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Veröffentlicht am 10.10.2025

In der Seele endet der Krieg nie...

Blinde Geister
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Eigentlich gab es in Mitteleuropa viele Jahrzehnte der Friedenszeiten nach dem 2. Weltkrieg. Doch bei vielen, die den Krieg erlebt haben, ist das in der Seele nie angekommen und die Traumata werden auch ...

Eigentlich gab es in Mitteleuropa viele Jahrzehnte der Friedenszeiten nach dem 2. Weltkrieg. Doch bei vielen, die den Krieg erlebt haben, ist das in der Seele nie angekommen und die Traumata werden auch über Erziehung und familiäre Bindungen und Muster an die jüngeren Generationen weitergegeben.

Das zeigt "Blinde Geister" von Lina Schwenk, das meiner Ansicht nach völlig zu Recht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2025 gelandet ist, sehr eindringlich. In vielen kleinen Szenen wird eine Familie porträtiert, nicht immer in chronologischer Form und nicht notwendigerweise einem klaren Muster folgend, aber immer die Angst und den Schmerz der Traumatisierung aufzeigend.

Da gibt es den Vater Karl, der im Krieg war und diesen in den Jahrzehnten danach mit seiner Familie nachinszeniert: bei den kleinsten Anlässen muss in den feuchten, dunklen Keller geflüchtet werden, um sich vor einer vermeintlichen Gefahr zu schützen, zu einer Zeit, in der längst Frieden herrscht. Doch er ist nicht der einzige: Tochter Olivia wird im Turnunterricht regelrecht gedrillt und muss sich dort paramilitärischen Übungen unterziehen, die erst nach Elternprotesten etwas abgemildert werden. Ob und was der Mutter Rita, die "den Krieg am Land zu Hause sitzend abwarten konnte" während dieser Zeit passiert ist, darüber wird nicht gesprochen. Jedenfalls macht sie bereitwillig mit, wenn ihr Mann Karl mit der ganzen Familie seine Kellerübungen abzieht, und beginnt erst spät, diese vor den Töchtern zu hinterfragen.

Eine der Folgen all dieser Störungen in der Familie: die erwachsene Tochter Rita wird psychotisch, hört Stimmen und muss immer wieder in die geschlossene Psychiatrie eingeliefert werden, während ihre Schwester es zumindest an der Oberfläche schafft, ein normal wirkendes, angepasstes Leben zu führen.

Es ist ein relativ kurzes Buch, das aber aufgrund der nicht-chronologischen Erzählweise nicht ganz einfach zu erschließen ist und durchaus seine Zeit braucht. Die Autorin findet viele bemerkenswerte und eindringliche Sprachbilder, die die beklemmende Atmosphäre des Aufwachsens mit einem kriegstraumatisierten Vater sehr spürbar machen, hier ein paar Beispiele:

"Karl lehnte sich immer nur irgendwo an und rief nach Rita. Wenn es nichts zum Anlehnen gab, griff er nach seinen Hosenträgern wie nach einem schweren Rucksack." (S. 23)

"Ich konnte schon morgens spüren, wie der Tag werden würde, an der Art, wie Karl in die Küche kam." (S. 33)

"Ich bin jetzt erwachsen. Ich wasche meine Kleidung selbst und regele meine Arzttermine. Meine Pullis habe ich dieses Frühjahr gespendet. Es war so kalt. Sogar den Mantel habe ich abgegeben, dabei steht der wirklich niemandem. Ich konnte nicht ertragen, dass so viele da draußen frieren." (S.47)

"Du kannst meistens hören, ob du sicher bist", hatte Karl mir bei einem der seltenen Waldspaziergänge erklärt. "Lausche einfach ganz genau, sei geduldig, atme ruhig, und wenn du die Geräusche nicht kennst, warte ab." (S. 58)

"Trotzdem gibt es Dinge, die habe ich ihm nicht erzählt. Dass man einen Keller braucht. Dass es nicht falsch ist, eine gepackte Tasche im Schrank zu haben, mit Büchern und Batterien. Dass es mit Kind schwieriger wird, sich zu verstecken." (S. 91)

"Sie wusste, für Karl war Sicherheit entweder vier geschlossene Wände unter der Erde oder ein komplett freier Himmel über dem Land." (S. 155)

Mich hat das Buch sehr berührt und mich an vielen Stellen daran erinnert, auf wie viele Weisen auch mein Familiensystem nach wie vor von den Kriegstraumata der Vorgenerationen berührt wird, dabei bin ich, wie die Autorin dieses Buches, in den 1980er Jahren geboren. Kurz thematisiert das Buch auch sehr aktuelle Themen wie den momentanen Krieg in der Ukraine, und wie durch diesen alte Traumata wieder hochkommen können.

Es ist insgesamt ein sehr wichtiges Buch, das ich einer breiten Leserschaft empfehlen kann, sofern man im eigenen Leben gerade auch psychisch und emotional genug Raum findet, sich auf dieses schwere Thema einzulassen.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Frauenunterdrückung, Fremd-Sein und Krankheit in Körperteilen erzählt

Die Hände der Frauen in meiner Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt
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Die Hände der Frauen in Jegana Dschabbarowas Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt, sondern zum Arbeiten, Kochen, Nähen, Sticken und Kinder-Wiegen. Und doch, sie schreibt schon seit ihrer Kindheit ...

Die Hände der Frauen in Jegana Dschabbarowas Familie waren nicht zum Schreiben bestimmt, sondern zum Arbeiten, Kochen, Nähen, Sticken und Kinder-Wiegen. Und doch, sie schreibt schon seit ihrer Kindheit und hat mit diesem autofiktionalen Roman ihr Debüt veröffentlicht, im Original auf Russisch, hier ins Deutsche übersetzt von Maria Rajer.

Die Kapitel sind jeweils nach Körperteilen benannt, so geht es beispielsweise um die Bäuche von Frauen und um das Schwanger-Werden und Gebären. Um die Münder, die bei den aserbaidschanischen Frauen in der Familie der Autorin nicht viel sprechen sollen und niemals einem Mann widersprechen: "Für eine Frau gehört es sich nicht zu sprechen, für eine Frau gehört es sich nicht zu widersprechen, eine Frau darf nie vergessen, dass sie Objekt, nicht Subjekt eines Satzes ist, doch das Wichtigste, das uns seine Fäuste lehrten, war zu schweigen, unsere Hoffnungen und Träume für uns zu behalten, unsere schrecklichen Geheimnisse niemals jemandem anzuvertrauen." (S. 29)

Um die Augenbrauen, durch die sich verheiratete von "unschuldigen", ledigen Frauen unterscheiden: nur erstere haben das Privileg, sie sich zupfen zu dürfen. Um die Schultern, die so viel tragen müssen: harte Arbeit, aber auch das Fremd-Sein, beschimpft und mit dem Leben bedroht werden als sichtbar nicht-russisch aussehende Menschen in Russland: "... ich weiß nur noch, wie meine Schultern von dem schweren Rucksack wehtaten, wie er gegen meinen unteren Rücken knallte, wie ich nach Luft rang, was für eine Angst ich hatte. Damals spürte ich die Todesnähe zum ersten Mal mit meiner Haut, eine echte animalische Gefahr, damals verstand ich, dass fremd sein heißt, gehasst zu werden, ein Gefäß für Jähzorn zu sein." (S. 52)

Das Buch folgt keinem strikten Spannungsbogen, stattdessen nähert es sich in einzelnen Erzählepisoden, die eben jeweils von einem Körperteil inspiriert sind, drei großen Themen an: dem Verhältnis zwischen Männern und Frauen in der aserbaidschanischen Familie der Autorin, der damit einhergehenden Unterdrückung der Frauen und dem engen Korsett an gesellschaftlicher Kontrolle und Verhaltensregeln, um die Ehre zu bewahren. Dem Aserbaidschanisch-Sein und als fremd wahrgenommen werden, während man in Russland lebt und sich bemüht, sich sprachlich und kulturell an die russische Gesellschaft anzupassen und gleichzeitig die eigenen kulturellen Wurzeln zu bewahren. Und einer degenerativen Muskelerkrankung, die dazu führt, dass die Ich-Erzählerin immer mehr die Kontrolle über ihren eigenen Körper verliert... aber gleichzeitig auf einer anderen Ebene an Freiheit dazu gewinnt, weil von ihr dadurch weniger erwartet wird, zu heiraten und Kinder zu kriegen.

Es ist ein interessant und gut geschriebenes Buch über eine fremde Kultur, die vielen Leserinnen und Lesern im deutschsprachigen Raum nur wenig bekannt sein dürfte. Ich habe beim Lesen viele wertvolle Einblicke gewonnen, ein bisschen haben mir allerdings ein roter Faden und eine noch tiefergreifende Figurencharakterisierung und -entwicklung abseits der ganz persönlichen Eindrücke gefehlt.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Witzig-intelligente Unterhaltung mit Niveau und Tiefgang

Hustle
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"Hustle" von Julia Bähr vereint für mich das Beste aus mehreren Welten: es ist ein unglaublich spritzig, witzig, humorvoll geschriebenes Buch, das sich leicht, schnell und angenehm liest und tolle Unterhaltung ...

"Hustle" von Julia Bähr vereint für mich das Beste aus mehreren Welten: es ist ein unglaublich spritzig, witzig, humorvoll geschriebenes Buch, das sich leicht, schnell und angenehm liest und tolle Unterhaltung für entspannte Leseabende bietet. Gleichzeitig hat es aber auch Tiefgang, die Charaktere sind interessant und mehrdimensional gezeichnet und weisen eine Entwicklung auf.

Im Zentrum steht Leonie, eine junge Frau Anfang 30, studierte Biologin mit Schwerpunkt auf Pflanzen, die sich von ihrem Chef, der ihre Forschungsergebnisse als seine ausgeben wollte, ungerecht behandelt fühlt und die überhaupt Spaß daran hat, durch gezielte Racheaktionen für ausgleichende Gerechtigkeit zu sorgen. Als sie nach ihrer Kündigung das Büro verwüstet, sorgt ihr Chef dafür, dass sie in ihrer Region in ihrer Branche keinen Job mehr findet, also bleibt nur der Umzug in eine andere Region Deutschlands: ausgerechnet ins teure München, wo ihr ein mittelmäßig bezahlter und sterbenslangweiliger Job in einem Museum angeboten wird, in dem sie Insekten kategorisieren und katalogisieren soll.

Lange dauert es nicht, bis Leonie realisiert, dass sie sich von ihrem Gehalt nie eine vernünftige Wohnung in München leisten wird können. Da lernt sie andere junge Frauen kennen, die ebenfalls mit unkonventionellen bis illegalen Methoden versuchen, ihren Lebensstandard aufzubessern, und jede nützt dabei ihre Gelegenheiten und Talente: Leonie ihre Neigung zur Planung von Racheaktionen und ihre Erfahrung auf diesem Gebiet, die sie nun auch anderen Menschen als Dienstleistung anbietet. Zahlungswillige Kunden und Kundinnen dafür findet sie in einem Forum für von Liebeskummer Betroffene mehr als genug.

Gut gefallen hat mir der spritzige Humor, der das Buch trägt, aber ebenso die Freundschaften, die für mich eines der zentralen Themen des Buches darstellen: sowohl die vier jungen Frauen sind einander loyale und treue Freundinnen, als auch sonst gibt es etwa einen besten Freund aus der alten Heimat in Leonies Leben, den sie schon lange kennt und der sie beständig, aber auch mit ehrlicher Kritik auf ihrem Weg begleitet.

Gleichzeitig kommt viel beißend-ironische Gesellschaftskritik an dem Wohnungsmangel und den überhöhten Wohnungspreisen in München, aber auch am oberflächlichen Lifestyle der Menschen aus der Oberschicht durch und es wird spürbar und nachvollziehbar, wie sehr alle, die nicht so privilegiert aufgewachsen sind, damit zu kämpfen haben, hier ein einigermaßen angenehmes Leben führen oder gar eine Familie gründen zu können.

Damit ist es insgesamt eben nicht nur ein bestens unterhaltendes Werk, sondern regt auch auf vielen Ebenen zum Nachdenken an und ist insgesamt ein Buch, das ich einer breiten Leserinnenschaft empfehlen kann, sowohl Fans von witziger Unterhaltungslektüre als auch von solchen, die, wie ich, Tiefgang und Anregungen zum Nachdenken zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Hier geht es NICHT um die Arbeiterklasse

Working Class Girl
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Von diesem Buch habe ich mir anhand des Titels, der Beschreibung und der bisherigen begeisterten Rezensionen so einiges erwartet. An dieser Stelle gleich vorweg: ich kann das Buch nur mit großem Vorbehalt ...

Von diesem Buch habe ich mir anhand des Titels, der Beschreibung und der bisherigen begeisterten Rezensionen so einiges erwartet. An dieser Stelle gleich vorweg: ich kann das Buch nur mit großem Vorbehalt empfehlen und ich rate, sich vorher genau damit zu beschäftigen, worum es sich hier handelt. Es geht um die wahre Geschichte von Katriona O'Sullivan, einer Frau, die sich aus dem tiefsten Elend herausgekämpft hat, studiert hat und Psychologin geworden ist. Dafür hat sie meinen tiefsten Respekt und dafür gebe ich dem Buch auch drei Sterne.

Das Milieu, aus dem die Autorin kommt, ist NICHT ein typisches Arbeiterklassemilieu, sondern eines des tiefsten Elends. Hier ist der deutschsprachige Titel "Working class girl" - auf Englisch heißt das Buch einfach "poor" - ziemlich irreführend. Ihre Eltern sind beide schwer heroinabhängig, dealen mit Drogen, die Mutter prostituiert sich und die mindestens fünf Kinder, zum Teil im Abstand von weniger als einem Jahr geboren, werden völlig verwahrlost und allein gelassen. Die Autorin und Ich-Erzählerin erlebt die Hausgeburt ihrer jüngsten Schwester als Kind mit, davon wird noch jahrelang ein Blutfleck am Boden zeugen. Die Mutter ist auch bei der Geburt völlig auf Drogen und bekommt nichts mit, auch der Vater und weitere anwesende Erwachsene sind komplett zugedröhnt, es ist ein Wunder, dass das Baby die Geburt überhaupt überlebt. Der Blick der Autorin geht aber hauptsächlich auf die Verachtung der Sanitäter gegenüber diesen Menschen und den Zuständen, in denen sie leben. Das zieht sich überhaupt durch das Buch: sehr viel Kritik gegenüber herabwürdigenden Blicken und vermeintlich unzureichenden Hilfsangeboten von Seiten aller, die nicht in diesem völligen Elend leben und immer wieder in-Schutz-nehmen der verantwortungslosen Eltern und ihres Milieus. Die Autorin wird selbst als 7-jähriges Kind von einem Freund der Eltern in der eigenen Wohnung brutal vergewaltigt und für immer traumatisiert. Als sie das ihrer Mutter erzählt, meint die nur lapidar, auch sie sei von diesem Mann vergewaltigt worden.

Diese Beispiele zeigen hoffentlich: nein, in diesem Buch kann man nichts über die Arbeiterklasse und ihre Themen lernen, hier geht es nicht um die Arbeiterklasse (und ehrlich gesagt finde ich, diese, die aus vielen ehrlich hart arbeitenden Menschen besteht, wird durch so einen Titel eines Buches einer Drogenfamilie eher in den Dreck gezogen), sondern um eine Familie in den tiefsten Abgründen, in einem Sumpf aus Drogen, Gewalt und Vernachlässigung, der ausgiebig beschrieben wird. Zugleich sind für mich aber die beschriebenen Personen charakterlich sehr blass geblieben: sowohl die Ich-Erzählerin selbst als auch ihre Familie und weitere Figuren. Gelegentliche Lichtblicke gibt es zwischendurch, zum Beispiel, als der Ich-Erzählerin klar wird, dass auch ihr Englischlehrer aus ganz schwierigen Verhältnissen kommt und es offensichtlich möglich ist, sich aus diesen herauszuentwickeln. An diesen Stellen wird das Buch auch deutlich interessanter, wenn auch immer noch in Bezug auf die Reflexionstiefe weit unter dem Niveau, das es haben hätte können. Literarisch und sprachlich ist es insgesamt kein besonderes Werk und auch inhaltlich konnte ich nicht viel daraus lernen, dafür empfinde ich selbst die Ich-Erzählerin als nicht reflektiert genug.

Empfehlen kann ich es somit nur jenen, die gerne ausführlich über das Elend einer Familie mit zwei drogenabhängigen Eltern lernen möchten, vieles an dem Buch grenzt für mich schon an Elendsvoyeurismus und der Lerneffekt kann für Menschen, die sich grundsätzlich schon viel mit den Themen Sucht, Armut und Verwahrlosung beschäftigt haben, eher gering sein.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Schnell was über Entspannung lernen

Die 1-Minuten-Strategie gegen mentale Erschöpfung
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"Die 1-Minuten-Strategie gegen mentale Erschöpfung" von Cordula Nussbaum ist das perfekte Buch für gestresste Menschen, die sich mit Entspannung beschäftigen wollen, aber meinen, dafür keine längeren Zeitspannen ...

"Die 1-Minuten-Strategie gegen mentale Erschöpfung" von Cordula Nussbaum ist das perfekte Buch für gestresste Menschen, die sich mit Entspannung beschäftigen wollen, aber meinen, dafür keine längeren Zeitspannen am Stück aufbringen zu können. In ganz kurze kleine Häppchen unterteilt und mit vielen praktischen Tipps zum schnellen Ausprobieren und Integrieren ins Leben serviert dieses Buch viele verschiedene Anregungen, um die eigenen Alltagsgewohnheiten zu hinterfragen und kleine Verbesserungen vorzunehmen, um weniger gestresst zu sein.

Fast nebenbei gibt es dazu auch noch einiges an interessantem Hintergrundwissen über Themen wie die neuronale Wirkung von Pausen, das Zusammenspiel der verschiedenen Neurotransmitter im Gehirn oder den Monkey Mind und warum er Meditation so schwierig macht, aber besonders davon profitieren könnte.

Es ist ein leichtes, luftiges, angenehm und schnell zu lesendes Buch, aus dem man doch viel mitnehmen kann und das es schafft, das wichtigste Wissen zum Thema auf den Punkt zu bringen und effizient und verständlich zu vermitteln. Wie fast alle Bücher aus dem GU-Verlag ist auch dieses optisch sehr schön, ansprechend und übersichtlich gestaltet: mit Informationskästchen, inspirierenden Zitaten, lustigen Mini-Cartoons und Selbsttests.

Damit eignet es sich auch gut als Geschenk für vielbeschäftigte Menschen und kann insgesamt einer breiten Zielgruppe, die sich mehr Entspannung und Ruhe im Alltag wünscht, empfohlen werden. Nur wer sich schon sehr viel mit den entsprechenden Themen beschäftigt hat, für den sind eher ausführlichere Bücher dazu empfehlenswert, dieses ist klar ein Einsteigerwerk.

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