Profilbild von ChristineBusch

ChristineBusch

Lesejury Profi
offline

ChristineBusch ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ChristineBusch über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.07.2025

Eine Frau auf der Suche

Es geht mir gut
0

Hier wird auf knapp 160 Seiten die Geschichte einer Ehe erzählt. Es geht um Kathleen, ihren Mann Virgil um um ihre beiden Söhne. Neun Jahre sind die beiden verheiratet.
An einem Sonntag im November bricht ...

Hier wird auf knapp 160 Seiten die Geschichte einer Ehe erzählt. Es geht um Kathleen, ihren Mann Virgil um um ihre beiden Söhne. Neun Jahre sind die beiden verheiratet.
An einem Sonntag im November bricht Kathleen aus dem rituellen Trott aus.
Sie fährt, nicht wie immer, mit Mann und Kindern in die Kirche, sondern steigt in der Wohnanlage in den Pool.

Hier beginnt nun der interessante Teil.
Die Autorin nimmt uns in Rückblenden mit auf die Reise von Kathleen und Virgil.
Man erfährt, wie sie sich kennengelernt haben. Warum sie geheiratet haben.
Es geht um unerfüllte Wünsche und Träume des Ehepaares.

Abwechselnd kommen Kathleen und Virgil zu Wort. Beide erzählen in diesem Buch ihre Sicht der Dinge.
Hier werden viele Geheimnisse offenbart, die sie voreinander und sich nicht gegenseitig erzählen.
Beide haben nicht den Mut, sich dem anderen zu offenbaren. Vielleicht war das in der Zeit, in der dieser Roman spielt, bei vielen Ehepaaren so.
Nichts darf hinterfragt werden. Die Gefühlswelt bleibt verschlossen.

Ich fand die Geschichte sehr interessant und der Schreibstil der Autorin gefiel mir gut.

Das Ende hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Wird die Ehe weiterhin bestehen? Werden beide nun endlich ehrlich zueinander sein?
Da blieben bei mir einige Fragen offen.
Vielleicht war das aber auch von der Autorin so gewollt:
Sich ein eigenes Bild über den Ausgang machen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.07.2025

Satire im täglichen Alltag

KurzSchlüsse
0

Das Cover in seiner grellgelben Farbe ist schon einmal ein Hingucker.

Wer Kurzgeschichten in satirischer Form mag, sollte sich unbedingt dieses Buch zulegen. Der Autor hat seine Liebe zur Satire darin ...

Das Cover in seiner grellgelben Farbe ist schon einmal ein Hingucker.

Wer Kurzgeschichten in satirischer Form mag, sollte sich unbedingt dieses Buch zulegen. Der Autor hat seine Liebe zur Satire darin schriftlich zusammengefasst.
Nichts ist vor ihm sicher.

Quer Beet werden hier Alltagsmomente, die wirklich alle kennen, herrlich humoristisch vorgestellt.
Ich fand diese Geschichten einfach herrlich und habe mich köstlich amüsiert.

Wer kennt sie nicht? Die guten Vorsätze für das Neue Jahr?
Was ist gefährlicher? Im Urlaub vom Hai gebissen zu werden oder von einer herabfallenden Kokosnuss erschlagen zu werden?
Wo kommt diese eine Fliege her, obwohl man nur ganz kurz lüften will?

Wer weiß eigentlich, wieviel Ameisen auf der Erde leben?
Nun, da bin ich jetzt auf dem neuesten Stand.
An alle, die es nicht wissen...lest unbedingt dieses Buch.

Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen und vergebe gerne fünf Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2025

Vernichtende Kritik an einer Newcomerin

Standing Ovations
0

Was macht es mit einer Frau, die an sich glaubt und dann mit einer 1 Sterne Rezension vernichtet werden kann?
In diesem Roman lernen wir eine solche Frau kennen. Hayley Sinclair steht zum ersten Mal mit ...

Was macht es mit einer Frau, die an sich glaubt und dann mit einer 1 Sterne Rezension vernichtet werden kann?
In diesem Roman lernen wir eine solche Frau kennen. Hayley Sinclair steht zum ersten Mal mit ihrem Programm auf der Bühne und erhofft sich großen Erfolg.
Durch eine vernichtende Rezension eines Kritikers ist ihr Traum aber schnell ausgeträumt. Hayley wehrt sich gegen diese Kritik, diesen Kritiker und stellt ihn in einer neu inszenierten Show zur Schau.

Plötzlich steht Alex Lyons im Focus des Geschehens. Er ist ein gefürchteter Theaterkritiker und wie sich herausstellt, sexistisch noch dazu.

Die Erzählerin in diesem Roman ist Journalistin und die Kollegin des berüchtigten Kritikers Alex Lyons. Als junge Mutter von Selbstzweifeln gequält, beginnt sie ihr eigenes Leben und besonders das ihres Kollegen zu hinterfragen.
Als sich immer mehr Frauen melden, die nicht gut auf Alex zu sprechen sind, nimmt das Ganze ungeahnte Ausmaße an.

Der Roman passt gut in unsere heutige Zeit. Was macht eine schlechte Rezension mit einem Menschen, der sich ein Ziel gesteckt hat? Wie erniedrigend kann das sein? Wieviele Künstler haben ihren Traum schon aufgeben müssen, da ihr Werk total verrissen wurde? Sei es wie hier im Buch beim Theater, aber auch im Bereich Büchern, Musik usw.

Die Autorin hat hier eine interessante Geschichte erzählt. Der Schreibstil gefiel mir wirklich gut. Die Protagonisten waren gut gezeichnet.

Der einzige Minuspunkt an diesem Roman war für mich, dass der Focus zu sehr auf der Erzählerin lag. Ihr Privatleben nahm für mich zu viel Platz ein. Das hat meine Begeisterung für dieses Buch etwas geschmälert.

Auf jeden Fall ist es ein Roman, der zum Nachdenken anregt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2025

Dramatisch, erschreckend und bewegend

Die Nordseeprinzeßin
0

Die Geschichte beginnt mit Annemarie. Sie ist der Liebling ihres Vaters. Sie interessiert sich nicht so sehr für "Mädchenkram", sondern spielt lieber mit den Jungs auf der Insel. Ihr Vater behandelt sie ...

Die Geschichte beginnt mit Annemarie. Sie ist der Liebling ihres Vaters. Sie interessiert sich nicht so sehr für "Mädchenkram", sondern spielt lieber mit den Jungs auf der Insel. Ihr Vater behandelt sie selbst auch wie einen Sohn. Doch als sie 13 Jahre alt wird, ändert sich ihr Leben. Plötzlich wird sie von der Mutter in die Rolle einer Frau gepresst. Annemarie widersetzt sich vehement, doch sie hat keine Chance.
Das Ansehen der Familie muss schließlich gewahrt werden - egal mit welchen Mitteln.
Dieser Teil spielt sich in einem Zeitraum von 1945 bis 1962 ab, in der junge Mädchen keine eigene Meinung haben dürfen, wie sie ihr Leben gestalten wollen.
Mehr gebe ich nicht preis, sonst müsste ich spoilern.

Im zweiten Teil des Romans treffen wir im Jahr 2021 auf Delia. Sie ist in einem liebevollen Elternhaus großgeworden und hat nun selbst eine erwachsene Tochter.
Diese findet nach dem Tod ihrer Großmutter vergessene Briefe, die Delias bisheriges Leben total auf den Kopf stellt.
Wer war diese Frau, die sie für ihre Mutter hält? Ist sie überhaupt ihre leibliche Mutter?

Sie begibt sich auf die Suche nach ihren Wurzeln und kommt auf einer deutschen Nordseeinsel einem Geheimnis auf die Spur, was wirklich nur erschreckend ist.

Die Autorin hat hier einen für mich sehr bewegenden Roman geschrieben. Allein das Cover fand ich schon faszinierend. Diese Idee stammt von der Autorin, die sie bei Recherchen auf einer Reise an die Nordsee aufgenommen hat.

Der Schreibstil ist fesselnd und spannend. Die Autorin versteht es sehr gut, diese beiden Geschichten zu vereinen. Während des lesens war ich hin und her gerissen zwischen Wut, Schock, Fassungslosigkeit. Es gibt aber auch sehr viele schöne Momente.

Es ist ein Buch mit Tiefgang und sehr atmosphärisch. Eine Geschichte, die nachhallt.
Man sollte sie unbedingt lesen.
Von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2025

Herrlich erfrischend und spritzig wie ein Mojito

Miss Mojito
0

Dieser Roman war für mich ein Highlight. Die mir noch unbekannte Autorin hat mich auf eine tolle Reise mitgenommen.
Es geht um Yvonne, ihre beiden besten Freundinnen und eine garstige Chefin. Diese Chefin ...

Dieser Roman war für mich ein Highlight. Die mir noch unbekannte Autorin hat mich auf eine tolle Reise mitgenommen.
Es geht um Yvonne, ihre beiden besten Freundinnen und eine garstige Chefin. Diese Chefin schickt Yvonne in ein Survival-Camp und hofft, daß ihre Mitarbeiterin dort mit wehenden Fahnen untergeht.
Yvonne ist natürlich überhaupt nicht begeistert. Dort angekommen tritt sie auch gleich in mehrere Fettnäpfchen. Doch genau in diesem Camp wächst sie plötzlich über sich hinaus. Mit ihrer Fantasie und sehr ungewöhnlichen Methoden schafft sie es, sich zu beweisen. Zum ersten Mal fühlt sie sich wertgeschätzt.
Die Campleiterin Gloria bietet ihr dann auch noch einen außergewöhnlichen Deal an. Wie wird sich Yvonne entscheiden? Sicherheit oder Risiko? Eine spannende Frage.

Die drei Hauptprotagonistinnen in diesem Roman Yvonne, Sophie und Klara fand ich einfach toll. Die drei sind schon lange befreundet, obwohl sie total unterschiedlich sind. Eins aber haben sie alle drei gemeinsam: Pech in der Liebe.
Ich habe die Dialoge der Freundinnen sehr genossen. Immer wieder musste ich schmunzeln und oftmals laut lachen. Besonders die Telefonansagen von Sophie waren so vielseitig.

Dieser Roman ist einfach erfrischend. Das Lesen hat mir viel Freude bereitet. Das Mojito-Feeling habe ich so sehr gespürt. Es hat mich mitgerissen.
Das Buch hat aber auch einige ernste Aspekte. Es geht um verpasste Chancen, Selbstfindung, sich etwas neues zuzutrauen, über den eigenen Schatten zu springen.
Dieser Spagat zwischen Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit ist der Autorin sehr gut gelungen.

Begleitet Yvonne auf ihrem Weg zum perfekten Mojito-Feeling. Ich habe es getan und kann diesen Roman wirklich nur weiterempfehlen.

Hoffentlich gibt es bald einen neuen Roman der Autorin. Würde mich sehr freuen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere