Profilbild von Jule_reads

Jule_reads

Lesejury Star
offline

Jule_reads ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jule_reads über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2026

Sehr bedrückend

Salto
0

"Salto" von Kurt Prödel ist ein Buch, das nah am Leben ist und es definitiv nicht auf die leichte Schulter nimmt. Es ist größtenteils bedrückend und die Leichtigkeit fehlt. Aber gibt es in dem Leben von ...

"Salto" von Kurt Prödel ist ein Buch, das nah am Leben ist und es definitiv nicht auf die leichte Schulter nimmt. Es ist größtenteils bedrückend und die Leichtigkeit fehlt. Aber gibt es in dem Leben von Marko überhaupt so etwas wie Leichtigkeit?

Marko hat sein Abi abgeschlossen und möchte jetzt Arzt werden – das hat er zumindest seiner Mutter versprochen. Und damit fängt es an. Die Sorgen, die Zweifel und die Ängste. Marko ist nicht der Selbstsicherste und lässt sich auch gerne mal leicht verunsichern. Auch in Ungarn wird schnell deutlich, dass es alles andere als die richtige Entscheidung von ihm und seinem Vater war, ihn dorthin zu schicken, nur damit er Medizin studieren kann.
Die Beziehung zwischen Marko und seinem Vater ist nicht unbedingt die leichteste, um es mal so zu sagen. Beide leben in stetiger Trauer und irgendwann offenbaren sich weitere Probleme, die die zwei in finanzielle Sorgen stürzt.
Und dann kommt irgendwann auch noch das Leben dazwischen...

Kurt Prödel kann sehr eindringlich schreiben und eine besonders runterziehende und deprimierende Atmosphäre kreieren. Er kommt ohne viel Schnickschnack klar und seine Dialoge sind Dialoge. Nicht mehr und nicht weniger. Sie zeigen nur die Worte der Personen und nichts anderes. Man muss sich darauf einlassen. Mir wurde es zwischendurch aber zu eintönig und besonders die Handlung fand ich zu Beginn etwas repetitiv. Erst das Ende hat es rausgerissen und die Stimmung bei mir gehoben.

Alles in allem ist dieses Buch etwas für Menschen, die mit deprimierender und bedrückender Atmosphäre gut klarkommen und einen etwas anderen Schreibstil lieben.
Mich hat diese Geschichte leider nicht so gepackt, wie ich es mir erhofft hatte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2026

Voller Emotionen und ehrlicher Gefühle

The Night We Met
0

"The Night We Met" von Abby Jimenez ist ein Buch, welches zeigt, wie stark Gefühle sein können und, dass man auf sich selbst hören soll, wenn es um die Liebe geht. Die Protagonisten Larissa, Chris und ...

"The Night We Met" von Abby Jimenez ist ein Buch, welches zeigt, wie stark Gefühle sein können und, dass man auf sich selbst hören soll, wenn es um die Liebe geht. Die Protagonisten Larissa, Chris und Mike hätte ich am liebsten einmal alle ganz fest in den Arm genommen. Ihr Geschichten sind allesamt unterschiedlich und doch verbindet sie alle eine Entscheidung, die Larissa nach einem Konzert getroffen hat. Hat sie die falsche Wahl getroffen? Möglich. Aber es ist die Wahl gewesen, die sie am Ende alle noch enger zusammengebracht hat und vor Augen führt, dass man zu sich selbst stehen sollte.

Abby Jimenez begeistert neben den Charakteren auch mit Wufferine, dem heimlichen Star des ganzen Buches. Der kleine Hund, der so viel Humor mit in die Geschichte gebracht hat. Denn auch in dieser Geschichte hat Jimenez es geschafft ernste Thematiken mit Humor zu verflechten ohne, dass irgendetwas ins Lächerliche gezogen wird. So war auch dieses Buch eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der man die Protagonisten manchmal gerne angeschrien hätte. Durch den Schreibstil wird es allerdings möglich insbesondere Larissa und Chris besser zu verstehen. Sie kommen authentisch rüber und ihre Emotionen und Gedanken sind einfach nur menschlich.
Ergänzend dazu bleiben einzelne Szenen für längere Zeit im Gedächtnis, da sie prägende Momente sind, obwohl sie vielleicht gar nicht so wirken.

Fest stehet aber, dass dieses Buch kein leichtes ist und zum Nachdenken anregt. Es zeugt von tiefen Gefühlen, Freundschaft, der Liebe und darüber an sich selbst zu glauben und sich nie unterkriegen zu lassen. Abby Jimenez konnte mich mit der Geschichte von Larissa, Mike und Chris mehr als überzeugen. Die ganzen Eastereggs und Details, die in die Geschichte mit eingeflossen sind, haben das Leseerlebnis nur noch besser gemacht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2026

Düstere Wendungen

The Crane and the Nightjar
0

"The Crane and the Nightjar" von Ada Bailey ist ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Es überzeugt durch unvorhersehbare Wendungen, eine düstere Atmosphäre und Intrigen, die ihresgleichen suchen. ...

"The Crane and the Nightjar" von Ada Bailey ist ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Es überzeugt durch unvorhersehbare Wendungen, eine düstere Atmosphäre und Intrigen, die ihresgleichen suchen. Mit Raspa befindet man sich an einem Ort, an dem man nicht einfach nur Leben kann. Es geht dort ums Überleben. Jeder kleinste Fehler kann deinen Tod bedeutet, das zeigen Zara und Crane sehr schnell.

Es braucht nicht viel Anlauf, um in die Geschichte zu finden, denn man wird direkt in das Geschehen hineingeworfen und lernt die wichtigsten Protagonisten kennen. Schon auf den ersten Seiten entsteht eine düstere Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht. Verstärkt wird das ganze durch Kapitel aus den Perspektiven von Zara und Crane, aber auch durch die von anderen Protagonisten, die uns als Leser Wissen vermitteln, das Crane und Zara eben nicht haben.
Der Schreibstil generell ist sehr angenehm und hat mir vor allem die Gefühle und Emotionen von Zara nähergebracht. Doch auch die Beschreibungen der Umgebung, lässt die Geschichte lebendiger wirken und kommt insbesondere bei dem Wettkampf des Königs zu tragen.
Der Wettkampf begünstigt außerdem den Verlauf der Geschichte: Durch ihn entsteht Variation und es kommt kaum zu längen oder langweiligen Passagen.

Es harmoniert in diesem Buch nahezu alles perfekt miteinander und gerade das Ende hat mich fassungslos zurückgelassen, sodass das Warten auf die Fortsetzung schwerfällt. Denn gerade die letzte Erkenntnis in diesem Buch hat es in sich...

"The Crane and the Nightjar" ist eine Empfehlung an alle, die düstere Geschichten, tödliche Wettkämpfe und eine ungleiche Gruppe an Dieben lieben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2026

Enttäuschend

Tödliches Angebot
0

Bei dem Buch "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino habe ich einen Psychothriller erwartet und etwas bekommen, das nicht wirklich ein Psychothriller war. Die Geschichte dreht sich um Margo, die für ihr ...

Bei dem Buch "Tödliches Angebot" von Marisa Kashino habe ich einen Psychothriller erwartet und etwas bekommen, das nicht wirklich ein Psychothriller war. Die Geschichte dreht sich um Margo, die für ihr Traumhaus über Leichen gehen würde – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Traumhaus zu bekommen ist allerdings alles andere als einfach, wenn man noch Stress mit dem Partner, einen Babywunsch hat und im Job nah an der Kündigung ist.

Im Laufe der Geschichte, wird immer offensichtlicher, wie krank Margo wirklich ist. Es offenbaren sich starke psychische Störungen und der krankhafte Wunsch, dieses eine Haus zu bekommen, was sie unbedingt will. Die ersten Seiten des Buches waren dementsprechend noch unterhaltsam, aber dann hat sich die Handlung gezogen und es geschieht eine ganze Weile kaum was. Die Protagonisten leben ihr Leben und Margos Probleme drehen sich im Kreis. Dazu gibt es immer wieder Rückblenden, die keinen wirklichen Mehrwert für die Geschichte haben und sie einfach nur in die Länge ziehen.
Dann deckt Margo etwas über einen Protagonisten auf, versucht alles darüber herauszufinden, aber am Ende war auch das unnötig.

Spannung ist bis zu den letzten ungefähr 80 Seiten nicht zu finden und dann geht es Schlag auf Schlag mit allen möglichen Dingen, sodass das Ende irgendwie zu einfach war. Es wurde recht emotionslos über die Bühne gebracht und bietet – wie die gesamte Geschichte – keinen wirklichen Mehrwert.
Margo als Protagonistin ist dabei super interessant gedacht, nur die Umsetzung ist für mich einfach nicht die beste. Man hätte hier so viel mehr rausholen können, wäre der Verlauf der Geschichte verändert worden und vielleicht nicht alles aus der Sicht von Margo geschrieben.
Für mich haben die anderen Protagonisten diese Geschichte erst attraktiver gemacht. Sie haben Farbe in das Leben von Margo gebracht und viele Möglichkeiten offenbart.
Dennoch war das Buch für mich einfach zu sanft und als Psychothriller falsch deklariert. Psycho passt – weil Margo definitiv einer ist – aber Thriller nicht so wirklich, weil das Buch sich dafür zu sehr zieht und phasenweise wirklich langweilig war.

Der Schreibstil konnte dem auch nicht entgegenwirken, auch wenn er wirklich angenehm war und der Humor nuanciert eingesetzt wurde. Ebenfalls haben die Beschreibungen der Szenerie, an den richtigen Stellen, dafür gesorgt, dass man sich das Setting bildlich vor Augen führen konnte.

Schlussendlich hat das aber nicht ausgereicht um dieses Buch – für mich – gut werden zu lassen. Es bietet keinen Mehrwert und hat definitiv zu viel verschenktes Potential. Wäre Margo zwischendurch in der Geschichte schon wirklich crazy gedreht und nicht erst am Ende ein bisschen, dann wäre die Geschichte schon um einiges unterhaltsamer geworden. Ebenfalls hätten die Rückblenden nicht sein müssen, die das Buch – wie erwähnt – unnötig in die Länge gezogen haben.
Von mir ist dieses Buch leider keine Empfehlung, auch, wenn das letzte Angebot wirklich tödlich war.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2026

Bietet gute Unterhaltung

Dire Bound
0

"Dire Bound" von Sable Sorensen entführt uns in die Welt der Schattenwölfe und in ein System, das für viele Menschen tödlich endet. Geheimnisse, Mord und Intrigen stehen an der Tagesordnung. Umso schwerer ...

"Dire Bound" von Sable Sorensen entführt uns in die Welt der Schattenwölfe und in ein System, das für viele Menschen tödlich endet. Geheimnisse, Mord und Intrigen stehen an der Tagesordnung. Umso schwerer ist es für eine normale Bürgerliche, zu einer Wildgebundenen – und damit von einem Schattenwolf auserwählt – zu werden. Doch Meryn würde alles dafür tun, um ihre Schwester Saela zu retten.

Die Schattenwölfe in diesem Buch sind interessante Wesen, besonders von den Beschreibungen her. Sie sind riesig und verfügen über eine immense Kraft. Besonders spannend wird es dann, wenn sie mit ihrem Reiter anfangen zu kommunizieren und sich den mörderischsten Prüfungen stellen. So wird in diesem Buch etwas recht Abwechslungsreiches aufgebaut, sowie ein unberechenbarer Faktor, denn die Wölfe haben stets ihren eigenen Kopf. Dennoch erinnert die Geschichte phasenweise sehr an „Fourth Wing“, nur, dass es sich hierbei nicht um Drachen handelt. Dies lässt die Geschichte zwar ein bisschen vorhersehbar werden, aber ändert nichts an der Tatsache, dass sie Handlung weiterhin interessant bleibt.

Dafür sorgt auch der Schreibstil: Sable Sorensen schreibt authentisch und eindeutig, sodass keine Missverständnisse auftreten. Sie schreibt direkt was die Charaktere denken und wird dabei auch häufig sehr explizit. Dies kommt auch in den Sexszenen zum Vorschein, die mir persönlich etwas zu oft im Buch vorkommen. So passiert es auch, dass es an manchen Stellen kurz etwas repetitiv wird. Doch die Protagonisten lassen die Geschichte wieder etwas aufleben, durch ihre Vielfältigkeit. So finde ich es super, dass zwei Protagonisten über Gebärdensprache kommunizieren und Tomison durch seine lockere Art immer wieder für einen Lacher sorgt. Meryn als Hauptprotagonisten ist taff und nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie setzt sich für sich ein und lässt sich nur schwer unterkriegen. Bei der Liebe, kommen allerdings ihre verletzlichen Seiten zum Vorschein... So ist der Romanceanteil ebenfalls nicht zu verachten und spielt einen enorm wichtigen Part, was das Vorangehen der Geschichte angeht.

Das Worldbuilding hätte dagegen noch etwas ausführlicher sein können. Man erfährt nur selten etwas über die verschiedenen Gebiete, aus denen die Protagonisten kommen. Die Karte von nocturna am Anfang und am Ende des Buches hilft aber dabei, sich zu orientieren. Ebenfalls ist es gut, eine Rudelübersicht am Ende des Buches zu haben, sowie ganz nett zu wissen, wie die verschiedenen Protagonisten ausgesprochen werden.

Insgesamt bietet "Dire Bound" gute Unterhaltung trotz kleiner Schwächen, und lässt die Realität für ein paar Stunden verschwimmen. Es ist eine Empfehlung für alle, die "Fourth Wing" mochten und eine sehr ähnliche Geschichte suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere