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Veröffentlicht am 14.09.2021

Ein absolutes Herzensbuch und mein Favorit der Reihe

What if we Trust
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Meine Meinung
Nachdem mich die ersten beiden Teile der Reihe schon absolut begeistert haben, konnte ich den letzten Band kaum abwarten. Das Cover fügt sich perfekt in die Reihe ein und ist aufgrund der ...

Meine Meinung
Nachdem mich die ersten beiden Teile der Reihe schon absolut begeistert haben, konnte ich den letzten Band kaum abwarten. Das Cover fügt sich perfekt in die Reihe ein und ist aufgrund der lilanen Farbgebung mein Favorit.

Hope hütet schon seit Jahren das große Geheimnis, dass sie die Autorin einer im Internet sehr erfolgreichen Fanfiction über den kanadischen Sänger PLY ist. Als nun ein großer Romance-Verlag auf ihre Geschichte aufmerksam wird und sie verlegen möchte, fällt Hope aus allen Wolken: ihr größer Traum als angehende Autorin! Doch dann steht sie auf einer Party Scott gegenüber, den sie gleich als ihren liebsten Sänger enttarnt und nun muss sie sich entscheiden, was ihr wichtiger ist.

Hope hatte schon seit unserer ersten Begegnung im ersten Teil einen festen Platz in meinem Herzen. Ich liebe ihre ruhige Art, die mich so sehr an mich selbst erinnert. Sie ist immer eher zurückhaltend, liest gerne, liebt ihre Pflanzen über alles und studiert, um ihrem Ziel Autorin zu werden näher zu kommen. Es fällt ihr unheimlich leicht, mit Worten umzugehen und drückt ihre Gefühle am liebsten auf dem Papier aus. Was sie sich nicht traut zu sagen, schreibt sie und das macht sie unheimlich gut. Ich habe mich einfach auf eine ganz besondere Art mit ihr verbunden gefühlt, weswegen ich ihre Geschichte einfach unheimlich gerne verfolgt habe. Vor allem habe ich ihre emotionale und gefühlvolle Art, die sie immer wieder mehr angetrieben hat, gemocht.

Scott lernen wir hier erst neu kennen und zunächst ist er ganz anders, als Hope (und auch ich) erwartet hat. Da er sich in der Öffentlichkeit nur mit seiner Maske zeigt, weiß niemand, wie da kanadische Super-Star eigentlich aussieht. Und so gelingt es ihm auch, an der Uni angenommen zu werden, an der auch Hope und ihre Freund:innen studieren. Er hat sich vor einer Weile aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und niemand weiß so recht, woran das lag und ob er überhaupt wieder als PLY auftreten wird. Im ersten Augenblick war er mir nicht gerade sympathisch, eher das genaue Gegenteil. Er führt sich ganz anders auf, als ich erwartet habe und wirkt eher arrogant und distanziert, was mich zunächst ein wenig überrascht hat. Schnell stellt sich heraus, dass er nur sein Privatleben, seine Identität und seine Geheimnisse schützen möchte und langsam taut er vor allem Hope gegenüber immer mehr auf. Mit den Seiten wurde er mir immer sympathischer, bis er schließlich mein Herz absolut erobert hat. Ich habe mich immer mehr in ihn verliebt und letztendlich kann ich sagen, dass er mein liebster Bookboyfriend der ganzen Reihe geworden ist. Besonders seine Entwicklung hat mir unglaublich gefallen und ich war auf den letzten Seiten wirklich traurig, ihn gehen lassen zu müssen.

Den Schreibstil der Autorin habe ich ja bereits in den Vorgängern schon kennen und lieben lernen dürfen. Ich liebe die Art, wie Sarah Sprinz mit ihren Worten umgeht und das in diesem Teil auch auf Hope übertragen hat. Der Roman ist wieder in der Ich-Form, wechselnd aus Hopes und Scotts Perspektive geschrieben worden, mit der Besonderheit dass hier einige Kapitel Ausschnitte aus Hopes Fanfiction sind, was ich sehr geliebt habe.

Ich wusste zunächst nicht so recht, was ich von der Handlung erwarten solle, welche Richtung sie einschlagen würde, und wurde absolut umgehauen.

Da Scott aktuell selbst gar nicht mehr in der Öffentlichkeit steht, ist es definitiv keine typische Rockstar-Geschichte, die ich hier auch gar nicht erwartet hatte. Stattdessen lernen Hope und auch wir Leser:innen ihn abseits seiner Rolle PLY kennen, was ich total mochte. Wir begleiten Scott dabei, wie er lernt, Hope zu vertrauen und wie er selbst immer sicherer in dem wird, was er wirklich tun möchte. Gleichzeitig steht Hope in dem riesigen Zwiespalt, ihre Fanfiction als großen Karrieresprung zu benutzen oder es nicht zu tun und hinter Scott zu stehen. Während Hope sich also entscheiden muss, lernen die beiden sich immer mehr kennen und so langsam entwickelt sich etwas ganz schönes zwischen den beiden. Und obwohl diese Thematik die ganze Zeit über uns schwebte, nahm sie nie zu viel der Handlung ein. Es war zwar die ganze Zeit über ein Thema, aber meiner Meinung nach hat es sich nicht zu sehr in den Vordergrund gedrängt, was ich sehr mochte.

Und auch die Dynamik zwischen Hope und Scott hat mich sehr schnell absolut verzaubern können. Auch wenn Scott zunächst eher distanziert und gemein zu Hope war, hat sich das ganz schnell in ein Knistern entwickelt, was auch mich Leserin erreicht hat. Ich mochte vor allem dem ruhigen Start zwischen ihnen und das langsame Herantasten. Ich hatte im Vorfeld fast mit einer Liebe auf den ersten Blick gerechnet und bin jetzt ganz froh, dass es nicht so gewesen ist, denn so hat es mir viel viel besser gefallen. Ich habe mich einfach in die Kombination der beiden so sehr verliebt, dass ich sie gar nicht loslassen wollte!

Es geht außerdem noch um ein paar andere Themen, die ich nicht alle vorweg nehmen möchte, aber unter anderem geht es um Freundschaften und das Gefühl, wenn diese zerbrechen. Mehr möchte ich darüber nicht verraten, aber ich kann mich nicht daran, darüber schon einmal einen Roman gelesen zu haben und auch wenn es nicht das Hauptthema war, hat es mich absolut fesseln können. Immer wieder wird es aufgegriffen und es hat mich absolut berühren können, ich fand es schön, dass die Autorin auch darüber gesprochen hat.

Es wurden noch ein paar andere Themen besprochen, die im Vorfeld mit einer Trigger-Warnung versehen wurden und die Sarah Sprinz ebenfalls wunderbar umgesetzt hat. Ich mochte ihre Darstellung der Themen sehr und bin der Meinung, dass die Autorin diese sehr authentisch darstellen konnte.

Insgesamt war es ein sehr gefühlvoller Roman, der mein armes Herz absolut zerrissen hat. Ab einem gewissen Punkt hatte ich ein wenig Angst, weiterzulesen, weil ich wusste, dass mir das Herz gebrochen werden würde – auf positive Art und Weise. Ich habe lange nicht mehr so viele Emotionen beim Lesen eines Buches verspürt und bin absolut traurig, dass Hopes und Scott Geschichte schon vorbei ist und ich die beiden loslassen musste.

Und auch trotz ernsterer Themen und auch viel Herzschmerz und Gefühl war das Buch ein absolut Wohlfühl-Buch für mich. Es war wie nach Hause kommen, die Freundesgruppe noch ein letztes Mal begleiten zu dürfen und ich werde sie definitiv vermissen, jetzt wo es vorbei ist.

Fazit
Mein absoluter Favorit dieser Reihe! „What if we Trust“ ist ein sehr gefühlvoller Roman, der mich mit seinen wunderbaren Charakteren und dem emotionalen Schreibstil der Autorin absolut verzaubern konnte. Ich habe mich in Hope und Scott verliebt, sowohl als einzelne Charaktere, als auch in Kombination. Die Geschichte ist ruhig und aufregend zugleich, vor allem aber wunderschön emotional. Ich bin schon traurig, die University of British Columbia nun hinter mir lassen zu müssen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 14.09.2021

Leider nicht meins - sehr langweilig und zu vorhersehbar

Witchghost
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MEINE MEINUNG
Seit einiger Zeit bin ich wieder total im Fantasy-Fieber, weswegen mir die Veröffentlichung von "Witchghost" sehr gelegen kam. Obwohl mir der Name der Autorin nicht unbekannt war, hatte ich ...

MEINE MEINUNG
Seit einiger Zeit bin ich wieder total im Fantasy-Fieber, weswegen mir die Veröffentlichung von "Witchghost" sehr gelegen kam. Obwohl mir der Name der Autorin nicht unbekannt war, hatte ich zuvor noch nie etwas von ihr gelesen, war aber sehr gespannt.

Obwohl Cass einer sehr mächtigen Hexen-Familie entstammt, hat sie der Hexerei den Rücken zu gekehrt. Seitdem ihre Eltern bei einem Feuer ums Leben gekommen sind, möchte sie mit der Welt der Magie nichts mehr zutun haben. Der einflussreiche Hexer Wittmore möchte sie wieder ans Hexen bringen, wenn auch zunächst ohne Erfolg. Als Cass allerdings von den mysteriösen Morden der Umgebung erfährt und beginnt, den Geist einer längst verstorbenen Hexe zu sehen, widmet sie sich doch wieder mehr ihren Kräften und ist fest entschlossen, das Mysterium zu klären.

Cass war mir leider das ganze Buch über durchweg unsympathisch. Sie hat ihre Eltern erst vor knapp einem Jahr in einem Feuer verloren und auch ihre Großmutter ist kurz darauf gestorben, weswegen sie nun von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschickt wird, bis sie endlich volljährig ist. Sie ist ganz schlau und pfiffig, aber leider kann ich nicht mehr positives über sie sagen. Sie hat eine unglaublich sture Art, die auf Dauer wirklich anstrengend wurde. Sie hat gelernt, nicht gleich jedem zu vertrauen, was zunächst gar nicht mal so blöd ist, allerdings bemüht sie sich auch gar nicht, ihre Mitmenschen zunächst näher kennen zu lernen. Sie schreibt jeden Menschen in ihrem Umfeld gleich ab, steckt ihn in eine Schublade und lässt dort auch niemanden mehr raus. Insgesamt war sie für mich bis zur letzten Seiten einfach zu unnahbar und als Protagonistin zu verschlossen. Ich hatte am Ende nicht wirklich das Gefühl, sie sonderlich gut zu kennen, obwohl ich knappe 500 Seiten mit ihr verbracht habe.

Ansonsten sind alle andere Figuren eher Nebenfiguren, die Cass' unsympathische Art ausstehen müssen - manche haben es mehr verdient, als andere. Insgesamt waren die meisten Figuren allerdings eher böse Teilnehmer der Geschichte, bis auf Luke, den ich persönlich sehr lange einfach nicht einordnen konnte. Ich finde einfach, dass es in dieser Geschichte zu viele Antagonisten gibt, ein paar stellen sich offensichtlich gegen Cass, bei anderen merken wir es erst im Laufe der Handlung, aber insgesamt hatte sie eigentlich niemanden außer Luke letztendlich dann doch auf ihrer Seite, was ich sehr schade fand.

Der Roman ist größtenteils in der Ich-Form aus Cass' Perspektive geschrieben worden. Einige Kapitel sind in der Er- oder Sie-Form aus den Perspektiven anderer Charaktere verfasst worden, einige davon auch in der Vergangenheit, was ich sehr mochte. Mit dem Schreibstil an sich bin ich leider ebenfalls nicht warm geworden. Besonders zu Beginn ist es mir wirklich schwer gefallen, dem Buch zu folgen und ich wollte es öfters wieder zur Seite legen und abbrechen, was ich bei Rezensionsexemplaren aber noch nie gemacht habe - also habe ich mich aufgerafft und mit der Zeit habe ich mich schließlich an den Stil gewöhnen können, auch wenn er mich nie vollkommen packen konnte.

Aber kommen wir mal zur Handlung. Der Klappentext klang sehr spannend und weil ich selbst bisher eher wenig über Hexen gelesen habe mich eigentlich immer eher in Fae- und Vampir-Universen befinde, war ich sehr gespannt.

Leider war es ganz anders, als erwartet und ich weiß nicht einmal so recht, wo ich hier anfangen soll.

Wie bereits erklärt, wandert Cass nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Diese sind ebenfalls allesamt Hexen-Familie und alle wollen Cass wieder dazu bringen, sich wieder der Magie zu widmen, ebenso auch der Richter Wittmore. Warum das alle so dringend wollen? Weiß ich irgendwie nicht so recht.

So, aber das erstmal zur Grundlage. Das Buch selbst spinnt zwei Handlungsstränge, die eigentlich gar nicht so viel miteinander zutun haben. Auf der einen Seite steht der Tod von Cass' Eltern, denn es wird schnell klar, dass das Feuer kein Unfall war und Cass beginnt, eher nebenbei, sämtliche Dinge zu hinterfragen. Insgesamt steht dieser Handlungsstrang aber eher im Hintergrund.
Dann haben wir aber noch die Geschichte von Sarah Warren, einer Hexe, die vor ewigen Zeiten hingerichtet worden ist und nun nach einer Séance als Geist auf der Erde wandelt. Klingt beides erstmal sehr spannend, ist aber leider sehr schwach umgesetzt worden.

Zunächst einmal fehlten mir einige Erklärung zur Welt der Hexen. Es gab vieles, was ich nicht verstanden habe und vieles, was mir zu oberflächig erklärt worden ist, sodass ich mir vieles selbst zusammen gereimt habe, was aber auch nicht ganz Sinn der Sache ist- finde ich.

Dazu kommt, dass die Geschichte unglaublich vorhersehbar war. Wie gesagt fand ich die Idee und die Grundlage wirklich gut, aber leider habe ich nach wenigen Kapiteln geahnt, wie es ausgehen würde und all meine Vermutungen sind dann tatsächlich eingetreten, was etwas schade war. Ich bin eigentlich wirklich super schlecht darin, foreshadowing zu erkennen und bin bei jedem noch so offensichtlichen Hinweis doch letztendlich überrascht - eigentlich. Hier gab es für mich keine plötzlichen Wendungen, kein spannendes Finale und nichts Überraschendes.

Auch die angeteaserte Liebesgeschichte fehlte für mich komplett. Beziehungsweise existierte da schon etwas, aber das war so inszeniert, dass ich es kaum wirklich ernst genommen habe. Für mich gab es da kein Feuer, nicht mal einen Funken zwischen dem angeblichen Liebespärchen und in meinen Augen hat Cass Luke eher nur benutzt, als dass sich zwischen ihnen eine wirkliche Beziehung entwickelt hat.


FAZIT
Ich kann nur sagen, dass ich die Idee und auch zunächst die Vibes und Atmosphäre total mochte. Auch die (leider viel zu wenigen) magischen Szenen habe ich sehr gemocht und vor allem das Prinzip von Sarah Warren, einer Hexe, die nun als Geist auftaucht, fand ich klasse. Insgesamt wurde es einfach zu langweilig und vorhersehbar umgesetzt, was mich total enttäuscht hat.

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Ein schöner Auftakt einer vielversprechenden Reihe

Malady Wayward
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Meine Meinung
D.C. Odesza ist meine liebste Dark Romance-Autorin, weswegen ich super gespannt auf ihren neuen Roman war. Das Cover und die Aufmachung sind wie gewohnt wunderschön, obwohl sie mal wieder ...

Meine Meinung
D.C. Odesza ist meine liebste Dark Romance-Autorin, weswegen ich super gespannt auf ihren neuen Roman war. Das Cover und die Aufmachung sind wie gewohnt wunderschön, obwohl sie mal wieder eine düstere Geschichte verstecken werden.

Um sich etwas mehr Geld dazu zu verdienen, nimmt Malady einen Job als Au-Pair-Mädchen bei einer reichen Familie in Maderia an. In riesiger Vorfreude reist sie in dem kleinen Dorf auf der Insel an und erlebt kurz nach ihrer Ankunft einen Schock: die Familie lebt wider Erwartungen nicht in einer modernen Villa am Meer, sondern in einer heruntergekommenen, düsteren Quinta. Doch Malady will es sich und ihrem neuen Arbeitgeber beweisen und bleibt, obwohl der Familienvater ihr einen unmoralischen Vertrag verschlägt. Sie will sich das Geld nicht entgehen lassen und willigt ein, obwohl sie nicht weiß, auf wen sie sich da einlassen wird …

Malady ist eine typische Protagonstin von D.C. Odesza, die ich immer wieder liebe. Sie ist selbstbewusst, stark und lässt sich von nichts unterkriegen. Sie macht den Mund auf, wenn ihr etwas nicht passt, kann sich selbst gut verteidigen und lässt sich von niemandem etwas vorschreiben, auch wenn es sie immer wieder ein Gefahr bringen könnte. Ich mochte ihre starke und offene Art sehr gerne, weswegen ich ihre Geschichte sehr gerne verfolge.

Dann spielen natürlich noch der Vater der Au-Pair-Kinder Jupiter, sowie sein Bruder Amilcar eine große Rolle. Auf den ersten Blick könnten die beiden kaum unterschiedlicher sein. Jupiter kämpft noch schwer mit dem Verlust seiner Frau und zieht sich seitdem immer mehr zurück. Er ist mit seinen zwei Kindern überfordert, daher auch das Jobangebot für Au-Pairs, und versteckt sich viel zu sehr in seiner Arbeit, um sich überhaupt um sie zu sorgen. Er ist auch der Grund für das verwahrloste Grundstück, da es ihn einfach nicht mehr interessiert. Er wirkt grummig, gemein und vorlaut, weswegen ich ihn zu Beginn wirklich nicht mochte. Amilcar hingegen ist das blühende Leben, macht ständig unangemessene Kommentare und lebt sein Leben eigentlich als große Party. Aber auch wenn er Malady gegenüber etwas offener als Jupiter ist, hatte ich auch mit ihm anfängliche Schwierigkeiten. Ich konnte die beiden Männer wirklich lange nicht richtig einschätzen und ehrlich gesagt ist der Funke auch zuletzt nicht zu 100% übergesprungen. Normalerweise liebe ich die männlichen Protagonisten bei D.C. Odesza mit der Zeit immer, denn eigentlich sind sie immer zunächst etwas grummelig und unsympathisch, aber gleichzeitig fesselnd. Hier fehlte mir der fesselnde Aspekt ein wenig zu sehr.

Die Handlung ist wie gewohnt wieder eine Mischung aus Erotik und Thriller – die perfekte Mischung meiner Meinung. Schon nach den ersten Seiten hat die Autorin es geschafft, mich an die Handlung zu fesseln, sodass ich das Buch nicht weglegen konnte. Es wird schnell klar, dass die Familie, in der Malady nun angestellt ist, große Geheimnisse hütet und im Dorf nicht sonderlich beliebt ist. Besonders verhasst werden sie von ihren eigenen Nachbarn, einem Familien-Clan, der ebenfalls nicht ungefährlich wirkt. Durch all die Geheimnisse ist die Handlung einfach unheimlich packend, was ich sehr geliebt habe.

Was ich auch sehr mochte, war die gemischte Atmosphäre dieser Geschichte. Einerseits befinden wir uns auf der wunderschönen Insel Maderia, die wahre Urlaubsfeelings versprüht, wie wir in wenigen Szenen am Strand mit Malady auch erlebt haben. Andererseits ist die Quinta der Familie so düster und geheimnisvoll, dass wir hier ebenfalls mysteriöse und spannende Vibes haben, was eine sehr angenehme Mischung war.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich das Buch schon sehr packen konnte, es gab auch schon einige spannende Szenen, aber insgesamt wirkte es eher wie eine große Einleitung für die kommenden Teile. Es war zwar nie langweilig, aber es ist noch nicht genug passiert, um einen richtigen Faden zu erkennen. Wie gesagt konnte ich auch noch keine gute Verbindung zu den beiden Protagonisten aufbauen, da fehlte mir auf jeden Fall noch etwas. Ich bin mir allerdings sicher, dass sich das in den nächsten Teilen noch ändern wird.

Fazit
Ein sehr solider Auftakt der neuen Reihe meiner liebsten Dark Romance Autorin! Die Atmosphäre ist sehr außergewöhnlich und die Handlung verspricht auf jeden Fall eine spannende, düstere Story, auf die ich sehr gespannt bin. Hier fehlte mir noch ein kleines bisschen mehr, besonders von den beiden männlichen Protagonisten, aber ich bin sehr neugierig auf die kommenden Teile!

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Eine schöne Geschichte, die mich kurzweilig sehr begeistern konnte

In all seinen Farben
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MEINE MEINUNG
Das Buch stand schon länger im englischen Orignal auf meiner Wunschliste, weswegen ich umso gespannter war, als ich die deutsche Übersetzung im One Verlag entdeckt habe. Das Cover finde ich ...

MEINE MEINUNG
Das Buch stand schon länger im englischen Orignal auf meiner Wunschliste, weswegen ich umso gespannter war, als ich die deutsche Übersetzung im One Verlag entdeckt habe. Das Cover finde ich unglaublich schön. Ich liebe das Minimalistische, das gleichzeitig perfekt zur Handlung passt.

Robins Leben läuft momentan nicht gerade perfekt: die High School neigt sich dem Ende zu, doch von seinen Colleges häufen sich nur die Absagen. Und auch sein eigentlich fester Freund Connor steht nicht zu ihm, wodurch Robin sich nur noch verloren fühlt. Bis seine zwei beste Freunde ihn zu einer Drag-Show schleppen und er ganz fasziniert in die Welt des Drags eintaucht..

Robin beendet aktuell seine High School und möchte am liebsten sein größtes Hobby, das Tanzen, an der LAPA studieren. Als er nur Absagen erhält, bricht seine Welt zusammen und er weiß kaum noch etwas mit sich anzufangen. Als er seine Drag-Show besucht, ist er gleich ganz fasziniert von der Welt des Drags und schnell dreht sich sein gesamtes Leben darum. Er hat etwas gefunden, in das er all seine Energie stecken kann und beginnt sogar, seine liebsten Menschen zu belügen, um weiterhin Teil der Drag-Welt zu sein.
Ich habe Robin anfangs wirklich sehr gemocht. Er ist kein perfekter Charakter, der auch seine Ecken und Kanten hat, zu denen er allerdings auch steht. Im Laufe des Buches entwickelt er sich immer weiter, er lernt sich selbst von neuen Seiten kennen und setzt neue Prioritäten in seinem Leben, auch wenn er damit einigen vor den Kopf stößt. Ich hatte das Gefühl, dass er sich zwischendurch selbst ein wenig verloren hat und ganz neu zu sich findet, was mir wirklich gut gefallen hat.

Auch die Nebencharaktere fand ich ganz schön, auch wenn sie mir ein wenig zu oberflächig blieben. Besonders seine zwei besten Freunde hätte ich gerne noch etwas mehr kennen gelernt.

Der gesamte Roman ist in der Ich-Form aus Robins Perspektive geschrieben worden und der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Der Autor scheibt sehr locker und flüssig, gleichzeitig aber auch zeitgemäß und auf sehr authentische Art sehr altersgerecht, was mir gut gefallen hat. Auf den letzten Seiten befindet sich zudem ein Glossar zu bestimmten Begriffen Rund um Drag, was ich sehr mochte.

Die Handlung beginnt zunächst eher ruhig. Wir begleiten Robin in seiner Hoffnung, an der LAPA angenommen zu werden und erleben gemeinsam mit ihm, wie dieser Traum zerplatzt und er langsam Gefallen am Drag findet.

Kurz gesagt ist es die Geschichte eines Jungens, der sich selbst immer mehr kennen lernt und zu sich findet. Wir erleben gemeinsam mit ihm eine kleine Persönlichkeitsentwicklung, in der er immer stärker wird und lernt, mehr für sich selbst einzustehen. Das alles hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Was ich auch gemocht habe, was generell das ganze Drag-Thema. Es ist nicht so, als würde ich mich überhaupt nicht auskennen, aber ich würde nicht behaupten, dass ich viel Wissen über diese Welt hätte. In meinen Augen war es aber alles unheimlich authentisch und besonders Robins vorsichtiges Herantasten an diesen Lebensstil hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Meine einzige Kritik ist, dass es mir leider ein wenig zu emotionslos blieb. Dafür, dass das ganze Thema der jugendlichen Selbstfindung, Akzeptanz und Ablehnung eigentlich ein so emotionales Thema ist, fehlte mir an der ein oder anderen Stelle etwas mehr Gefühl. Auch blieb es mir an vielen Stellen zu oberflächig.

FAZIT
Insgesamt kann ich sagen, dass es ein sehr schöner Roman über einen besonderen Jungen ist, der mich kurzweilig sehr begeistern konnte. Er wird mir vermutlich nicht längerfristig im Kopf bleiben, aber insgesamt hat es mir wirklich sehr gut gefallen. Der Schreibstil war unglaublich angenehm und schön zu lesen und die Charaktere haben mir trotz der Oberflächigkeit sehr gut gefallen. Etwas mehr Gefühl und es wäre perfekt gewesen!

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Konnte mich leider nicht überzeugen

Die Chroniken von Peter Pan - Albtraum im Nimmerland
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MEINE MEINUNG
Nachdem mich die Alice-Interpretation der Autorin so begeistert hat, konnte ich ihre Interpretation von Peter Pan kaum abwarten - die ursprüngliche Geschichte hat mich schon immer fasziniert ...

MEINE MEINUNG
Nachdem mich die Alice-Interpretation der Autorin so begeistert hat, konnte ich ihre Interpretation von Peter Pan kaum abwarten - die ursprüngliche Geschichte hat mich schon immer fasziniert und da ich auch schon zahlreiche Theorien über Peter Pan und das Nimmerland gelesen habe, war ich sehr neugierig, was Christina Henry daraus machen würde.

Im Nimmerland hat Peter Pan das Sagen und dieser will eigentlich nur eines: Spaß haben und niemals erwachsen werden! Um nicht mehr so einsam zu sein, holt er Jamie mit auf die Insel, sein mittlerweile ältester Freund. Mit der Zeit hat er sich also immer mehr Spiel-Kameraden zu sich geholt, um mit ihnen auf teilweise gefährliche Abenteuer zu gehen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Jamie, ein Junge, den Peter schon vor etlichen Jahrzehnten zu sich auf die Insel holte, um nicht mehr einsam zu sein. Jamie ist einer der wenigen Jungs, die Peters Abenteuer stets überlebten und sieht sich daher mittlerweile in einer Art Aufpasser-Rolle für die anderen. Obwohl er eigentlich gerne auf der Insel ist, beginnt er langsam Peter und seine abenteuerlustigen Ideen zu hinterfragen. Jamie sieht langsam immer mehr die Gefahr in allem und möchte die anderen Jungs ein wenig vor Peter schützen, was Peter natürlich gar nicht gerne sieht.

Peter selbst tritt in diesem Buch gar nicht so auf, wie ich es erwartet hatte. Natürlich steht auch er im Mittelpunkt der Geschichte, doch erleben wir ihn eher aus einer größeren Distanz. Ich hatte nie das Gefühl, ihn wirklich zu kennen und hatte die ganze Zeit über ein sehr distanziertes und unwohles Gefühl mit ihm. Natürlich wird schon aus dem Klappentext klar, dass Peter der Alptraum im Nimmerland ist, aber irgendwie hatte ich mir doch mehr von ihm gewünscht.

Ansonsten gibt es natürlich die ganzen Jungs, die Peter als Spielkameraden zu sich holte. Die Geschichte hinter ihnen fand ich sehr spannend und sehr schön von der Autorin interpretiert. Ansonsten kann ich nicht ganz so viel zu ihnen sagen. Einige haben mir mehr kennen gelernt, andere weniger, insgesamt mochte ich sie und ihre Rolle in der Geschichte aber sehr.

Der gesamte Roman ist aus Jamies Perspektive geschrieben worden, was ich sehr mochte. Was ich vom Schreibstil halten soll, weiß ich irgendwie nicht. Einerseits bin ich nur so durch die Seiten geflogen, andererseits hat mich etwas unbestimmtes daran gestört.

Und genauso unentschlossen stehe ich auch der Handlung gegenüber.
Es hat ehrlich gesagt eine Weile gedauert, bis ich in der Handlung drin war und irgendwie ist mir auch danach noch zu wenig passiert.

Zunächst wird uns das Nimmerland ein wenig vorgestellt, genauso lernen wir Peters Art kennen und auch Jamie und die anderen Jungs werden uns vorgestellt. Bis es dann wirklich an Fahrt aufnimmt dauert es mir ein wenig zu lange, sodass ich kaum Interesse, das Buch weiterlesen zu wollen. Mit der Zeit wird es ein wenig besser, aber ehrlich gesagt hat mich das Buch an keiner Stelle wirklich packen können. Es wird schnell klar, welcher Typ Peter ist, was für ihn wichtig ist und dass er seine "Freunde" gerne jeglichen Gefahren aussetzt und Spielchen mit ihnen spielt. Aber leider war mir das alles noch zu wenig. Es gab die ein oder andere brenzlige Situation und schaurige Moment, aber insgesamt war es mir einfach nicht genug Spannung und Grusel.

Und obwohl ich Jamies Entwicklung hier sehr geliebt habe und auch seine Geschichte gerne verfolgt habe, war es mir alles ein wenig zu fad. Es gab für mich keine großen Spannungsmomente, nichts, worauf die Handlung hingearbeitet hat und auch das Ende hat mich weder überrascht noch begeistert. Man weiß natürlich schon, wie die Geschichte enden wird, aber trotzdem hat mir noch der besondere Kick dabei gefehlt.

FAZIT
Leider konnte mich die Geschichte nicht so überzeugen, wie erwartet. Insgesamt muss ich sagen, dass ich die Idee dieser Erzählung sehr mochte und auch sehr viel Potential darin sehe, aber besonders im Vergleich zur Brutalität und Spannung der Alice-Chroniken bin ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet und muss zugeben, dass ich beim Lesen teilweise wirklich gelangweilt war...

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