.

Das Buch schickt die Gruppe durch verschiedene Länder und Zeiten, Ruhe finden sie nicht dabei.

Ein bisschen Blut muss man schon abhaben können. Aber spannend war es von vorne bis hinten, mit Menschen mit Kräften, Dämonen und dem Kampf gegen das Böse.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und man mag den einen mehr als den anderen. Gerade Will baut in seiner Sympathie ab, aber es ist in Ordnung. Ein Buch welches alles andere als schlecht ist, wenn auch kein Nobelpreisbuch der Bücher.