Unterhaltsamer Märchenmix mit viel Spannung
Deadly Ever After – Blut und Schnee"Deadly Ever After – Blut und Schnee" von T. S. Orgel hat eine wirklich interessante Grundidee: Es zeigt, was mit Märchenfiguren passiert, nachdem das klassische „Happy End“ vorbei ist. In dieser Welt ...
"Deadly Ever After – Blut und Schnee" von T. S. Orgel hat eine wirklich interessante Grundidee: Es zeigt, was mit Märchenfiguren passiert, nachdem das klassische „Happy End“ vorbei ist. In dieser Welt existieren viele bekannte Märchenfiguren gleichzeitig – und natürlich läuft nicht alles so idyllisch weiter.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Trotz der insgesamt recht düsteren Story schaffen es die Autoren immer wieder, kleine humorvolle Momente einzubauen, die einem zwischendurch ein Schmunzeln entlocken.
Der Plot ist spannend aufgebaut. Besonders gefallen hat mir, dass hier keine klassischen Helden unterwegs sind, sondern eher „normale“ Personen, die manchmal mehr schlecht als recht durch das Abenteuer stolpern.
Der Protagonist Tristan wirkt zu Beginn noch ziemlich naiv und teilweise auch etwas nutzlos. Zum Glück bekommt er Unterstützung von einer ziemlich toughen Begleiterin und einer Wölfin. Im Laufe der Geschichte findet er nicht nur weitere, bunt zusammengewürfelte Gefährten, sondern entwickelt sich auch deutlich weiter und wird zunehmend selbstständiger.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich:
Es tauchen sehr viele unterschiedliche Märchenbezüge auf. Die Idee dahinter ist zwar spannend, aber irgendwann habe ich ehrlich gesagt etwas den Überblick verloren. Dabei wurde mir auch klar, dass mein eigenes Märchenwissen offenbar etwas eingerostet ist.
Trotzdem ist es insgesamt ein sehr unterhaltsames Buch mit einer originellen Idee und spannender Handlung. Das Lesen hat mir Spaß gemacht.