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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Ein richtig schöner Quinn Roman

Wie verführt man eine Erbin?
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Es ist mein drittes Buch von Julia Quinn, und ich liebe die Leichtigkeit, den Humor und die pragmatische Art ihrer Texte. Regency ist seit Jane Austen eine meiner Lieblingsepochen (und ja, ich habe viele ...

Es ist mein drittes Buch von Julia Quinn, und ich liebe die Leichtigkeit, den Humor und die pragmatische Art ihrer Texte. Regency ist seit Jane Austen eine meiner Lieblingsepochen (und ja, ich habe viele Bücher aus dieser Zeit gelesen), aber in Quinns Büchern erlebt dieses Genre eine erfrischende Neuauflage.

Ich mochte Caroline Trent sehr. Sie ist frech, nicht auf den Mund gefallen und lebt in ihrer Realität ohne Romantisierung. Pragmatisch geht sie an ihr Problem heran, und genau das mag ich an ihr: Sie tut selbst etwas und überlässt nicht anderen, für sie zu handeln. Blake hingegen ist schroff, auf seine Arbeit und sein Ziel fokussiert und bildet damit einen perfekten Gegensatz zu ihr.

Zwar ging mir die Anziehungskraft zwischen den beiden etwas zu schnell, aber das sei verziehen. Ich habe mich mit dem Buch sehr gut unterhalten gefühlt. Humor, Romantik, Spannung … und zwei gegensätzliche Charaktere, die die Geschichte gut tragen.

Es gibt ein paar kleine Längen, die jedoch durch das Ende gut wettgemacht werden.

Ganz bestimmt nicht mein letztes Buch von Julia Quinn – und danke an die Autorin, dass sie so viel in diesem Bridgerton-Universum geschrieben hat!

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Nicht ganz überzeugend

Life's Too Short
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Ich bin mit völlig anderen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Besonders gereizt hat mich, dass ein Baby Teil der Liebesgeschichte ist. Ein eher seltenes Element im Romance-Genre. Umso enttäuschender ...

Ich bin mit völlig anderen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Besonders gereizt hat mich, dass ein Baby Teil der Liebesgeschichte ist. Ein eher seltenes Element im Romance-Genre. Umso enttäuschender fand ich, dass sowohl das Baby als auch der pflegebedürftige Hund letztlich kaum mehr als dekorative Beiwerke bleiben. Immer dann, wenn es unbequem werden könnte, verschwinden sie erstaunlich zuverlässig aus der Handlung.

Dabei zeigt das Buch an anderer Stelle, dass es deutlich mehr kann: Vanessas Hintergrundgeschichte, insbesondere die ALS-Thematik und ihre familiären Verstrickungen, ist emotional und gut erzählt. Genau deshalb fällt der Kontrast zu ihrer Influencer-Karriere umso stärker auf. Sie wird als extrem erfolgreich, bestens vernetzt und quasi überall bekannt beschrieben – lebt aber gleichzeitig wie eine unbekannte Studentin in einer Einzimmerwohnung. Ich hätte ihr die kleine Bloggerin abgekauft, aber keinen Megastar der YouTube-Szene.

Adrian ist die personifizierte Green Flag, und genau das ist das Problem. Er ist nicht nur unterstützend und verständnisvoll, sondern nahezu makellos. Konflikte? Kaum vorhanden. Reibung? Fehlanzeige. Selbst die kleine Eifersuchtsszene im letzten Drittel wirkt eher wie ein Pflichtpunkt auf der Romance-Checkliste als wie ein organischer Konflikt.

Ein Aspekt, der in meinem Buchclub angesprochen wurde und den ich sehr wichtig finde, ist die Tatsache, dass Adrian in Vanessas Leben kommt und all ihre Probleme in kürzester Zeit bewältigt, an denen sie seit frühester Kindheit knabbert: Therapieassistenz für den Vater, Geldspritze für den Bruder, der nach 15 Fehlschlägen plötzlich ein Millionengeschäft macht, Anwalt für die drogenabhängige Schwester und Adoptivvater für die elternlose Nichte. Vanessa wird als sehr selbstbestimmt dargestellt, aber am Ende braucht es einen Mann, um ihr Privatleben zu retten, was eigentlich nicht notwendig sein sollte, da sie als Influencerin eine Menge verdient und diese Dinge auch selbst hätte leisten können.

Der Schreibstil ist angenehm: locker, humorvoll und grundsätzlich sehr zugänglich. Trotzdem leidet das Buch unter einem zähen Mittelteil. Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten tritt auf der Stelle: Sie wollen sich, sie wissen es eigentlich – reden sich aber in jedem Kapitel selbst ein, dass der andere nichts von ihnen will. Ein ehrliches Gespräch hätte diese Schleife jederzeit auflösen können, passiert aber schlicht nicht.

Auch in Details wirkt die Handlung stellenweise etwas bequem konstruiert. Ob es nun um das flexible „Verschwinden“ von Verantwortung (Baby, Hund) oder kleinere medizinische Ungereimtheiten geht (ich komme aus der Medizin, und da der Karpaltunnel bei ihrer Hand ausgeschlossen war, hätte man auch die Zyste feststellen müssen) – manches hätte mit wenig Aufwand glaubwürdiger gestaltet werden können.

Vanessas Entscheidung, sich aufgrund ihrer möglichen erblichen Erkrankung emotional komplett zurückzuziehen, ist nachvollziehbar, wirkt aber gleichzeitig bevormundend. Sie nimmt damit potenziellen Partnern die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie viel Risiko sie bereit sind einzugehen.

Fazit: Eine Liebesgeschichte mit starken emotionalen Ansätzen – die sich jedoch zu oft für die einfache, glatte Lösung entscheidet. Weniger Perfektion, mehr Ecken und ein etwas geerdeteres Setting hätten dem Buch spürbar gutgetan. Das letzte Kapitel und der Epilog haben mir komplett den Glauben genommen, dass es ernst war. Das die kleine Nichte am Ende zur Tante „Mama“ sagt fand ich auch ein wenig drüber und nicht so süß wie es die Stimme von Adrian gerne herüberbringen wollte.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Rätsel und Grusel in einem

Licht ins Dunkel
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Der Gruselkrimi-Comic „Licht ins Dunkel“ von Steffen Gumpert überzeugt mit einem klaren, detailreichen Zeichenstil und einer stimmungsvollen Farbgebung in Blau- und Rottönen. Die Kombination aus spannender ...

Der Gruselkrimi-Comic „Licht ins Dunkel“ von Steffen Gumpert überzeugt mit einem klaren, detailreichen Zeichenstil und einer stimmungsvollen Farbgebung in Blau- und Rottönen. Die Kombination aus spannender Krimi-Story und interaktiven Rätseln sorgt für ein unterhaltsames Mitraten.

Auf jeder Seite wird eine Frage oder ein Rätsel gestellt, dessen Lösung sich direkt auf der nächsten Seite findet. Das ist ideal für Kinder, die vielleicht nicht jedes Rätsel sofort lösen wollen oder auch für einen Reread, indem man die Story noch einmal genießen möchte.
Die Charaktere sind liebenswert und die Geschichte führt einen mitten in ein Familiengeheimnis mit Herz.

Die Geschichte macht Spaß, hat einen angenehmen Grusel und ist auch für „Lesemuffel“ ab etwa 8 Jahren bestens geeignet. Alles in allem ein toller Mitratespaß für junge Comicliebhaber (und auch für größere Leser wie mich 😅)

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Es geht weiter …

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Nach Band 1 habe ich. Ich sehr gefreut, auch den zweiten Teil rezensieren zu dürfen.
Dieses Mal hatte ich Anfang ein paar Probleme in die Geschichte zu kommen, aber sie nahm dann doch sehr schnell Fahrt ...

Nach Band 1 habe ich. Ich sehr gefreut, auch den zweiten Teil rezensieren zu dürfen.
Dieses Mal hatte ich Anfang ein paar Probleme in die Geschichte zu kommen, aber sie nahm dann doch sehr schnell Fahrt auf und Alva wurde zu einer sehr sympathischen Protagonistin.
Es werden viele Hinweise gestreut, die sich clever zu einem Plot fügen. Das Buch ist für 11+ gedacht, aber Achtung: Es ist gruslig! Als Erwachsene fand ich es super spannend, aber für sensible Kids in dem Alter empfehle ich eher ein Mitlesen der Eltern. Entwerfer zusammen oder als Buddyread.
Wer düstere, tiefgründige Stories mit Happy End mag, ist es ein perfekter Einstieg in das Genre Grusel und Thriller.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

SciFi für Kinder

Erde 13
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Dieses Buch eignet sich sehr gut für junge Leser, die sich erstmals mit dem Genre Sci-Fi auseinandersetzen möchten.
Es hat mich stellenweise an „Lost in Space“ und „Earth 2“ erinnert, ist dabei jedoch ...

Dieses Buch eignet sich sehr gut für junge Leser, die sich erstmals mit dem Genre Sci-Fi auseinandersetzen möchten.
Es hat mich stellenweise an „Lost in Space“ und „Earth 2“ erinnert, ist dabei jedoch deutlich kindgerechter.

Der Schreibstil ist flüssig, und die Geschichte wird aus der Sicht von Levi erzählt – einem Jungen, der gemeinsam mit seiner Mutter den Planeten Erde 13 besiedeln soll. Mit großer Neugier und Faszination beschreibt er die fremde Flora und Fauna. Einen gelungenen Kontrast bildet Gwendolyn, die raue, aber auch vom Verlust ihrer Mutter geprägte Tochter des Kapitäns.

Mir persönlich hat als älterem und erfahrenem Sci-Fi-Fan etwas die große Action gefehlt. Für Kinder ist es jedoch ein wunderbares Abenteuer, das in den Folgebänden noch viele spannende Entdeckungen bereithält.

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