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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2025

Schritt für Schritt zur eigenen Heilung

Trauma ENDLICH überwinden
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Meine Meinung und Inhalt

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Trauma und innerer Heilung aus persönlichem Interesse Auf das Buch „Trauma ENDLICH überwinden“ von Dr. Aylin ...

Meine Meinung und Inhalt

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Trauma und innerer Heilung aus persönlichem Interesse Auf das Buch „Trauma ENDLICH überwinden“ von Dr. Aylin Thiel wurde ich durch eine Empfehlung aufmerksam, und die positiven Rückmeldungen haben meine Neugier geweckt.

Das Buch hat mich von Anfang an abholen können. Das klare und positiv wirkende Cover vermittelt eine Atmosphäre von Hoffnung und innerer Ruhe. Dr. Thiel gelingt es, komplexe psychologische Zusammenhänge verständlich und einfühlsam zu erklären. Besonders hilfreich fand ich die Übungen zur Selbstreflexion und zur Arbeit mit dem inneren Kind – sie sind praxisnah, gut umzusetzen und fördern echtes Verständnis für die eigenen Reaktionsmuster.

Beim Lesen spürte ich, dass hinter dem Buch nicht nur Fachwissen, sondern auch viel persönliche Erfahrung steckt. Thiels ruhiger, mitfühlender Schreibstil vermittelt Sicherheit und Vertrauen.

Was dieses Buch für mich besonders wertvoll macht, ist die authentische und mitfühlende Art der Autorin. Ihre langjährige Erfahrung als Traumatherapeutin und ihre persönliche Geschichte verleihen dem Buch eine Tiefe, die ich in anderen Ratgebern oft vermisse.


Über die Autorin

Aylin Thiel, geboren 1979, studierte Psychologie an der Universität Frankfurt am Main und promovierte am Max-Planck-Institut für Hirnforschung. Mit großer Leidenschaft widmet sie sich ihrer Arbeit als niedergelassene Psycho- und Traumatherapeutin. Aylin ist verheiratet und lebt mit den gemeinsamen drei Kindern in der Nähe von Wiesbaden.


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Veröffentlicht am 02.06.2025

Zwischen Rückkehr und Schweigen

Nowhere Heart Land
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Meine Meinung und Inhalt

Ich bin eher zufällig auf Nowhere Heart Land von Emily Marie Lara gestoßen. Unsere Protagonistin Rosa kehrt nach Jahren in ihre Heimat zurück. Was sie dort erwartet, ist kein ...

Meine Meinung und Inhalt

Ich bin eher zufällig auf Nowhere Heart Land von Emily Marie Lara gestoßen. Unsere Protagonistin Rosa kehrt nach Jahren in ihre Heimat zurück. Was sie dort erwartet, ist kein großes Drama, sondern die leise Auseinandersetzung mit dem, was war – und dem, was geblieben ist. Beim Lesen hatte ich öfter das Gefühl, bekannte Gedanken zwischen den Zeilen zu finden, z.B. das Fremdeln mit alten Orten, der Wunsch nach Klarheit, das Nachdenken über verpasste Gespräche.

Laras Schreibstil ist ruhig, unaufgeregt – und genau das hat mir gefallen. Die Geschichte nimmt sich Zeit, ohne sich in endlosen Beschreibungen zu verlieren. Rosa ist keine Figur, die alles sofort preisgibt, aber gerade das hat sie für mich glaubwürdig gemacht.

Was bleibt, ist ein Gefühl von Nachdenklichkeit – nicht schwer, aber ehrlich. Kein spektakuläres Buch, aber eins, das Raum lässt, sich selbst darin wiederzufinden.

Fazit:
Ein ruhiger, fein erzählter Roman über Rückkehr, Erinnerung und die Frage, was wir mitnehmen – und was wir zurücklassen.


Klappentext

Eine junge Frau wacht mit einem blauen Auge in ihrer Heimatstadt in der deutschen Provinz auf. Eigentlich wollte Rosa immer weit weg, doch nun, nach vielen Jahren in London, ist sie zurück und wird von verwirrenden Erinnerungen an ihre Jugend in einem humanistischen Internat, an ihre Mutter, die jung verstarb, und an alte Freundinnen, die nicht mehr mit ihr sprechen, heimgesucht. Hin- und hergerissen zwischen Nostalgie und Realität sucht Rosa die Wahrheit zwischen alten Geschichten. Mit großer Intensität und humorvoller Leichtigkeit erzählt Emily Marie Lara von einer jungen Frau, die sich mit aller Kraft gegen das Erwachsenwerden wehrt und sich in seiner Ablehnung trotzdem selbst findet.

Über die Autorin

Emily Marie Lara wurde 1993 in Wuppertal geboren und studierte Germanistik, Romanistik und Kommunikation. Nach einigen Jahren in Großbritannien und Berlin lebt sie inzwischen wieder in Nordrhein-Westfalen. Tagsüber arbeitet sie in der Medienbranche, nachts schreibt sie im Kerzenlicht und auf Papier. 2022 gewann sie den FÖRDERPREIS DER WUPPERTALER LITERATUR BIENNALE.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Zwischen Zynismus und Sehnsucht

Geht so
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Meine Meinung und Inhalt
Mich hat bei diesem Buch Klappentext und Cover neugierig gemacht. Und nun nach dem Lesen möchte ich sagen - Es gibt Bücher, bei denen man das Gefühl hat Ja - Das spricht mir aus ...

Meine Meinung und Inhalt
Mich hat bei diesem Buch Klappentext und Cover neugierig gemacht. Und nun nach dem Lesen möchte ich sagen - Es gibt Bücher, bei denen man das Gefühl hat Ja - Das spricht mir aus der Seele. "Geht so" von Beatriz Serrano war für mich genau so eines. Ich habe es nicht gelesen, um mich zu motivieren, sondern eher, um mich verstanden zu fühlen. Und das hat funktioniert. Serrano beschreibt mit viel schwarzem Humor und einer ordentlichen Portion Selbstironie das Lebensgefühl einer Generation, die in einer Leistungsgesellschaft feststeckt, obwohl sie längst innerlich gekündigt hat. Die Hauptfigur Marisa – unzufrieden im Job, erschöpft vom Alltag, innerlich leer – ist keine Heldin, sondern ein Mensch, der irgendwie „mitläuft“, ohne genau zu wissen, warum. Ich habe mich in vielem wiedergefunden: die Meetings, in denen nichts gesagt wird; das Gefühl, einen sinnlosen Job zu machen; die Frage, ob das wirklich alles ist. Das Buch ist kein Selbsthilferatgeber – und genau deshalb ist es so ehrlich. Serrano versucht gar nicht erst, Lösungen zu bieten. Stattdessen beschreibt sie messerscharf das diffuse Unbehagen, das so viele von uns kennen.

Fazit -> "Geht so" ist für mich ein Buch über das Leben zwischen Zynismus und Sehnsucht. Nicht spektakulär. Nicht heldenhaft. Aber ehrlich.



Klappentext
Marisa ist mit den Nerven am Ende. Ihr Bullshit-Job in einer Madrider Werbeagentur, in dem sie nur durch Zufall gelandet ist, langweilt sie zu Tode, und das tägliche Hamsterrad des Angestelltendaseins erträgt sie nur noch, indem sie ihre Sinne mit einer Mischung aus bizarren YouTube- Videos und Beruhigungsmitteln betäubt. Als ein Teambuilding-Wochenende ansteht, gerät Marisas Angststörung völlig außer Kontrolle. Allmählich zeigen sich Risse in ihrer sorgsam aufrechterhaltenen Fassade - und die Idee, auf den Firmenausflug diverse Drogen mitzunehmen, trägt vielleicht nicht unbedingt dazu bei, ihr Leben wieder in geordnetere Bahnen zu lenken.


Über die Autorin

Beatriz Serrano, geboren 1989, studierte Journalismus an der Complutense Universität in Madrid und schrieb für Medien wie BuzzFeed, Vanity Fair, GQ, Harper's Bazaar oder Vogue. Derzeit arbeitet sie für El País. Zusammen mit dem Schriftsteller Guillermo Alonso ist sie Host des Podcasts Arsénico Caviar, der 2023 mit dem Ondas-Preis als bester Gesprächspodcast ausgezeichnet wurde. Beatriz Serrano lebt in Madrid.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

In der Stille liegt die Leichtigkeit

Lass los – das Leben darf leicht sein
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Meine Meinung und Inhalt

Wer kennt sie nicht - die Schwere des Alltags, des Lebens. Ich bin eher zufällig auf Shunmyo Masunos Buch „Lass los – das Leben darf leicht sein“ gestoßen – und es hat mich direkt ...

Meine Meinung und Inhalt

Wer kennt sie nicht - die Schwere des Alltags, des Lebens. Ich bin eher zufällig auf Shunmyo Masunos Buch „Lass los – das Leben darf leicht sein“ gestoßen – und es hat mich direkt angesprochen. In einer Zeit, in der alles schnell gehen muss, ständig neue Reize auf uns einprasseln und das Gefühl, „mithalten zu müssen“, fast schon zur Norm geworden ist, war dieses kleine, schlichte Buch für mich wie ein Atemzug frischer Luft.

Der Autor ist nicht nur ein Zen-Mönch, sondern auch Gartengestalter und Professor – das merkt man seinem Stil an. Es ist nichts Überladenes oder Aufdringliches in seinen Worten. Im Gegenteil: Mit einer ruhigen, klaren Sprache gelingt es ihm, tiefgründige Gedanken leicht zugänglich zu machen. Das Buch besteht aus 99 kurzen Impulsen – manche nur eine Seite lang –, die dennoch etwas in mir angestoßen haben. Es geht darin nicht um große Lebensveränderungen, sondern um kleine, achtsame Schritte: Dinge wie bewusstes Atmen, das Loslassen von Erwartungen, der Verzicht auf ständigen Vergleich mit anderen oder die einfache Geste, morgens die Fenster zu öffnen und die frische Luft hereinzulassen.

Was mir besonders gefallen hat, ist, dass nichts davon dogmatisch daherkommt. Masuno wirkt nicht wie ein Lehrer, der alles besser weiß, sondern eher wie jemand, der auf Augenhöhe spricht. Viele seiner Gedanken habe ich noch Tage später mit mir herumgetragen (und auch im Buch markiert) und manche Sätze wirken fast wie Mantras im Alltag.

Für mich ist das Buch keine Lektüre, die man einmal durchliest und dann wieder ins Regal stellt. Es ist eher ein Begleiter für den Alltag.

Wer sich nach mehr Ruhe, Einfachheit und innerer Klarheit sehnt, dem kann ich dieses Buch wirklich ans Herz legen.




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Veröffentlicht am 23.05.2025

Zwischen Zeiten, Herzen und Systemen

Das Ministerium der Zeit
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Meine Meinung und Inhalt

Schon der Klappentext zu "Das Ministerium der Zeit" hat mich neugierig gemacht -> Zeitreisen, ein viktorianischer Polarforscher im heutigen London, ein geheimnisvolles Ministerium ...

Meine Meinung und Inhalt

Schon der Klappentext zu "Das Ministerium der Zeit" hat mich neugierig gemacht -> Zeitreisen, ein viktorianischer Polarforscher im heutigen London, ein geheimnisvolles Ministerium – das klang nach einer spannenden Mischung aus Sci-Fi und literarischer Finesse. Was mich dann aber tatsächlich erwartet hat, war noch viel überraschender: eine kluge und echt menschliche Geschichte, die sich nicht in Genre-Schubladen pressen lässt.

Im Zentrum steht eine namenlose (!) Protagonistin – eine Frau mit kambodschanisch-britischem Hintergrund, die im London der nahen Zukunft für ein geheim operierendes Ministerium arbeitet.

Was mich berührt hat, war nicht nur die ungewöhnliche Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt, sondern wie ehrlich und komplex Bradley über Entwurzelung, kulturelle Anpassung und Nähe schreibt.

Die Sprache von Bradley ist trocken, witzig, manchmal bewusst nüchtern – aber nie leer. Die Dialoge wirken nie konstruiert, die Gedanken der Erzählerin trafen oft genau den Punkt, über den ich selbst gerade nachdachte.

Allerdings fand ich, dass die Nebenfiguren mehr Tiefe verdient hätten.

Für mich war "Das Ministerium der Zeit" eine der gute unterhaltsame Lektüre.

Für alle die Bücher mögen, welche Fragen stellen, ohne einfache Antworten zu liefern, und die gleichzeitig unterhalten, sollte sich dieses nicht entgehen lassen.


Inhalt

Als eine junge Frau einen neuen Job bei einem geheimnisvollen Ministerium antritt, ahnt sie nicht, dass dieser schwüle Sommer ihr Leben für immer verändern wird. Denn das Ministerium der Zeit hat das geschafft, was niemand jemals für möglich hielt: Menschen durch die Zeit zu transportieren. Und so soll sie dem eigentlich 1847 verstorbenen Polarforscher Commander Graham Gore das Ankommen im lärmenden London des 21. Jahrhunderts erleichtern.

Während er sich an mit den Wundern der Moderne wie Toilettenspülungen und Spotify vertraut macht, muss sie ihn damit konfrontieren, dass sich die Welt nicht unbedingt nur zum Guten gewandelt hat. Und als sei nicht alles ohnehin kompliziert genug, entwickelt sich aus dem anfänglichen Unbehagen weit mehr als nur eine tiefe Freundschaft. Doch das Ministerium hat seine ganz eigenen Pläne mit dem Zeitreisenden und plötzlich verschieben sich heute, morgen und gestern, und was die beiden zusammengeführt hat, droht sie nun mit aller Macht auseinanderzureißen.


Über die Autorin

Kaliane Bradley ist eine britisch-kambodschanische Autorin und Lektorin. Ihre Kurzgeschichten sind in verschiedenen Magazinen erschienen. Sie ist Gewinnerin des Harper's Bazaar Short Story Prize 2022 und des V. S. Pritchett Short Story Prize 2022. »Das Ministerium der Zeit« ist ihr erster Roman und erscheint in über 25 Ländern. Kaliane Bradley lebt in London.

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