𝗙𝗮𝗻𝘁𝗮𝘀𝘆 trifft auf 𝗖𝗿𝗶𝗺𝗲: 𝗺𝘆𝘀𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵, 𝗵𝘂𝗺𝗼𝗿𝘃𝗼𝗹𝗹 & 𝗱𝘂𝗲𝘀𝘁𝗲𝗿
Die Arcyrion-Akten – Fall 1: Die Straße im Nichts~ 𝐀𝐫𝐜𝐲𝐫𝐢𝐨𝐧-𝐀𝐤𝐭𝐞𝐧: 𝗙𝗮𝗻𝘁𝗮𝘀𝘆 trifft auf 𝗖𝗿𝗶𝗺𝗲: 𝗺𝘆𝘀𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵, 𝗵𝘂𝗺𝗼𝗿𝘃𝗼𝗹𝗹 & 𝗱𝘂𝗲𝘀𝘁𝗲𝗿 ~
𝐊𝐢𝐚𝐫𝐚 𝐁𝐫𝐨𝐜𝐤𝐬 hasst ihr Leben – sie hat weder Freunde noch Hobbys und wohnt zudem mit ihrer bevormundenden, immer traurigen ...
~ 𝐀𝐫𝐜𝐲𝐫𝐢𝐨𝐧-𝐀𝐤𝐭𝐞𝐧: 𝗙𝗮𝗻𝘁𝗮𝘀𝘆 trifft auf 𝗖𝗿𝗶𝗺𝗲: 𝗺𝘆𝘀𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵, 𝗵𝘂𝗺𝗼𝗿𝘃𝗼𝗹𝗹 & 𝗱𝘂𝗲𝘀𝘁𝗲𝗿 ~
𝐊𝐢𝐚𝐫𝐚 𝐁𝐫𝐨𝐜𝐤𝐬 hasst ihr Leben – sie hat weder Freunde noch Hobbys und wohnt zudem mit ihrer bevormundenden, immer traurigen Mutter zusammen. Den Lebenslauf der 19-Jährigen zieren bisher lediglich ein abgebrochenes Studium und unzählige Therapiestunden – nicht die besten Zukunftsaussichten –, aber zum Glück hat sie einen unterbezahlten Praktikumsplatz in einem monotonen Bürojob – mit der Chance auf eine Festanstellung. Yay! Nicht … Dass sich gerade in diesem Gebäude eine neue Tür – wortwörtlich – für Kiara öffnet, die sie zwar an ihrem Verstand zweifeln lässt und sie fast umbringt, ihr jedoch auch Welten und Möglichkeiten offenbart, die es doch eigentlich nur in Büchern gibt … nun, damit hätte sie niemals gerechnet … genauso wenig wie mit Daemonen, fremden, nicht irdischen Kulturen, Taschendimensionen und der Schwarzes-Loch-mäßigen Leere …
Bereit für einen aufregenden Job, Miss Brocks?
In ihrer neuen urbanen Fantasy-Reihe über die 𝐀𝐫𝐜𝐲𝐫𝐢𝐨𝐧-𝐀𝐤𝐭𝐞𝐧 verbindet Evelyne Aschwanden mystische Elemente mit Witz und Crime. Die Protagonistin ist wahnsinnig sympathisch, nicht auf den Kopf gefallen und besitzt eine unterhaltsame Veranlagung zur (Selbst-)Ironie. Zudem scheint das Menschenmädchen erpicht auf Gefahren und Risiken – wieso sonst sollte sie einem seltsamen Kerl vertrauen und sein fragwürdiges Assistenz-Angebot annehmen? Nachdem wir einen Überblick über ihren Alltag bekommen haben und Teil ihrer Gedanken waren, ist die Antwort klar: Sie will mehr und überhaupt irgendetwas.
Es war von Anfang bis Ende spaßig, Kiaras neuer Realität, den kryptischen Worten von Draven – »Spezialist für Übernatürliches, Ungewöhnliches und Unerwartetes.« – auf den Grund zu gehen und die einzelnen Figuren, ihre Talente und „Funktionen“ kennenzulernen. Wir wandeln durch das wundersame Arcyrion, treffen zwielichtige Dreuaner und sammeln allerhand Informationen über diverse Spezies. Statt sich von all dem Unglaublichen und Fantastischen verzaubern – an den Rand des Nervenzusammenbruchs treiben – zu lassen, geht sie Draven zur Hand. Dieser soll – am besten diskret und sofort – herausfinden, was es mit einem Vermissten auf sich hat. Denn dessen plötzliches Verschwinden rief nicht nur die interne Behörde der übernatürlichen Zuwanderer – Monroe Safekeeping – auf den Plan, sondern auch V.A.U.L.T. – die menschlichen Verschleierer. Dieser Auftrag führt das frisch zusammengefundene Team in eine ziemliche Misere … inkl. allerhand Verstrickungen …
Aschwanden verstreut inmitten der chaotisch-amüsanten Spurensuche Wissenswertes, das dem angedachten Worldbuilding zuträglich ist, lässt uns – also das ErmittlerInnen-Duo – zahlreiche Hürden überwinden, konfrontiert uns mit undurchschaubaren Gesellen und Bedrohungen, fanatischen Fraktionen und etlichen Hintergründen.
Neben der Protagonistin sorgen einige andere Charaktere für Abwechslung und Neugier: Arik Draven – total schräg, ein wenig verpeilt und, obgleich er ein engagierter Detektiv zu sein scheint, den sogar höhere Instanzen wertschätzen, wird er von anderen seiner „Art“ vehement gemieden. Je mehr Eindrücke wir von dem mysteriösen Spezialisten bekommen, umso sicherer ist: Er verbirgt etwas.
Unnahbar, loyal, taff und mit einem der seltenen Talente der „Versiegelung“ gesegnet: Gina Monroe. Eine führende Persönlichkeit des Arcyrions und unfreiwillig dazu auserkoren, die neu Eingeweihte zu unterrichten.
Zudem muss sich Kiara mit der ebenso wenig von ihrem Auftauchen begeisterten Neith – insbesondere mit deren unfreundlichem, abweisendem Verhalten – und ihrem außergewöhnlichen Mitbewohner auseinandersetzen.
JedeR war toll gezeichnet, und die Einblicke in ihre persönliche und in die Geschichte – das Kastensystem – von Dreua sorgten für berührende Momente.
Der Verlauf steht nie still, wird nicht langweilig und animiert dazu, mitzurätseln. Wie üblich für Bücher der Autorin existiert ein leichtes, funken schlagendes Knistern, doch der Fokus weicht zu keiner Zeit von Kiaras Entwicklungen, all ihren Entdeckungen und dem Auftrag ab. Lebendig, temporeich und interessant, nicht ohne Ernst, Spannung und Gefühl, begleiten wir die junge Frau auf ihrer ersten Mission, in der sie Überraschendes über das Universum, ihre neuen FreundInnen und über sich selbst erfährt. Evelyne erdachte sich ein recht komplexes, jedoch logisch und griffig dargelegtes System und schlägt mit der Situation der Dreuaner – ihrer Entwurzlung, ihrem Verlust und den Vorurteilen, mit denen die Erde den „Fremden“ begegnet – einen Bogen zu unserer Gesellschaft.
„𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐭𝐫𝐚ß𝐞 𝐢𝐦 𝐍𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬“ ist quasi abgeschlossen, doch es warten bereits weitere Probleme, die einer adäquaten Lösung bedarfen, Geheimnisse, die gelüftet, und Talente, die gefördert werden müssen. Im Juli erscheint das zweite Abenteuer von Kiara Brocks, Arik Draven und Co.!