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Veröffentlicht am 02.03.2026

Botanische High Fantasy Crime

The Tainted Cup
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Ich liebe das Worldbuilding dieses Romans! Es ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Zum einen basiert die gesamte Welt auf einem pflanzenzentrierten Konzept. Eine originelle Idee, die atmosphärisch ...

Ich liebe das Worldbuilding dieses Romans! Es ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Zum einen basiert die gesamte Welt auf einem pflanzenzentrierten Konzept. Eine originelle Idee, die atmosphärisch und konsequent umgesetzt wurde. Zum anderen erinnert das gesellschaftliche System stark an Strukturen des Osmanischen Reiches, und das habe ich bisher auch noch nie in einem Fantasy Roman gelesen.

Auch die Figuren haben mich begeistert. Sie sind stellenweise bewusst charikatiert, dabei aber durchweg liebenswert. Das Ermittlerduo erinnert in seiner Dynamik an einen zweigeteilten Sherlock Holmes: Auf der einen Seite die geheimniskrämende Chefin mit messerscharfem Verstand und analytischer Brillanz, auf der anderen Seite ihr Gehilfe mit übernatürlichen Gedächtnisfähigkeiten.

Ein Glossar hätte ich mir allerdings gewünscht. Die Vielzahl an Begriffen, Strukturen und kulturellen Details ist faszinierend, aber stellenweise auch fordernd. Gerade bei einem so komplexen Worldbuilding wäre eine Übersicht hilfreich gewesen, um alles besser einordnen und langfristig im Gedächtnis behalten zu können. Ich hoffe sehr, dass im zweiten Band ein Glossar ergänzt wird, bis dahin habe ich vermutlich schon wieder einiges vergessen. (Also fast alles)

Ich lese mittlerweile kaum noch klassische Krimis, da mir viele entweder zu vorhersehbar sind oder die Auflösung so konstruiert wirkt, dass man unmöglich selbst darauf hätte kommen können. Hier wurde für mich die perfekte Balance gefunden: Der Fall ist lange Zeit äußerst verzwickt und fordert zum Mitdenken heraus, doch gegen Ende fügen sich die Hinweise so schlüssig zusammen, dass man die Lösung selbst erarbeiten kann. Genau diese Mischung hat mir großen Spaß gemacht.

Für alle, die außergewöhnliche Fantasy abseits gängiger Muster suchen (insbesondere Crime Fantasy) ist dieses Buch eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Bitterböse und super-lustig

Dungeon Crawler Carl
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Dungeon Crawler Carl ist bitterböse, derb und genau deshalb mag ich es so. Die Geschichte ist brutal und skurril, mit einem sehr speziellen Humor: schwarz und bewusst grenzüberschreitend. Es macht einfach ...

Dungeon Crawler Carl ist bitterböse, derb und genau deshalb mag ich es so. Die Geschichte ist brutal und skurril, mit einem sehr speziellen Humor: schwarz und bewusst grenzüberschreitend. Es macht einfach unglaublich Spaß zu lesen.

Die Handlung ist dabei sehr schnell und überdreht; wenn man nicht aufpasst übersieht man die Charakterentwicklung des Protagonisten und die wachsende Freundschaft zwischen Donut und Carl; und auch die ordentliche Portion Kritik an der Entertainment-Branche, an großen Konzernen und Kapitalismus, an toxischen Männlichkeitsbildern, Gewaltbereitschaft und Machtmissbrauch.

Dabei ist durchaus klar gezeichnet, wer hier „die Guten“ sind und wer ganz sicher nicht. Protagonist Carl ist einer der Guten, jemand, mit dem man gern durch dieses völlig abgedrehte Szenario geht. Und Prinzessin Donut ist natürlich Zucker.

Man fiebert dabei mit Carl und Donut mit; das Lesen dieses Buches ist, als wäre man mitten in einem Twitch Livestream oder in einer PnP Kampagne.

Ich bin auf jeden Fall super gespannt auf die komplette Reihe und werde sie garantiert weiter lesen. Sicherlich kein Buch für jeden, aber für die richtige Zielgruppe ein absoluter Volltreffer.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Spannende Urban Fantasy

Lunarcoast
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Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durch gesuchtet, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, und das will etwas heißen weil normalerweise mache ich das nicht.

Am Anfang habe ich einen Moment ...

Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen durch gesuchtet, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, und das will etwas heißen weil normalerweise mache ich das nicht.

Am Anfang habe ich einen Moment gebraucht, um in das Magiesystem und die magischen Strukturen in diesem Urban Fantasy rein zu finden. Vieles wirkt anfangs ziemlich verwachsen und fast schon bürokratisch – aber irgendwie ist das auch wieder total realilistisch. Denn wenn es Magie tatsächlich gäbe, dann müsste man vermutlich wirklich Anträge in dreifacher Ausführung einreichen und sich durch Zuständigkeiten und Regularien kämpfen. Und es gäbe natürlich eine Hierarchie und Machkämpfe der verschiedenen Organisationen.

Besonders gefallen hat mir die Chemie zwischen dem Ermittlerduo Thalia und Joanna. Die beiden ergänzen sich großartig und ich hatte durchgehend Freude daran, sie bei ihrer Zusammenarbeit zu begleiten.

Thalia als Protagonistin mochte ich ebenfalls sehr gerne. Sie ist Mitte dreißig, moralisch nicht immer einwandfrei und besitzt eine ausgesprochen selbstbestimmte Libido – also so ziemlich das Gegenteil einer klassischen Damsel in Distress und sonstiger weiblichen Figuren, die man oft liest. Ebenfalls ist sie hochintelligent, charmant und herrlich unangepasst. Ich mochte sie von Anfang an und habe sofort für sie gerootet.

Es ist ein größeres Ensemble, was am Anfang des Buches illustriert vorgestellt wird. Ich weiß manche mögen das nicht, ich finde es aber toll gleich ein Bild vor Augen zu haben. Die Found Family in dem Buch ist super, aber sehr dysfunktional, selbst für Fantasy Verhältnisse.

Es gibt zwar eine romantische Komponente, doch sie dominiert die Handlung meiner Meinung nach nicht. Es gibt keinen expliziten Spice, alles bleibt „closed door“ und bei Andeutungen. Manches ist aber etwas brutal/gorig, weswegen ich die Altersempfehlung auf 16 Jahre gesetzt habe.

Die Geschichte funktioniert grundsätzlich als Einzelband. Dennoch bleiben einige Fragen offen, nicht alle Geheimnisse werden vollständig gelüftet. Und ganz ehrlich: Ich hoffe SEHR auf einen zweiten Band und/oder Spin-Offs. Lunar Coast als Setting und das zugrundeliegende Magiesystem bieten noch so viel Potenzial – es wäre wirklich schade, wenn wir davon nichts mehr zu sehen bekämen.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Spannender Auftakt

Heavens Lie - Wo wird deine Seele enden?
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Das Buch ist eine Dystopie mit starkem postapokalyptischem Einschlag.

Besonders spannend fand ich den Umgang mit Mythologie. Statt z.B. der oft in Fantasy thematisierten griechischen oder römischen ...

Das Buch ist eine Dystopie mit starkem postapokalyptischem Einschlag.

Besonders spannend fand ich den Umgang mit Mythologie. Statt z.B. der oft in Fantasy thematisierten griechischen oder römischen Götter geht es hier viel um christliche bzw. abrahamitische Motive, was man in Fantasy eher selten liest. Das hat mich ehrlich zum Nachdenken gebracht: Warum ist ein „sexy“ Hades irgendwie akzeptiert, während sexy Engel eher selten ist? Liegt es daran, dass sich diese Religionen für viele „zu nah“ anfühlen, weil man damit aufgewachsen ist? Als Atheistin kann ich das nur begrenzt beurteilen, aber ich fand es genau deswegen besonders spannend. Falls ihr religiös seid: fühlt sich das für euch seltsam an, solche Themen in einer Fantasy-Geschichte zu lesen?

Thematisch dreht sich vieles um freien Willen sowie um Gut und Böse. Dazu kommen überraschend viele Zitate von Satre und Machiavelli — so viele habe ich gefühlt seit der Schulzeit nicht mehr gelesen.

Auch die Found-Family-Dynamik hat mir gefallen. Mit der Gruppe musste ich erst warm werden, aber inzwischen habe ich sie wirklich ins Herz geschlossen.

Es ist trotz der Thematik sehr kurzweilig. Quasi eine Mischung aus düsteren, philosophischen Themen und einem aberwitzigen Roadtrip.

Und erst ganz am Ende ist mir wieder eingefallen, dass das hier „nur“ Band eins einer Dilogie ist 🙈
Der zweite Teil wird auf jeden Fall gelesen.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Tolle Fortsetzung

Kein Kuchen für Vampire
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Mir hat besonders gut gefallen, wie langsam und glaubwürdig sich die Protagonistin entwickelt. Sie startet im ersten Band sehr schüchtern und leicht einzuschüchtern, beginnt aber nach und nach, wütend ...

Mir hat besonders gut gefallen, wie langsam und glaubwürdig sich die Protagonistin entwickelt. Sie startet im ersten Band sehr schüchtern und leicht einzuschüchtern, beginnt aber nach und nach, wütend zu werden, sich zu wehren und für sich einzustehen. Diese Veränderung passiert angenehm ruhig und wirkt dadurch sehr authentisch, ohne übertrieben zu sein.

Auch die Dynamik mit Zylas hat mir gefallen – selbst wenn sie stellenweise bewusst frustrierend angelegt ist. Seine Unfähigkeit, die Protagonistin zu verstehen, sowie sein herablassendes und wenig empathisches Verhalten passt einfach zu seiner Figur und seiner Perspektive. Ein plötzlicher Wandel zum „netten Dämon“ wäre hier definitiv zu schnell und unglaubwürdig gewesen.

Ich habe die Guild Codex-Reihe nicht so wirklich verfolgt; man kann dieses Buch und den Vorgänger jedoch lesen, ohne "Drei Magier und eine Margarita" und Folgebände gelesen zu haben. Ich denke es gibt Überschneidungen bei den Charakteren und ich könnte mich auch vorstellen, ein paar der Erwähnungen sind Fan-Service; es fällt jedoch niemals unangenehm auf beim Lesen.

Insgesamt liest sich das Buch sehr kurzweilig und macht einfach Spaß. Die Spannung ist genau richtig dosiert: Sie motiviert zum Weiterlesen, ohne unnötig nervenaufreibend zu werden. Kein Kuchen für Vampire ist eine unterhaltsame Lektüre mit Charme, gelungenen Figuren und einem angenehmen Erzähltempo.

Ich freue mich sehr auf die weiteren Teile der Reihe und werde sie auf jeden Fall lesen.

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