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Veröffentlicht am 26.07.2021

Unterhaltsamer und hintergründiger Familienroman auf Mallorca

Erben wollen sie alle
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Mit über 70 möchte Bianca nochmal neu starten, das große Haus auf Mallorca verkaufen und mit dem rüstigen Rentner Wolfi, den sie erst seit zwei Wochen kennt, auf Weltreise gehen. Ihre Kinder in Deutschland ...

Mit über 70 möchte Bianca nochmal neu starten, das große Haus auf Mallorca verkaufen und mit dem rüstigen Rentner Wolfi, den sie erst seit zwei Wochen kennt, auf Weltreise gehen. Ihre Kinder in Deutschland fürchten um ihr Erbe und dass Bianca mit Wolfi all ihr Geld durchbringt. Daher reisen Tochter Anja und Sohn Steffen, Schwiegertochter Yvonne und Enkelin Luisa nach Port Sóller, um vom Erbe zu retten, was zu retten ist.


Meine Meinung:
Ich lese die Romane von Tessa Hennig aufgrund des grandiosen Humors und der schönen Settings in netten Urlaubslocations total gerne und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Der Roman ist wunderbar unterhaltsam und in einer flotten Erzählweise geschrieben. Auch das Mallorca-Flair, das gründliche Recherche und Ortskenntnis verrät, ohne zu dick aufzutragen, ist ganz wunderbar, wenn man sich in den Urlaub träumen will.
Bei diesem Roman fand ich die handelnden Personen besonders gelungen angelegt. Es sind starke und tiefgründige Charaktere, die man sofort gut vor Augen hat. Auch die Entwicklung der Figuren, die im Laufe der Zeit als Familie wieder zueinander finden, war sehr nachvollziehbar und authentisch gezeichnet.
Die Handlung an sich ist sehr abwechslungsreich angelegt und birgt immer wieder verschiedene Überraschungen. Mit mancher Wendung hätte ich selbst nicht gerechnet, fand sie aber durchaus stimmig und nachvollziehbar. Das Buch thematisiert zum Beispiel auch die Behandlung von Demenzkranken mit der Hilfe von Musik etc., was auf tatsächlichen Projekten beruht.
Auch das Ende der Geschichte ist sehr passend und hat mich mit einem guten Gefühl zurückgelassen. Insgesamt eine runde Sache!


Fazit:
Auch wenn man aufgrund des Covers vielleicht an eher lustige und leicht Unterhaltung denken könnte, hat der Roman wirklich viele Dimensionen zu bieten. Gerade die komplexen Charaktere machen die Geschichte unvergesslich. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen!

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Veröffentlicht am 26.07.2021

Bewegender Roman über zwei Frauenschicksale im Westerwald

Der Windhof
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Mel hat vor zwei Jahren bei einem tragischen Unfall ihren Mann verloren und die junge Witwe hat sich völlig vom Leben zurückgezogen und kommt aus ihrer Trauer nicht heraus. Als ihre 90jährige Oma Lene ...

Mel hat vor zwei Jahren bei einem tragischen Unfall ihren Mann verloren und die junge Witwe hat sich völlig vom Leben zurückgezogen und kommt aus ihrer Trauer nicht heraus. Als ihre 90jährige Oma Lene im Westerwald einen Oberschenkelhalsbruch erleidet und Hilfe benötigt, zieht Mel bei ihr ein. Die beiden Frauen kommen sich näher, als Lene ihrer Enkelin ihre Lebensgeschichte im Dritten Reich erzählt. So findet auch Mel langsam wieder zurück ins Leben, wozu auch der nette Landarzt Noah sein Teil beiträgt.


Meine Meinung:
Dieser Roman hat meine Erwartungen sogar noch übererfüllt. Er hat mich dank seiner flüssigen und packenden Erzählweise von Anfang an gefesselt, so dass ich ihn gar nicht mehr weglegen wollte. Ich fand es sehr gelungen, dass die Geschichte auf zwei zeitlichen Ebenen und aus zwei Perspektiven – Mels und Lenes – erzählt wird, wobei vor allem die Teile aus der Vergangenheit spannend sind wie ein guter Thriller.
Die Personen waren mir gleich sympathisch und ich fand ihre Entwicklung und ihre Motivation glaubwürdig und nachvollziehbar gezeichnet, auch wenn Mels Trauer vielleicht erst einmal sehr intensiv erschien. Besonders gut gefallen hat mir, wie Mel im Westerwald Stück für Stück ins Leben zurückfindet und wie sich am Schluss ein Querverweis auf Lenes Leben ergibt.
Neben dem Generationen- und Familienthema, das sehr gelungen dargestellt ist, stehen im Buch vor allem die Zeit des Dritten Reiches, die Judenverfolgung und die Geschichten sehr mutiger Männer und Frauen im Mittelpunkt. Hier merkt man sehr schön, wie fundiert die Autorin recherchiert hat und wie insbesondere konkrete lokale Begebenheiten in den Roman eingeflossen sind. Das mutige Handeln, das hier dargestellt wird, hat meine besondere Hochachtung.


Fazit:
Das Buch war für mich ein besonderes Highlight im Jahr 2021, das meine Erwartungen sogar noch übererfüllt hat. Ein echtes Herzensbuch!

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Wunderschön gestaltetes Buch mit tollen Anregungen

Willkommen beim Sommerfest!
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Das Buch bietet viele Rezepte für das perfekte Sommerfest in den Kategorien Snacks & Fingerfood, Salate, Grillvergnügen, Desserts und Gebäck sowie Getränke, die alle mit großformatigen Fotos abgebildet ...

Das Buch bietet viele Rezepte für das perfekte Sommerfest in den Kategorien Snacks & Fingerfood, Salate, Grillvergnügen, Desserts und Gebäck sowie Getränke, die alle mit großformatigen Fotos abgebildet sind. Außerdem gibt es Basteltipps, z.B. für Schwimmkerzen, sowie weitere Dekotipps.


Meine Meinung:
Das Buch hat mir aufgrund der sehr schönen und aufwändigen Gestaltung direkt sehr gut gefallen, denn es macht sofort gute Laune, wenn man das Buch durchblättert. Die Fotos sind hochwertig und bilden die Gerichte sehr schön dekoriert ab und auch die anderen Seiten sind schön sommerlich kreativ gestaltet.
Die Einteilung der Rezepte in die verschiedenen Kategorien finde ich sehr gelungen und übersichtlich und man kann sich so schnell die für das eigene Fest passende Gerichte aussuchen.
Die Rezepte an sich sind im Großen und Ganzen gut beschrieben und recht einfach nachzukochen. Man benötigt keine total ausgefallenen Zutaten, aber trotzdem sind die meisten Gerichte einfallsreich und ideal für Gäste. Besonders gut gefallen haben mir die Desserts und Kuchen sowie die Getränke.
Da ich im Sommer Geburtstag habe, kann ich das Buch wirklich perfekt nutzen.


Fazit:
Ein sehr schön gestaltetes Buch, das nicht nur Lust auf ein Sommerfest macht, sondern auch wunderbar bei der Umsetzung unterstützt.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Hilfreicher praxisorientierter Ratgeber mit einfachen Rezepten

Babybrei
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Nach allgemeinen Erläuterungen wie z.B. einem Saisonkalender für Obst und Gemüse oder einer Einführung in die Beikost und einer kleinen Lebensmittelkunde bietet das Buch viele bebilderte Rezepte für den ...

Nach allgemeinen Erläuterungen wie z.B. einem Saisonkalender für Obst und Gemüse oder einer Einführung in die Beikost und einer kleinen Lebensmittelkunde bietet das Buch viele bebilderte Rezepte für den 5.-7. Monat, den 8.-10. Monat sowie Rezepte ab dem 11. Monat.


Meine Meinung:
Das Buch hat mir aufgrund seiner ansprechenden Gestaltung sofort sehr gut gefallen. Die Rezepte sind alle optisch sehr ansprechend dargestellt und mit vielen bunten Fotos hinterlegt.
Darüber hinaus ist das Buch sehr logisch und gut aufgebaut und bietet alle wichtigen Informationen rund um Beikost, Lebensmittelkunde etc. sehr gut verständlich und kurz und knackig dargestellt. Es gibt sogar eigene wertvolle Informationen rund um spezielle Unverträglichkeiten und Allergien.
Am besten hat mir gefallen, dass die Rezepte alle schnell und einfach nachzukochen sind, denn im Alltag mit Baby hat man ja nicht gerade viel Zeit für aufwändiges Einkaufen und Kochen. Die ersten Breis kommen mit minimalen Zutaten aus und sind sehr schnell zubereitet. Darüber hinaus schmecken die Gerichte wirklich gut und sind sehr kindgerecht. Man merkt, dass die Autorin eigene Kinder und viel Erfahrung mit dem Thema hat.
Damit auch der Rest der Familie zu seinem Recht kommt, gibt es bei den Rezepten oft alternative Abwandlungen für ein Familienessen. Das ist aus zeitlichen Aspekten natürlich super praktisch und hilft auch, die Zutaten optimal zu planen und zu verwerten.
Darüber hinaus finde ich es sehr gelungen, dass bei den Rezepten selbst auch oft Alternativen für bestimmte Zutaten angegeben werden. So muss man sich nicht starr an die Angaben halten.


Fazit:
Für mich ist es ein rundum gelungenes Buch, das den Einstieg in die Beikost extrem erleichtert. Ein wertvoller Begleiter für das erste Babyjahr!

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Veröffentlicht am 21.07.2021

Dieser ungewöhnliche Roman ist eine Wucht

Wie viel von diesen Hügeln ist Gold
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Lucy und Sam machen sich auf den Weg, in den Weiten Amerikas ein angemessenes Grab für ihren Vater, einen Goldgräber / Bergarbeiter, zu finden. Die Wurzeln der beiden Kinder liegen in Asien und sie fühlen ...

Lucy und Sam machen sich auf den Weg, in den Weiten Amerikas ein angemessenes Grab für ihren Vater, einen Goldgräber / Bergarbeiter, zu finden. Die Wurzeln der beiden Kinder liegen in Asien und sie fühlen sich irgendwie nirgendwo so richtig zu Hause.


Meine Meinung:
Der Roman ist in vier großen Teilen erzählt, die zeitlich auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelt und in diverse kürzere Kapitel aufgeteilt sind. Im Wesentlichen lesen wir die Geschichte aus Lucys Sicht, die als Kind von Migranten in Amerika nirgendwo richtig dazugehört und ihre richtige Heimat Sucht. Zusammen mit Sam bilden die Geschwister ein interessantes ungewöhnliches Tandem, das doch viel mehr zusammenschweißt, als sie anfangs vielleicht denken.
Ich fand den Roman wirklich sehr angenehm zu lesen, auch wenn es keine leichte Kost ist, die erzählt wird. Es geht um Trauer, um Umweltzerstörung, Rassismus, Genderfragen und letztlich um Dazugehören versus Ausgrenzung. Dabei verwendet die Autorin eine kraftvolle Sprache, die sehr poetisch, gleichzeitig aber präzise ist. Sie mischt dabei immer wieder Ausdrücke aus dem Pidgin-Mandarin unter, die den Text sehr authentisch machen.
Abgerundet wird das Ganze schließlich durch ein sehr aufschlussreiches Interview mit der Autorin, die viele der im Buch angesprochenen Themen sehr gut einordnet.


Fazit:
Dieser Roman ist für mich eines der ungewöhnlichsten Bücher des Jahres 2021 und ein ganz besonders gelungenes Debüt.

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