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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2018

Ein Thriller, der für mich keiner ist

Der Wille zum Bösen
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Meine Meinung:
Das Cover und die Farbkombi finde ich sehr passend. Gut finde ich auch, dass die Klappen nicht vergessen wurden. Die Buchaufteilung dagegen fand ich sehr verwirrend. Die meisten Kapitel ...

Meine Meinung:
Das Cover und die Farbkombi finde ich sehr passend. Gut finde ich auch, dass die Klappen nicht vergessen wurden. Die Buchaufteilung dagegen fand ich sehr verwirrend. Die meisten Kapitel hatten nur zwischen 2-3 Seiten, dann wurde zwischen verschiedenen Szenen immer wieder hin und her gesprungen, ebenso wie in der Zeit, sodass ich besonders am Anfang Probleme hatte mitzukommen und zu folgen. Die Parts aus der Vergangenheit waren dann meist ein großes Kapitel, mit manchmal 50 Seiten. Manche Kapitel sind dann auch noch mal komplett anders dargestellt (zb. Tabellenform) wo ich richtig Probleme bekommen habe es zu verstehen. Generell fand ich das Buch, für den Inhalt, viel zu lang.

Von der Story hatte ich etwas ganz anderes erwartet: Ein Team das einen grausamen Fall rund um einen Serienmörder aufklärt und nebenbei die Vergangenheit aufdeckt und aufklärt. Aber Pustekuchen. Es drehte sich hauptsächlich um den Psychologen und seine Vergangenheit. Andauernd wurde hin und her gesprungen – von Personen bis hin zur Zeit – und das ging mir irgendwann sehr auf die Nerven, weil mir dabei der Rote Faden komplett verloren gegangen ist. Der Schreibstil hat mir auch nicht sonderlich gut gefallen, denn Spannung kam bei mir überhaupt keine auf. Ich war einfach nur froh, als ich es durch hatte.

Da alles drum herum schon so verwirrend war, wurde ich auch erst recht nicht mit den Charakteren warm. Durch das viele hin und her springen erfährt man zwar viel aus verschiedenen Perspektiven, doch ich habe überhaupt kein Gefühl für die Figuren bekommen.

Ein Thriller, der für mich keiner war, mit einem besonderem Erzählstil, auf den ich aber gut hätte verzichten können.

Veröffentlicht am 30.12.2017

Leider nicht überzeugend

Die Optimierer
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Inhalt:
Die Zukunft ist ein perfektes System. Jeder weiß wo er hingehört, jeder bekommt das was ihm zusteht – so auch den Arbeitsplatz. Die Technik übernimmt fast alles, aber es gibt sie noch: Lebensberater. ...

Inhalt:
Die Zukunft ist ein perfektes System. Jeder weiß wo er hingehört, jeder bekommt das was ihm zusteht – so auch den Arbeitsplatz. Die Technik übernimmt fast alles, aber es gibt sie noch: Lebensberater. Samson ist einer von ihnen. Samson ist unerschütterlich vom System und der Republik Europa überzeugt. Doch dann geht etwas schief...fürchterlich schief: eine Kundin von Samson begeht Suizid und kurz darauf verliert er alles. Seine Freundin, seinen Job; und dann werden seine Eltern als Kriminelle eingestuft...so hatte Samson sich das System nicht vorgestellt.

Meine Meinung:
Das Cover ist nicht ganz mein Geschmack, im Geschäft wäre es mir nicht aufgefallen, doch zum Inhalt passt es wiederum. Die Kapitel haben eine gute Länge, das Buch an sich hätte jedoch noch 50 Seiten mehr gut vertragen.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen. Man kann sich diese Zukunft sehr gut vorstellen. Die Story hat eine Weile gebraucht um in Fahrt zu kommen. Spannung wollte nicht so recht aufkommen. Ich fand auch manche Handlungen unlogisch, generell hatte die Geschichte für mich ein komisches Tempo: erst ging es nicht richtig los und dann ging alles ganz schnell am Ende.

Mit den Figuren bin ich leider auch nicht ganz warm geworden. Samson war mir richtig unsympathisch (was vielleicht Anfangs noch von der Autorin gewollt ist), aber auch sein gedanklicher Umschwung von ''alles ist toll'' zu ''alles ist blöd'' hat nicht geholfen. Der kam mich nämlich zu plötzlich und ich konnte diesen Sinneswandel in dieser Form nicht nachvollziehen.

Mir fehlte bei diesem Buch leider oft die Tiefe. Der Schreibstil ist zwar klasse, doch es hapert für meinen Lesegeschmack noch ein bisschen an der Umsetzung. Für Fans der Autorin und des Genres eine unterhaltsame Lektüre, doch mich konnte das Buch, trotz der tollen Leseprobe, nicht überzeugen.

Vielen Dank an die Lesejury für das Buch ♥

Veröffentlicht am 13.12.2017

Die Schweden wissen wie es geht

Dominotod
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Inhalt:
Thomas Hoffman, ein Arzt, wurde ermordet aufgefunden. Schnell wird klar, dass er vor seinem Tod gefoltert wurde. Kurz darauf wird auch sein Kollege vermisst, nur einen Dominostein hat der Entführer ...

Inhalt:
Thomas Hoffman, ein Arzt, wurde ermordet aufgefunden. Schnell wird klar, dass er vor seinem Tod gefoltert wurde. Kurz darauf wird auch sein Kollege vermisst, nur einen Dominostein hat der Entführer zurück gelassen. Die Psychiaterin Nathalie wird für den Fall hinzugezogen, doch dann stellt sich heraus, dass es ihre eigene Schwester war, die den Arzt als letzte lebend gesehen hat...

Meine Meinung:
Das Cover finde ich großartig. Es passt perfekt zum Buch und zum Land, weil ich immer direkt an eine rote Hütte denken muss, wenn ich an Schweden denke. Die Kapitel haben eine eine sehr gute Länge, was mir persönlich immer sehr wichtig ist.

Gut finde ich, dass man diesen Band auch lesen kann ohne den Vorgänger gelesen zu haben (so wie ich), denn alle Personen werden ganz zu Anfang einmal kurz vorgestellt. Da arbeitete mein Hirn direkt drauf los, weil ich überlegte, ob davon schon einer der Täter ist. Die Story hatte mir schon vom Klappentext her zugesagt, doch die Leseprobe hat mich sofort überzeugt. Die Spannung konnte zwar nicht kontinuierlich gehalten werden, aber ich konnte es trotzdem nicht aus der Hand legen.

Die Charaktere haben mir alle gut gefallen, doch wegen anderer Krimis, war ich allen gegenüber skeptisch :) Nathalie hat mir aber mit am besten gefallen.

Das Ende hat mich dann doch wieder überrascht und ich bin gespannt, wann der nächste Band kommt. Definitiv ein Muss für alle Krimifans. Die Schweden können's einfach ;)

Vielen Dank an Vorablesen und den Verlag für das Buch ♥

Veröffentlicht am 23.10.2017

Voller Gefühle, aber nicht kitschig

Berühre mich. Nicht.
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Inhalt:
Sage, 18 Jahre alt, ist auf der Suche nach einem Studentenjob. Ihr Problem dabei ist: Sie ist schüchtern und hat Angst vor Männern. Dennoch schafft sie es, sich nach einigen anderen Absagen, bei ...

Inhalt:
Sage, 18 Jahre alt, ist auf der Suche nach einem Studentenjob. Ihr Problem dabei ist: Sie ist schüchtern und hat Angst vor Männern. Dennoch schafft sie es, sich nach einigen anderen Absagen, bei einer Bibliothek zu bewerben. Der Job wäre perfekt – den ganzen Tag alleine im Magazin und Kartons durchsuchen. Während sie ihre Bewerbung ausfüllt trifft sie das erste Mal auf April und sie kommen ins Gespräch. April kommt kurz darauf morgens zu Sages alten VW Transporter indem sie, wie April schockiert feststellt, schläft. Sage hat kein Geld für die Miete, ihrer Familie geht sie weitestmöglich aus dem Weg und so blieb ihr nur der Transporter. April kommt von da an jeden Morgen zu Sage, meist mit Frühstück – sponsert bei Aprils Bruder. Auch Sages erster Studientag ist nicht so schlimm wie befürchtet: Sie schafft es einigermaßen klar zu denken.

Nach ihrer Job zusage in der Bibliothek, marschiert sie zu ihrem ersten Arbeitstag, wo sie schockiert feststellen muss, dass ein gewisser Luca in Kollege sein wird. Sie hat ihn vorher erst einmal getroffen als er aus einem Zimmer im Mädchenwohnheim raus kam. Luca verkörpert alles was ihr Angst macht, denn er hat Tattoos, ist groß und ein Mann. So bekommt sie also eine schlimme Panikattacke, als sie ihn wiedersieht. Luca lässt sie aber in ruhe. Redet nicht viel mit ihr und lässt sie einfach machen. Nach einiger Zeit, lädt April Sage zu sich ein, weil ihr Bruder wegfährt (die beiden haben eine gemeinsame Wohnung) und sie somit ein Frauenwochenende machen wollen. Sage stimmt zu, aber als sich dann die Wohnungstür öffnet, steht nicht April vor ihr...



Meine Meinung:
Das Cover finde ich wunderschön, es passt einfach perfekt zur Story. Sage erzählt die komplette Geschichte und das auf 364 auf den Punkt gesetzten Seiten. Nicht eine Seite war zu viel, ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Story hat mich umgehauen. Es war das erste Buch, das ich von Laura Kneidl gelesen habe, aber ich werde sofort alle anderen nachholen. Ich liebe ihren Schreibstil einfach. Alles kommt sehr echt und realistisch rüber, besonders Sages Panikattacken und Ängste. Was mich richtig begeistert hat ist, dass hier Sex nicht die Lösung für alles ist. Es sind diese klitzekleinen Momente die dieses Buch so besonders machen.

Die Charaktere sind großartig! Ich liebe sie alle und hasse zwei besonders. Sage und Luca sind so toll dargestellt, ich wünschte, ich hätte auch so jemanden als Freund. Laura Kneidl schreibt sie so, als würde man gleich zur Tür raus gehen und dann stehen sie dort und man ist schon ewig befreundet. Alle sind mir sofort ans Herz gewachsen und ich halte es kaum noch aus, bis ich den zweiten Teil lesen kann, denn das Ende hat mich fast zerstört. Das Herz gebrochen hat es mir auf jeden Fall, weil ich damit so nicht gerechnet hatte.

Dieses Buch ist mein Highlight in diesem Genre in diesem Jahr und Laura Kneidl hat sich in meine Reihe der Lieblingsautoren eingeschlichen. Man lacht und weint bei dieser Geschichte und ich kann es wirklich jedem nur ans Herz legen. Wer dieses Buch nicht liest, der wird immer vermissen ;)

So, ich höre jetzt auf mit meiner Schwärmerei, denn ich will nicht zu viel verraten :)
Vielen Dank an die Lesejury und den Verlag, dass ich dieses Buch schon lesen durfte ♥

Veröffentlicht am 03.08.2018

Spannung pur

Eiskalte Freundschaft - Ich werde nie vergessen
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Meine Meinung:
Das Cover finde ich ganz ok, es ist passend zum Inhalt, es wäre mir jedoch nie in ''freier Wildbahn'' aufgefallen. Die Kapitel, die von Louise selbst erzählt werden, haben eine tolle Länge ...

Meine Meinung:
Das Cover finde ich ganz ok, es ist passend zum Inhalt, es wäre mir jedoch nie in ''freier Wildbahn'' aufgefallen. Die Kapitel, die von Louise selbst erzählt werden, haben eine tolle Länge und werden in zwei Zeitschleifen erzählt.

Auch wenn mich das Cover nicht sonderlich angesprochen hat – der Klappentext hat mich dafür schon umso mehr gefesselt. Man fällt direkt in die Handlung rein und wird dann nach und nach an die Thematik ran geführt. Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn er schafft es auch ohne viel Brimborium Spannung und Nervenkitzel zu erzeugen. Das die Geschichte in zwei Zeitschleifen erzählt wird, einmal in der Gegenwart und einmal was damals geschah, hat mir auf der einen Seite gut gefallen, weil ich dieses ''Puzzellesen'' gerne mag. Auf der anderen Seite fand ich es jedoch immer ein bisschen frustrierend, wenn nach einem spannenden Kapitelende wieder in der Zeit gewechselt wird :D Dafür wollte ich dann umso schneller fertig werden. Das Ende hat mich dann auch noch mal überrascht, denn die Autorin versteht sich sehr gut darauf, den Leser an der Nase herum zu führen.

Louise ist ein sehr faszinierender Charakter, denn sie ist bei weitem nicht unschuldig oder perfekt. Sie kämpft mit ihrem Alltag und ihrer Zukunft und wird doch immer wieder von ihrer Vergangenheit eingeholt. Ihr Sohn Henry ist einfach nur zuckersüß und auch ihren Exmann Sam fand ich sehr interessant. Am fesselndsten war natürlich die Geschichte rund um Maria, denn immer wieder stellt sich die Frage: Was ist damals wirklich passiert?

Ein spannender Thriller, der ganz ohne Blutbad auskommt und mit den Ängsten des Lesers und denen des 21. Jahrhunderts sehr gekonnt spielt.