Profilbild von Danshi

Danshi

Lesejury Star
offline

Danshi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Danshi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2025

Wildbienen schützen – Praktisch, inspirierend und für jeden umsetzbar

Unsere Wildbienen
0

„Unsere Wildbienen“ nimmt die Leser*innen mit auf eine spannende Reise in die faszinierende Welt dieser wichtigen Bestäuber und macht eindrucksvoll deutlich, warum ihr Schutz so bedeutsam ist. Die Autorin ...

„Unsere Wildbienen“ nimmt die Leser*innen mit auf eine spannende Reise in die faszinierende Welt dieser wichtigen Bestäuber und macht eindrucksvoll deutlich, warum ihr Schutz so bedeutsam ist. Die Autorin erklärt komplexe Zusammenhänge einfach und anschaulich, ohne dabei oberflächlich zu werden. Die Kapitel sind übersichtlich aufgebaut und bieten zahlreiche praktische Anregungen – von der Auswahl passender Pflanzen bis hin zum Bau von Nisthilfen. Alles ist verständlich erklärt und lässt sich direkt im Alltag umsetzen, egal ob im Garten, auf dem Balkon oder draußen in der Natur.

Besonders schön sind die liebevollen Illustrationen und stimmungsvollen Fotos, die das Buch auch optisch zu einem Genuss machen. Ohne belehrend zu wirken, motiviert das Buch dazu, selbst aktiv zu werden und mit wenig Aufwand Lebensräume für Wildbienen zu schaffen. Die vielen Gestaltungsideen zeigen, wie einfach es ist, einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten – und dabei sogar noch Freude zu haben.

Ein inspirierender Ratgeber, der nicht nur informiert, sondern auch begeistert und zum Handeln anregt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.05.2025

Charmant, britisch, spannend

Marchfield Square
8

Marchfield Square hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Im Mittelpunkt stehen zwei eher ungewöhnliche Ermittler: Audrey, eine feinfühlige, aber nicht zu unterschätzende Putzfrau mit ...

Marchfield Square hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Im Mittelpunkt stehen zwei eher ungewöhnliche Ermittler: Audrey, eine feinfühlige, aber nicht zu unterschätzende Putzfrau mit Vergangenheit, und Lewis, ein schüchterner Schriftsteller mit Sinn für Ironie. Die beiden werden von ihrer Vermieterin Celeste – einer ebenso klugen wie geheimnisvollen Dame mit Hang zur stillen Beobachtung – damit beauftragt, einen Mord im Marchfield Square aufzuklären.

Was zunächst wie ein klassischer Cosy-Krimi beginnt, entfaltet sich mit jedem Kapitel mehr zu einem vielschichtigen, spannenden Fall, bei dem nichts ist, wie es scheint. Die Geschichte spielt im herbstlichen London, rund um die Bonfire Night, was für eine stimmungsvolle, leicht düstere Atmosphäre sorgt – ideal für diese Art von Krimi.

Besonders gefallen hat mir das Zusammenspiel zwischen Audrey und Lewis. Ihre Beziehung entwickelt sich authentisch, ganz ohne Kitsch, dafür mit viel Wärme und Humor. Auch die Nebenfiguren – von der exzentrischen Schauspielerin bis zum stillen Kunstfälscher – tragen zur besonderen Dynamik des Buches bei.

Der Schreibstil ist dabei ein echtes Highlight: flüssig, pointiert, mit trockenem britischen Humor, ohne sich je über die Figuren zu erheben. Die wechselnden Perspektiven – zwischen Audrey, Lewis und Celeste – sorgen für Abwechslung und gewähren interessante Einblicke in Gedanken und Motive. Besonders clever fand ich auch die Passagen, in denen Lewis an seinem Buch schreibt – eine „Geschichte in der Geschichte“, die auf unterhaltsame Weise das Erlebte reflektiert und das Miträtseln unterstützt.

Auch optisch ist Marchfield Square ein Hingucker: Das Cover fällt sofort ins Auge und passt hervorragend zur Stimmung des Buches – elegant, aber mit einem kleinen Augenzwinkern. Die Illustration der Wohnanlage in der Klappe ist zudem nicht nur hübsch, sondern auch nützlich, um den Überblick über die Bewohner zu behalten.

Die Auflösung ist überraschend, logisch und dennoch nicht vorhersehbar. Einzelne Details, die zuvor unauffällig eingestreut wurden, ergeben plötzlich ein stimmiges Gesamtbild – und am Ende hatte ich tatsächlich Gänsehaut.

Kurz gesagt: Marchfield Square ist ein rundum gelungener Cosy-Krimi mit einem originellen Ermittlerduo, spannenden Wendungen, einem charmanten Setting und einem Schreibstil, der das Lesen zum Vergnügen macht.

Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung – denn in diesem besonderen Haus gibt es bestimmt noch viele Geheimnisse zu entdecken.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.05.2025

Ein Roman voller Emotionen

The Wrong Bride
0

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Die Geschichte rund um Raven, die plötzlich den Platz ihrer Schwester am Altar einnehmen muss, hat mich von der ersten Seite an gefesselt – eine berührende Mischung ...

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Die Geschichte rund um Raven, die plötzlich den Platz ihrer Schwester am Altar einnehmen muss, hat mich von der ersten Seite an gefesselt – eine berührende Mischung aus unerwiderter Liebe, familiären Zwängen und der stillen Sehnsucht nach einem eigenen Glück. Besonders beeindruckt hat mich Ravens Entwicklung: Trotz aller Demütigungen und des Drucks ihrer toxischen Familie bleibt sie sich selbst treu und wächst an ihrer Situation. Die Dynamik zwischen ihr und Ares ist intensiv – voller unausgesprochener Gefühle, vorsichtiger Annäherung und leiser Hoffnung. Auch wenn Ares’ Wandel für meinen Geschmack etwas zu plötzlich kam, hat mich ihre Geschichte tief berührt.

Die Nebenfiguren – allen voran Hannah und ihre Mutter – sind extrem manipulativ gezeichnet und haben mich streckenweise wirklich wütend gemacht. Das Cover fängt mit seiner eleganten Dramatik die Atmosphäre des Buches perfekt ein. Der Schreibstil ist emotional und angenehm flüssig, sodass ich kaum aufhören konnte zu lesen.

Trotz mancher überzogenen Dramatik bleibt dieser Roman ein intensives, gefühlvolles Leseerlebnis, das nachhallt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2025

Starke Frau in schwerer Zeit

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
0

„Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung“ war mein erstes Buch von Beate Maly – und ganz sicher nicht mein letztes.

Die Geschichte von Stella hat mich tief berührt. Ich fand es beeindruckend, wie mutig ...

„Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung“ war mein erstes Buch von Beate Maly – und ganz sicher nicht mein letztes.

Die Geschichte von Stella hat mich tief berührt. Ich fand es beeindruckend, wie mutig und modern sie als Lehrerin nach dem Krieg auftritt, obwohl sie selbst noch schwer gezeichnet ist. Ihre Art, die Kinder zum Sprechen zu ermutigen, wirkte auf mich besonders kraftvoll und authentisch.

Das Cover vermittelt mit seiner warmen Farbgebung und der Darstellung Stellas Nähe zu den Kindern genau diese Hoffnung, die sich durch das Buch zieht. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, nie überladen, und dennoch voller Tiefe. Besonders gefallen hat mir, wie feinfühlig die Autorin mit Stellas inneren Konflikten umgeht. Auch das historische Wien wurde lebendig beschrieben – zerstört, aber nicht hoffnungslos.

Ein lesenswerter Roman über Mut, Menschlichkeit und Neuanfang.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2025

Sommer, Briefe und das große Gefühlschaos

The summer we kissed
0

„The Summer We Kissed“ hat mich sofort in Sommerstimmung versetzt – Strand, Sonnenaufgang und diese bittersüße Unsicherheit der ersten großen Liebe.

Besonders gut fand ich die wechselnden Perspektiven ...

„The Summer We Kissed“ hat mich sofort in Sommerstimmung versetzt – Strand, Sonnenaufgang und diese bittersüße Unsicherheit der ersten großen Liebe.

Besonders gut fand ich die wechselnden Perspektiven von Natalia und Ethan, durch die man beide Seiten der Geschichte intensiv miterlebt. Ihre Gefühle, Ängste und Unsicherheiten wirken sehr realistisch, was sie trotz mancher impulsiven Entscheidung greifbar und menschlich macht. Die Idee mit den anonymen Briefen ist kreativ und bringt genau die richtige Portion Drama mit. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie und ob die beiden zueinander finden.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, das Cover strahlt pures Sommerfeeling aus. Besonders schön fand ich, wie die Geschichte zeigt, dass das Erwachsenwerden oft mit Unsicherheiten, Mut und wichtigen Entscheidungen verbunden ist. Wer Friends-to-Lovers-Romane mit Drama, Emotionen und einem Hauch Chaos liebt, wird hier definitiv fündig.

Für mich ein rundum gelungener Sommerroman!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere