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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2026

Gelungene Atmosphäre - guter Auftakt

The Crane and the Nightjar
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The Crane and the Nightjar ist der Auftakt einer düsteren Romantasy-Geschichte rund um Zara, die nach ihrer Verhaftung in einem tödlichen Wettbewerb um ihre Freiheit kämpfen muss. Dabei ist sie gezwungen, ...

The Crane and the Nightjar ist der Auftakt einer düsteren Romantasy-Geschichte rund um Zara, die nach ihrer Verhaftung in einem tödlichen Wettbewerb um ihre Freiheit kämpfen muss. Dabei ist sie gezwungen, ausgerechnet mit dem undurchsichtigen Crane zusammenzuarbeiten.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und transportiert die düstere Atmosphäre wirklich gut. Besonders gefallen haben mir außerdem die eingestreuten Infoblöcke zu Kreaturen, Spielregeln und generell zur Welt, weil sie das Ganze greifbarer machen. Ich hätte aber gerne noch etwas mehr über die Magie und ihre Konsequenzen erfahren. Die Grundidee erscheint ziemlich interessant und hätte mehr Raum verdient.

Zaras Entwicklung ist gelungen: Sie braucht zwar gefühlt eine halbe Ewigkeit, um selbst aktiv zu werden, und vertraut dann – entgegen ihrer angeblichen Grundregel – erstaunlich schnell anderen. Ein bisschen widersprüchlich.
Aber insgesamt wirkt ihre Entwicklung nachvollziehbar und nicht komplett aus der Luft gegriffen.

Dieses „tödliche Spiele“-Konzept… ja. Kennt man halt inzwischen. Hier war es für mich leider nicht besonders spannend umgesetzt. Das was danach kam hat mir besser gefallen.

Fazit:
Ein solider Auftakt mit guter Atmosphäre aber Potenzial nach oben. Trotz Schwächen macht das Buch dennoch definitiv neugierig auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Viel Potential und tolle Figuren, aber zu wenig Tempo

The House Witch 1
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Finlay Ashowan bekommt eine Stelle als königlicher Koch am Hof von Daxaria. Was zunächst niemand weiß: Er ist eine Haushexe und besitzt Magie, die besonders mit Heim und Alltag verbunden ist. Während er ...

Finlay Ashowan bekommt eine Stelle als königlicher Koch am Hof von Daxaria. Was zunächst niemand weiß: Er ist eine Haushexe und besitzt Magie, die besonders mit Heim und Alltag verbunden ist. Während er versucht, sich in der Schlossküche und am Hof einzuleben, gerät er zunehmend in politische Intrigen und verschiedene Probleme innerhalb des Palastes.

Die Grundidee finde ich wirklich großartig: eine Haushexe als königlicher Koch – cosy Fantasy mit Magie und Hofleben. Das hat unglaublich viel Potential und der Einstieg macht auch richtig Spaß.

Leider verzettelt sich die Geschichte im Verlauf immer mehr in Nebenhandlungen. Es werden viele Handlungsstränge eröffnet, aber in diesem ersten Band eigentlich keiner wirklich abgeschlossen. Dadurch wirkt die Handlung stellenweise ziemlich zäh und der rote Faden geht verloren – man wartet lange darauf, dass die Geschichte endlich spürbar vorwärtsgeht.

Dann taucht auch noch eine Romanze auf, die auf mich eher erzwungen wirkte – so nach dem Motto: „Eine Story braucht unbedingt eine Liebesgeschichte.“

Außerdem hätte ich mir deutlich mehr Magie gewünscht.

Das große Plus: die Figuren!

Die Charaktere sind wirklich das Highlight des Buches. Sowohl Finley als auch die vielen Nebenfiguren in seinem Umfeld sind liebevoll gestaltet und haben (fast) alle etwas Sympathisches an sich. Das schafft eine sehr gemütliche, cosy Atmosphäre.

Auch der Humor sorgt immer wieder für kleine Schmunzler – auch wenn einige Witze (besonders rund um Namen) teilweise etwas kindisch wirken.


Fazit:

Eine cosy Fantasygeschichte mit tollen Figuren und einer originellen Idee – leider aber etwas zu langatmig erzählt. Mit etwas mehr Tempo, Fokus und Magie hätte das Buch deutlich stärker sein können.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Herrliche Fortsetzung - Chaos vorprogrammiert

Heaven Official's Blessing
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Auch in diesem Band wird die Mission in der Geisterstadt weitergeführt. Dabei lernt Xie Lian nicht nur die „richtige Würfel-Haltung“, sondern trifft auch ein bekanntes Gesicht wieder und stolpert gemeinsam ...

Auch in diesem Band wird die Mission in der Geisterstadt weitergeführt. Dabei lernt Xie Lian nicht nur die „richtige Würfel-Haltung“, sondern trifft auch ein bekanntes Gesicht wieder und stolpert gemeinsam mit dem Windmeister von einer chaotischen Situation in die nächste.

Der siebte Band ist erneut eine wunderbare Fortsetzung mit atemberaubenden Illustrationen und viel Liebe zum Detail. Die Zeichnungen von STARember transportieren die Emotionen der Figuren hervorragend und lassen viele Szenen besonders lebendig wirken.

Obwohl die Handlung – anders als das Cover vielleicht vermuten lässt – größtenteils in der eher düsteren Geisterstadt spielt, gibt es viele humorvolle und chaotische Momente, die die Atmosphäre auflockern. Diese werden durch die zuckersüßen Illustrationen noch einmal besonders hervorgehoben.

Insgesamt wieder eine sehr gelungene Umsetzung der Romanvorlage.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Sympathische Dämonin mit Identitätskrise

Daimonion 1
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In "Daimonion: Essenz" gerät Secia, eine junge Dämonin, in ein Experiment, dass beweisen soll, dass Dämonen nicht von Grund auf böse sind. Sie muss sich alleine und ohne ihre Kräfte in der Menschenwelt ...

In "Daimonion: Essenz" gerät Secia, eine junge Dämonin, in ein Experiment, dass beweisen soll, dass Dämonen nicht von Grund auf böse sind. Sie muss sich alleine und ohne ihre Kräfte in der Menschenwelt zurecht finden. Dabei gerät ihr Weltbild zunehmend ins Wanken.

Insgesamt ein gutes Hörbuch mit einer spannenden Grundidee. Besonders interessant ist, wie die Geschichte das klassische Gut-und-Böse-Konzept hinterfragt und stellenweise auch verschiebt. Dämonen sind nicht zwangsläufig "böse", Engel nicht grundsätzlich "gut".

Die Sprecherin hat ein sehr angenehmes Lesetempo und schafft es, Emotionen sowie unterschiedliche Charaktere gut zu transportieren. Dadurch lässt sich der Geschichte sehr entspannt folgen.

Secia ist eine sympathische Protagonistin, die auch mal Zähne zeigen kann. Ihr innerer Zwiespalt zwischen den strengen Lehren ihrer dämonischen Erziehung und ihren eigenen Erfahrungen wirkt nachvollziehbar und glaubwürdig. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren entwickeln sich organisch. Insgesamt liegt der Fokus stärker auf der Charakterentwicklung als auf permanenter Action.

Positiv ist auch, dass der erste Band seine zentrale Handlung sauber abschließt. Obwohl es mit einem zweiten Teil weitergeht, fühlt sich das Ende nicht wie ein Cliffhanger an – erst der Epilog sorgt dafür, dass man neugierig auf Band zwei wird.



Kleine Kritikpunkte:

Einige Konflikte lösen sich etwas zu reibungslos, wodurch die Spannung gelegentlich ein wenig leidet. Außerdem wirken die Dämonen für meinen Geschmack stellenweise etwas… undämonisch: zu nett, hilfsbereit und regelbewusst.

(Großer Kritikpunkt: Der Kater kam zu kurz 😉)

Fazit:

Ein unterhaltsames Hörbuch mit sympathischen Figuren und interessanter moralischer Perspektive. Trotz kleiner Schwächen hat mich die Geschichte gut abgeholt – und ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Shiny Happy People

Happy Head
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In Happy Head werden Jugendliche in ein geheimnisvolles Programm aufgenommen, das angeblich nur ein Ziel hat: sie glücklicher zu machen. In einer abgeschotteten Umgebung müssen sie verschiedene Aufgaben ...

In Happy Head werden Jugendliche in ein geheimnisvolles Programm aufgenommen, das angeblich nur ein Ziel hat: sie glücklicher zu machen. In einer abgeschotteten Umgebung müssen sie verschiedene Aufgaben erfüllen und Tests bestehen, die ihr Verhalten, ihre Gefühle und ihre Entscheidungen beeinflussen sollen. Doch während Sebastian versucht, sich anzupassen und alles richtig zu machen, wird immer klarer, dass hinter dem Projekt mehr steckt, als zunächst behauptet wird. Was als Programm zum „Glücklichsein“ beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem undurchsichtigen Machtspiel.

Die Grundidee – Menschen zusammen einzusperren und sie Aufgaben erfüllen zu lassen – ist an sich nicht neu. Trotzdem ist sie hier wirklich gut umgesetzt.

Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil. Er macht es sehr leicht, Sebastians innere Zerrissenheit nachzuvollziehen. Man spürt förmlich, wie er ständig zwischen zwei Gedanken schwankt: Einerseits will er alles richtig machen und dazugehören, andererseits merkt er immer stärker, dass hier irgendetwas ganz gewaltig nicht stimmt. Das ist überzeugend geschrieben – auch wenn ich ihn zwischendurch am liebsten einmal kräftig geschüttelt und gefragt hätte, ob er eigentlich komplett blind ist. 🙃

Sehr gelungen fand ich auch, dass ein anderer Charakter, Finn, von Anfang an erkennt, dass etwas nicht stimmt. Diese Perspektive bringt eine spannende Dynamik in die Geschichte. Schade ist nur, dass die Handlung nie aus seiner Sicht erzählt wird – das hätte ich wirklich interessant gefunden.

Dafür hat mir die Entwicklung der Beziehung zwischen Seb und Finn sehr gefallen. Besonders schön ist zu sehen, wie Sebastian langsam beginnt, Finn zu vertrauen. Diese Entwicklung wirkt glaubwürdig und gibt der Geschichte zusätzlich emotionale Tiefe.

Zusätzlich verursacht das Buch beim Lesen regelmäßig Ohrwürmer 😂👍🏻

Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es trotzdem: Zum einen hätte ich mir – wie erwähnt – gelegentliche Perspektivwechsel gewünscht. Das hätte der Geschichte noch mehr Spannung gegeben.

Zum anderen gibt es stellenweise ein leicht zähes Gefühl, weil sich ein bestimmtes Muster relativ häufig wiederholt: Sebastian zweifelt, vertraut wieder, zweifelt erneut, vertraut wieder… und so weiter.

Und dann wäre da noch das Ende. Es endet mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger. Einerseits sorgt das natürlich für Spannung – andererseits wusste ich vorher nicht, dass es sich um eine Dilogie handelt. Und ja, ich gebe es zu: Diese Art von Ende nervt mich ein bisschen. 😅

Ich persönlich bevorzuge einfach vernünftige, halbwegs abgeschlossene Enden. Wenn mir ein Buch wirklich gefallen hat, lese ich den nächsten Band sowieso – auch ohne dramatischen Cliffhanger.

Trotzdem bleibt Happy Head ein spannender Auftakt mit interessanten Figuren, einem sehr angenehmen Schreibstil und einer Atmosphäre, die einen immer wieder misstrauisch macht. Ich bin auf jeden Fall neugierig, wie es weitergeht

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