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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2019

Ein Roadtrip, der zum Ende richtig in Fahrt kommt

Zu zweit tut das Herz nur halb so weh
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>> Zwei gegen den Rest der Welt

>> Zwei gegen den Rest der Welt <<


In dieser Geschichte wird ein Thema behandelt, was auch heute noch, trotz aller Erfahrungen, sehr wichtig ist es immer wieder anzusprechen. – Rassismus!
In der der Gegenwart lernen wir die 90 jährige Isabelle kennen, die ihre anders farbige Frisörin und inzwischen gute Freundin bittet, sie zu einer Beerdigung zu begleiten.
Da dies eine Zweitagestour ist, begleitet der Leser die beiden Frauen nicht nur auf ihrem Road Trip nach Cincinnati, sondern auch in die Vergangenheit von Miss Isabelle.

1939
Die 17 jährige Isabelle wächst in einer Zeit auf, als es normal war, dass wohlbetuchte Familien Hausangestellte hatten. Schwarze Hausangestellte! Ihr Vater war Arzt, ihre Mutter ehrenamtlich tätig und hatte das Sagen. Ihre beiden Brüder waren immer schon sehr schwierig. Zumindest was den Umgang mit ihrem Vater betraf.

Auch sie hatten schwarze Angestellte. Die Afroamerikanerin Cora und ihre beiden Kinder Nell und Robert. Nell war Isabell fast schon eine Freundin, wohingegen sie mit Robert nicht viel zu tun hatte. Das hingegen ändert sich, an einem Tag, als Isabelle in Schwierigkeiten gerät und Robert zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.

Von da an verspürten die Zwei Zuneigung füreinander, was aber keiner wissen durfte, denn lynchen oder versstoßen waren immer noch die logische Konsequenz, der Liebe zwischen verschiedenen Hautfarben. Können die Zwei, trotz der Gesetze in einigen Bundesstaaten und Schubladendenkerei ihr Glück finden?


Ich war sehr gespannt, wie die Autorin, das durchaus bekannte Thema, in dieser Geschichte umgesetzt.
Zu Anfang gefiel mit der Aspekt mit den zwei Zeitebenen sehr gut. Doch dann kam die Geschichte für mich nicht mehr richtig in Fahrt. Sie war zwar nie langweilig, aber auch nicht so, dass ich ununterbrochen hätte weiter lesen können. Erst gegen Ende wurde es nicht nur spannender sondern auch sehr emotional, sodass ich wirklich einen Kloß im Hals hatte.

Besonders die Frage, auf welche Beerdigung die zwei Frauen denn nun fahren, beschäftigte mich die ganze Zeit. Des Rätsels Lösung war dann für mich eine kleine Überraschung, obwohl ich zwischenzeitlich in diese Richtung schon überlegt hatte, wenn auch mit einem anderen Hintergedanken.

Fazit:

Ein solider Roman, mit einem immer noch wichtigem Thema, der zum Ende hin seine Stärken hat.

Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 26.05.2019

Noch ein bisschen besser als der erste Band

Prince of Passion – Henry
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>> Eine Liebe wie im Märchen

>> Eine Liebe wie im Märchen <<

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil der „Prince of Passion – Reihe“. Obwohl alle Bücher zwar in sich abgeschlossen sind, ist es ratsam, sie der Reihe nach zu lesen, da die Charaktere auch in den anderen Teilen eine Rolle spielen und Folgegeschichten den Ausgang verraten würden.

Das ist auch der Grund, warum ich über Henry nicht viel verraten möchte, außer vielleicht, dass es in dieser Geschichte eben hauptsächlich um ihn geht und dass er in eine Verkupplungsshow gerät, ähnlich wie wir sie hier als „Der Bachelor“ kennen.

20 Frauen, mehrere Dates und am Ende kann nur eine die Krone bekommen…


Ich habe mich sehr auf den Bruder Henry gefreut, was natürlich daran lag, dass er im ersten Band schon gezeigt hat, dass er das schwarze Schaf der königlichen Familie ist. Der Rebell und Bad Boy, der nicht nein sagen kann, zu keiner Party und zu keiner Frau… à la „Live your Life“! Sehr zum Missfallen der Königin, die ihn nun, mit ihrer Auflage zur Ruhe bringen möchte, doch sie kennt Henry scheinbar nicht gut genug. Er spielt mal wieder das Spiel nach seinen Regeln.

Henry konnte mich am Ende dann noch ein kleines bisschen mehr begeistern, als Nicholas, der der Hauptcharakter im ersten Band war. Auch die Hauptprotagonistin hier fand ich sehr sympathisch, mit ihrer zurückhaltenden Art und ihrer Liebe zu Büchern.

Sehr erfreut war ich auch über die Tatsache, dass die Geste „Achselzucken“ hier nicht so oft verwendet wurde, wie im Vorgänger oder in anderen „Endlichkyss-Serien“.

Fazit: Wieder eine sehr unterhaltsame und kurzweilige Story, mit dem gewissen Etwas, einer Prise Sex und einem Hauch royalen Touch. Wer also Filme wie z.B. „Plötzlich Prinzessin“ mag, wird bei dieser Lovestory nicht enttäuscht.

Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 20.05.2019

Tom Sawyer & Huckleberry Finn - nicht nur ein Abenteuer

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Tom Sawyer & Huckleberry Finn – Nicht nur ein Abenteuer

„Sayers und Finns Geschichte geht weiter“… war das Letzte was ich gelesen habe, als ich mit offenem Mund da saß, um das Ende zu verdauen.

Was ...

Tom Sawyer & Huckleberry Finn – Nicht nur ein Abenteuer

„Sayers und Finns Geschichte geht weiter“… war das Letzte was ich gelesen habe, als ich mit offenem Mund da saß, um das Ende zu verdauen.

Was für ein Cliffhanger! Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Natürlich habe ich schon ein bisschen rumspekuliert, wie die Geschichte ausgehen könnte, doch habe ich da ein wenig naheliegender gedacht. Zeitgleich muss ich aber gestehen, dass die Geschichte zum Ende hin ein wenig abflachte, aber mit diesem Showdown hat das Buch, nochmal komplett meinen Nerv getroffen. Dieses Ende und auch die Story lösen in mir den Wunsch aus, auch den zweiten Teil lesen zu wollen.

In der sogenannten Outskirts – Reihe geht es um die 21 jährige Sawyer, die aus der strengen Glaubensgemeinde, nachdem ihre Mutter verstorben ist, ausbricht. Zurück lässt sie einen trinkenden, cholerischen Vater, den sie nie wieder sehen möchte.
Wie gut, dass ihre Mutter ihr heimlich etwas vererbt hat. Sie findet eine Kiste, dessen Inhalt ihr es ermöglicht zu fliehen. Und das tut sie…

Sie landet in Outskirts, wo der Hund begraben liegt. Ein Stückchen Erde mitten in den sumpfigen Everglades. Dort möchte sie es sich gemütlich machen, was nicht ganz einfach zu werden scheint. All die Jahre wurde sie geführt, in eine Richtung, die ihr nun nicht helfen wird. Keine Erfahrung mit Technik, mit Geld verdienen oder sogar mit der Liebe. Und Amors Pfeil trifft sie schneller ins Herz, als ihr lieb ist.

Dieser Pfeil kam von ihrem neuen Nachbarn Finn, das Sumpfmonster, wie ihn alle hier nennen.

Dass hinter Finn aber nicht nur Trunkenheit und Wutausbrüche stecken, sondern Trauer und Schuldgefühle, wird Sawyer recht schnell merken.
Für mich eine schöne Geschichte und gerade weil Sawyer aus einer Art Sekte kommt, war es für mich mal was anderes. Leider ging mir es mit den Beiden etwas zu schnell und das meinte ich auch, dass die Geschichte, nach über der Hälfte, deswegen auch etwas abflachte, als es nur noch um Körperlichkeit ging.
An dieser Stelle war ich dann ein wenig enttäuscht. Schließlich waren noch einige Fragen unbeantwortet, aber dann…

…passte das Cover auf einmal perfekt! Natürlich hatte das Gewitter schon vorher eine Bedeutung in dieser Geschichte, aber auf den letzten 30 Seiten, zog mit voller Wucht ein Tornado heran, der kaum auszuhalten war.

Ich bin so gespannt, wie es nun weitergeht. Dafür muss man sich aber noch bis zum 31. Mai 2019 gedulden, wenn es heißt „Wild Souls – mit dir für immer“

Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 19.05.2019

Positiv überrascht!

Rückkehr nach Sunset Cove
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>> Ein einziger Verrat kann dein Leben vernichten -
wenn du es zulässt.

>> Ein einziger Verrat kann dein Leben vernichten -
wenn du es zulässt. <<

Dies ist der erste Teil der Lighthouse -Saga, wo der Staatsanwalt Niclas Hunter, weil er vor der Presse flieht, sich ins Feriendomizil Sunset Cove zurückzieht. Als er dort ankommt, findet er als erstes einen fremden Hund vor. Kurz darauf auch eine Frau unter der Dusche. Was hat diese geheimnisvolle Fremde zu verbergen? Er droht mit der Polizei und dass sie genau damit nichts zu tun haben möchte, merkt er, als sie daraufhin schnell verschwindet.

So kann er sich dann auch endlich in Ruhe wieder in Selbstmitleid wälzen und seinen Kummer in Alkohol ertränken, bis er ein paar Tage später wieder auf die Frau trifft. Irgendetwas hat sie an sich, was ihn neugierig macht und so fängt er an zu recherchieren.

Es handelt sich um Marie, die vier Jahre im Gefängnis war, Millionen Dollar Schulden hat und zurzeit auf Bewährung draußen ist. Dass, am Ende, ihre beiden Geschichten enger beieinander liegen, zeigt nicht nur der erste Kuss.


Ich gebe zu, dass ich aufgrund des Covers und des Klappentextes eher eine Geschichte a la Nicholas Sparks vermutet habe. Das Setting stimmte zwar und auch die Lovestory darin, trotzdem war die Geschichte nicht das, was ich erwartet hatte.

Normalerweise ist man dann enttäuscht, wenn die Erwartung nicht erfüllt wird, aber hier kann ich sagen, dass ich positiv überrascht wurde.

Dieser Band war dann doch eher ein Krimi mit anschließender Gerichtsverhandlung, der mir sehr gut gefallen hat. Auch der Schreibstil von Ella Thompson gefiel mir sehr, sodass ich gespannt bin, wie es mit Niclas und Marie weitergeht. Wobei es im zweiten Teil aber hauptsächlich um den Bruder Andrew geht. Man kann die Bücher also auch unabhängig voneinander lesen, wobei ich, in dem Fall, aber die Reihenfolge einhalten würde um sich nicht zu Spoilern, da die Charaktere auch in den Folgebänden eine Rolle spielen.
Da es sich, für mich, ab der Hälfte ein wenig zog, muss ich leider einen Stern abziehen, ansonsten aber kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
Teil 2 ist bereits erschienen und der dritte Teil erscheint im August.

Fazit:

Traumhaftes Setting! Süße Lovestory, aber vor allem auch ein Krimi! Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 13.05.2019

Beeindruckend, berührend und auch spannend

Das Leuchten jenes Sommers
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>> Ein berührender Roman über die zerstörerische und tröstende Kraft der Liebe

>> Ein berührender Roman über die zerstörerische und tröstende Kraft der Liebe <<
(Zitat von Judith Lennox)

… Ein Versprechen das eingehalten wurde, denn genau so habe ich diese Geschichte empfunden.


1939, kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges

Es ist Spätsommer im wunderschönen Summerhill, einem Anwesen der Familie Hamilton, an der Küste Cornwalls. Doch der Schein trügt, denn Flieger der britischen Luftwaffe üben für den Ernstfall, der zu kommen droht.

Die 16 jährige begabte Madeleine, kurz Maddy, wartet auf ihre 6 Jahre älter Schwester, die für ein paar Monate in Europa war. – Gorgiana, die eher die Welt erobern will und Maddy, die eher introvertiert ist und sich meistens zurückzieht. In ihren Gedanken versunken malt sie alles was ihr so unter die Augen kommt. Meistens einen kleinen Fuchs.

Beide Geschwister leben zusammen mit ihrer Tante und ein paar Hausangestellten in Summerhill, denn ihre Eltern sind bereits tot. Zwei Schicksalsschläge die die beiden zusammengeschweißt hat.

Als Gorgiana endlich wieder kommt, ist Maddy überglücklich. Doch das hält nicht lange an, denn ihre Schwester hat Victor mitgebracht. Ihren neuen Freund. Maddy findet ihn auf einer Art anziehend, aber mehr noch unsympathisch. Irgendwas stimmt mit ihm nicht. Sie muss es ihrer Schwester sagen. Doch dann passiert etwas Unvorhergesehenes…


2009

Der Leser lernt die junge Fotografin Chloe kennen, als sie gerade erfährt, dass sie schwanger ist. Schon schnell ahnt man, aufgrund der Tatsache, dass sie nicht weiß, wie sie es ihrem Mann Aiden sagen soll, dass etwas mit ihm nicht stimmt. Als sie dann aber ein Jobangebot bekommt, bei der berühmten Kinderbuchautorin Madeleine Hamilton und er nicht wünscht, dass sie diesen annimmt, weiß man, der Mann ist alles andere als normal.
Wird sie sich trotzdem dem widersetzten?

Zwei Zeitebenen, die irgendwie miteinander verknüpft sind.

Auch der zweite Roman, der Autorin, hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich mag einfach ihren leichten, aber aussagekräftigen Schreibstil. Denn das, was sie erzählt berührt und beeindruckt.

Diese Geschichte zeigt, dass Liebe nicht nur ein Wort mit einer Bedeutung ist, sondern so viel mehr. Es gibt sie in verschiedene Formen, wie die bedingungslose Liebe zum Kind. Es gibt die Liebe, die man unter Geschwistern verspürt, die zu den Eltern oder zum Partner, Dabei empfindet jeder anders und vor allem drückt sie jeder auch anders aus. Und genau das spielt in dieser Geschichte eine sehr große Rolle.

So fiebert man mit der einen Person mit, wohingegen man die andere dafür verabscheut, was die Liebe aus ihr gemacht hat.

Das Beste an dieser Geschichte war aber die Spannung, die, obwohl nicht viel passierte, immer im Hintergrund lauerte. Es gab Szenen, wo ich den Atem angehalten habe und der Protagonisten am liebsten gesagt hätte, „Mach es nicht!“ Gerade am Ende dieser besonderen Kapitel konnte man dann das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, weil man wissen wollte, was die Konsequenz ist.

Fazit: Ein sehr spannungsgeladener Roman, der unheimlich neugierig macht, da man wissen möchte, wie die beiden Zeiten zusammen schmelzen und wie diese Geschichte am Ende ausgeht.

Ganz klare Leseempfehlung!