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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2026

Viel Potential aber alles sehr kurz gehalten

Liebessturm in den Highlands
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Ich bin hier sehr zwiegespalten. Die Grundidee für die Story und das Setting sind absolut super und bieten so viel Potential. Letztendlich sind die Protagonisten auch ein fantastisches Paar, das sich toll ...

Ich bin hier sehr zwiegespalten. Die Grundidee für die Story und das Setting sind absolut super und bieten so viel Potential. Letztendlich sind die Protagonisten auch ein fantastisches Paar, das sich toll ergänzt.

Dadurch, dass die Story so kurz gehalten wurde, geht mir persönlich aber alles etwas schnell. Einige Entscheidungen und Handlungen der (Haupt-)Charaktere wirken auf mich sehr sprunghaft und die Ereignisse/Wendungen nicht immer ganz rund.

Es gibt aber auch Abschnitte, die so toll geschrieben sind, dass man glatt das Gefühl hat selbst im Schnee fest zu stecken oder einsam auf eine Nachricht zu warten. Davon hätte ich mir mehr gewünscht.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Düster, spannend und überraschend anders

Till the End of the Moon 1
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Li Susu wird 500 Jahre in die Vergangenheit geschickt, um zu verhindern, dass Tantai Jin, ein Prinz und später Dämonengott, die Welt ins Verderben stürzt. Klingt nach Standard-Fantasy? Von wegen. Die Geschichte ...

Li Susu wird 500 Jahre in die Vergangenheit geschickt, um zu verhindern, dass Tantai Jin, ein Prinz und später Dämonengott, die Welt ins Verderben stürzt. Klingt nach Standard-Fantasy? Von wegen. Die Geschichte ist düster, emotional aufgeladen und überraschend tief – mit genau der richtigen Mischung aus Schmerz, Tragik und Schicksal. Beide Protagonisten sind auf ihre ganz eigene Weise... atem(be)raubend. Einerseits haben wir Susu, die absolut unerschütterlich ist und andererseits den eiskalten Tantai Jin - endlich mal ein Charakter, der tatsächlich moralisch fragwürdig wenn nicht sogar böse ist. Beide verfolgen ihre Ziele ohne (große) Rücksicht auf Verluste.

Ich kannte und liebte die Verfilmung bereits, was den Einstieg sicherlich erleichtert hat, da mir die Namen und Personen bekannt waren. Dennoch war ich völlig überrascht, wie anders und fesselnd die Romanvorlage ist. Schon das Drama war – im besten Sinne – eine emotionale Achterbahnfahrt, aber das Buch legt noch eine Schippe drauf. Die Charaktere bekommen mehr Tiefe, ihre Konflikte werden greifbarer und Emotionen (bzw. das fehlen dieser) entfalten sich glaubhaft. Der Schreibstil ist eindringlich, poetisch und erschafft eine düstere Atmosphäre, die einen sofort packt und nicht mehr loslässt.

Auch die Gestaltung ist ein echtes Highlight: Farbschnitt, hochwertige Aufmachung und sogar Innen-Illustrationen, auf die bei deutschen Übersetzungen solcher Novellen oft verzichtet wird. Außerdem gibt es auch Stammbäume, eine Übersicht der Figuren und ein Glossar - was sicherlich hilfreich sein kann.

Fazit: Die Geschichte bleibt trotz Zeitreise, vielen Namen und komplexer Mythologie klar nachvollziehbar und verliert dabei nie an Spannung. Im Gegenteil – die Tiefe und Vielschichtigkeit machen ihren Reiz aus.

Doch aufgrund der Komplexität ist es aus meiner Sicht kein „Einsteigerbuch“ in das Genre. Ich war froh, dass ich "Vorwissen" hatte und daher das Glossar nicht brauchte 😁

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Es wird immer spannender

Hanger 03
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In Band 3 der Serie nimmt die Handlung nochmals an Fahrt auf und es bleibt weiterhin spannend.

Außerdem erfährt man mehr über Hajimes Familie und bekommt zusätzliche Einblicke in die Beziehungen zwischen ...

In Band 3 der Serie nimmt die Handlung nochmals an Fahrt auf und es bleibt weiterhin spannend.

Außerdem erfährt man mehr über Hajimes Familie und bekommt zusätzliche Einblicke in die Beziehungen zwischen den anderen Aufseher-Hanger-Partnern.

Die Zeichnungen sind - wie in den anderen Bänden auch - einfach toll

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Tolle Grundidee mit viel Potential

Andrargs Schriften
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Ich bin mit der Erwartung an eine sehr düstere Geschichte gestartet und war zunächst überrascht, dass die Grundstimmung deutlich weniger finster ausfällt als gedacht. Das hat meinem Leseerlebnis aber nicht ...

Ich bin mit der Erwartung an eine sehr düstere Geschichte gestartet und war zunächst überrascht, dass die Grundstimmung deutlich weniger finster ausfällt als gedacht. Das hat meinem Leseerlebnis aber nicht geschadet, denn die Geschichte ist über weite Strecken spannend und flüssig zu lesen.

Die Grundidee hat für mich viel Potenzial, auch das Worldbuilding ist größtenteils stimmig und gut durchdacht. Dennoch konnte es mich nicht immer vollständig überzeugen. Andrargs Fähigkeiten wirken manchmal, als würden sie genau dann auftauchen, wenn sie gerade gebraucht werden. Dadurch wirkte es auf mich stellenweise etwas willkürlich.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Handlung zwischendurch etwas auf der Stelle tritt. Es gibt Wiederholungen und "Nebenschauplätze", bei denen ich mich gefragt habe, wie wichtig sie letztlich für den Verlauf der Geschichte sind.

Andrargs innerer Zwiespalt ist gut nachvollziehbar und gehört für mich zu den starken Aspekten des Buches. Allerdings beginnt er irgendwann Entscheidungen zu treffen, die auf mich unlogisch wirkten. Vielleicht ist das bewusst so gewählt, um seinen inneren Verfall zu zeigen – ganz überzeugt hat mich diese Entwicklung aber (noch) nicht.

Trotz meiner Kritikpunkte bekommt Band 2 eine Chance. Zum einen, weil die Grundidee spannend ist, und zum anderen, weil ich noch nicht ausschließen möchte, dass einige der angesprochenen Schwächen bewusst gesetzt wurden und sich erst im weiteren Verlauf wirklich erschließen.

Fazit: Eine spannende Geschichte mit guten Ansätzen und viel Potenzial, die mich jedoch nicht durchgehend abholen konnte. Ich bleibe dennoch neugierig.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Atmosphärisch, düster und (etwas zu) spicy

House of Rayne
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Ich habe House of Rayne mit großen Erwartungen angefangen – düstere Insel, mysteriöse Vorkommnisse, „dunkle Begierden“ – das klang nach perfekter Dark-Romance-Stimmung. Und ja, das Buch ist spannend, atmosphärisch ...

Ich habe House of Rayne mit großen Erwartungen angefangen – düstere Insel, mysteriöse Vorkommnisse, „dunkle Begierden“ – das klang nach perfekter Dark-Romance-Stimmung. Und ja, das Buch ist spannend, atmosphärisch dicht und hat starke Protagonistinnen, die für ihre Liebsten kämpfen und sogar, die die Sie ablehnen nicht im Stich lassen.

Das Buch ist sehr spicy. An sich kein Problem, aber irgendwann wirkt es ein bisschen, als hätte die Autorin einen Timer gestellt: „Oh, schon x Seiten ohne Sex? Wird mal wieder Zeit.“ Egal, ob gerade jemand halb verblutet oder von einem Monster gejagt wurde – Hauptsache, es knistert. Das führt dazu, dass die erotischen Szenen irgendwann eher monoton wirken, obwohl der Klappentext mit „dunklen Begierden“ doch etwas mehr Vielfalt verspricht.

Rayne ist eine klassische „harte Schale, weicher Kern“-Heldin. Sie kämpft für die Menschen, die sie liebt – und sogar für die, die sie eigentlich ablehnen. Das macht sie sympathisch und man wünscht ihr wirklich, dass das alles ein gutes Ende nimmt. Salem dagegen bleibt leider etwas blass: Themen wie Trennung, Angststörung oder ihre Unterwürfigkeit werden zwar angesprochen, aber kaum vertieft. Dadurch wirkt ihr Verhalten oft sprunghaft oder schlicht nicht nachvollziehbar.

Was der Autorin allerdings sehr gut gelingt, ist der Schreibstil: atmosphärisch dicht, leicht düster und perfekt geeignet, um die unheimliche Stimmung der Insel einzufangen. Die Spannung bleibt konstant erhalten, auch wenn sich die zentrale Enthüllung für mich recht früh abgezeichnet hat. Dadurch verpuffte das Horrorelement ein wenig.

Fazit: House of Rayne ist insgesamt eine solide, spannende Geschichte mit viel Atmosphäre, aber auch mit Luft nach oben. Wer auf düstere Settings, geheimnisvolle Inseln und heiße Szenen steht, wird sicher gut unterhalten. Ich persönlich hätte mir weniger (oder abwechslungsreicheren) Spice und etwas mehr Tiefgang gewünscht.

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