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Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbare Geschichte

Zweite Chancen
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Nachdem ich den ersten Band „Total verliebt“ der „Together Forever“-Reihe regelrecht verschlungen habe und nicht mehr aus den Händen legen konnte, habe ich schon sehnlichst auf den zweiten Band „Zweite ...

Nachdem ich den ersten Band „Total verliebt“ der „Together Forever“-Reihe regelrecht verschlungen habe und nicht mehr aus den Händen legen konnte, habe ich schon sehnlichst auf den zweiten Band „Zweite Chance“ gewartet und musste auch diese Geschichte direkt verschlingen. Ich habe Drew und Fable bereits im ersten Teil direkt ins Herz geschlossen, sodass ich sehr hohe Erwartungen hatte und ich wurde Gott sei Dank nicht enttäuscht.

Monica Murphy konnte mich mit ihrem Schreibstil wieder einmal begeistern. Die Autorin bleibt sich hierbei ihrem Stil treu und schreibt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Drew und Fable. Dazu gibt es wie immer bei jedem Kapitel kleinere Zitate, die sehr gut zur Geschichte passen. Außerdem gibt es auch eine kleine Veränderung, denn auch Adele, Drews Stiefmutter, kommt hier erstmals zu Wort und darf in einem Kapitel ihre oftmals sehr skurrilen Gedanken und Gefühle äußern.

Die Liebesgeschichte zwischen Drew und Fable fand ich wieder einmal sehr gelungen. Diese ist zwar wieder einmal sehr dramatisch, allerdings finde ich es sehr gut, dass es hier nicht um einen typischen Bad Boy geht, sondern um zwei junge Menschen, die bereits viel zu viel durchleiden mussten und von daher das Leben nicht so unbeschwert genießen können, wie es in dem Alter sein sollte. Es ist von daher wenig verwunderlich, dass sich die Autorin nur selten an Klischees bedient. So muss es sein: Dramatisch, aber dennoch authentisch und ohne unnötigen Kitsch.

Interessant finde ich auch, wie dieses Mal auf Owen, Fables kleinen Bruder, eingegangen wird. Zwar kam er selbst nicht zu Wort, allerdings bekam man durch Fable einen sehr guten Einblick in seine Gefühlswelt. Auch wenn er immer wieder sagt, dass er der Mann im Hause und längst kein Kind mehr ist, merkt man doch schnell, dass er lediglich nur ein sensibler vierzehnjähriger Junge ist, der sich einzig und allein wünscht, von seiner Mutter geliebt zu werden. Auch die anderen Nebenfiguren wie z.B. Jen fand ich sehr gelungen und sympathisch, man merkt aber auch, dass sämtliche andere Figuren in der Geschichte große Probleme haben.

Über das Ende kann man sich sicherlich streiten. Auf der einen Seite finde ich es sehr gelungen und auch romantisch, auf der anderen Seite mochte es für mich nicht so ganz passen, da ich Fable und Drew zuvor ein wenig anders eingeschätzt hätte. Der Showdown mit einer ganz bestimmten Person fand ich dagegen richtig klasse und auch die einzige Möglichkeit, um noch ein gewisses Happy End zu erzeugen.

Mittlerweile ist die Geschichte rund um Fable und Drew in sich abgeschlossen, von daher werden Drew und Fable im dritten Band „Verletzte Gefühle“ wohl nur eine kleine Rolle spielen, denn hierbei geht es hauptsächlich um Colin, der Fables neuer Boss ist und höchstwahrscheinlich um Jen, Fables sympathische Freundin.

Das Cover ist wieder einmal sehr schön und besonders Fable wird hier gut dargestellt. Das erste Cover hat mir zwar auch sehr gefallen, allerdings blieb mir Fable dort noch etwas fremd. Das Model, das sie allerdings jetzt auf dem Cover verkörpert, ist nahezu perfekt, sodass ich hiermit sehr zufrieden bin. Die Kurzbeschreibung ist dagegen ein wenig schwammig, allerdings spoilert es nichts aus dem ersten Band, sodass auch diese im Endeffekt gelungen ist.

Mit dem zweiten Band der „Together Forever“-Reihe hat die Autorin insgesamt alles richtig gemacht: Die Figuren haben sich sehr gut weiterentwickelt, die Geschichte wird authentisch weitergestrickt, ohne sich dabei an zu vielen Klischees zu bedienen und auch sonst besticht die Geschichte mit vielen interessanten Ideen, sodass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Ich kann es demnach nur empfehlen und hoffe, dass Drew und Fable noch viele Fans finden werden.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wunderbare Geschichte

Verletzte Gefühle
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Auf den dritten Band der „Together Forever“-Reihe habe ich mich ganz besonders gefreut, denn bislang hatte ich sehr großen Spaß an der Reihe und habe Fable und Drew sehr ins Herz geschlossen. Nun sind ...

Auf den dritten Band der „Together Forever“-Reihe habe ich mich ganz besonders gefreut, denn bislang hatte ich sehr großen Spaß an der Reihe und habe Fable und Drew sehr ins Herz geschlossen. Nun sind allerdings Colin und Jen an der Reihe, die man ebenfalls schon aus dem zweiten Band kannte und ich hatte große Hoffnungen, dass mich auch Jen und Colin mit ihrer Geschichte überzeugen werden.

Nun, ich fand Jen und Colin zwar sympathisch und fand es auch toll, dass man die beiden Figuren näher kennen lernen durfte, allerdings wurde ich mit ihnen leider längst nicht so warm wie mit Fable und Drew. Diese kommen in diesem Band zwar auch wieder vor, da besonders Fable mit Jen befreundet ist, allerdings halten sie sich dabei sehr im Hintergrund, was ich ein wenig bedauerlich fand.

Dennoch ist die Geschichte alles andere als schlecht, denn Monica Murphy konnte mich wieder einmal mit ihrem lockeren und leichten Schreibstil und ihren vielen Ideen von sich überzeugen. Die Dialoge zwischen Colin und Jen fand ich zum Teil zwar sehr eintönig, vor allem, weil sie sich stellenweise sehr im Kreis gedreht haben, allerdings hat es die Autorin dennoch geschafft, dass man sie besser kennen lernt.

Jen und Colin haben es in ihrem Leben alles andere als leicht. Colin hat sein Berufsleben zwar bestens im Griff und besitzt gleich mehrere Restaurants, allerdings ist sein Privatleben ein einziges Chaos. Er kann nicht offen zu Gefühlen stehen, hat seine ganz eigenen Geheimnisse und wird in der Nacht immer wieder von Träumen geplagt, in denen Jens verstorbener Bruder die Hauptrolle spielt. Auch Jen leidet unter den Tod ihres Bruders, versucht aber dennoch ihr Leben weiter zu leben, was Colin dagegen nicht schafft. Dadurch herrscht bei den beiden, die nicht nur zusammen arbeiten, sondern auch zusammen wohnen, das reinste Chaos.

Manchmal war es wirklich schwer, die beiden voll und ganz ins Herz schließen, denn am liebsten hätte ich ihnen mal kräftig die Meinung gesagt. Sie machen sich das Leben immer wieder unnötig schwer, drehen sich ständig im Kreis und es dauert geradezu eine gefühlte Ewigkeit, bis sie endlich offen zueinander sind. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin die Geschichte nicht künstlich in die Länge gezogen hätte, denn dies war meiner Meinung nach vollkommen unnötig. Es ist zwar schön, wenn man Figuren eine gewisse Zeit gibt, allerdings empfand ich es stellenweise als sehr anstrengend, Colin und Jen bei ihrem Gefühlswirrwarr zu begleiten.

Das Cover passt sehr gut zur bisherigen Reihe und abgebildet sind dabei Jen und Colin. Ich habe mir die beiden Figuren zwar deutlich anders vorgestellt, allerdings kann ich mit den beiden Models auf dem Cover sehr gut leben. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt dazu animiert, dieses Buch lesen zu wollen.

Insgesamt ist „Verletzte Gefühle“ ein gelungener dritter Band der „Together Forever“-Reihe, allerdings muss ich zugeben, dass ich die ersten beiden Bände besser fand, da ich mit Jen und Colin leider nicht warm wurde. Dennoch konnte mich die Geschichte auf weiten Strecken gut unterhalten, sodass man auch diesen Band unbedingt lesen sollte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schöner Abschluss

Unendliche Liebe
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Nachdem ich bereits die ersten drei Bände der „Together Forever“-Reihe regelrecht verschlungen habe, war ich schon sehr gespannt auf „Unendliche Liebe“, den letzten Band der Reihe. Da diese Geschichte ...

Nachdem ich bereits die ersten drei Bände der „Together Forever“-Reihe regelrecht verschlungen habe, war ich schon sehr gespannt auf „Unendliche Liebe“, den letzten Band der Reihe. Da diese Geschichte vier Jahre nach den bisherigen Bänden spielt, habe ich mich schon sehr auf einen erwachsenen Owen gefreut und hatte somit riesengroße Erwartungen.

Diese wurden zum Glück auch erfüllt, denn Monica Murphy hat hier wieder einmal eine wunderbare Geschichte voller Liebe und Drama geschaffen, die mir sehr gut gefallen hat un durch die ich nur so geflogen bin. Wie immer sind hierbei sehr viele Zitate enthalten und die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Chelsea und Owen erzählt, sodass man sie gleichermaßen gut kennen lernen darf. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und obwohl man Owens Leben um ganze vier Jahre übersprungen hat, war er mir dennoch schnell wieder vertraut, sodass ich seine Entwicklung sehr gerne beobachtet habe.

Neben Owen lernt man auch Chelsea genauer kennen. Sie ist in der „Together Forever“-Reihe bislang noch nicht vorgekommen, allerdings passt sie so gut zu den anderen Figuren, sodass ich sie direkt ins Herz geschlossen habe. Sie ist sehr ehrgeizig, ohne dabei allerdings unsympathisch zu wirken und musste in ihrem Leben bereits einiges durchmachen, was man ihr auch schnell anmerkt. Gleichzeitig gibt es auch ein Wiedersehen mit der wunderbaren Fable und Drew, die ihre kleine Familie mittlerweile erweitert haben.

Owen hat sich in den letzten vier Jahren stark verändert. Aus dem echt toughen Jungen, der nur seine Mutter und Schwester beeindrucken möchte, ist ein kleiner Bad Boy geworden, der sich mit vielen Frauen abgibt und diese genauso schnell wieder abserviert. Dazu hat er eine Leidenschaft fürs Kiffen entwickelt und schlägt sich mittelmäßig auf dem College herum, ehe er Chelsea, seine Nachhilfelehrerin, begegnet. Dabei ist es sehr interessant zu sehen, wie langsam sie alles miteinander angehen lassen und wie viele Geheimnisse zwischen ihnen stehen, stellenweise scheint es so, als seien es zu viele…

Interessant ist hierbei auch, dass das Verhältnis zwischen Owen und seiner Mutter neu thematisiert wird. Diese hat ihre Kinder bereits früh verlassen, sodass Fable Owen quasi alleine großgezogen hat. Hierbei ist es besonders spannend zu sehen, wie Owen mit seiner Mutter in der Gegenwart umgeht und was sich dabei mehr oder weniger verändert hat.

Somit steht hier nicht nur eine Liebesgeschichte im Raum, sondern auch eine Familiengeschichte, bei der nicht nur das schwierige Verhältnis zwischen Owen und seiner Mutter aufgerollt wird, sondern auch dass von Chelsea und ihrem Vater, der die Familie ebenfalls früh verlassen hat. Dies ist eine mehr als gute Mischung und zeigt, wie sehr sich Owen und auch Chelsea im Laufe der Zeit entwickeln, wenn sie sich im Laufe der Geschichte immer mehr öffnen.

Das Cover passt sehr gut zur bisherigen Reihe und abgebildet sind dabei Owen und Chelsea. Ich habe mir hierbei Owen zwar deutlich anders vorgestellt, allerdings ist Chelsea nahezu perfekt getroffen. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt dazu animiert, „Unendliche Liebe“ lesen zu wollen.

Kurz gesagt: „Unendliche Liebe“ ist ein nahezu perfekter Abschluss einer wunderbaren Reihe, die mich immer wieder berühren und faszinieren konnte. Ich werde fast alle Figuren schmerzlich vermissen und freue mich bereits auf weitere Bücher von der talentierten Autorin.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Großartiger Auftakt

Crave - Ich will dich!
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Ich liebe Geschichten von Monica Murphy und habe bislang jedes Buch von ihr verschlungen, von daher habe ich mich schon sehr auf „Crave – Ich will dich!“ gefreut, da man hier auch eine andere, deutlich ...

Ich liebe Geschichten von Monica Murphy und habe bislang jedes Buch von ihr verschlungen, von daher habe ich mich schon sehr auf „Crave – Ich will dich!“ gefreut, da man hier auch eine andere, deutlich erotischere Seite der Autorin erleben darf. Somit war es auch schon fast kein Wunder, dass ich das Buch nahezu in einem Rutsch durchgelesen habe.

Die Geschichte wird flott erzählt, sodass ich die Geschichte wieder einmal viel zu schnell ausgelesen habe. Gleichzeitig wird die Geschichte sehr prickelnd erzählt, sodass man hier deutsch mehr erotische Szenen als z.B. bei ihrer „Together Forever“-Reihe erwarten darf. Dies ist zwar eine vollkommen andere Seite der Autorin, allerdings hat mir diese auch ganz gut gefallen, da Monica Murphy einfach unfassbar viel Talent besitzt. Da die Geschichte zudem abwechselnd aus der Sicht von Ivy und Archer erzählt wird, lernt man die Figuren sehr gut kennen.

Im ersten Band der „Billionaire Bachelors Club“-Trilogie geht es um Archer, der mit seinen beiden besten Freunden Gage und Matt eine Wette abschließt. Hierbei geht es darum, wer der Erste ist, der sich von ihnen verliebt und eine feste Beziehung eingeht und heiratet. Für Archer, der sich noch nie auf eine ernsthafte Beziehung eingelassen hat, scheint dies ein Kinderspiel zu ein, allerdings hat er die Rechnung ohne Ivy, der Schwester seines besten Freundes Gage gemacht…

Archer und Ivy haben mir dabei wirklich gut gefallen. Archer wirkt nach außen hin wie ein unnahbarer Macho, der zwar meistens eine Frau an seiner Seite hat, die er allerdings auch genauso schnell wieder loswerden möchte. Als erfolgreicher Hotelier hat er bereits mit unter 30 Jahren Karriere gemacht, allerdings möchte er nun ein zweites eröffnen, bei dem er allerdings ausgerechnet Ivys Hilfe benötigt, die als Innenarchitektin arbeitet. Diese wirkt auf den ersten Blick sehr zerbrechlich, ist aber durchaus tough und kann sich sogar gegen Archer durchsetzen.

Die Liebesgeschichte, um die es hier fast ausschließlich geht, wirkt authentisch und ist sehr prickelnd geschrieben, gleichzeitig besitzen die Figuren aber auch sehr viel Tiefe, was man bei dem Genre nicht zwingend immer erwarten darf.

Allerdings gibt es auch zwei kleinere Kritikpunkte, die mich dann doch ein wenig gestört haben: Zum einen ist der Verlauf der Geschichte sehr vorhersehbar. Ich wurde zwar durchgehend unterhalten, allerdings hat mir hier die ein oder andere Überraschung gefehlt. Zum anderen hat mich gestört, dass in diesem Buch quasi kein Dialog stattfinden kann, ohne das irgendeiner der Figuren dabei ständig die Augenbrauen anhebt. Es ist ja durchaus in Ordnung, wenn man dies ab und zu erwähnt, auf jeder zweiten Seite hätte ich dies allerdings nicht gebraucht.

Das Cover ist sehr sinnlich und passt gut zur Stimmung, die hier zum Großteil vorherrscht, von daher ist es insgesamt definitiv schön anzusehen. Die Kurzbeschreibung ist in Ordnung, verrät aber meiner Meinung nach schon fast zu viel.

Kurz gesagt: Auch wenn „Crave – Ich will dich!“ praktisch von der ersten Seite an vorhersehbar ist, wurde ich dennoch gut unterhalten und habe eine wunderschöne Liebesgeschichte erhalten, die mit interessanten und liebenswerten Figuren und prickelnder Erotik gespickt ist. Mir hat das Buch somit gefallen und ich freue mich bereits auf die anderen beiden Bände.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Enttäuschendes Ende

Das Tal. Die Entscheidung
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Die „Das Tal“-Reihe gehörte in den letzten knapp vier Jahren zu meinen absoluten Lieblingen. Jeder Band wurde sehnlichst erwartet und somit war es kein Wunder, dass ich jedes Buch direkt nach seiner Veröffentlichung ...

Die „Das Tal“-Reihe gehörte in den letzten knapp vier Jahren zu meinen absoluten Lieblingen. Jeder Band wurde sehnlichst erwartet und somit war es kein Wunder, dass ich jedes Buch direkt nach seiner Veröffentlichung verschlungen habe. Ich muss jedoch auch zugeben, dass meine Vorfreude auf „Die Entscheidung“ immer mehr verpufft ist, da der Band gleich mehrfach verschoben wurde. Als der letzte Band der Reihe dann endlich veröffentlicht wurde, musste ich es natürlich direkt lesen, bin dann jedoch sehr schnell enttäuscht gewesen, da das Buch meine hohen Erwartungen nicht gerecht werden konnte.

An sich bin ich bei einem letzten Band einer Reihe immer sehr nachsichtig, da ich mich immer darauf einstelle, dass man eventuell nicht alle Antworten auf seine Fragen erhalten wird und auch sonst nicht alles so ablaufen wird, wie man es sich im Vorfeld vielleicht erhofft hat. Was ich aber bei „Die Entscheidung“ gelesen habe, hat mich in vielerlei Hinsicht enttäuscht. Da ist z.B. der Schreibstil, der mir dieses Mal komischerweise nur bedingt gefallen hat. Krystyna Kuhn kann normalerweise sehr gut mit Worten umgehen, jedoch wirkt dieser Band eher lieblos heruntergeschrieben, sodass von Spannung nicht viel zu erkennen war. Auch die Dialoge wirkten stellenweise recht flach, was mich besonders bei Katie und Robert enttäuscht hat, da ich deren Dialoge eigentlich immer wahnsinnig interessant fand. Dazu wurde mir von Frau Kuhn viel zu wenig aufgelöst und am Ende hatte ich noch mehr Fragen als vorher. Auf einer Seite steht sogar, dass man manche Dinge nicht zu erklären braucht. Dies ist zwar nur ein Gedanke einer Figur, aber dennoch hätte ich als Leserin schon sehr gerne ein paar Erklärungen gehabt, damit ich manche Geschehnisse besser hätte nachvollziehen können.

Dazu hat mich die Geschichte an sehr vielen Stellen an die TV-Serie „LOST“ erinnert. Wer die Serie kennt und besonders die vierte bis sechste Staffel verfolgt hat, wird hierbei unzählige Gemeinsamkeiten finden, die bei mir nur für Kopfschütteln gesorgt haben. Ich habe mal gelesen, dass die Autorin stellenweise von der Serie inspiriert wurde, wenn ich jedoch so sehe, was aus der Serie alles mehr oder weniger übernommen wurde, dann frage ich mich, wie viele eigene Ideen am Ende tatsächlich noch vorhanden waren.

Ja, ich bin enttäuscht. Ich habe diese Reihe wirklich geliebt und immer wieder entgegengefiebert, aber nach diesen Entwicklungen und dem recht enttäuschenden Ende bin ich dann doch eher ernüchtert und habe das Buch mit sehr gemischten Gefühlen beendet. Ich möchte jetzt nicht unbedingt sagen, dass das Buch wirklich schlecht ist, aber ich habe nicht die Antworten erhalten, die ich zuvor noch erwartet habe. Dazu hätte die Reihe deutlich weniger an „LOST“ erinnern müssen, denn besonders zum Ende hin, konnte ich immer mehr erahnen, worauf die Geschichte hinauslaufen wird und dies ist für die Spannung und dem weiteren Verlauf nahezu tödlich.

Auch die Entwicklung einiger Figuren hat mich zutiefst enttäuscht. Ich bin zwar sehr froh darüber, dass die Geschichte wieder einmal aus der Sicht von Katie und Robert erzählt wird, aber dennoch habe ich – besonders über Robert – nur sehr wenig erfahren. Man erfährt zwar, dass Robert bereits im Vorfeld sehr viel geahnt und gewusst hat, allerdings wird nie so ganz darauf ausgegangen, woher er dies alles wusste. So hat er zwar immer an alles geglaubt, aber die Frage nach dem großen Warum wurde nicht einmal ansatzweise beantwortet, sodass ich auch nach acht Bänden das Gefühl habe, dass ich Robert leider nie wirklich kennenlernen durfte. Bei Katie ist dies dagegen anders. Sie hat sich besonders in diesem Band mehrfach geöffnet, sodass ich mehr über ihre Schwächen und Ängste erfahren durfte. Andere Charaktere, wie z.B. Rose, David, Benjamin, Debbie und Julia blieben dagegen äußerst schwach und Julia blieb während der gesamten Geschichte bis auf wenige kleine Sätze nahezu stumm. Lediglich Chris durfte hierbei noch ein paar Sätze mehr sagen, allerdings sind diese nicht unbedingt aussagekräftig, sodass sämtliche Figuren, bis auf Katie, einen Rückschritt gemacht haben.

Ich habe bereits in meiner Rezension zum vorletzten Band der Reihe geschrieben, dass ich mir zum Ende hin einen ganz großen Knall wünsche. Ich wollte ein Ende haben, an das ich mich noch lange zurückerinnern kann, ein Ende, dass ich nicht erwartet hätte und ein Ende, dass mich mit der Reihe nur noch mehr verbunden hätte, aber leider blieb dies aus. Ich möchte nun wirklich nicht behaupten, dass das Buch schlecht sei, denn dies ist es wahrlich nicht. Es ist nur so, dass das Buch einen ganz anderen Verlauf genommen hat, als ich es mir erhofft habe. Natürlich war besonders in der zweiten Staffel zu erkennen, dass die Geschichte immer mehr Fantasy-Elemente mit sich brachte, dass das Ende dann aber doch so phantasiereich ist, hätte ich nicht gedacht.

Das Cover ist wieder einmal schön und passend zur Reihe. Zwar kann man sich über die Farbgestaltung dabei streiten, aber immerhin bin ich froh, dass man dem Coverstil treu geblieben ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls in Ordnung, allerdings hätte man sich den letzten Satz sparen können, denn dieser macht die Geschichte spannender, als sie eigentlich ist und somit kann man von der Geschichte schnell enttäuscht sein.

Es fällt mir ehrlich gesagt sehr schwer, eine faire Bewertung für „Die Entscheidung“ abzugeben, da ich anscheinend viel zu hohe Erwartungen hatte und mir ein Ende gewünscht habe, dass es wahrscheinlich nur im Bilderbuch gegeben hätte. Würde ich dieses Buch als Stand Alone bewerten, wäre es sicherlich ein Flop, da ich es aber als Teil eines Ganzen sehe, muss ich zugeben, dass man diesen Band unbedingt gelesen haben muss, da schon sehr viele, aber nicht alle Fragen beantwortet werden. Es wird sicherlich Leser geben, die mit diesem Ende mehr als zufrieden sind, andere, wie z.B. ich, werden eher enttäuscht sein. Ich bin jedenfalls froh, dass ich fast vier Jahre als Gast im Tal sein durfte und bin auf weitere Bücher von Krystyna Kuhn gespannt.