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Veröffentlicht am 27.03.2026

Humorvolle Selbstoptimierung

Einatmen. Ausatmen.
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Meine Meinung

„Einatmen. Ausatmen.“ von Maxim Leo hat mich sofort durch seinen Humor und seine feine Gesellschaftssatire gepackt. Im Mittelpunkt stehen Marlene, eine brillante, aber emotional verschlossene ...

Meine Meinung

„Einatmen. Ausatmen.“ von Maxim Leo hat mich sofort durch seinen Humor und seine feine Gesellschaftssatire gepackt. Im Mittelpunkt stehen Marlene, eine brillante, aber emotional verschlossene Managerin, und Alex, ein gefeierter Coach, der selbst kaum Halt findet. Die Spannung zwischen den beiden sorgt für witzige und überraschend ehrliche Momente, gleichzeitig lässt der Roman erkennen, wie sehr Menschen nach außen stark wirken können und innerlich trotzdem bröckeln.

Die überzeichnete Seminarwelt (im Schloss mit Yogagarten und Co.) mit ihren fast absurden Übungen wirkt charmant und augenzwinkernd, und die Nebenfiguren (die doch eine große Rolle spielen für Marlene und Alex) bringen Wärme und Lebendigkeit in die Geschichte.

Marlenes Entwicklung ist manchmal etwas zu glatt / einfach dargestellt, aber genau das lässt den Roman leicht und unterhaltsam bleiben.Ganz toll fand ich den Moment, als Marlene auf dem Achtsamkeitsseminar feststellte, dass ihr dort in dieser Umgebung die Arbeit, die für sie alles war, kein Stück fehlte.

Das Buch ist für mich eine Story über Loslassen, Selbstoptimierung, Sinnsuche und die kleinen Stolpersteine des Lebens, die zum Schmunzeln und Nachdenken einlädt. Ein Werk, das wirklich warmherzig, humorvoll und zeitgemäß ist, weil es auf leise Art ehrlich ist und vielleicht auch zum Umdenken stimmt.

Über den Autor

Maxim Leo, 1970 in Ostberlin geboren, ist gelernter Chemielaborant, studierte Politikwissenschaften, wurde Journalist. Heute schreibt er gemeinsam mit Jochen Gutsch Bestseller über sprechende Männer und Alterspubertierende, außerdem Drehbücher für den »Tatort«. 2006 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Für sein autobiografisches Buch »Haltet euer Herz bereit« wurde er 2011 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichnet. 2014 erschien sein Krimi »Waidmannstod«, 2015 »Auentod«. 2019 erschien sein autobiografisches Buch »Wo wir zu Hause sind«, das zum Bestseller wurde. Maxim Leo lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berlin.
Quelle: Kiepenheuer & Witsch

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Wildenhains Westberlin

Das Ende vom Lied
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Meine Meinung

"Das Ende vom Lied" hat mich sofort in ein Berlin hineingezogen, das rau, verletzlich und voller Sehnsüchte ist. Ich habe den Protagonisten, der zwischen einer zerfallenden Familie und der ...

Meine Meinung

"Das Ende vom Lied" hat mich sofort in ein Berlin hineingezogen, das rau, verletzlich und voller Sehnsüchte ist. Ich habe den Protagonisten, der zwischen einer zerfallenden Familie und der Härte der Straße aufwächst, intensiv erlebt. Man spürt als Leser:in die Orientierungslosigkeit, die Wut und das verzweifeltes Bedürfnis nach Nähe. Wildenhains schroffe, direkte und kraftvolle Sprache ist für mich das stärkste Element.. Das Buch an und für sich nicht ganz so leicht zu lesen. Die Beziehung zu Körschi (Vorbild und Bedrohung zugleich) hat mich fasziniert. Auch Alina, die zwischen beiden steht, bringt eine leise Zärtlichkeit in die Geschichte.

Der Roman ist nicht leicht. Manche Szenen sind hart und bedrückend.Man erlebt mit dem Werk auf jeden Fall ein ganzes Stück Berliner Zeitgeschichte.

Für mich ist "Das Ende vom Lied ein intensiver, mutiger Roman" der nachwirkt und zeigt, wie schmerzhaft und gleichzeitig schön das Erwachsenwerden sein kann.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Ein Plädoyer für Menschlichkeit

How to know a person
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Meine Meinung

"How to Know a Person" hat mich überrascht, weil es kein typisches Ratgeberbuch ist. Ich finde beim Lesen habe ich mir oft selbst die Fragen gestellt -> Wie oft höre ich wirklich zu? Wie ...

Meine Meinung

"How to Know a Person" hat mich überrascht, weil es kein typisches Ratgeberbuch ist. Ich finde beim Lesen habe ich mir oft selbst die Fragen gestellt -> Wie oft höre ich wirklich zu? Wie oft sehe ich Menschen nur durch meine eigene Brille? Besonders seine Idee der „Illuminators“ – Menschen, die andere größer machen – hat mich berührt. Ich habe mich dabei ertappt, darüber nachzudenken, wie ich selbst in Gesprächen auftrete. Und ich glaube das macht doch ein gutes Buch / einen guten Ratgeber aus, nämlich wenn der eine Gedankenapparat anspringt.

Brooks schreibt offen über seine eigenen blinden Flecken, und genau das macht das Buch für mich glaubwürdig. Manche Beispiele wirken zwar etwas weit weg von meinem Alltag, aber die Grundbotschaft bleibt stark: Wir brauchen mehr echte Aufmerksamkeit füreinander.

Am Ende bleibt für mich ein warmes, leises Buch, das nicht belehrt, sondern begleitet und das mich dazu gebracht hat, im Alltag bewusster hinzuschauen.

Über den Autor

Der US-amerikanische Erfolgsautor David Brooks ist Kolumnist bei »The New York Times« sowie Kommentator bei »PBS Newshour«. Zu seinen beruflichen Stationen als Journalist zählen »Washington Times«, »Wall Street Journal« und »Weekly Standard«. Mit seinen Werken landet er regelmäßig auf den amerikanischen Bestsellerlisten und mit »Bobos In Paradise« (Deutsch: »Die Bobos«) eroberte er bereits den deutschen Markt.

Quelle: Verlag / vlb


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Veröffentlicht am 23.03.2026

Ein zuckersüßes Buch für Jung und Alt, voller Magie und Mut

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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Meine Meinung

Ich konnte/kann während und nach dem Lesen des Buches nur sagen: Hachja, was für ein schönes Buch.


Beim Lesen von "Flora Brimble und der verlorene Frühling" hatte ich das zu Beginn Gefühl, ...

Meine Meinung

Ich konnte/kann während und nach dem Lesen des Buches nur sagen: Hachja, was für ein schönes Buch.


Beim Lesen von "Flora Brimble und der verlorene Frühling" hatte ich das zu Beginn Gefühl, in eine stille, graue Welt einzutauchen, die sich genauso schwer anfühlt wie Floras eigenes Leben. Genau das hat mich sofort berührt: Dieses Buch erzählt nicht nur ein Abenteuer, sondern auch etwas über das innere Wetter eines Menschen.

"Flora Brimble ein gut gelauntes Mädchen zu nenne, wäre eine glatte Überteibung....Also halten wir fest, unsere Flora war kein fröhlicher Sonnenschein. Sie war eher ein Regentag. Kein schlimmer, an dem es wie aus Kübeln schüttete. Nein, sie war eher wie ein feines Nieseln, das einen frecht an der Nase kitzelte." (ZITAT)

Besonders mochte ich, wie die Geschichte ständig zwischen "Realität" und Fantasie wechselt. Die Begegnungen mit dem Kobold, dem sprechenden Eichhörnchen und vor allem mit Harriet – Floras eigener Romanfigur – fand ich originell und emotional überraschend.

Auch die anderen Gestalten wie der bösen Hexe Ych und Rigor und die vielen kleinen fantastischen Helfer passen ganz hervorragend in dieses Werk.

Die Gestaltung des Buches (Cover und der wunderschöne Farbschnitt) sowie die Sprache fand ich ganz zauberhaft. Es ist definitiv nicht nur ein typisches Kinderfantasybuch. Ich hatte oft das Gefühl, dass die Geschichte auch mich als Erwachsene anspricht, weil sie so viel zwischen den Zeilen erzählt.

Am Ende bleibt für mich vor allem eines: das Gefühl, dass Hoffnung manchmal dort entsteht, wo Fantasie und Mut sich berühren.

Ich finde das Buch eignet sich auch ganz toll zum Verschenken!


Klappentext

In Rye, einem kleinen englischen Dorf, will der Winter einfach nicht weichen – und Flora Brimble fühlt sich genauso grau wie die Welt um sie herum. Doch als sie an ihrem Geburtstag eine besondere Tinte kauft, beginnt für sie das größte Abenteuer ihres Lebens. Flora will den Frühling zurückholen und macht sich auf die Suche nach der Maikönigin, die mit ihren Zauberkräften Sonne und Blumen zurückbringen kann. Auf ihrem Weg begegnet sie einem klugen Kobold, einem sprechenden Eichhörnchen und einer bösen Hexe, die alles daran setzt, Floras Mut zu brechen. Doch mit Fantasie, Freundschaft und einer Prise Magie wächst Flora über sich hinaus – und entdeckt, wie viel Hoffnung in einer Geschichte stecken kann.


Über den Autor und Grafiker

Marcus Raffel wurde 1971 in Bochum geboren. Nachdem er sein Studium der Theater- Film- und Fernsehwissenschaften erfolgreich abgebrochen hatte, begann seine Laufbahn als Drehbuchautor und Headwriter für Serien wie "Nikola", "Ritas Welt" und "Der Lehrer". Eine lange Laufbahn, die jetzt mit seinem ersten Kinderbuch den vorläufigen Höhepunkt erreicht hat.

Quelle: Verlag / vlb

Max Meinzold, geboren 1987, ist freischaffender Grafikdesigner und Illustrator. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Science-Fiction, Fantasy und der Kinder- und Jugendliteratur. Für seine moderne, innovative Buchgestaltung wurde er bereits für zahlreiche Preise nominiert. Er lebt und arbeitet in München.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Toxische Anziehung

Ultramarin
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Meine Meinung

Ich war aufgrund des Klappentextes neugierig auf "Ultramarin". Das Setting mit Ferienhaus am Meer und sommerlichen Stimmung klang erstmal sehr vielversprechend. Ich hatte das Gefühl, dass ...

Meine Meinung

Ich war aufgrund des Klappentextes neugierig auf "Ultramarin". Das Setting mit Ferienhaus am Meer und sommerlichen Stimmung klang erstmal sehr vielversprechend. Ich hatte das Gefühl, dass es ein ruhiger, vielleicht etwas poetischer Roman mit ein paar kleinen Geheimnissen wird. Diese Erwartung wurde auch teilweise erfüllt – vor allem, was die Atmosphäre angeht. Die Beschreibungen von Hitze, Meer und dem Ferienhaus fand ich wirklich gelungen, ich konnte mich gut hineinversetzen.

Gleichzeitig hat sich aber relativ schnell gezeigt, dass unter dieser Oberfläche ziemlich viel Spannung steckt. Die "Beziehung" zwischen Lou und Raf war für mich dabei der zentrale Punkt und auch unerträglich beinahe zu lesen. Die toxische Art von Raf, die Situationen aus denen man Lou am liebsten herausziehen möchte. Lou liebt Raf so sehr und gibt sich immer mehr auf. Lou ist unsicher, teilweise panisch wenn Raf nicht in seiner Nähe ist / verschwindet. Raf ist narzisstisch und manipulativ und sieht Lou als Besitz. Er macht sich Späße aus der Panik von Lou.

Eigentlich wäre Sophie, Rafs Schwester mit in den Urlaub gefahren, nun fährt nur Nora, ihre Freundin mit und mit Nora verändert sich für mich die ganze Stimmung noch einmal. Durch sie gerät alles aus dem Gleichgewicht, und die ohnehin schon fragile Situation kippt langsam. Spätestens als Nora verschwindet, bekommt die Geschichte für mich eine ganz andere Qualität. Wie ein düsterer Schleier der sich ausbreitet.

Es werden immer wieder Handlungsstränge aus der Vergangenheit gezeigt, was ich sehr positiv fand. Mit jedem Rückblick erfährt man ein mehr von dieser toxischen Beziehung und aufgrund des Prologs bereits klar, dass es nicht gut enden wird.

Die Geheimnisse, die verdrängt wurden, und ans Licht gekommen sind haben zusätzlich für Spannung gesorgt. Das Ende war überraschend!

Die Thematik / der Abschnitt mit dem Brand, die dann doch keine Rolle mehr gespielt zu haben schien, hat für mich Fragezeichen aufgeworfen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Sätze knapp und direkt und dies trägt viel zur Stimmung bei.

Insgesamt ist "Ultramarin" für mich ein solides Buch mit starken Momenten, vor allem was die Stimmung und die Darstellung von zwischenmenschlichen Abhängigkeiten angeht.


Klappentext

Die Sommer gehören Lou und seinem charismatischen Freund Raf, dessen Anziehungskraft sich niemand entziehen kann, am allerwenigsten Lou. Doch diesmal ist es anders: Auch die blonde Nora steigt mit ins Auto an die dänische Küste. In einem alten Ferienhaus in den Dünen leben die drei in den Tag hinein, springen in die Wellen, rauchen, kochen, streichen umeinander herum. Was von außen wie ein unbeschwerter Urlaub scheint, eröffnet in dieser neuen Konstellation langsam dunkle Abgründe. Lou ist sich auf einmal nicht mehr sicher: Will Raf noch seine Nähe oder verachtet er ihn für seine Ergebenheit? Und warum verschwindet Nora eines Nachmittags ohne ein Wort?


Über die Autorin

Ann-Christin Kumm Ann-Christin Kumm arbeitet als Gärtnerin und Texterin und lebt in Berlin. "Ultramarin" ist ihr erster Roman. (Quelle Hanser)

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