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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2026

Plot gut, Übersetzung kritisch

Crown of War and Shadow
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Puh... ich wollte dieses Buch wirklich mehr mögen.

Die Grundidee ist nämlich richtig gut. Die Geschichte ist spannend erzählt und Sorrel hat mir als Protagonistin insgesamt gut gefallen. Besonders ihre ...

Puh... ich wollte dieses Buch wirklich mehr mögen.

Die Grundidee ist nämlich richtig gut. Die Geschichte ist spannend erzählt und Sorrel hat mir als Protagonistin insgesamt gut gefallen. Besonders ihre Entwicklung von der eher zurückhaltenden, teilweise naiven Schankmaid zur selbstbewussten Kämpferin ist gelungen und größtenteils nachvollziehbar dargestellt. Die Nebencharaktere sind interessant ausgearbeitet und es hat mir gefallen, wie scheinbar unwichtige Kleinigkeiten später wieder aufgegriffen werden.

Einige Wendungen sind zwar nicht unbedingt überraschend aber dennoch unterhaltsam. Gelegentlich wirkte die Handlung allerdings etwas zu bequem konstruiert: Die passende Magie, die richtige Waffe, die entscheidende Idee oder die benötigte Person tauchen oft genau dann auf, wenn sie gerade gebraucht werden.

Leider gibt es für mich zwei große Kritikpunkte:

1. Die Übersetzung

Die deutsche Übersetzung hat mir das Lesen teilweise echt schwer gemacht. Immer wieder stolperte ich über Formulierungen, die schlicht unnatürlich wirkten oder keinen Sinn ergaben. Da wird aus einem Ritt auf dem Pferd eine „Fahrt“ und von „damals“ gesprochen, obwohl gerade einmal ein Tag vergangen ist. Insgesamt hatte ich häufig den Eindruck, dass hier sehr wortwörtlich übersetzt wurde, ohne auf den Kontext oder den natürlichen Sprachfluss zu achten.

Über Schreibfehler oder auch mal ein vergessenes Wort kann ich hinweglesen aber das hier war... wild.

2. Die "Love-Story".

Hier fehlte mir nahezu alles, was eine Liebesgeschichte für mich ausmacht. Keine spürbare Chemie, kein Knistern, keine Leidenschaft. Die Romanze war einfach da, weil sie offenbar da sein sollte (und die Protagonistin seine Muskeln mochte 🙄)

Fazit:

Crown of War and Shadow hat eine spannende Grundidee, eine gute Protagonistin und eine interessante Welt. Trotz meiner Kritik möchte ich auch wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Die Romance bleibt für mich allerdings weit hinter den Erwartungen zurück (vor allem, da ich es von der Autorin besser kennen) und die Übersetzung benötigt dringend eine Überarbeitung! Ich hoffe sehr das wird im nächsten Band besser.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Drachen als Fluch statt fliegende Wegbegleiter

Dragon Cursed – Zeig keine Gnade
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Die 18-jährige Isola steht kurz vor dem Tribunal, einer tödlichen Prüfung, die alle Träger des gefürchteten Drachenfluchs entlarven soll. In Vingard werden Menschen mit diesem Fluch gnadenlos hingerichtet, ...

Die 18-jährige Isola steht kurz vor dem Tribunal, einer tödlichen Prüfung, die alle Träger des gefürchteten Drachenfluchs entlarven soll. In Vingard werden Menschen mit diesem Fluch gnadenlos hingerichtet, da sie sich in willenlose Drachen verwandeln können. Während Isola versucht, die gefährlichen Prüfungen zu überstehen, wird sie von dem geheimnisvollen Lucan begleitet, dessen Absichten sie nicht einschätzen kann. Doch um zu überleben, müssen die beiden zusammenarbeiten.


"Dragon Cursed – Zeig keine Gnade" hat mich von der ersten Seite an gefesselt.

Besonders überrascht hat mich das Worldbuilding. Drachen werden hier nicht als mächtige oder bewundernswerte Wesen dargestellt, sondern als willenlose Bestien, die aus verfluchten Menschen entstehen. Diese Idee verleiht der Geschichte einen frischen Ansatz und hebt sie von vielen anderen Drachenfantasys ab.

Obwohl der Großteil der Handlung im Kloster beziehungsweise während des Tribunals spielt, wird die Geschichte nie eintönig. Die verschiedenen Prüfungen sorgen für Abwechslung. Das Konzept tödlicher Prüfungen ist zwar nicht neu, wird hier aber äußerst brutal und konsequent umgesetzt. Dadurch hatte ich ständig das Gefühl, dass wirklich niemand sicher ist.

Isola hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Ihre Entwicklung von einem Mädchen, das Angst vor Drachen hat und davor selbst verflucht zu sein, hin zu jemandem, der für sich selbst und seine Freunde kämpft, wirkt glaubwürdig und nachvollziehbar. Auch Lucan fand ich als Charakter spannend, da hinter ihm deutlich mehr steckt, als zunächst sichtbar wird.

Das Ende ist gut gelungen, ein Teil der Geschehnisse war zwar voraussehbar aber es gab auch einige Überraschungen, die definitiv Lust auf den nächsten Band machen.


Fazit:

"Dragon Cursed – Zeig keine Gnade" ist für mich ein echtes Jahreshighlight. Spannende Prüfungen, ein interessantes Drachenkonzept, starke Figuren und eine fesselnde Handlung sorgen dafür, dass ich unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

RomCom trifft Serienkiller

If Books Could Kill
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Roxie wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich die Hauptfigur einer romantischen Liebesgeschichte zu sein. Doch statt in einer romantischen Wohlfühl-Lovestory landet sie plötzlich mitten in einem Thriller ...

Roxie wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich die Hauptfigur einer romantischen Liebesgeschichte zu sein. Doch statt in einer romantischen Wohlfühl-Lovestory landet sie plötzlich mitten in einem Thriller – inklusive Serienkiller. Gemeinsam mit Grant versucht sie herauszufinden, was vor sich geht, und dabei viele gefährliche Situationen meistern

If Books Could Kill überzeugt mit einem super interessanten Genre-Mix aus Thriller und RomCom. Die Grundidee ist originell und spielt auf unterhaltsame Weise mit dem Motto „Be careful what you wish for“.

Roxie ist eine sympathische und abenteuerlustige Protagonistin, die im Laufe der Geschichte eine schöne Entwicklung durchmacht. Besonders gelungen fand ich, wie sie ihr Trauma rund um ihre Jugendliebe verarbeitet. Auch Grant hat mir sehr gut gefallen. Anfangs wirkt er eher schüchtern und vorsichtig, taut aber zunehmend auf und setzt sein umfangreiches Krimiwissen immer wieder hilfreich ein. Die Dynamik zwischen den beiden funktioniert hervorragend. Auch die Nebenfiguren sind lebendig und gut ausgearbeitet.

Besonders viel Spaß macht das Spiel mit den typischen Klischees beider Genres. Die Geschichte nimmt bekannte Tropen auf die Schippe, nutzt sie aber gleichzeitig gekonnt für die Handlung. Der Schreibstil ist angenehm, humorvoll und leicht zu lesen. Trotz der vielen witzigen Momente bleibt die Spannung erhalten, und die Verbindung von Romantik und Thriller gelingt überraschend gut. Dazu kommt ein gelungener Plot Twist, der die Geschichte zusätzlich aufwertet.

Fazit:
Ein tolles Leseerlebnis für alle, die sich nicht zwischen Thriller und Lovestory entscheiden möchten. Humor, Spannung, sympathische Figuren und eine kreative Grundidee machen If Books Could Kill zu einer gelungenen Mischung beider Genres. Absolute Empfehlung für Fans ungewöhnlicher Genre-Kombinationen.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Mehr Drachen, mehr Spannung, weniger überzeugende Romance

Dragons of Elements
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In Dragons of Elements – Schicksalsflammen geht es deutlich actionreicher weiter als im ersten Band: mehr Kämpfe, mehr Spannung und mehr Fokus auf die Drachenverbindungen - also genau das, was man sich ...

In Dragons of Elements – Schicksalsflammen geht es deutlich actionreicher weiter als im ersten Band: mehr Kämpfe, mehr Spannung und mehr Fokus auf die Drachenverbindungen - also genau das, was man sich bei dem Titel der Reihe erhofft. Klea muss sich neuen Gefahren stellen, ihre Kräfte weiterentwickeln und gleichzeitig mit den komplizierten Verbindungen zu den Drachen und natürlich Reith klarkommen.

Besonders gefallen hat mir, dass der Fokus diesmal viel stärker auf den Drachen und der Action liegt. Die Verbindung zwischen Elementarier und Drache wird richtig atmosphärisch dargestellt und macht viele Szenen emotional und spannend zugleich. Vor allem Gladora war für mich ein Highlight — frech, sarkastisch und die unterhaltsamste Figur. Generell tragen die Nebencharaktere die Geschichte stellenweise richtig stark und bringen Dynamik in die Handlung.

Die Story selbst bleibt spannend und hat kaum Längen. Es passiert ständig etwas, die Kämpfe sind unterhaltsam geschrieben und die Welt macht weiterhin Spaß.

Weniger überzeugt hat mich allerdings die Beziehung zwischen Klea und Reith. Es wird von einer „tiefen Verbindung“ gesprochen, aber wirklich gezeigt wird davon kaum etwas. Im Grunde wirkt es oft eher so, als würde Kleas Schwärmerei die komplette Beziehung tragen. Auch die Konflikte zwischen den beiden wirkten teilweise sehr konstruiert. Die große „Aussprache“ war für mich leider eher unfreiwillig komisch: Klea redet, Reith schmunzelt einmal mysteriös und plötzlich ist alles wieder perfekt.

Dazu kommt, dass Klea erstaunlich oft gerettet werden muss — meistens natürlich von Reith. Gerade im Vergleich zu Band 1 hatte ich das Gefühl, dass ihre Charakterentwicklung etwas auf der Stelle tritt oder sogar leicht hinter dem ersten Teil zurückbleibt.

Fazit: Die eigentliche Story, die Drachen und die Spannung machen wirklich Spaß. Wer wegen Fantasy, Action und Drachen hier ist, bekommt definitiv einiges geboten. Die Romance schwächelt jedoch etwas.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Starke Fantasy mit brutalem Arena-Setting

We Who Will Die
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Mit We Who Will Die liefert Stacia Stark einen düsteren Fantasy-Auftakt voller tödlicher Kämpfe, Magie und Intrigen. Im Mittelpunkt steht Arvelle, die nach schweren Verlusten in eine brutale Welt hineingezogen ...

Mit We Who Will Die liefert Stacia Stark einen düsteren Fantasy-Auftakt voller tödlicher Kämpfe, Magie und Intrigen. Im Mittelpunkt steht Arvelle, die nach schweren Verlusten in eine brutale Welt hineingezogen wird, in der Arenakämpfe und Machtspiele über Leben und Tod entscheiden. Während sie versucht zu überleben, entdeckt sie nicht nur neue Kräfte, sondern muss sich auch ihrer Vergangenheit stellen.

Das World Building und das Magiesystem fand ich richtig interessant. Gerade die verschiedenen Fraktionen, Fähigkeiten und politischen Spannungen machen die Welt lebendig und komplex. Durch die vielen unterschiedlichen Charaktere und Namen hat es allerdings etwas gedauert, bis ich durchgestiegen bin.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, gleichzeitig aber sehr bildgewaltig. Die Orte und Kämpfe konnte ich mir unglaublich gut vorstellen, ohne dass die Beschreibungen zu langatmig wurden.

Arvelle hat mir als Protagonistin sehr gefallen. Sie hat bereits viel durchgemacht und ihre Entwicklung wirkt glaubwürdig. Besonders mochte ich, dass sie lernt, langsam mit ihrem Verlust umzugehen, sich anderen zu öffnen und dabei gleichzeitig neue Kräfte entdeckt.

Rorrik bringt mit seiner grausamen, undurchsichtigen Art ordentlich Spannung in die Handlung. Bei ihm weiß man nie so ganz, woran man ist, und genau das macht ihn interessant.

Dagegen wirkt Tiernon als klassischer Second-Chance-Love-Interest fast schon etwas blass. Er kümmert sich zwar fürsorglich um Arvelle, aber zwischen den beiden hat mir irgendwie das gewisse Etwas gefehlt.

Die Arenakämpfe sind zwar kein komplett neues Konzept, wurden hier aber extrem spannend und blutig umgesetzt. Dazu kommen einige Wendungen, die ich so nicht vorhergesehen habe.

Insgesamt hat mich nur die große Menge an Namen und Figuren manchmal etwas aus dem Lesefluss gebracht.

Fazit:
Ein spannender und blutiger Fantasy-Auftakt mit starkem World Building, interessanter Magie und einer tollen Protagonistin. Trotz kleinerer Startschwierigkeiten macht das Buch definitiv Lust auf Band 2.

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