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Veröffentlicht am 24.06.2026

Ein spannendes Abenteuer in Versailles!

Belfort & Lupin: Die Hunde von Versailles
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Der junge königliche Hund Belfort lebt mit seinen Schwestern im Schloss des Sonnenkönigs Ludwig XIV, allerdings ist ihm das vornehme Hofleben viel zu langweilig. Immer, wenn sich eine Chance ergibt, schleicht ...


Der junge königliche Hund Belfort lebt mit seinen Schwestern im Schloss des Sonnenkönigs Ludwig XIV, allerdings ist ihm das vornehme Hofleben viel zu langweilig. Immer, wenn sich eine Chance ergibt, schleicht er sich davon zu seinem besten Freund Wolf Lupin. Gemeinsam machen sie Versailles unsicher und helfen allen Tieren, die in Not geraten. Als wichtiger Besuch aus Persien ansteht, herrscht im Palast helle Aufregung. Der König möchte seinem Gast mit seinen spektakulären Springbrunnen in den Schlossgärten beeindrucken und benötigt für die Fontänen eine Menge Wasser. Für die Bewohner in den Brunnen und umliegenden Teichen hat das gravierende Folgen: Die Becken sind auf einmal fast leer. Und das ausgerechnet jetzt, wo der Laich der Karpfen Antras und Diem kurz vor dem Schlüpfen ist! Ohne Wasser werden sie vertrocknen. Belfort und Lupin möchten ihren Freunden unbedingt helfen. Zum Glück sind sie nicht auf sich alleine gestellt. Mit der Hilfe von Maus Gazette und den weiteren Tieren von Versailles setzen sie alles daran, die Karpfen zu retten. Ob es ihnen wohl rechtzeitig gelingen wird?

Kennt ihr schon das Hundeduo Belfort und Lupin aus Versailles? Also mir waren die beiden bislang noch nicht begegnet. Mir war daher auch zunächst gar nicht bewusst, dass die hier vorliegende Graphic Novel aus dem Splitter Verlag auf der gleichnamigen französischen Zeichentrickserie basiert, die erstmals im Sommer 2025 auf KiKa ausgestrahlt wurde. Aktuell gibt es 26 Folgen, allerdings erzählt der Comic eine eigenständige Geschichte und kann problemlos ohne jegliches Vorwissen gelesen werden.

T. J. Stehly und Lesdeuxpareilles präsentieren hier einen bezaubernden Kindercomic, an dem man auch als Erwachsener seine Freude hat. Die Handlung ist eine gelungene Mischung aus Humor und Abenteuer, bringt gleichzeitig aber auch etwas Lehrreiches mit sich, ohne belehrend zu wirken. Wichtige Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt, Klassenunterschiede und Hilfsbereitschaft werden hier ganz nebenbei auf eine spielerische Weise vermittelt. Obwohl Belfort und Lupin aus unterschiedlichen Welten stammen, sind sie unzertrennlich und bilden ein unschlagbares Gespann. Gemeinsam gehen sie durch dick und dünn und zeigen uns, dass Freundschaft keine Unterschiede kennt und man zusammen stark ist und so gut wie alles schaffen kann. Darüber hinaus lernt man auch eine Menge über die Brunnen von Versailles, was durch ein mehrseitigen informativen Anhang perfekt abgerundet wird. Es macht einfach Spaß, Belfort, Lupin und ihre Freunde zu begleiten, gemeinsam mit ihnen durch Versailles zu streifen und die Karpfen im Brunnen vor dem Vertrocknen zu retten. Langweilig wird es auf den 56 Seiten zu keiner Zeit!

Die Zeichnungen von Lesdeuxpareilles sind ein besonderer Genuss – dynamisch, bunt und voller Detailliebe. In weichen, warmen Farben erwecken sie die Welt von Versailles zum Leben und schaffen eine freundliche Atmosphäre zum Eintauchen und Wohlfühlen.

Fazit: „Belfort & Lupin: SOS – Karpfen in Not“ ist ein tierisch schönes Abenteuer vor historischer Kulisse über zwei liebenswerte Helden, die mit viel Herz und Köpfchen für Gerechtigkeit sorgen. Ein unterhaltsamer und spannender Kindercomic ab 8 Jahren, der nicht nur Fans der gleichnamigen Animationsserie begeistert. Mir hat dieser Reihenauftakt viel Spaß gemacht, ich kann ihn wärmstens empfehlen. Und mal schauen, vielleicht schaue ich demnächst auch mal in die Serie rein. Belfort und Lupin sind mir schon jetzt fest ans Herz gewachsen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Ein wunderschönes Sommerbuch zum Eintauchen und Wohlfühlen!

Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück
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Die 13-jährigen Zwillinge Lene und Elsa leben auf der idyllischen Insel Rosenholm, wo ihre Eltern eine Pension betreiben. Für die beiden gibt es keinen schöneren Ort. Vor allem im Sommer liebt Lene ihr ...

Die 13-jährigen Zwillinge Lene und Elsa leben auf der idyllischen Insel Rosenholm, wo ihre Eltern eine Pension betreiben. Für die beiden gibt es keinen schöneren Ort. Vor allem im Sommer liebt Lene ihr Zuhause über alles. Jeden Tag am Strand chillen und im Meer baden, Vanilleeis schlecken und Zeit mit ihrer besten Freundin Amba verbringen – ein Traum! Doch dieses Jahr kann Lene ihre Lieblingsjahreszeit anfangs irgendwie nicht so richtig genießen. Zum einen ist da der Schreibwettverb, für den sie immer noch kein geeignetes Thema gefunden hat, zum anderen ist da Mats, der für ein kribbelndes Brausepulver-Gefühl in ihrem Bauch sorgt. Dann taucht auch noch Frida auf der Insel auf und Mats scheint plötzlich nur noch Augen für sie zu haben. Lene findet Frida zunächst ziemlich nervig, doch es zeigt sich schließlich noch, was wirklich hinter ihrer kühlen Fassade steckt. Ehe es sich Lene, Elsa, Amber und Frida versehen, sind sie ein unschlagbares Quartett und erleben gemeinsam einen aufregenden Sommer voller Glücksgefühle und Marmeladenglasmomente.

Mia Andersen alias Susanne Fülscher hat mit dem ersten Band ihrer neuen vierbändigen Jugendreihe ein wunderbares Sommerwohlfühlbuch geschaffen, das große Lust auf Mee(h)r macht. Von der erste Seite an herrscht die pure Urlaubsstimmung und es fällt leicht, sich für ein paar Stunden direkt nach Rosenholm zu träumen. Bildlich-poetische Beschreibungen wie „Farbenrausch-Sonnenuntergang“ fangen die idyllische Inselatmosphäre perfekt ein und geben einem das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Man kann das Wellenrauschen und Möwengeschrei förmlich hören und hat die salzige Meeresluft in der Nase. An liebsten würde man sofort seine Koffer packen und ein Zimmer in der Pension Silbermöwe buchen. Gleichzeitig punktet das Buch aber auch mit moderner, lässiger Sprache, ohne gewollt zu wirken. Ob die Dialoge, die Charaktere oder das Setting – alles wirkt einfach so herrlich echt. Ein paar kleine Klischees sind zwar vertreten, aber dies tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Die Geschichte wird sehr nahbar aus dem Sicht von Lene erzählt. Wir spüren ihre Begeisterung für den Journalismus, erleben ihre Schwärmereien und Eifersüchteleien mit sowie den unerschütterlichen Zusammenhalt unter den Seaside Sisters. Neben all den starken Freundschaftsmomenten und dem Prickeln der ersten Liebe greift die Handlung auch noch weitere wichtige Themen auf wie Diversität, Naturschutz und Vorurteile, ohne dass etwas von der sommerlichen Unbeschwertheit verloren geht.
Viel zu schnell ist man auch schon am Ende angelangt, doch zum Glück wird es bereits im August zurück nach Rosenholm gehen, dieses Mal im Winter. Denn diese Jahreszeit mag Elsa am liebsten und ihr wird der zweite Band gewidmet sein. Ich freue mich schon sehr darauf!

Auch optisch ist dieser Serienstart ein Highlight. Das Cover mit seinen pastelligen Farben ist wunderhübsch gestaltet und der gemusterte Farbschnitt macht das Buch zu einem echten Blickfang im Regal. Im Inneren sorgen viele liebevolle Illustrationen von Hanna Wenzel für ein zauberhaftes Leseerlebnis sowie ein doppelseitiger Comic-Strip und eine detailreiche Karte von Rosenholm auf den Vorsatzpapieren. Abgerundet wird das Ganze von einem besonderen Extra: Mehrere kreative DIY-Seiten zum Thema Journalismus, erstellt von der Journalistin Jessica Liedtke.

Fazit: „Seaside Sisters 1: Lenes Inselsommerglück“ ist ein warmherziger Reihenauftakt ab 10 Jahren über Freundschaft, Träume und das erste Herzklopfen. Eine wunderschöne Feelgood-Lektüre mit sommerlichem Inselfeeling zum Eintauchen und Wohlfühlen. Authentisch, stimmungsvoll und inspirierend. Susanne Fülscher bzw. Mia Andersen hat es mal wieder geschafft mich zu begeistern! Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und kann den zweiten Band jetzt kaum erwarten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Genauso schön wie der erste Band!

Neues aus der Risottostraße 7
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In der Risottostraße 7 wohnen vier verschiedene Familien: Jonas mit seinen beiden Papas Martin und Kai, Lilly mit ihrer Mutter Anja, Pelle und Mila mit ihren Eltern Regina und Hannes und das Ehepaar Lieselotte ...

In der Risottostraße 7 wohnen vier verschiedene Familien: Jonas mit seinen beiden Papas Martin und Kai, Lilly mit ihrer Mutter Anja, Pelle und Mila mit ihren Eltern Regina und Hannes und das Ehepaar Lieselotte und Bruno, die im Erdgeschoss eine kleine Buchhandlung betreiben. Komplett wird die Hausgemeinschaft durch das Minischwein Moppel. Sie alle nennen sich die Risottos und sind wie eine große Familie immer füreinander da. Gemeinsam erleben sie tollsten kleinen Abenteuer. Als es endlich wieder Frühling ist, kümmern sich die Kinder zusammen um einen verletzten Igel. An einem grauen Regentag machen sie ihr Haus zu einer Ritterburg und als ein Huhn verschwindet, helfen alle bei der Suche. Dann kommt auch noch ein knuffiger Mops zu Besuch, mit dem sich Moppel anfreundet und auch die Risottomaus ist wieder unterwegs und beobachtet den bunten Wohngemeinschaft-Alltag ganz still und heimlich. In der Risottostraße 7 ist einfach immer etwas los, langweilig wird es hier zu keiner Zeit.

Endlich geht es zurück in die Risottostraße 7! Nachdem wir mit den „Risottos“ schon im ersten Band ein ganzes Jahr erleben durften, nimmt uns Judith Allert nun erneut in die liebenswerte Hausgemeinschaft mit. In 13 neuen, in sich abgeschlossen Vorlesegeschichten dürfen wir die Bewohnerinnen aus der Risottostraße 7 wieder durch die Jahreszeiten begleiten und erleben von Frühling bis Silvester lauter fröhliche Alltagsabenteuer. Ob ein Miesewetterferientag, ein Besuch beim Dachbodenmonster, die Suche nach einem verschwundenen Huhn oder ein erneutes verbrecherisches Risotto-Frühstück – heimeliger Lesespaß und ganz viel Wir-Gefühl ist hier garantiert. In bester Bullerbü-Manier wird wieder eine idyllische Wohngemeinschaft gezeigt, wo die Welt in Ordnung ist und Zusammenhalt, Offenheit und Toleranz groß geschrieben wird. Dass Jonas zwei Väter hat oder Pelle zum Fasching lieber als Burgfee gehen will, wird nicht infrage gestellt oder besonders thematisiert. Und wenn es doch mal eine kleine Krise im Altbau-Stadthaus gibt, dauert es garantiert nicht lange, bis die Risottos eine Lösung dafür gefunden haben. All das kommt wieder ganz ohne erhobenen Zeigefinger daher. Den kleinen Leserinnen wird hier auf eine sehr liebevolle und spielerische Weise gezeigt, dass sie genau richtig sind wie sie sind und jeder das Recht hat, etwas Neues ausprobieren.
Zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren ist auch dieser Band ideal geeignet. Judith Allert erzählt in gewohnt einfacher und lebendiger Sprache und die unterschiedlichen Charaktere bieten viel Identifikationspotenzial.

Frauke Berger hat die kurzen Geschichten zauberhaft illustriert. Auf jeder Doppelseite kommen wir in den Genuss ihrer farbenfrohen und herzigen Bilder, die – mal größer und mal kleiner – das Erzählte perfekt einfangen und einen noch tiefer in die Welt der Risottos eintauchen lassen. Und wenn man mit den Namen mal durcheinanderkommen sollte, gibt es zur Orientierung auf den Vorsatzpieren eine Aufstellung der Figuren sowie ein Querschnitt des Wohnhauses. Es macht einfach so viel Freude durch dieses Buch zu blättern, am liebsten möchte man gar nicht mehr daraus auftauchen.

Fazit: „Neues aus der Risottostraße 7“ ist ein wunderschön erzähltes und illustriertes Vorlesebuch ab 4 Jahren zum Rundum-Wohlfühlen und Wegträumen. 13 lustige und warmherzige Geschichten voller kunterbunter Alltagsabenteuer, Vielfalt und Gemeinschaft. Ich habe die Risottos beim Lesen nur noch mehr in mein Herz geschlossen. Über ein weiteres Wiedersehen mit ihnen würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Ein magisches Ferienabenteuer.

Wandas Wunder ‒ Der Sommer der flüsternden Wände
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Da ihre Eltern mal wieder keine Zeit für sie haben, soll die 12-jährige Wanda ihre Sommerferien bei ihrem Onkel Henry in Torfheim verbringen. Ihre Begeisterung hält sich sehr Grenzen. Torfheim liegt irgendwo ...


Da ihre Eltern mal wieder keine Zeit für sie haben, soll die 12-jährige Wanda ihre Sommerferien bei ihrem Onkel Henry in Torfheim verbringen. Ihre Begeisterung hält sich sehr Grenzen. Torfheim liegt irgendwo im Nirgendwo und ihren Onkel kennt sie eigentlich gar nicht richtig. Zum Glück trifft sie im Zug auf Aydin, ein sehr quirliges Mädchen aus dem Nachbardorf. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und Wanda schöpft Hoffnung, dass sie diesen Sommer nicht vor Langeweile sterben wird. Die Ferien werden dann tatsächlich viel aufregender als gedacht. Es fängt schon am Bahnhof an, wo weit und breit kein Onkel Henry zu sehen ist. Stattdessen wird Wanda von ihrer Oma abgeholt, die zusammen mit dem Opa ein Hundeferienpension in Torfheim betreibt. Was mit Onkel Henry geschehen ist, weiß niemand. Er ist seit einem Jahr spurlos verschwunden. Wanda lässt dieses Rätsel keine Ruhe. Zusammen mit Aydin versucht sie dem Verschwinden ihres Onkels auf den Grund zu gehen und entdeckt dabei etwas ganz Unglaubliches: Sie hat die Fähigkeit, durch Wände zu gehen!

Valija Zinck stellt hier einmal mehr unter Beweis, dass sie ein Garant für zauberhafte Kinderbücher ist. Mit ihrem neuen Kinderroman präsentiert die deutsche Autorin ein fantastisch angehauchtes Sommerabenteuer, das so träumerisch daherkommt wie das idyllische Cover vermuten lässt, zugleich aber auch so fesselnd ist wie eine Detektivgeschichte. Von der ersten Seite an fühlt man sich mittendrin im Geschehen und hat alles bildlich vor Augen. Zinck hat eine wundervolle Art zu schreiben: Atmosphärisch, lebendig und mit lauter malerischen Beschreibungen wie krachgelb oder dämmerblau. Man kann die Juliwärme regelrecht spüren, riecht den Schweißgeruch im Zug und spürt den besonderen Zauber, der von der alten Mühle ausgeht. Gemeinsam mit Hauptprotagonistin Wanda erlebt man als Leser*in einen unvergesslichen und ziemlich verrückten Sommer, liest von kuriosen Erfindungen, einem Hundeferienhotel, jeder Menge Zusammenhalt und einer unglaublichen Entdeckung. Es macht einfach Spaß, Wanda auf ihrer Spurensuche zu begleiten, gespenstergleich mit ihr durch die Wände zu gehen und mitzuerleben, wie sie mutig über sich hinauswächst. Mit ihrer schüchternen, aber auch sehr neugierigen Art schließt man sie sofort fest ins Herz, genauso wie die weiteren Charaktere, die nicht minder liebevoll gezeichnet sind. Vor allem Wandas neue Freundin Aydin ist ein herrlich aufgewecktes Mädchen, das man einfach gernhaben muss.

Die stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen von Bente Schlick unterstreichen die besondere Atmosphäre der Erzählung und das Nachwort der Autorin, in dem man mehr über die Entstehungsgeschichte des Buches erfährt, rundet das Ganze perfekt ab.

Fazit: „Wandas Wunder – Der Sommer der flüsternden Wände“ ist ein spannendes und magisches Ferienabenteuer voller Wunder und Geheimnisse. Ein wunderbarer Sommerroman für alle ab 10 Jahren, die gerne außergewöhnliche Geschichten lesen. Valija Zinck hat es mal wieder geschafft, mich zu begeistern. Ich kann ihr neues Kinderbuch wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.06.2026

Ein wunderschönes Bilderbuch über Flucht, Neuanfang, Sehnsucht und Hoffnung.

Der Regenzauberer
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Immer wenn es regnet, denkt Baran an seinen Papa, der ein Regenzauberer ist. Einmal durfte Baran ihn im Lager in den Bergen besuchen und war dabei, als er nachts Regen herbeizauberte, um die Brände zu ...

Immer wenn es regnet, denkt Baran an seinen Papa, der ein Regenzauberer ist. Einmal durfte Baran ihn im Lager in den Bergen besuchen und war dabei, als er nachts Regen herbeizauberte, um die Brände zu löschen. Doch als Baran mit seiner Mutter aus ihrer Heimat fliehen musste, weil es dort zu gefährlich wurde, blieb der Vater zurück. Jetzt leben er und seine Mama in Schweden, wo alles anders ist, er die Sprache nicht versteht und kein Tag vergeht, an dem er seinen Papa nicht vermisst. Ständig fragt er nach, wann der Vater endlich kommt, doch die Mutter muss ihn jedes Mal vertrösten. Baran bleiben jetzt nur so seine Erinnerungen und seine Träume, in denen er seinen Papa begegnet. Eines Tages ist es aber soweit – auf seine Frage kommt endlich die langersehnte Antwort: „Heute. Er kommt heute“.

Zanyar Adami und Ishtar Bäcklund Dakhil präsentieren hier ein bewegendes Bilderbuch über Flucht, Neuanfang, Sehnsucht und Zuversicht. Im Vorwort erklärt uns der Autor, dass „Baran“ das kurdische Wort für Regen ist und die Erzählung auf seinen eigenen Kindheitserinnerungen beruht. Dies merkt man auch, denn die Geschichte wird mit so viel Feingefühl und Liebe erzählt, als hätte der Autor sie nicht nur für seine Leserschaft geschrieben, sondern auch für sein jüngeres Ich. Aus Kindersicht erfahren wir, wie es sich anfühlt, wenn man in einem unbekannten Land seinen Platz finden muss und eine lange Zeit von einem Elternteil getrennt ist. Es trifft einen mitten ins Herz zu sehen, wie sehr sich Baran nach seinem Papa sehnt und sich nichts mehr wünscht, als endlich wieder von ihm in den Arm geschlossen zu werden. Trotz der schweren Thematik wird die Stimmung aber zu keiner Zeit bedrückend. Im Gegenteil, „Der Regenzauberer“ ist ein Buch, das Mut und Hoffnung spendet und einem mit einem warmen Gefühl im Herzen zurücklässt. Mit seinen Geschichten schenkt der Vater seinem Sohn jede Menge Kraft, von der er zehren kann, bis sie wieder vereint sind. Und die anderen Kinder in seiner neuen Heimat grenzen Baran nicht aus, lachen gemeinsam mit ihm über die für ihn neue, lustig klingende Sprache und geben ihm das Gefühl, willkommen zu sein.

Die wunderschönen, detailreichen Aquarellbilder von Ishtar Bäcklund Dakhil zeigen abwechselnd Barans neuen Alltag in Schweden und seine Erinnerungen und Träume an seinen Vater in den Bergen. In warmen Farben fangen sie die Emotionen und Poesie des Textes perfekt ein und schaffen eine Atmosphäre voller Geborgenheit.

Fazit: „Der Regenzauberer“ ist eine berührende und poetische Vater-Sohn-Geschichte, die von der Kraft der Geschichten erzählt und dazu ermutigt, niemals die Hoffnung zu verlieren. Ein wundervolles Bilderbuch ab 5 Jahren, das ein wichtiges Thema kindgerecht aufgreift. Ich kann das Kinderbuchdebüt von Zanyar Adami nur empfehlen, mich hat es sehr berührt und beeindruckt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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