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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Reden ist falsch, doch wenn du sprichst glaubt dir niemand

Was ich euch verschweige
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Was ich euch verschweige“ ist der der 4. Teil von Gytha Lodge und der Detective Chief Inspector Jonah Reihe. Für mich ist es das erste Buch der Autorin, anders als in anderen Büchern, ist dies aber kein ...

Was ich euch verschweige“ ist der der 4. Teil von Gytha Lodge und der Detective Chief Inspector Jonah Reihe. Für mich ist es das erste Buch der Autorin, anders als in anderen Büchern, ist dies aber kein Hindernis gewesen, die Charaktere und die Beziehungen zueinander zu verstehen.

DCI Jonah sitzt dabei gerade im Pub, und nicht wie in der Beschreibung auf LB erwähnt in der Sonne, als die blutverschmierte und vermisste Keely vor ihm steht. Sie und ihre jüngere Schwester Nina gelten seit Tagen als vermisst. Beide Mädchen sind mit ihren feuerroten Haaren und den Sommersprossen recht auffällig. Auffällig ist auch ihr Werdegang durch mehrere Kinderheime und Pflegeeltern. Und hier kommt die Geschichte schnell in Fahrt. Denn Keely behauptet ihre Schwester versteckt zu halten und dort wo sie ist, in Gefahr zu sein. Um die Polizei zu ihr zu lassen, muss diese der 16-Jährigen zuhören. Und zwar sehr genau und die ganze Geschichte.

Die Geschichte von zwei Mädchen welche Gewalt und sexuellen Missbrauch erlebt haben. Und dies mehr als einmal und denen man nicht glauben wollte. Niemals. Und nun, da ist man gezwungen sich ihre Geschichte anzuhören. Aber was davon stimmt und was nicht? Aussage gegen Aussage, Beweise die fehlen und ein verschwundenes Mädchen.

Die Autorin lässt die Geschichte wunderbar durch Keely erzählen und zugleich die Polizei in diesem Fall ermitteln. Morgens folgt die Aussage und nachmittags sprechen die Tatsachen dagegen. Wir wollen Keely glauben und Nina helfen, wir zittern mit das alles schneller gehen muss. Aber schon in der Vergangenheit wurden die Vorwürfe als falsch bezeichnet. Als Leserin, wusste ich nie was ich von dem jungen Mädel halten wollte. Die Polizei war auf jeden Fall top im Buch, denn sie blieben die Ganze Zeit über dran. Überstunden, zu wenig Schlaf, alle nur bestehenden Möglichkeiten wurden genutzt.

So war das Buch nie in sich langweilig, der Schmerz der Mädchen fühlbar und die Verzweiflung das niemand ihnen glauben will greifbar. Die Sprache ist dabei weder zu einfach noch zu schwer. Für eine 16-Jährige ist Keely sogar sehr stark in ihrer Wortwahl.

Für mich war es eine echt gute Lektüre und es gruselt mich immer noch, wie es Kindern in Pflegefamilien gehen kann und wenn niemand deinen Worten Glauben schenken will.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Tolles Cover, interessante Grundidee, aber viel zu schwach umgesetzt

Der Diamanten-Coup
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Fünf Minuten braucht es, um einen Millionenschweren Diebstahl in Dresden zu begehen. Nicht viel länger dauert es, um den Kunstdetektiv Adrian Falke als Verdächtigen, diesen Diebstahl ausgeführt zu haben ...

Fünf Minuten braucht es, um einen Millionenschweren Diebstahl in Dresden zu begehen. Nicht viel länger dauert es, um den Kunstdetektiv Adrian Falke als Verdächtigen, diesen Diebstahl ausgeführt zu haben in den Mittelpunkt der Polizeiarbeit zu stellen. So wird auch die frische Museumsdirektorin Julia verdächtigt, immerhin hat sie Ihrem Vorgänger geglaubt, das Gewölbe wäre sicher wie Fort Nox.

Der Raub ist vollzogen, die beiden somit schnell verdächtigt. Aber woher kommt es? Beweise gibt es so nämlich überhaupt nicht dafür. Es liegt an den beiden Polizisten die wie Dick und Doof aus den Filmen dargestellt werden. Der deutsche Beamte der nichts kann, vor allem keine Beweise sichern und nicht 1 und 1 zusammenzählen.

Leider hat das Buch diese extreme vollständig durchgezogen. Adrian und Julia bringen Aktionen wo man sich nur an den Kopf packt und bei den Polizisten will man diesen dann vollends im Boden versenken. Nur die Sicht der wirklichen Täter ist interessant. Warum begehen Sie die Diebstähle, sind sie sich der Gefahr bewusst und wer ist der wirkliche Drahtzieher.

Darüber hinaus gibt es viele Informationen zu den unterschiedlichsten Schmuckstücken aus der ganzen Welt und wieviel diese wert sind.

Das Buch gilt als True-Crime-Abenteuer. Leider hat der Autor sich hier schon echt viel kreative Freiheit gelassen, denn das was wir hier lesen kann in der Menge und vor allem so unlogisch an so mancher Stelle nicht stattgefunden haben. Für mich fehlte auch durchgängig die Spannung im Buch und es waren die super kurzen Kapitel von teilweise nur drei bis vier Seiten, welche halfen zügig durchzukommen. Auch wenn man Gefühlt nur von Einbruch zu Einbruch und dem Wechsel vom Land zu Land gelesen hat.

Alles in allem bin ich für die Leserunde dankbar und verteile meine Meinung im Netz. Aber leider kann ich dem Buch nur drei Sterne geben, denn überzeugt hat es mich leider nicht.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Mehr als warscheinlich, wirst du deine Ziele erreichen. Auch wenn du sie noch nicht kennst

Mehr als wahrscheinlich
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Mit 17 Jahren, da hat man noch Träume. Ziele die man erreichen will, egal wie hoch die Hürden sind und zugleich die Sicherheit von Familie und Freunden wissen, falls man doch mal aus der Wolke fällt. So ...

Mit 17 Jahren, da hat man noch Träume. Ziele die man erreichen will, egal wie hoch die Hürden sind und zugleich die Sicherheit von Familie und Freunden wissen, falls man doch mal aus der Wolke fällt. So fallen alle aus den Wolken, wie sie erfahren, dass ihre Abschlussjahrgangstradition nicht mehr durchführbar ist.

Dies ist für die vier Freundinnen Ava, CJ, Jordan und Martha ein großer Schock. Denn wenn diese noch nicht wissen, wo sie die Zukunft hinführt, doch so wussten Sie das sie wie alle Jahrgänge zuvor auch, ihre Initialen in ein altes Klettergerüst ritzen wollen.

Doch nun heißt es, denn Abriss zu verhindern und eine langelebte Tradition zu retten. Aber neben diesem ambitionierten Projekt haben die Mädels im Alltag mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Schwierige Familienverhältnisse treffen auf neue Freunde, erstes Herzflattern auf Abfuhren. Und dann die Frage von wer bin ich, bis hin zu: Wer will ich sein? Und vor allem, wo führt es mich nach der Schule hin?

Collagezugangstests, Nebenjobs, große und kleine Schwierigkeiten, sie alle schweißen die vier zusammen und ihre Freundschaft wird an so mancher Stelle auf die Probe gestellt. Denn da ist auch noch Logan, der Junge, der irgendwie immer und überall, bei jedem der Mädchen ist.

Und die entscheidende Frage, welche einem das ganze Buch über verfolgt, wer ist die zukünftige Präsidentin von Amerika?

Das Buch ist eine schöne Geschichte rund um Freundschaft, erste Liebe, Existenzsorgen und die Frage wo die eigene Zukunft hinführen soll. Die vier Charaktere sind in ihrem Charakter so unterschiedlich, wie auch schon in ihrer Optik, auf dem Cover zu sehen ist.

Die eine reißt Wände ein um ihr Ziel zu erreichen, die andere überlegt lange. Eine ist taff und sagt was sie denkt, während die andere Sorge hat, wie sie nach außen wirkt. Von der ersten Minute an mochte ich die Mädels und verstand ihre Sorgen und Wünsche. Ich habe Respekt davor gehabt, wie sie als Gruppe so gut zusammenpassten und wie sie mit Schwierigkeiten umgehen konnten.

Es ist ein tolles Jugendbuch. Es zeigt das man für seine Träume kämpfen muss und manchmal Umwege im Leben gehen wird um diese zu erreichen, aber vor allem zeigt es, dass man mit Hilfe von Freunde, Familie, Hilfsorganisationen und ähnlichem, so viel erreichen kann.

Ein tolles Buch, welches gerade für weibliche Lesende sehr passen wird.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Der Biss des ersten Buches ist ausgeblieben, dafür leider nur 3,5 Sterne

This Charming Man
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„The Charming Man“ tritt als Nachfolger des Welterfolges „The Stranger Times“ in sehr tiefe und fast schon unüberwindbare Fußstapfen. Immerhin war der erste Teil neu und unverblümt, phantastisch und fast ...

„The Charming Man“ tritt als Nachfolger des Welterfolges „The Stranger Times“ in sehr tiefe und fast schon unüberwindbare Fußstapfen. Immerhin war der erste Teil neu und unverblümt, phantastisch und fast schon übertrieben unglaubwürdig, und dies mit ‘nem tollen schwarzen Humor gepaart, ein absolutes Highlight.

So hatte der zweite Teil bei mir eine hohe Erwartung ausgelöst und ich erhoffte mir diese Besonderheit aus dem ersten Teil. Leider konnte mich dieser Teil dann doch nicht so gut abholen.

Die neue Thematik der Vampire, welche es nicht geben soll, so sagen es auch andere „Wesen“. Aber wie erklärt es sich, dass Frauen getötet werden und Männer auf einmal Vampirzähne haben? Eine Frage für Stranger Times. Die Besatzung ist wie die selbige und im zweiten Teil rutschen alle ein bisschen mehr in den Vordergrund. So auch Stella, was mich sehr gefreut hat.

So kommen aber auch andere Charaktere hinzu, welche speziell für dieses Buch geschrieben wurden oder vielleicht auch im weiteren Teil noch ihren Einsatz erhalten werden. So wie die Bekannte in Form der Charaktere, treffen wir auch wieder auf den speziellen, britischen Humor. Ich liebe diesen harten und schwarzen, so direkten Humor. Doch hier, war er untergegangen in einer Reihe von kurzen Witzen und wenig passenden Schlagabtauschen. Pfurzwitze, Hunde- welche- sich- am- Arsch-lecken-Szenen und noch mehr, was flach aber nicht umwerfend war.

Und so fehlte mir auch in der Story der rote Faden. Wie im ersten Teil gibt es immer neue Erkenntnisse und kleine Geheimnisse, aber hier war es zu viel und zu unübersichtlich. Die Auflösung war dann auch nicht die gelungenste.

Alles in allem ist es für mich nicht mehr das Mysterium Stranger Things wie im ersten Teil. Das muss es auch nicht sein, aber der zweite Teil hat mir leider zu wenig gefallen um den fünf Sternen seines Vorgängers nacheifern zu können.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Du hast zu wollen, egal was du willst. Denn ich bin Hades

A Touch of Ruin
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Mir ist diese Bewertung echt schwer gefallen, da ich nicht ganz sicher bin, wie ich die Geschichte einordnen soll. Wo mir der erste Teil noch gefallen hat, habe ich mit dem zweiten schon echt zu kämpfen ...

Mir ist diese Bewertung echt schwer gefallen, da ich nicht ganz sicher bin, wie ich die Geschichte einordnen soll. Wo mir der erste Teil noch gefallen hat, habe ich mit dem zweiten schon echt zu kämpfen gehabt.

Persephone und Hades ein Paar von dem niemand was wissen darf, vor allem nicht die Tatsache das sie eine Göttin ist. Aber eines kann sie gut, alles dafür tun das ihr Geheimnis keines bleibt. Wo im ersten Teil das kennen lernen durch einen Bund aus ihrer Dummheit entstand und sie vom kleinen Mädchen zur taffen Frau wurde und sich ihrer Mutter stellte, wird sie im zweiten Teil zur Mutter der Nation und einer richtigen Zicke, welche oftmals einfach nur dumm in ihrem Verhalten ist.

Fangen wir von vorne an. Persephone ist gerne in der Unterwelt. Immerhin ist sie nicht so schlimm wie gedacht, zumindest nicht für sie und immerhin hat sie Freundin Yuri da unten, mit der sie Spaziergänge stattfinden lassen kann und die ein oder andere Seele unten begrüßt und das Gefühl gibt, dass alles gut geht. Auch wenn es am Ende dies nicht tut.

Dann ist da Freundin Lexa. Die wird arbeitslos. Also bettelt man Hades an und schwups bekommt die nen Platz in einer seiner Wohltätigkeitsfirmen. Davon hat er mehrere, denn so bad Gott ist er dann doch nicht. Er ist zwar der Gott der Unterwelt, aber deswegen muss man ja nicht direkt durchgängig scheiße sein. Außer das gerade er, seine Absichten nicht immer klar äußert, dass er seine Gabe sich unsichtbar zu machen nutzt um in Gespräche zu springen und oftmals Persephone seine Nähe aufdrängt, auch wenn die gerade nicht will. Nicht gerade selten grenzte es für mich schon an eine Vergewaltigung, wenn er ihr bei ihrem Fehlverhalten ihr droht, sie so hart zu nehmen, dass sie es bereuen wird.

Und neben Yuri und Lexa kommen noch andere Charaktere ins Spiel. Freundinnen, Orakel, die schreckliche Mutter, Götter und eine Ex-Geliebte von Hades. Und es ist so scheiß egal, wie extrem verletzend, dominant und absolut unmöglich sich jemand benimmt, Persephone schafft es ein Herz für die falschen zu haben. Wie kann man die Ex von Hades schützen wollen und der Mutter nicht mal richtig die Meinung sagen? Dann legt sie sich mit den falschen Göttern an und ist verwundert, wenn sie aufs Maul bekommt.

Es tut mir leid es sagen zu müssen, aber für mich ist die Geschichte einfach unmöglich in ihrem zweiten Teil. Zu viel Sex, zu viel Dominanz, Gewalt die Verherrlicht wird, Hades darf alles, Persephone ist ein bockiges, kleines Kind welchem der Sex zu sehr zum Kopf gestiegen ist und eine Fehlentscheidung nach der anderen trifft.

Das ganze Buch legt es darauf an, dass sie die Nebencharaktere in den Mittelpunkt schiebt, Ihren Höhepunkt den Leuten ins Gesicht, die Pornoszenen deutlicher beschrieben als in manchen Filmen zu sehen sind und das ganze unter dem Tuch der „Lovestory“. Für mich war der erste Teil toll, weil sie in ihrer Anonymität versuchte der Situation Herrin zu werden, jetzt ist es einfach nur noch billig und nicht mehr schön zu lesen.

Ich werde den dritten Teil nicht mehr lesen