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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2020

fesselnder Auftakt

Sturmtochter, Band 1: Für immer verboten
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Ich habe dieses Buch angefangen zu lesen, als ich gerade in einer schweren Leseflaute war. Daher hatte ich an mich selbst keine großen Erwartungen und dachte eher, dass ich mal wieder Wochen an einem Buch ...

Ich habe dieses Buch angefangen zu lesen, als ich gerade in einer schweren Leseflaute war. Daher hatte ich an mich selbst keine großen Erwartungen und dachte eher, dass ich mal wieder Wochen an einem Buch lesen werde. Doch weit gefehlt, genau das Gegenteil war der Fall!

Wie schon so oft konnte mich Bianca Iosivoni mit ihrem Schreibstil mal wieder beeindrucken und doch überzeugen wieder mehr Zeit ins Lesen zu investieren. Die Gefühle konnte ich extrem gut auf mich als Leser beziehen und so alles fast live mit Ava & Co. miterleben. Aber auch die Spannung war von Anfang an präsent, so dass einem gleich zu Beginn vermittelt wurde, dass es sich hier nicht um eine "langweilige Liebesschnulze" handelt. An Action hat es hier wirklich nicht gemangelt. Besonders gut hat mir hier gefallen, dass die Geschichte nicht nur von Ava aus der Ich-Perspektive erzählt wird, sondern auch von Dritten. 

Und wenn wir schon bei Ava, der Protagonistin, sind, muss ich leider gestehen, dass sie mich ab und an ein wenig auf die Palme gebracht hat. Sie reagierte oft sehr impulsiv und zum Teil auch übertrieben emotional, was dann schon anstrengend werden konnte. Allerdings muss man ihr dann zu Gute halten, dass sie ja auch eine sehr unglaubliche Wendung ihres Lebens verkraften musste. Nachdem sie sich dann wieder beruhigt hatte, fand ich es sehr erfrischend, dass ein Hauptcharakter nicht sofort auf wundersame Weise alles in dieser neuen magischen Welt verstand und super zurechtkommt. Denn so wie es bisher scheint, braucht Ava noch ein Weilchen, bis sie dort so wirklich ankommt.

Wie es für mich zum momentanen Zeitpunkt wirkt, entwickelt sich die Story noch so ein bisschen in eine kleine Dreiecksbeziehung zwischen Ava, Lance und Reid. Ich bin #TeamReid, sorry not sorry. Lance war mir irgendwie zu perfekt und toll. Aber am besten hat mir Avas beste Freundin gefallen, sie war wirklich ein echter Herzensmensch.

Wer die Sturmtochter-Reihe also noch nicht kennt, sollte das so bald wie möglich ändern!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2020

Gelungener Abschluss mit kleinen Schwächen

Soul Mates, Band 2: Ruf der Dunkelheit
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Ich glaube es ist das erste Mal seit langem, dass ich mit einem Buch von Bianca Iosivoni Startschwierigkeiten hatte. Durch die ersten 100 Seiten musste ich mich tatsächlich ein wenig schleppen, bis ich ...

Ich glaube es ist das erste Mal seit langem, dass ich mit einem Buch von Bianca Iosivoni Startschwierigkeiten hatte. Durch die ersten 100 Seiten musste ich mich tatsächlich ein wenig schleppen, bis ich dann endlich wieder völlig gefesselt war.

Nun also erst einmal zu den Punkten, weshalb ich nicht so gut mit dem Buch starten konnte.
Auch wenn es gemein klingen mag, hatte ich mit der Protagonistin Rayne diesmal ordentlich Probleme. Wo sie im ersten Band noch so stark und selbstbewusst war, war sie hier das genaue Gegenteil. Es kam mir fast so vor, als würde sie nicht mehr für ihre eigenen Interessen einstehen wollen, sondern beklagte nur noch wie schlecht es ihr doch ging und dass ihr niemand helfen kann/will. Und dabei hat sie des Öfteren Hilfsangebote bekommen, die sie jedoch nicht angenommen hat, da sie immer gleich pessimistisch geworden ist. Zum Teil kam sie mir schon fast wie ein "Schwarzmaler" vor.
Erst nach einiger Zeit hat sie ihren eigenen Willen wiedergefunden und auch mal angefangen zu handeln, anstatt einfach alles nur hinzunehmen und sich im Nachgang dann darüber zu beschweren.

Nachdem also meine anfänglichen Schwierigkeiten beseitigt waren, konnte ich wieder so richtig durchstarten und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit weggelesen. Biancas Schreibstil ist einfach unvergleichlich. Selbst für Charaktere, die mich eigentlich nicht so angesprochen haben, habe ich Sympathie entwickelt und mit ihnen gelitten oder mich an ihnen erfreut. Emotionen, Gefühle und Intensität des geschriebenen Wortes fühlten sich für mich fast ungefiltert stark an. Ich hing also emotional genauso tief drin, wie all die ganzen Buchcharaktere.
Hier wurde meine beginnende Antipathie gegenüber Rayne verflüchtigte sich auch just in dem Moment, in welchem sie ihr Leben wieder selbst in die Hand nahm. Ich konnte mich wieder richtig gut mit ihr identifizieren. Und ihre Down-Phase am Anfang habe ich ihr auch schnell verziehen, denn mal ehrlich: Wer würde nicht ein bisschen depressiv werden, wenn man sozusagen als Geisel gehalten wird und seine große Liebe zurücklassen muss? Also alles okay mit uns Rayne, ich bin wieder ein Fan. :)

Zu guter Letzt: Rayne und Colt? Wer shippt diese Beiden eigentlich nicht? Auch wenn mir Colt zuerst ein bisschen abgekupfert vorkam, so hat er doch seine ganz eigenen Ecken und Kanten entwickelt. Ich war quasi dazu gezwungen ihn auch zu lieben. :) Ich hoffe Rayne kann mir das auch verzeihen, nachdem ich ihr auch so selbstlos verziehen hab.. ;)

Kurz gesagt: Auch wenn ich zunächst mit dem Buch und der Story gehadert habe, hat mich Bianca Iosivoni wieder überzeugt! Insgesamt war Band 2 aber nicht mehr ganz soo stark wie Band 1, aber auf jeden voll noch ein kleines Highlight.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2020

Nicht ganz mein Fall

Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Zu aller erst muss ich gestehen, dass ich das Buch nach ca. 60 % abgebrochen habe. Zunächst habe ich die ersten 40 % relativ schnell weggelesen, habe allerdings hier schon festgestellt, dass mich einiges ...

Zu aller erst muss ich gestehen, dass ich das Buch nach ca. 60 % abgebrochen habe. Zunächst habe ich die ersten 40 % relativ schnell weggelesen, habe allerdings hier schon festgestellt, dass mich einiges an der Geschichte störte. Weder kam ich mit den Charakteren klar, noch mit der Story an sich. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass das Buch daraufhin ziemlich lang darauf warten musste, erneut von mir in die Hand genommen zu werden. Ich habe es tatsächlich ca. 1 Jahr pausiert, bis ich mich endlich durchringen konnte, all meine angefangenen Bücher zu beenden.

Der Einstieg in die Geschichte war nicht schlecht. Ich bin super mit dem Schreibstil klar gekommen und auch das Wordlbuilding war für mich ohne Probleme aufzufassen. Doch dann begegnete ich meinen zwei Lieblingsschwestern (Ironie) Nomi und Serina. Unterschiedlicher als die Beiden kann man wohl nicht sein. Hier wurden wirklich zwei Extreme herausgesucht und sich gegenübergestellt.
Serina war mir von Beginn an etwas suspekt, da sie es tatsächlich als ihren Lebenssinn erachtete, sich jemand darzubieten, welcher ihr Leben lang über sie bestimmen, sie wie ein Gegenstand behandeln und unterdrücken wird. Wie kann man danach freiwillig streben, auch wenn es angeblich eine Ehre für die Familie sein sollte?
Hier konnte ich mich dann doch noch besser mit Nomi identifizieren, die gegen all dies aufbegehren wollte. Sie war gegen das gesamte System und wäre sie durch ihre Schwester nicht immer wieder beschwichtigt worden, wäre sie wohl schnell ein Rebell geworden. Doch auch hier wurde mir Nomi zu extrem dargestellt. Oft dachte man sich einfach nur: "Ist es dir das wert? Dass du dich so rebellisch, unvernünftig und aufmüpfig verhältst und dadurch deine gesamte Familie in Gefahr bringst? Wäre das wirklich so toll?". Es war einfach eine Spur zu viel, egal, um was es ging.

Als es dann schließlich zu einer Schlüsselsituation kam, welche alles bisherige komplett veränderte, habe ich zunächst noch Hoffnung geschöpft, dass Serina und Nomi nun vielleicht einmal über sich hinaus wachsen und einen Blick über den Tellerrand wagen. Hier drehte sich der Spieß dann um, denn plötzlich hatte ich für Serina doch ein wenig mehr Achtung übrig und war einfach nur noch enttäuscht von der angeblich so toughen Nomi.
Allerdings wurde ich auch hier wieder ernüchtert, als Serina sehr schnell in Selbstmitleid versank. Nomi dagegen war mir für diese heikle Situation viel zu unbeschwert, denn sie hatte ja sogar noch Zeit ein wenig herum zu flirten. So viel dazu, dass sie von den ganzen Männergeschichten nichts hält. Da ist jemand seinen Prinzipien so gar nicht treu geblieben.

Im Gesamten war die Story für mich nur eine Geschichte, die man schon 100 Mal in anderen Variationen gehört hat. Ein Unterschied zu anderen Büchern dieses Genres: hier ging es nicht nur um ein einzelnes Mädchen, sondern um zwei Schwestern, die sich gegenseitig zwar nicht immer gut taten, aber sich irgendwie dann doch liebten. Immerhin stand in diesem Buch nicht nur die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern vor allem die Geschwisterliebe, was dann doch wieder ein Pluspunkt ist.

Schließlich musste ich das Buch dann endgültig zur Seite legen, denn das Ende der Geschichte war mehr als offensichtlich. Auch die jeweiligen Herzensmänner der beiden Damen haben sich schnell heraus kristallisiert, so dass auch dieser vermeintliche Plottwist seinen Reiz verloren hatte.


Auch wenn sich diese Rezension hier nun sehr negativ anhört, konnte mich das Buch leider nicht überzeugen und deshalb habe ich diese klaren Worte so getroffen.

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  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 28.02.2020

Etwas durchschnittlich

Deathline - Ewig wir
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Um ehrlich zu sein, fällt es mir doch recht schwer diese Rezension zu schreiben. Nicht weil ich so sprachlos bin, da das Buch so gut oder schlecht war. Sondern weil es sich irgendwie so im durchschnittlichen ...

Um ehrlich zu sein, fällt es mir doch recht schwer diese Rezension zu schreiben. Nicht weil ich so sprachlos bin, da das Buch so gut oder schlecht war. Sondern weil es sich irgendwie so im durchschnittlichen Bereich bewegt.

Es gab weder all zu viele positive noch sehr ausschlaggebende negative Aspekte. Was ich dem zweiten Teil jedoch zu Gute halten muss: es war eindeutig mitreißender als Band 1. In dieser Story war es öfter einmal spannend und mitreißender, da Josie und ihre Freunde immer tiefer um das Rätsel der Geschehnisse ihrer Heimatstadt hineingezogen wird.

Durch diese vielen unerklärlichen Vorkommnisse und die unterschiedlichen Geheimnisse, welche nach und nach aufgedeckt werden, wurde ich angespornt immer weiterzulesen. Denn ich wollte endlich wissen, ob meine Vermutungen richtig sind! (Auch wenn ich die meiste Zeit daneben lag...) Diese Facette war es auch, welche mich an dem Buch hat festhalten lassen. Denn die Beziehung zwischen Josie und Ray war es definitiv nicht.

Schon im ersten Band konnten mich die Beiden als Liebespaar nicht zu 100 % überzeugen und nachdem Ray hier eher ein primärer Charakter ist, geriet der romantische Teil für mich völlig in den Hintergrund. Auch wenn es mehrmals zur Sprache kam, waren diese Stellen aus meiner Sicht für die Geschichte selbst nicht wirklich gewinnbringend. Klar, ganz weglassen wäre auch nicht gegangen, aber irgendwas fehlte mir hier einfach, so dass ich nicht in die richtige, der Situation angepassten Stimmung gekommen bin. Ich konnte die Liebe der Zwei nicht spüren.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Story an sich Potential hat und auch ausgereifter wirkte als Band 1. Doch hapert es an so mancher Stelle noch, wenn der Leser von tiefgreifenden Emotionen erreicht werden soll.
Insgesamt eine gutes Buch, welchem aber der Tiefgang fehlt.

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Veröffentlicht am 28.02.2020

Absolute Leseempfehlung

ONE OF US IS LYING
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Dieses Buch hat mich in jeglicher Hinsicht völlig überrascht.

Niemals hätte ich gedacht, dass mich ein Jugendbuch doch so mitreißen und fesseln kann, aber es war von Beginn an gleich spannend und aufregend.

Was ...

Dieses Buch hat mich in jeglicher Hinsicht völlig überrascht.

Niemals hätte ich gedacht, dass mich ein Jugendbuch doch so mitreißen und fesseln kann, aber es war von Beginn an gleich spannend und aufregend.

Was mir besonders gut gefallen hat, waren die unterschiedlichen Perspektiven, welche die Geschichte erzählten. So hatte man immer einen anderen Blickwinkel auf die gesamte Situation und hat nach jedem Kapitel jemand anders als Mörder im Verdacht gehabt.

Karen McManus hat mich von Anfang an, an der Nase herumgeführt. Zwar hatte ich immer wieder Ideen, wie denn nun der Ablauf tatsächlich geschehen sein könnte, doch ich habe viele hiervon schnell als Hirngespinst wieder abgetan. Auch wenn sich am Ende dann herausstellte, dass ich mit einer meiner vielen allzu verrückten Vermutungen gar nicht so daneben lag.

Mir wurde relativ schnell klar, dass dieses Buch keine alltägliche Story beinhaltet, die man in unterschiedlichsten Formen schon oft gelesen hat. Diese Geschichte war etwas ganz neues und frisches und konnte mich allein deshalb schon begeistern.

Neben den Spannungs- und Krimieffekten, fand ich die Selbstfindungsprozesse und die Entstehung der unterschiedlichsten Beziehungen der Jugendlichen sehr prägend. Hier wurde nicht, wie in vielen Bücher dieses Genres, versucht mit allen Mitteln, fast schon erzwungene Spannung aufzubauen, sondern es gab sogar eine Botschaft hinter dem Ganzen. All die Geheimnisse, welche Stück für Stück immer weiter aufgedeckt wurden, vermittelten endlich einmal das Bild, dass niemand perfekt ist, egal wie es für die Außenstehende scheint. Jeder hat seine kleinen Geheimnisse, welches er am liebsten für immer für sich behalten würde, denn niemand macht in seinem Leben alles richtig oder Jedermann mit seinem Verhalten glücklich. Man darf auch einmal nicht perfekt sein. Man kann auch einmal so sein wie man wirklich ist. Und dann kann man feststellen, dass die Welt sich ja gar nicht von einem abwendet. Auch wenn die Enthüllung erst einmal einen schmerzhaften Prozess darstellt, so fühlt man sich danach doch befreiter und leichter. Und genau diesen Vorgang konnte man bei jedem einzelnen Protagonisten sehr gut miterleben und nachvollziehen.

Vor allem der Verlauf zwischen Bronwyn und Nate ging mir zum Teil sogar ein wenig unter die Haut. Die beiden haben sich auch recht schnell zu meinen beiden liebsten Protagonisten entwickelt. Ich habe mich immer wieder aufs Neue auf ihre Kapitel gefreut, was natürlich nicht heißt, dass Addy oder Cooper weniger interessant waren. Allerdings haben sich Nate und Bronwyn einfach einen Platz in meinem Herzen erkämpft.

Alles in Allem: Ein gelungener Jugendbuchroman, der einen von Seite eins fesselt und an so einigen Stellen erstaunt zurücklässt. Eine Empfehlung für jeden, der auf der Suche nach etwas Neuem ist!

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