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Veröffentlicht am 31.01.2021

Authentischer Roman darüber, was Weiblichkeit bedeutet

Bucket List – Nur wer fällt, kann fliegen lernen
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Ich finde das Cover wirklich sehr ansprechend und passend zum Inhalt des Buches, auch der Titel gefällt mir – nur der Untertitel passt meiner Meinung nach nicht wirklich zu der Geschichte. Die Protagonistin ...

Ich finde das Cover wirklich sehr ansprechend und passend zum Inhalt des Buches, auch der Titel gefällt mir – nur der Untertitel passt meiner Meinung nach nicht wirklich zu der Geschichte. Die Protagonistin fällt zwar und lernt daraufhin damit umzugehen (oder eben „zu fliegen“), aber es trifft den Kern finde ich nicht so gut wie es hätte sein können. Auch der Klappentext hat mich sehr angesprochen und mich wirklich neugierig auf das Buch gemacht, allerdings hatte ich ganz andere Erwartungen an die Geschichte selbst. Ich bin wirklich glücklich darüber, dass es später eine andere Richtung einschlug, denn das machte das Buch für mich nur authentischer.

Bereits bei der Leseprobe habe ich gemerkt, dass mir die ersten fünfzig Seiten sehr zu schaffen machen, aber ich wusste nicht recht warum, weil mir der Stil danach viel besser gefiel. Nun im Nachhinein kann ich sagen, dass es mir vermutlich zu angestrengt witzig bzw. aufgesetzt war. Ich kann gar nicht genau beschreiben, was ich damit meine, aber ich hatte das Gefühl die Geschichte wäre bis zu einer gewissen Stelle von oben herab geschrieben und danach wiederum sehr nah an der Protagonistin selbst. Auch fand ich die Witze am Anfang zu angestrengt und gewollt.

Das hat sich jedoch sehr schnell geändert und entgegen meiner Vermutung, dass die Bucket List selbst eher humoristisch angelegt ist und nur für Lacher sorgt, war sie hingegen eher ernst und hat zum nachdenken angeregt. Lachen musste ich dennoch an manchen Stellen. Besonders beim Dreier – was war das denn? :D

Auch wenn ich mit Mode selbst nicht viel am Hut habe, hat es mir sehr gut gefallen, dass die Protagonistin Lacey in der Branche arbeitet. Sie lebt inmitten von oberflächlichen Menschen und auch wenn es diese natürlich überall gibt, denke ich, dass die Modebranche da doch noch etwas mehr hinterher hängt. Ihr wird vorgelebt, was weiblich ist und was nicht und ich habe ihre Entwicklung während der Geschichte sehr geliebt. Ja, sie war nicht immer einfach und mir tat besonders ihre beste Freundin leid, an der Lacey einige Male ihre Wut ausgelassen hat, aber ich konnte sie dennoch verstehen und habe ihre Verzweiflung gespürt. Welche Schritte sie nach und nach gegangen ist, fand ich sehr toll und bewundernswert.

Ich habe das Buch wirklich genossen und bin sehr froh über die Entwicklung einer bestimmten Beziehung – da möchte ich gar nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich finde die Autorin hat hier etwas sehr schönes gezeigt und eine wichtige Message gebracht.

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, nur den Anfang fand ich wie gesagt etwas mühsam und auch die Erwartungen, die durch die ersten Eindrücke geschürt wurden, haben mich persönlich ein wenig in die Irre geleitet.

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Veröffentlicht am 03.12.2020

Spannender Auftakt mit wundervollen Charakteren

Skyhouse
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Skyhouse ist eine wirklich spannende High Fantasy Geschichte mit super ausgearbeitetem Worldbuilding und wundervollen Charakteren. Ich bin wirklich begeistert von der Welt, die Robyn Labod hier erschaffen ...

Skyhouse ist eine wirklich spannende High Fantasy Geschichte mit super ausgearbeitetem Worldbuilding und wundervollen Charakteren. Ich bin wirklich begeistert von der Welt, die Robyn Labod hier erschaffen hat und konnte mir die einzelnen Orte sehr gut vorstellen. Auch die verschiedenen Charaktere wurden sehr schön gezeichnet. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, was sie umso nahbarer macht.

Die Geschichten wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was mich allerdings nicht gestört hat. Den Wechsel zwischen den Charakteren und Handlungsorten fand ich treffend und jeder Handlungsstrang hat mich sehr neugierig gemacht. Dadurch war die Geschichte dauerhaft spannend, was ich wirklich klasse fand.

Eine wundervolle Idee hat die Autorin mit besonderen Tattoos erschaffen – ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen und eventuell spoilern, aber ich fand sie wirklich sehr einzigartig!

Auch der Schreibstil von Robyn ist sehr angenehm und hat mich ganz in seinen Bann gezogen, einmal angefangen wollte ich nicht mehr aufhören. Das einzige, was mich persönlich gestört hat, war die Schnelllebigkeit in manchen Szenen. Manchmal waren mir Szenen noch zu oberflächlich oder sie waren schon vorbei, gerade als ich tief darin versunken war. Da war ich gelegentlich enttäuscht, weil ich mir einfach mehr Details gewünscht hätte.

Alles in einem fand ich das Buch aber wirklich klasse und ich bin unheimlich gespannt auf den zweiten und auch den dritten Teil dieser High Fantasy Reihe. Besonders die Charaktere haben es mir angetan und ich will unbedingt wissen, wie es mit ihnen weiter geht!

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Veröffentlicht am 15.11.2020

Toller Romantasy Roman mit super Schreibstil

Celestial City - Akademie der Engel
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Der Klappentext von Celestial City hat mich sehr neugierig gemacht, aber spätestens nach der Leseprobe wollte ich das Buch auf jeden Fall lesen. Die Geschichte hat mich direkt überzeugen können und der ...

Der Klappentext von Celestial City hat mich sehr neugierig gemacht, aber spätestens nach der Leseprobe wollte ich das Buch auf jeden Fall lesen. Die Geschichte hat mich direkt überzeugen können und der Schreibstil von Leia Stone ist sehr flüssig. Die Autorin führt den Leser sehr geschickt in die veränderte Welt ein und streut die Informationen in kleinen Happen.

Brielle als Protagonistin fand ich sehr sympathisch und ich konnte gut mit ihr fühlen. Ihre Gedanken und Gefühle waren sehr authentisch und auch ihre beste Freundin Shea mochte ich sehr gern.

Die Geschichte habe ich nur so in mich aufgesogen. Kampfszenen sind nicht allzu brutal, aber doch spannend beschrieben und auch der Romance-Teil gefiel mir gut. Besonders positiv fand ich, als Brielle offen und selbstbewusst mit ihren Gefühlen umgegangen ist, ohne viel drum herum zu reden. Außerdem sind die Dialoge mit sehr viel Witz geschrieben, was mich des öfteren zum Schmunzeln gebracht hat.

Die Abschlussprüfung hat super viel Spannung hineingebracht und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Nun kann ich es kaum erwarten, dass der zweite Teil erscheint, denn es sind noch so viele Fragen offen und ich möchte unbedingt erneut in Brielles Geschichte eintauchen und all die Charaktere wiedertreffen.

Alles in einem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es war ein Genuss, es zu lesen. Celestial City vereint Romance und Fantasy in sehr ansprechender Art und Weise, ohne besonders brutal zu werden. Ein lockeres Romantasybuch für Zwischendurch, was mir sehr viel Vergnügen bereitet hat.

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Veröffentlicht am 19.09.2020

Langsam aufbauende Spannung

Verborgene Schreie
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Emely Darks Thriller sind für mich immer etwas besonderes. Bisher habe ich jedes Buch von ihr gelesen und wurde von jedem überrascht. Alle sind spannend, auf verschiedene Art und Weise - gekoppelt mit ...

Emely Darks Thriller sind für mich immer etwas besonderes. Bisher habe ich jedes Buch von ihr gelesen und wurde von jedem überrascht. Alle sind spannend, auf verschiedene Art und Weise - gekoppelt mit einem flüssigen Schreibstil, der mich komplett einnimmt. Steckt man einmal den Kopf in eines von Emelys Büchern, hört man erst auf zu lesen, wenn man das Ende erreicht hat. So ging es mir auch bei "Verborgene Schreie".

Ein Psychothriller, dessen Spannung sich Seite für Seite an den Leser heranschleicht, um ihn am Ende zu überfallen.

Gelegentlich war mir die Handlung etwas zu vorhersehbar, der Schreibstil macht diese Stellen aber wett und mir wurde nicht langweilig. Außerdem habe ich Jules beste Freundin Sam in Laufe der Handlung etwas vermisst, da sie komplett unterging und nicht mehr auftauchte.

Trotz manch vorherhersehbarer Stelle gibt es aber dennoch genug zum mitfiebern, rätseln und leiden.

Auch die Charaktere haben es mir angetan. Sie sind nicht überzeichnet, sondern realistisch und aus dem Leben gegriffen. Alle haben ihre Macken und nicht nachvollziehbare Handlungsstränge - aber genau das macht einen Menschen aus. Emely Dark zeigt sie nicht nur von ihrer guten Seite - sie schreibt Menschen wie sie sind.

Ich kann diesen Thriller also nur wärmstens empfehlen, allerdings rate ich vom Kauf ab, wenn man ständige Plotwendungen und viel schockende Brutalität erwartet. Emely erschafft Spannung und Psychospiel auf andere Weise, die ebenso packend ist. Stattdessen würde ich allen besagten "Nachtwahn" von ihr empfehlen.

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Veröffentlicht am 31.08.2020

Spannende erste Staffel der Buchserie

Das Erbe der Macht - Die komplette Schattenchronik im Schuber
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Andreas Suchanek begegnete mir hier und da immer wieder und als die ersten zwei Bände der Reihe mal kostenlos verfügbar waren, habe ich die Chance ergriffen und in die Buchserie „Das Erbe der Macht“ hinein ...

Andreas Suchanek begegnete mir hier und da immer wieder und als die ersten zwei Bände der Reihe mal kostenlos verfügbar waren, habe ich die Chance ergriffen und in die Buchserie „Das Erbe der Macht“ hinein geschnuppert. Mir gefiel die fantastische Welt auf Anhieb, aber irgendwie kam ich mit der Art der Bücher nicht ganz zurecht. Eine Buchserie mit kurzen Bänden ist eben doch etwas anderes als eine Buchreihe. Aber dennoch konnte ich die Geschichte nicht vergessen, meine Gedanken huschten immer mal wieder zurück zu der Reihe und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Umso glücklicher bin ich, dass ich den eBook Schuber (

DasErbeDerMachtDieKompletteSchattenchronik) von BookPress über

NetGalleyDE zur Verfügung gestellt bekommen habe – danke nochmal dafür –, denn ich bin in der Reihe versunken.

Hat man sich einmal an die kurzen Kapitel und Bücher gewöhnt, entwickelt es schnell einen eigenen Charme, der auf andere Weise Spannung erzeugt, als ich sie bisher gekannt habe. Ich habe mich tatsächlich oft gefühlt, als würde ich eine Serie lesen und habe dabei genauso laut Kommentare abgegeben wie ich es bei Filmen tue.

Ganz fies waren natürlich die Cliffhanger am jeweiligen Ende eines Bandes (und ich musste ja zum Glück nicht mal warten, bis ich weiterlesen konnte). Andreas hat allerdings auch innerhalb der Bände gezielte Szenenwechsel eingefügt, die dafür gesorgt haben, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Die kurzen Kapitel haben da meiner Meinung nach sogar positiv dazu beigetragen, sodass ich den Reader nicht mehr aus der Hand legen wollte, weil – „Was hat die Schattenfrau da vor?“ und „Wie zur Hölle geht die Prophezeihung weiter? Verrat es mir!“.

Manchmal hat sich die Handlung dann aber doch etwas gezogen, während ich an anderen Stellen gerne mehr Input gehabt hätte. Die für mich etwas zu ruhigen Stellen waren zwar an vielen Stellen auch nötig, um die Geschichte zu erklären, aber da sie manchmal direkt aufeinander folgten, gab es Bände, die für mich eher ein wenig schwächer waren und solche, die mich einfach umgehauen haben.

Sehr schön finde ich, wie der Autor berühmte Persönlichkeiten in die Geschichte mit eingewoben hat und wie generell alle Charaktere ausgearbeitet sind. Zwar erschienen mir die Bösen am Anfang noch zu sehr klassisch als „die Bösen“, aber bei einigen Figuren schimmerten auch Beweggründe hindurch, die mir die Schattenkrieger nähergebracht haben. Ich hoffe in Staffel 2 erwartet mich diesbezüglich noch mehr. Die Hauptfiguren haben alle ihre kleinen Eigenheiten und Vergangenheitspäckchen, die im Laufe der Geschichte immer mehr gezeigt werden und sie sehr nahbar machen.

Besonders gefallen haben mir die Bände: „Schattenfrau“, „Allmacht“ (der hat mich oft mit offenem Mund zurückgelassen) und „Zwillingsfluch“.

Ich kann jedem nur empfehlen mal in die Buchserie reinzulesen, denn sie ist auf jeden Fall magisch!

Jetzt brauche ich aber unbedingt die zweite Staffel, denn Andreas schreibt Staffelfinalen, wie man sie aus Serien kennt…

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