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Veröffentlicht am 05.06.2026

Familie kann man sich ncht aussuchen

Brombeerblaue Tage
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Brombeeerblaue Tage ist ein Buch, das durch sein Cover meine Aufmerksamkeit weckte. Es handelt überwiegend auf der Insel Rügen.
Schön gestaltet finde ich den Einband. Die Geschichte ist geprägt vom Leben ...

Brombeeerblaue Tage ist ein Buch, das durch sein Cover meine Aufmerksamkeit weckte. Es handelt überwiegend auf der Insel Rügen.
Schön gestaltet finde ich den Einband. Die Geschichte ist geprägt vom Leben einer jungen Frau, deren Arbeit als Landschaftsarchitektin sie antreibt. Dazu hat sie eine vielseitig verwendbare App entwickelt. In Berlin arbeitet sie in Selbstständigkeit. Mit Laptop und Handy kann sie überall tätig sein. Ihr Vater hat die Familie sehr früh verlassen. Zu seiner Tochter, Elisa, hat er nur einen lockeren Kontakt. Jetzt braucht er ihre Hilfe und macht es dringend. Obwohl sie ihn kaum kennt, macht sich Elisa auf den Weg an die Ostsee.
Der Roman ist in vier sehr lange Kapitel unterteilt. Jedes beginnt mit der Zeichnung und Beschreibung einer Pflanze. Ein direkter Bezug zum folgenden Erzählstrang ist nicht erkennbar. Warum Henk, Elisas Vater, seine Tochter anrief und ihre Hilfe einforderte, kommt erst nach und nach ans Licht. Der Flora wird viel Raum gegeben. Intensiv sind die Ausführungen dazu. Bei den handelnden Personen fehlen sie mir. Sie sind kühl und unnahbar. Von der Insel Rügen, einem landschaftlich sehr unterschiedlichem Eiland ist kaum etwas zu spüren. Lediglich als Elisa mit einer Freundin im Südosten der Insel unterwegs ist, werden zwei Hundestrände auf dem Mönchgut, zwischen Lobbe und Thiessow erwähnt.
Von dem Buch hatte ich mehr erwartet. Es ist in einfacher Sprache geschrieben und die Handlung zieht sich ohne jegliche Spannung in die Länge. Das Beste ist für mich das Cover. Die Handlung springt hin und her. Eine klare Gliederung mit Prolog und Epilog gibt es nicht. Auch fehlen mir die Quellenangaben zu den Pflanzenzeichnungen und deren Beschreibungen. Aus meiner Sicht kann ich das Buch nicht weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Ein Weihnachtswunder

Das Weihnachtsherz
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Weihnachten steht vor der Tür und nun habe ich das erste Weihnachtsbuch beendet.
Schon das wunderbare Cuver macht neugierig. Eine junge Frau geht ihren Weg. Das beschreibt auch gleich den Inhalt.
Katja, ...

Weihnachten steht vor der Tür und nun habe ich das erste Weihnachtsbuch beendet.
Schon das wunderbare Cuver macht neugierig. Eine junge Frau geht ihren Weg. Das beschreibt auch gleich den Inhalt.
Katja, die junge Goldschmiedin musste schon einige Schicksalsschläge verkraften. Sie macht in Brasilien eine weitere Ausbildung zur Edelsteinschleiferin, da wird sie dringend nach Hause gerufen. Ihr Vater hatte einen Herzinfarkt und überlebt ihn nicht. Katja soll das Familiengeschäft weiterführen. Kein einfaches Unterfangen. Sie muss sich mit ihrer Stiefmutter arrangieren aber beide mögen sich nicht. Ella, ihre kleine neunjährige Halbschwester versucht viel, um Katja für sich zu gewinnen. Familie ist wichtig aber es ist nicht immer einfach. Nur ihre Oma ist noch ihr nahestehend. Sonst hat sie nur noch ihre beste Freundin.
In diesem Buch gehen wir mit der kleinen Familie durch Höhen und Tiefen. Aber unerwartet gibt es große Veränderungen. Ein sehr altes Schmuckstück aus der Goldschmiede ihrer Familie wird gefunden. Eine wirkliche Weihnachtsüberraschung, die alle sprachlos macht.
Ein Buch, sehr warmherzig und emotional. Gut zu lesen, um in weihnachtliche Stimmung zu kommen.
Es endet mit ein paar Rezepten, die in der Handlung vorkommen.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Tödliche Verbrechen

Blankenese - Zwei Familien
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Der dritte Teil der Serie knüpft unmittelbar an das vorherige Geschehen an. Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, ist es hilfreich, die beiden Vorgänger zu kennen. ...

Der dritte Teil der Serie knüpft unmittelbar an das vorherige Geschehen an. Um die Zusammenhänge besser zu verstehen, ist es hilfreich, die beiden Vorgänger zu kennen. Das vorangestellte Personenregister der recht umfangreichen Familien, ist dabei nützlich.
Dieser Band spielt in den Zeiten des Terrors durch die RAF. Es ist ein überwiegend politisches Buch. Sehr ausführlich wird die Baader-Meinhof-Gruppe dargestellt. Sie war nach meiner Meinung eine Folge der Nichtaufarbeitung der Nazidiktatur in der damaligen BRD. Leider fand diese auch im familiären Umfeld nicht statt.
Kurt, eine der drei Hauptfiguren versucht jetzt, Ende der sechziger Jahre, die Aufarbeitung der Kriegszeit. Er ist Rechtsanwalt und arbeitet für die Bundesanwaltschaft. Mit dem so genannten Persilschein, sind die Altnazis wieder in wichtigen Ämtern. Sie sollen nun endlich zur Rechenschaft gezogen werden.
Seine Mutter, eine geborene Casparius, fand in einem Juden die Liebe ihres Lebens. Felicitas Jacobson kommt im KZ zu Tode. Sein Bruder Michael überlebt traumatisiert seine Verschickung nach London.
Eine weitere Protagonistin ist Ulrike König. Ihre Mutter Sonja heiratete einen Nazi und rettete damit die Reederei.
Dann wäre da noch Sabine. Ulrikes kleine Schwester. Eine Schülerin die von ihrer Mutter kaum beachtet wird. Sie ist ein labiles und ungeliebtes Kind, das leider den falschen Weg wählt.
Mit einem emotionalen Schreibstil hat Michaela Grünig diese fiktive Geschichte in die damalige Zeit eingebettet. Studentenunruhen, Schahbesuch, Wasserwerfer gegen Demonstranten, viele Dinge sind mir noch aus dem Westfernsehen bekannt.
Leicht zu lesen ist dieses Buch nicht. Oft legte ich es zur Seite. Es war mir in vielen Passagen zwar realistisch aber zu brutal geschrieben.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Renate schafft das schon

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich
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Renate Bergmann ist in diesem Buch wieder in ihrem Element. Sie muss sich überall einmischen und mittun. Einige Personen sind schon aus anderen Büchern lieb gewonnene Begleiter. So auch Kurt, Ilse und ...

Renate Bergmann ist in diesem Buch wieder in ihrem Element. Sie muss sich überall einmischen und mittun. Einige Personen sind schon aus anderen Büchern lieb gewonnene Begleiter. So auch Kurt, Ilse und Renate auf dem bunten Cover am Wahlkampfstand. Es ist wieder passend ausgesucht.
Als ihr Neffe Stefan in Spreeweide, einem Dorf in Brandenburg, Unterstützung mit den Kindern braucht, ist sie zur Stelle. Sie zieht in ihre Einliegerwohnung. Mit offenen Augen geht sie durchs Dorf. Missstände fallen ihr auf. Der Friedhof ist ungepflegt und Papierkörbe laufen über. In der Kommunalpolitik läuft scheinbar viel schief. Natürlich muss sie sich wieder einmischen. Da sie ständig am meckern ist, wird sie vom Bürgermeister aufgefordert für den Gemeinderat zu kandidieren. Das schreckt die quirlige Renate nicht ab. Man soll ja ein Leben lang lernen. Sie wird Kandidatin und macht Wahlkampf. Horst, Gertrud und Ilse unterstützen sie.
Einfach herrlich. Ich liebe diese Bücher über Renate Bergmann. Lachen und Kurzweil sind garantiert.
In diesem Buch begegnen wir Dorfschwester Agnes. Sie ist mit einem Elektrorollstuhl unterwegs. Das hat mich sehr stark an Agnes Kraus, einer Berliner Schauspielerin mit Herz und Schnauze erinnert. Als Schwester Agnes war sie mit ihrem Moped Schwalbe unterwegs.

Amüsante Geschichten, die so passiert sein könnten, werden in die Handlung eingeflochten.
Die Bücher von Torsten Rohde über die Online-Omi sorgen für erfrischende Unterhaltung. Ich werde diesen Roman gerne weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Lebensträume brauchen Mut und Leidenschaft

Montmartre - Licht und Schatten
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Ein Buch mit einem wunderschönen Cover. Man muss es in die Hand nehmen. Es ist perfekt auf Titel und Zeit abgestimmt.

Der Roman "Montmartre" erzählt die Geschichte zweier junger Frauen, Elise und Valérie, ...


Ein Buch mit einem wunderschönen Cover. Man muss es in die Hand nehmen. Es ist perfekt auf Titel und Zeit abgestimmt.

Der Roman "Montmartre" erzählt die Geschichte zweier junger Frauen, Elise und Valérie, die im Paris des 19. Jahrhunderts versuchen, ihren eigenen Weg zu gehen. Einen Weg, der zur damaligen Zeit für Frauen nicht selbstverständlich war. Sie haben besondere Talente und lieben die schönen Künste. Elise möchte eine erfolgreiche Showtänzerin werden und Valérie möchte an der Kunstakademie lernen. Sie ist eine begnadete Malerin. Ihr Traum ist es, berühmt zu werden und ihre Bilder auf Ausstellungen zu zeigen. Wird es den beiden jungen Frauen gelingen, ihre Träume zu verwirklichen?
In einem angenehmen flüssigen Schreibstil begleiten wir die beiden Protagonistinnen durch die Jahre 1878 bis 1889. Eine Zeit der Veränderungen im künstlerischen Schaffen.

Im Juni 1866 kamen beide Mädchen am gleichen Tag zur Welt. Die alte Hebamme Marianne verhalf ihnen ins Leben. Elise, Tochter einer hart arbeitenden Wäscherin und Valerie, Tochter des reichen Alphonse Dumas, dem eine Kunstgalerie gehört.
Beide Protagonistinnen sind sehr glaubwürdig beschrieben. Es ist für sie in der damaligen Zeit nicht einfach, zumal als Frau, ihre eigenen Wünsche in den Vordergrund zu stellen.

Wie auch bereits in den anderen Werken der Autorin, finden wir eine detailgetreue Abhandlung der damaligen Zeit. Die ärmlichen Verhältnisse in Montmartre im Gegensatz zum vornehmen Paris, sind in der Handlung immer wieder spürbar. Licht und Schatten, der Titel bringt es auf den Punkt.
Viele uns heute bekannte Namen, wie Henri de Toulouse-Lautrec oder auch Auguste Renoir und Vincent van Gogh, aus der Kunstmalerszene, werden im Buch erwähnt und zum Teil exakt beschrieben.
Das Buch selber ist, wie bereits auch ihre anderen Romane, klar gegliedert. Beginnend mit einen Stadtplan vom damaligen Dorf Montmartre über die Auflistung der historischen und fiktiven Personen, die im Roman eine Rolle spielten. Aber auch Zeitgenossen. die keine aktive Rolle spielen, werden benannt. Was Wahrheit und was Fiktion ist, wird von der Autorin, wie von ihr gewohnt, am Buchende erläutert. Auch die Stilrichtungen und die vorkommenden malerischen Kunstwerke werden nicht vergessen. Ohne eine intensive Recherche, die die Sorgfalt von Marie Lacrosse widerspiegelt, wäre dieses an Informationen reiche Gesamtwerk nicht möglich gewesen.
Ein sehr umfangreicher erster Teil einer Dilogie die mich in eine Künstlerwelt entführte, die mich sofort gefangen nahm. Manches Mal wäre ich gern dabei gewesen.

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