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Veröffentlicht am 13.04.2025

Schwächster Teil der Reihe

Grenzfall – Ihre Spur in den Flammen
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Wie der Titel „Ihre Spur in den Flammen“ nahelegt, spielen Brände im 5. Grenzfall eine große Rolle. In Alexas Zuständigkeitsbereich geht es Schlag auf Schlag. Erst explodiert ein Auto, es brennt in einer ...

Wie der Titel „Ihre Spur in den Flammen“ nahelegt, spielen Brände im 5. Grenzfall eine große Rolle. In Alexas Zuständigkeitsbereich geht es Schlag auf Schlag. Erst explodiert ein Auto, es brennt in einer Flüchtlingsunterkunft und ein Wohnhaus steht in Flammen.
Auch in Österreich bei Bernhard Krammer stehen Häuser in Brand. Da es zwischen all diesen Vorfällen zunächst einmal keinen roten Faden gibt, geht die Polizei von Einzeltaten aus. Auch von Parallelen jenseits der Grenze merken Krammer und Alexa erstmal nichts, dafür ist der persönliche Kontakt zwischen den beiden so gut wie nie.
Diesmal fand ich es schon hilfreich, wenn man die vorherigen Bücher kennt, da man sonst bei den zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Alexa und ihrem Vater bzw. Konstantin nur schwer mitkommt.
Die privaten Szenen waren in diesem Band tatsächlich meine Lieblingsstellen. Ich kann mit Alexa sehr gut sympathisieren und mich in sie hineinversetzen. Ich hoffe nur, dass sie im weiteren Verlauf der Reihe nicht mit ihrem Kollegen Huber zusammen kommt. Fänd ich irgendwie doof.
Ihr Hund Oskar hat mir diesmal sehr gefehlt, beim nächsten Mal hoffe ich auf mehr tierische Momente.
Der Kriminalfall konnte ich mich leider nicht so gut fesseln, wie ich es sonst von den Grenzfällen gewohnt bin. Es brannte hier, es brannte dort, man wusste lange nicht, um was es eigentlich geht. Ich hatte zwar eine Ahnung, die allerdings falsch war. Die tatsächliche Auflösung fand ich irgendwie random. Auch waren die Leute, bei denen es brannte alle ziemlich unsympathisch. Ob es wirklich einen Grund für diesen Feldzug gab, sei dahingestellt, so wirkliches Mitgefühl wollte sich bei mir nicht einstellen, so dass mich das Buch leider eher kalt gelassen hat.
War okay, aber die anderen Teile der Reihe haben mir deutlich besser gefallen.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Naive Protagonistin im Urlaubsparadies

The Surf House
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Bea hasst ihren Job als Modell. In einer Kurzschlussreaktion wirft sie alles hin, läuft alleine durch die einsamen Gassen von Marrakesch und wird prompt überfallen. Zum Glück kommt ihr eine fremde Frau ...

Bea hasst ihren Job als Modell. In einer Kurzschlussreaktion wirft sie alles hin, läuft alleine durch die einsamen Gassen von Marrakesch und wird prompt überfallen. Zum Glück kommt ihr eine fremde Frau zur Hilfe, die sie anschließend in ihre Pension „Surf House“ einlädt und Bea einen Job anbietet.

Ich fand Bea ziemlich naiv und hilflos. Selbst wenn sie nicht länger als Modell arbeiten will, hätte sie doch sicherlich ihre Agentin um Hilfe bitten können, wegen dem verlorenen Pass. Stattdessen versteckt sie sich im Surf House und akzeptiert stumm Erpressungen. Sie vertraut wahnsinnig schnell fremden Menschen, obwohl ausnahmslos jeder, den sie dort trifft offenkundig Geheimnisse hat und irgendwie verdächtig wirkt. Wenn ich von der seit einem Jahr vermissten Urlauberin erfahren hätte, hätte ich diesen Ort bzw. diese Menschen schnellstmöglich verlassen. Bea bringt sich sehenden Auges immer weiter in Gefahr. Ich habe permanent damit gerechnet, dass sie ermordet wird.

„The Surf House“ war für mich eher ein Roman als ein Thriller. Spannung kommt wenn überhaupt höchstens am Anfang und am Ende auf. Dazwischen bewegt sich die Geschichte ziemlich gemütlich vorwärts. Es wird viel gesurft und nachts am Strand entlang geschlichen. Gefühlt flirtet jeder mit jedem. Eine Affäre hier, ein Seitensprung da. Ich fand es nervig.
Die Leute waren mir auch überhaupt nicht sympathisch. Am Schlimmsten war Marnie mit ihrer Fake-Freundlichkeit. Das Ende habe ich in etwas so kommen sehen. Von daher konnte auch hier nichts mehr herausgerissen werden. Leider war das Beste an dem Buch das wirklich sehr schöne Cover, von dem ich mich habe blenden lassen.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Zerstörerische Liebe

Wie Risse in der Erde
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„Wie Risse in der Erde“ ist ein auf verschiedenen Zeitebenen erzähltes Drama.
Beth und Gabriel sind Highschool-Sweethearts, bis die Liebesbeziehung ein abruptes Ende nimmt. Beth wirft ihre College-Pläne ...

„Wie Risse in der Erde“ ist ein auf verschiedenen Zeitebenen erzähltes Drama.
Beth und Gabriel sind Highschool-Sweethearts, bis die Liebesbeziehung ein abruptes Ende nimmt. Beth wirft ihre College-Pläne über Bord, heiratet jung den Farmer Frank und ist zufrieden mit ihrem Leben, bis Gabriel nach mehr als 10 Jahren wieder vor ihr steht und ein schreckliches Unglück alles auf den Kopf stellt.

Vom Klappentext und der Leseprobe her, hatte ich erwartet, dass der Gerichtsprozess einen wesentlich größeren Anteil an der Geschichte einnimmt. Ich hatte mir eine Mischung aus Roman und Krimi vorgestellt. Tatsächlich findet der angekündigte Todesfall erst gegen Ende des Buches statt. Davor erzählt die Autorin ausführlich die Geschichte von Beth, Gabriel, Frank und seinem Bruder Jimmy. Das Erzähltempo ist gemächlich, aber nicht langweilig. Die Sprache ist bildhaft und ermöglicht einen guten Lesefluss.

Eine Dreiecksgeschichte bringt meistens viele Verletzungen mit sich und auch hier bestätigt sich dies. Mit Beth bin ich nicht richtig warm geworden. Auf ihre Art liebt sie Frank aber es wird immer wieder klar, dass er für sie zweite Wahl ist. Eine Vernunftlösung. Frank ist ein herzensguter Mensch, der alles für seine Familie gibt und der deutlich mehr verdient hätte, als Beth ihm geben kann. Ihm, Jimmy und seiner Frau Nina galt mein ganzes Mitleid, denn sie sind die Verlierer der Geschichte.
Als die Gründe für Beths und Gabriels Trennung als Jugendliche herauskam, konnte ich nur den Kopf schütteln über diese Idiotie und generell über das Verhalten dieser beiden Erwachsenen, die emotional in der Vergangenheit hängen geblieben sind und die Gefühle der Menschen in der Gegenwart mit Füßen treten. Ich fand Beth und Gabriel gleichermaßen egoistisch.
Gut gefallen hat mir, dass die kurzen Sequenzen über den Prozess lange mysteriös blieben. Zunächst war nicht klar, wer überhaupt tot ist. Als es dann enthüllt wurde, war ich kurz überrascht, bevor ich die restliche Entwicklung der Geschichte ziemlich genau vorhersagen konnte.
„Wie Risse in der Erde“ ist eine überwiegend düsteres Buch, dass von schrecklichen Tragödien berichtet. Durch den wirklich guten Schreibstil der Autorin hat mir der Roman insgesamt gut gefallen.

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Veröffentlicht am 22.03.2025

Thriller für zwischendurch

Die Villa
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Der pinke Sonnenuntergang auf dem Cover von „Die Villa“ hat mich angesprochen. Die Autorin Jess Ryder entführt uns nach Marbella. Im Urlaubsziel der Schönen und Reichen möchte Aoife ihren Jungesellinnenabschied ...

Der pinke Sonnenuntergang auf dem Cover von „Die Villa“ hat mich angesprochen. Die Autorin Jess Ryder entführt uns nach Marbella. Im Urlaubsziel der Schönen und Reichen möchte Aoife ihren Jungesellinnenabschied feiern.
Die fröhliche Stimmung ist von Anfang an nur oberflächlich, denn die Mädels sind aufeinander eifersüchtig und auch die Freundschaft zu Aoife ist nicht so dick, wie es auf den ersten Blick scheint.
Ich bin froh, dass ich bei diesem Wochenende nicht dabei sein musste, denn ich hätte mich äußerst unwohl gefühlt in dieser nach außen freundlichen und hinterrücks gelästerten Atmosphäre. Die Einzige, die ich ganz gut leiden konnte, war Dani. Dani wird von Beth, Tiff und Celine gerne als Unruhestifterin und Partysüchtig dargestellt. Tatsächlich ist sie aber die Einzige, die wirklich an Aoifes Wohlergehen interessiert ist und eine ehrliche Freundin ist.
Beth ist prinzipiell auch ganz okay, aber Tiff und Celine sind dermaßen von Neid zerfressen, dass man zu ihnen definitiv keinen Kontakt haben möchte.
Die Braut in spe ist auch ein ziemlich schwieriger Charakter. Einerseits ist sie eine selbstbewußte Frau, andererseits ist sie mit dem Controllfreak Nathan verlobt. Mir war nicht ganz klar, wie sie in so eine Situation kommen konnte.
Aoife meint es generell gut, aber sie ist sehr Ich-bezogen und merkt dabei nicht, wenn sie die Gefühle von anderen verletzt.
Das Partywochenende endet mit einem Todesfall.
3 Jahre später lockt Dani Beth, Tiff und Celine unter Vorwand nach Marbella. Sie hofft, ihre Gedächtnislücken füllen zu können, um endlich mit der Tragödie abzuschließen.
Ich fand es unrealistisch, dass dieser Trip zu Stande kam. Dani hatte mit den anderen Dreien jahrelang keinen Kontakt und wird von ihnen abgelehnt. Warum hätten sie sich darauf einlassen sollen?
Zu Beginn stehen Dani nur 24 Stunden zur Verfügung, bis die Mädels wieder abreisen. Trotzdem unternimmt sie erstmal wenig bis gar keine Versuche, über alles zu reden.
In Rückblenden wird erzählt, was damals geschah.
Jess Ryder schreibt kurzweilig und überrascht gegen Ende mit einigen Enthüllungen, auf die ich nicht gekommen war. Ich war mir nämlich relativ von Anfang an sicher, ich wüsste, was passiert ist. Tatsächlich war es dann doch komplett anders
Eine Storyline, die als heiße Spur gehandelt wurde und viel Raum eingenommen hat, hat sich nachträglich im Todesfall Aoife als irrelevant herausgestellt, was mich unzufrieden zurück lässt.

„Die Villa“ ist ein leichter Thriller für zwischendurch. Den Plot fand ich rückblickend nicht so gut durchdacht.
Kann man lesen, es ist keine Zeitverschwendung, aber man verpasst auch nichts, wenn man das Buch auslässt.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Beginnt witzig, endet absurd

Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes
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Da ich seit ein paar Monaten gerne den Podcast „Drinnies“ höre und ich außerdem den Buchtitel „Wenn ich keinen Urlaub mache, macht es jemand anders“ witzig finde, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Zunächst ...

Da ich seit ein paar Monaten gerne den Podcast „Drinnies“ höre und ich außerdem den Buchtitel „Wenn ich keinen Urlaub mache, macht es jemand anders“ witzig finde, wollte ich das Buch unbedingt lesen. Zunächst konnten mich die Kurzgeschichten gut unterhalten. Giulia Becker erzählt Alltagssituationen, in denen ich mich wiederfinden konnte. Damit, dass es jedes Mal in Absurditäten gipfelt, konnte ich am Anfang leben.
Beim Lesen hörte ich im Kopf Giulia Beckers Stimme und konnte mir richtig gut vorstellen, wie sie die Geschichten erzählt. Ich glaube, an diesem Buch haben insbesondere Fans der Comedian ihre Freude. Wenn man sie nicht kennt, weiß ich nicht, ob man mit den Stories viel anfangen kann, denn es ist schon eine spezielle Art von Humor.
Wie gesagt, mochte ich die überspannte Darstellung von Alltagssituationen. Die kleinen Gedichte zwischen den Geschichten kann man mal drüber lesen, hatten für mich aber keinen Unterhaltungswert.
Leider gingen Giulia Becker scheinbar relativ bald die Ideen aus. Im letzten Drittel ist der Inhalt nur noch komplette Absurdität (z. B. die Geschichte über den Detektiv) und ich konnte überhaupt nicht mehr über darüber lachen, es hat mich mehr genervt als unterhalten.
Insgesamt fand ich diese Sammlung dann doch nur so naja. Schade, ich hatte mehr erwartet. Der „Drinnies“ Podcast ist deutlich lustiger.

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