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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Wunderschöner Roman mit liebenswerten Menschen und Tieren

Pfotenglück und Sommerwellen
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In diesem Teil der Romane aus dem fiktiven Ort Lichterhaven an der Nordsee steht der Landwirt Max, als geschiedener, alleinerziehender Vater von Lilly(7 Jahre) und Jonathan (5 Jahre), im Mittelpunkt der ...

In diesem Teil der Romane aus dem fiktiven Ort Lichterhaven an der Nordsee steht der Landwirt Max, als geschiedener, alleinerziehender Vater von Lilly(7 Jahre) und Jonathan (5 Jahre), im Mittelpunkt der Story. Um den Hof ist es finanziell schlecht gestellt, und so hat die Mutter von Max, die bekannte Influencerin und Unternehmensberaterin Isalie Charlotte Hansen gebeten sich der Situation anzunehmen.

Während Max zunächst einmal davon gar nicht erbaut ist, entwickelt sich die Sache ganz anders als von ihm gedacht, aber wie von mir erhofft und erwartet. Isalie erobert sämtliche Herzen, auch die eines Neufundländers namens Samson , der zunächst ein trauriges Dasein im Tierheim als ausgesetzter Hund fristet. Sie hat eine Menge guter Ideen und ein gutes Händchen für den Umgang mit Menschen und Tieren.

Ich habe mit großer Freude, die lieben Menschen, die mir aus anderen Teilen der Reihe schon bekannt sind, wiedergetroffen und bin in die superschöne Atmosphäre in Lichterhaven im Sommer eingetaucht. Ebenso wie Isalie und Samson die Nordsee kennenlernen, so habe ich das Nordseefeeling von Wasser, Sand, Wind und Salz gespürt und gewünscht, dass ich meinen nächsten Urlaub dort verbringen könnte. Der tierische Hauptdarsteller Samson ist ein absolutes Highlight in der Geschichte und ich fand es wundervoll an seinen Gedanken teilhaben zu dürfen.

Fünf Sterne und ich würde mich über einen weiteren Teil mit den liebgewonnenen Protagonisten freuen.


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Veröffentlicht am 05.05.2025

Tierärztin und die Liebe

Küstenrauschen
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Lea ist Tierärztin mit Leib und Seele, aufgewachsen an der Nordsee, wo ihre gesamte Familie auch heute noch lebt, ist sie aus der Heimat "geflüchtet", da in ihr sonst sofort ungute Erinnerungen wachgerufen ...

Lea ist Tierärztin mit Leib und Seele, aufgewachsen an der Nordsee, wo ihre gesamte Familie auch heute noch lebt, ist sie aus der Heimat "geflüchtet", da in ihr sonst sofort ungute Erinnerungen wachgerufen werden. Jetzt arbeitet sie bei einer Studienkollegin und Freundin als angestellte Tierärztin in München, als sie auf einen Schlag ihre Beziehung und ihren Job verliert. Da ihr Opa mit eigener Tierarztpraxis in ihrer Heimat gerade eine Urlaubsvertretung sucht, ist sie bereit diese zu übernehmen. Schon ist sie mitten drin in dem Chaos ihrer Familie, in der Tierarztpraxis und auch in ihren alten Erinnerungen.
Der Schreibstil ist flüssig und locker zu lesen. Die Autorin legt den Blick nicht nur auf Lea, die Liebe, sondern auch auf ihr gesamtes Umfeld. Einerseits konnte ich mir so die vielen Personen sehr gut vorstellen, doch andererseits war es mir auch ein wenig zu viel, da dann die Intensität bzw. Weiterführung einiger Situationen fehlte. Geliebt habe ich die Szenen, in denen es um die vielen Tiere egal, ob Hund, Vogel, Huhn etct. ging. . Insgesamt hat mich der Roman gut unterhalten und ich würde mich freuen evtl. in einem zweiten Teil zu erfahren, wie es nun weitergeht in Leas Leben und in dem ihrer Familie und Freunde. Vier Sterne

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Sehr packende Geschichte über ein Stück deutscher Geschichte

Die Erbin
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Der Roman "Die Erbin" von Claire Winter spielt in Köln in den 50ziger Jahren und Cosima, die 1935 in die Industriellenfamilie Liefenstein hineingeboren wurde, auf diese bezieht sich der Titel. Im Jahre ...

Der Roman "Die Erbin" von Claire Winter spielt in Köln in den 50ziger Jahren und Cosima, die 1935 in die Industriellenfamilie Liefenstein hineingeboren wurde, auf diese bezieht sich der Titel. Im Jahre 1957 will sie eine Stiftung für bedürftige Frauen und Mütter gründen. Fast gleichzeitig lernt sie den Journalisten Leo Marktgraf kennen und unvermittelt sieht sie sich mit der Vergangenheit ihrer Familie konfrontiert.

Die Autorin erzählt sehr gekonnt und emotional einfühlsam, sowie auch spannend, die Geschichte der fiktiven Familie Liefenstein, die es so ähnlich bzw. die historischen Hintergründe es wirklich gegeben hat. Dazu reise ich als Leserin in die Zeit Ende der 1920 ziger - Kriegsende zurück und die Gegenwart ist dann Ende der 50ziger Jahre.. Der Roman erzählt wechselweise aus beiden Zeiten und beginnt zu einer Zeit als Cosima noch nicht geboren ist und hier wird auf das Familienleben inklusive des zahlreichen Personals sowie auf die politische Lage eingegangen. Während Cosima stückchenweise immer mehr von der Vergangenheit der eigenen Familie und auch ihr Handeln zu Kriegszeiten erfährt, erfahre ich parallel dazu die Vergangenheit in Echtzeit. Ich erfahre viel über historische Ereignisse aber auch das Leben zu Kriegszeiten, wobei schnell die unterschiedlichen Gesinnungen in einer Familie und auch im Personal deutlich werden. Es geht jedoch nicht nur um Hass, sondern auch um Liebe und Freundschaft sowie um Mut.

Ich konnte mich, obwohl Jahrzehnte nach Cosima geboren, trotzdem gut in sie hineinversetzen, was die Naivität bezüglich des Krieges und der Haltung der Menschen betrifft. Mir wurde selber auch erst als junge Erwachsene klar, dass mit Kriegsende und auch Jahrzehnte danach, die Einstellung vieler Menschen zum damaligen Geschehen sich nicht geändert hat.

Da in dem Roman sehr viele Protagonisten vorkommen, die bedeutsam für die Geschichte im Roman sind, hat es mich gefreut zu Beginn ein Personenregister vorzufinden. Die Story ebenso wie die Menschen sind so authentisch dargestellt, so dass ich das Gefühl hatte ihnen wirklich gegenüberzustehen. Es gibt einige Protagonisten, die mich sehr positiv, andere sehr negativ berührt haben, wobei eine Person beides geschafft hat.

Ich mag diesen Roman sehr, da er sich mit einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte auseinandersetzt und daran erinnert, wie alles damals anfing.

Ein Lesehighlight 2025 ! Fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Sehr interessante Familiengeschichte

Das Licht in den Wellen
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Im Jahr 1947 ist Inge 24 Jahre alt, eine Föhrer Bauerntochter und die kleine Welt von Föhr will sie zu diesem Zeitpunkt aus guten Gründen sofort verlassen. Sie macht sich auf den Weg nach NewYork, denn ...

Im Jahr 1947 ist Inge 24 Jahre alt, eine Föhrer Bauerntochter und die kleine Welt von Föhr will sie zu diesem Zeitpunkt aus guten Gründen sofort verlassen. Sie macht sich auf den Weg nach NewYork, denn ein ehemaliger Föhrer führt dort ein Restaurant, in dem sie, die gerne und gut kocht, arbeiten kann. Der Roman springt zwischen den Zeiten von damals und den mehr als kommenden zwanzig Jahren, sowie der Gegenwart 2022, hin und her.
Inge blickt mit fast 100 Jahren auf ihr Leben zurück, aus dem immer wieder Ausschnitte erzählt werden. Sie hat ein bewegtes Leben hinter sich, wobei sie sehr erfolgreich in ihrem Job wurde, eine innige Liebe erlebte, Mutter, Großmutter und Urgroßmutter wurde, sowie innige Freundschaften schloss. Jetzt mit fast 100 Jahren ist es ihr Ziel ihrer Urenkelin die Augen und die die Tür für deren Zukunft zu öffnen.
Der Roman hat mich sehr gut unterhalten und insbesondere der Einblick in die Welt der Föhrer "Community" in New York sowie die unterschiedlichen Lebenssituationen auf Föhr und in New York fand ich sehr interessant. Ich habe insbesondere Inges Mann, sowie ihre Freunde und Freundin ins Herz geschlossen. An manchen Stellen hatte ich mir weitere Einzelheiten über sie gewünscht, ebenso über die vergangenen fünfundvierzig Jahre in Inges Leben, die fast gar nicht erwähnt wurden. Auch hätte ich mir gewünscht mehr von ihrem Sohn zu erfahren, bei dem ich quasi vierzig Jahre völlig verpasst habe.
Aber das ich so gerne mehr über die Menschen erfahren hätte, zeigt wie lebensecht sie herübergekommen sind, deswegen großes Lob an den Autoren, der mich mit auf diese Zeit- und Lebensreise genommen hat. Vier Sterne

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Keine "sympathische" Familie

Wo wir uns treffen
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Auf dem Cover des Buches sieht man ein großes, altes Anwesen, was mitten in einem großen Park zu liegen scheint. Ein großer Familienbesitz sowie viel Land genau dies ist es, worum es in dem Erbe einer ...

Auf dem Cover des Buches sieht man ein großes, altes Anwesen, was mitten in einem großen Park zu liegen scheint. Ein großer Familienbesitz sowie viel Land genau dies ist es, worum es in dem Erbe einer Familie geht. Das Familienoberhaupt Philip Brooke verstirbt und ich lerne die einzelnen Familienmitglieder kennen, sowieso einige andere Personen. Interessant ist es es, dass dabei immer wieder der Fokus sprunghaft wechselnd auf eine Person gelegt wird und aus dessen Sichtweise erzählt wird. Außerdem findet das eigentliche Geschehen in der Gegenwart in fünf Tagen statt. Was ich gut finde, ist, dass auch die siebenjährige Enkelin viel Raum im Roman bekommt. Sie hat mein größtes Mitgefühl, weil sie nicht für diese Situation verantwortlich ist oder sie verändern kann. Bei ihr spüre ich auch Trauer, den Verlust, was sie mit intensiver Beschäftigung, was mit dem Menschen bzw. dessen Körper nach dem Tod "verarbeitet". Ansonsten habe ich das Gefühl, während ich die Schönheit der fragilen Natur spüre, das die Familienmitglieder, die Witwe und die drei erwachsenen Kinder alle sehr mit sich selbst beschäftigt sind, ebenso wie andere Protagonisten. Was ist mit dem Erbe? Wer "will" was? Es kommen nun ganz viele unangenehme Wahrheiten zu Tage. Viele Fragen bleiben am Ende offen, da es viele Entwicklungen in kurzer Zeit gegeben hat. Sympathisch oder wirklich nah sind mir die wenigsten der Menschen gekommen und ich bin froh nicht Teil dieser Familie oder des Umfeldes zu sein. Ein sehr vielschichtiger Roman, der sich mit Beziehungen der Menschen, der Natur und dem historischen Hintergrund des Erbes befasst. Vielleicht liegt es an der Distanz zu den Figuren oder aber auch an manchen kleinen sehr detaillierten Schilderungen, dass die Geschichte sich für mich beim Lesen zog. Von mir drei Sterne

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