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Kristja

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Unter Feinden

Silver Elite
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Wren lebt in einer Welt, in der Fähigkeiten wie ihre den Tod bedeuten, weswegen sie mit falschem Namen auf einer Ranch lebt. Ihr Onkel Jim hat ihr von Anfang an beigebracht vorsichtig zu sein und ihr sehr ...

Wren lebt in einer Welt, in der Fähigkeiten wie ihre den Tod bedeuten, weswegen sie mit falschem Namen auf einer Ranch lebt. Ihr Onkel Jim hat ihr von Anfang an beigebracht vorsichtig zu sein und ihr sehr vieles gelehrt. Die Fähigkeiten zeichnen sich unter anderem durch ein Blutmal und dazu bei Nutzung durch silberne Adern aus. Doch da ist Wren schon anders, denn bei ihr leuchten ihre Adern nicht auf. Außerdem gibt es verschiedenste Fähigkeiten, die ein sogenannter Modifizierter haben kann. Wren hat auch gleich mehrere, wobei sie nur wenige davon nutzt. Das fand ich schon interessant, wobei das am Anfang recht viele Informationen auf einmal waren. Es wurde besser als dann kleine Sequenzen aus der Vergangenheit kamen, wo sie gelernt hat manche davon zu nutzen. Viel waren auch wie die ganzen Namen in ihrem Bezirk, wo auch das Rebellen-Netzwerk Uprising tätig ist.

Die Story startet schnell in das Geschehen und Wren gerät mit einer Aktion in den Fokus der Company. Ihr Onkel wird festgenommen und sie versucht ihn zu retten, was nur dafür sorgt, dass auch sie gefangen genommen und verhört wird. Doch genau darauf wurde sie immer vorbereitet und entsprechend gut schafft sie es dem standzuhalten. Doch der Captain ist immer noch skeptisch und schleust sie in die Silver-Elite Ausbildung, wo er sie im Auge haben kann. Captain Cross ist am Anfang ein richtiges Mysterium, das ich sehr interessant fand. Die Silver-Elite ist dafür verantwortlich Modifizierte zu finden und zu töten. Von daher ist sie ab jetzt nur unter Feinden. Sie versucht alles, um dort rauszukommen, provoziert die Ausbilder, stellt sich doof an, aber er lässt sie nicht gehen, solange er nicht weiß, was er von ihr halten soll.

In der Ausbildung findet sie trotz dessen, dass sie eigentlich Feinde sind, zwei Freunde. Niemand weiß von ihren Fähigkeiten. Aber es gibt auch das andere Extrem. Jemand der, ohne zu zögern, auf Verdacht tötet. Außerdem muss sie sowieso vorsichtig sein. Durch ihre Aktionen erhalten sie oft Gruppenstrafen, was den Zorn der anderen auf sie zieht. Die Ausbildung selbst fand ich tatsächlich ziemlich interessant und spannend gestaltet. Es gibt die typische Grüppchenbildung und einige echt brutale Charaktere. Wren überlegt sich verschiedene Dinge, um da rauszukommen. Sie wirkt klug und tough. Leider wurde sie aber oft nur auf ihren Körper reduziert. Alle starren sie nämlich ständig an. Das fand ich zu viel.

Es gibt einige interessante Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Man darf wirklich niemandem vertrauen. Aber es gab auch genug Wendungen, die vorhersehbar waren. Die eine war mir von Anfang an klar, echt schade. Der Liebesgeschichte konnte ich auch nicht viel abgewinnen. Denn es war die meiste Zeit nur körperliche Anziehung. Ich fand das viel zu künstlich erzeugt und fand den Spice nicht spicy. Erst später wurde es besser als sie auch mal geredet und sich kennengelernt haben. Nur dann hat Wren angefangen total dumme Dinge zu tun. Das hat überhaupt nicht zu der Wren vom Anfang gepasst und hat mich echt genervt. Sie ist nämlich eigentlich nicht naiv, aber zum Ende dann sehr extrem. Dafür ist Kaine ein Charakter, den ich sehr mag und der mich mehr als einmal positiv überrascht hat.

Fazit:

Die Story-Idee fand ich interessant und auch, bis auf den Informationsüberfluss am Anfang, gelungen. Besonders die Ausbildung war spannend gehalten. Die Liebesgeschichte allerdings hat mir gar nichts gegeben, da war zwischen Wren und wem anders mehr Spannung. Besonders schlimm fand ich, wie sie sich dadurch verändert hat. Leider blieben auch die meisten Charaktere recht oberflächlich und blass. Vielleicht auch, weil der Fokus sehr auf der Liebesgeschichte lag. Viele Szenen wurden davon nämlich überschattet.

3.5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.10.2025

Cozy

The Penguin Paradox
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Eine cozy romantische Liebesgeschichte mit Pinguinen? Dazu noch wissenschaftliche Protagonisten? Auch das Cover ist ein absoluter Hingucker. Leider muss ich aber sagen, dass ich vom Inhalt doch etwas enttäuscht ...

Eine cozy romantische Liebesgeschichte mit Pinguinen? Dazu noch wissenschaftliche Protagonisten? Auch das Cover ist ein absoluter Hingucker. Leider muss ich aber sagen, dass ich vom Inhalt doch etwas enttäuscht bin. Es war gut, keine Frage. Aber die Protagonistin hat es mir sehr schwer gemacht. Emerie forscht an den Verhaltensweisen von Adeliepinguinen und will beweisen, dass die gar nicht so monogam sind, wie man immer behauptet. Dabei hasst sie Pinguine. Die erinnern sie nämlich an ihre Vergangenheit, wo sie es nicht ganz so einfach hatte und diese als Vergleich dienten. Aber das erklärt oder entschuldigt ihr Verhalten halt einfach nicht.

Spontan darf sie an einer Expedition zur Star White in der Antarktis teilnehmen. Wie cool, sowas würde ich auch gerne mal machen. Doch es ist auch Beckett dabei, den sie absolut nicht ausstehen kann und das auch in dem Fragebogen, den sie ausfüllen muss, zum Ausdruck gebracht hat. Geht gar nicht. Ich muss sagen, ich habe nicht verstanden, warum sie so einen Hass auf ihn hat. Sie ist voller Vorurteile und gibt ihm überhaupt keine Chance. Und das auf der Arbeit. Das finde ich schon sehr unprofessionell. Besonders weil er immer mal wieder versucht hat, das Eis zu brechen. Bis er irgendwann einfach angefangen hat, sie zu ärgern. Denn er fand sie schon von Anfang an interessant. Von daher muss ich sagen, dass ich Emerie sehr unsympathisch fand und entsprechend schwer Zugang zu ihr gefunden habe. Beckett dagegen ist wirklich total lieb und einfach ein guter Mann. Ich verstehe nicht, warum er sich so von ihr behandeln lässt.

Denn auch wenn Beckett wieder Nähe sucht, sucht sie Abstand und das sehr übertrieben. Trotzdem verbringen sie nun mehr Zeit miteinander und sie muss feststellen, wie viel Falsches sie über ihn angenommen hat und er gar nicht so schlimm ist, wie sie dachte. Da sie auch immer wieder zusammenarbeiten müssen, reden sie mehr und lernen sich kennen. Aber mir fehlten trotzdem die Funken. Ja, er war für sie da und sie öffnet sich. Aber für mich war das ein zu schneller Wechsel von „Er ist so schlimm“ zu „Ich will ihn“. Das hat mich leider nicht abgeholt. Auch die weitere Annäherung fand ich nicht so richtig glaubwürdig. Dafür gab es aber ein paar wirklich süße und auch kitschige Momente. Das Drama zum Ende hin war leider mehr als absehbar. Aber das hat mich nicht so sehr gestört wie die Tatsache, dass alle meinten, Beckett hätte überreagiert, wenn Emerie so einen Mist gebaut hat. Verstehe ich überhaupt nicht.

Die White Star fand ich total schön beschrieben und gibt einem eine total gemütliche Atmosphäre. Das Team dort vor Ort harmoniert gut und verstärkt das Gefühl noch. Der Alltag auf der White Star war einfach schön. Außerdem fand ich auch die Forschung von Emerie total interessant, genau wie die ganzen Fakten und hautnahen Beobachtungen der Pinguine. Aber auch die Forschung von Beckett hat mich abgeholt. Generell fand ich es richtig süß, dass Beckett sich auch so für ihre Forschung interessiert hat.

Fazit:

Eine cozy Liebesgeschichte und Pinguine. Ich fand das Thema von Emeries Forschung total interessant und fand es super, dass die Pinguine hier auch so viel Raum bekommen haben. Die Liebesgeschichte selbst konnte mich nicht so abholen. Das liegt aber vor allem daran, dass Emerie sich bei mir sehr unbeliebt gemacht hat. Ich finde sie unprofessionell, voller Vorurteile und unsympathisch. Beckett ist der absolute Gegensatz zu ihr. Das Setting fand ich dafür umso schöner und hatte eine sehr gemütliche Atmosphäre.

3/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2025

Absolut fesselnd

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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Ich bin recht vorbehaltlos an das Buch herangetreten, weil ich das Cover und den Klappentext interessant fand. Doch ich muss sagen, ich bin mehr als positiv überrascht. Scar ist eine gute Diebin, insbesondere ...

Ich bin recht vorbehaltlos an das Buch herangetreten, weil ich das Cover und den Klappentext interessant fand. Doch ich muss sagen, ich bin mehr als positiv überrascht. Scar ist eine gute Diebin, insbesondere weil sie ihre Gestalt wandeln kann. In Lethia verdient sie sich damit ihren Lebensunterhalt. Lethia ist ein Königreich, das aus sieben Ringen besteht, wobei natürlich die Lebensqualität nach innen hin steigt. In der Welt gibt es verschiedenste Arten von Dämonen, wobei auch hier der innere Ring am besten geschützt ist. Bei einem Raubzug für ein magisches Artefakt, muss sie sogar ins Königshaus. Doch es geht etwas schief und der König fasst sie. Es bricht ein Kampf aus, bei dem schon die Funken sprühen.

Sowohl König Ren als auch Scar sind zwei sehr toughe Protagonisten, die sich nichts schenken. Bei ihrer Befragung, bei der sie nichts preisgibt, sieht er in ihr eine Möglichkeit und so bietet er ihr einen Deal, den sie natürlich annimmt. Immerhin ist die Alternative der Tod. Also gibt sie sich von nun aus als seine Verlobte Eden aus. Von Anfang an macht Scar ihm das Leben schwer und provoziert Ren, was ich schon recht amüsant fand. Es passt einfach so zu ihrem Charakter. Genau wie das Genießen der Annehmlichkeiten einer Prinzessin. Doch auch sie muss sich nun einigen Herausforderungen stellen. Ohne sich mit den ganzen Erzfürsten auseinandergesetzt zu haben, wird sie direkt Situationen ausgesetzt, wo ziemlich viel schief gehen kann. Sie ist aber klug genug diese Situationen für sich zu nutzen und den anderen Informationen zu entlocken. Auch wenn es echt viele Namen auf einmal sind. Außerdem freundet sie sich mit ihrer Zofe an, die auch sehr sympathisch ist.

Die Farce müssen sie bis zur Hochzeit aufrechterhalten und versuchen möglichst unauffällig zu bleiben. Als wäre das nicht schon schwer genug, scheint es jemand auf die beiden abgesehen zu haben. Es gibt mehrere Anschläge, die teilweise auch Scar verhindert, wodurch sie aber deutlich stärker in den Fokus gerät. Ich fand es authentisch, dass Ren und Scar sich dadurch angenähert und angefangen haben zusammenzuarbeiten. Besonders Scar hat viel recherchiert und sich mit den Artefakten auseinandergesetzt. Das fand ich gut gemacht, da man so die Welt mehr kennenlernen konnte. Es war eine gute Mischung zwischen Alltag einer verlobten Prinzessin, Recherche, Kämpfe und Annäherung.

Das Ende hat mich dann nochmal richtig überzeugt. Auch wenn die ein oder andere Wendung vorhersehbar war, wurde es ziemlich gut umgesetzt. Und das Beste ist, es kamen noch ganz andere Wendungen, die ich überhaupt nicht erwartet habe. Jetzt kann ich es kaum erwarten Band zwei in den Händen zu halten.

Fazit:

Absolut fesselnd. Scar und Ren sind zwei toughe Protagonisten, die nicht nur sympathisch, sondern auch authentisch sind. Die Welt ist interessant gestaltet, auch wenn man mit sehr vielen Namen geflutet wird. Sie bietet aber einiges an Potential. Die Storyline ist richtig gut. Man startet schnell in das Geschehen, die Enemy-To-Lovers-Vibes sind direkt da und ich liebe die Dynamik der beiden. Und das ganze gespickt mit Plot Twists, die man überhaupt nicht kommen sieht.

5/5 Sterne

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2025

Flop

Honeybridge. All Mine
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Nach der Scheidung von ihrem Ex-Mann, erfüllt sich Isabella Tucci endlich ihren Traum und kauft in Honeybridge ein Lokal, in dem sie ihr eigenes Restaurant eröffnen will. Von Männern hat sie nach dem Betrug ...

Nach der Scheidung von ihrem Ex-Mann, erfüllt sich Isabella Tucci endlich ihren Traum und kauft in Honeybridge ein Lokal, in dem sie ihr eigenes Restaurant eröffnen will. Von Männern hat sie nach dem Betrug von ihrem Ex erst mal genug. Sie will sich ein Jahr lang nur auf sich und ihre Karriere konzentrieren. Voller Tatendrang startet sie in die Renovierungen, was ich richtig nachempfinden konnte. Doch kaum geht es los, gehen auch schon die ersten Dinge schief. Und leider fand ich das hier schon total künstlich und gewollt. Denn natürlich fängt es mit einem Wasserrohrbruch an und sie hat ein dünnes weißes Shirt an, mit dem sie nun zum Nachbarn muss. Etienne, ihr Nachbar, der ein eigenes kleines Lokal hat, hilft ihr aus und sie lernen sich kennen.

Etienne ist ein Aufreißer, der nichts schnell anbrennen lässt, aber keine zwei Mal will. Entspricht also dem totalen Buch-Playboy-Klischee. Doch Isabella bleibt ihrem Vorsatz treu und geht ganz am Anfang nicht so richtig auf seine Flirt-Versuche ein. Er gibt nicht auf. Was ich aber hier schon wieder unrealistisch fand ist, dass er nun keine andere will. Jetzt schon. Von einer Seite auf die andere. Das war kein Prozess. Stattdessen versucht er es noch energischer bei Isabella und das war mir viel zu viel. Und ja, teilweise cringe. Ich lecke doch Leuten, die ich nicht kenne, das Handgelenk ab? Superseltsam. Entsprechend fand ich die meisten Szenen nicht wirklich spicy. Von Funken kann leider erst gar nicht die Rede sein. Man sollte auch meinen, dass erwachsene Menschen merken, wenn sie sich verlieben, und sich selbst nicht so komische Fragen stellen, als wären sie 15. Das war schon sehr klischeehaft, weswegen ich doch öfter mal die Augen verdreht habe.

Die Kleinstadt-Vibes sind bei mir auch nicht so richtig angekommen, obwohl jeder jedem hilft. Es wirkte alles viel zu gewollt, künstlich und zu schnell. Isabella hat direkt neue beste Freundinnen gefunden. Und dann jagt ein Event das nächste, um neue spicy Szenen zu erzeugen. Dabei hätten manche Themen wirklich interessant werden können, hätte man ihnen denn den Raum gegeben. Aber es geht eben doch nur darum, dass sie sich wieder nahe kommen und Isabella am Ende einen Rückzieher macht. Dann wird direkt das nächste Event gestartet. Ich hätte mir mehr von der Restaurant-Eröffnung und dem Alltag gewünscht. Denn auch als sie mal die Konkurrenz auskundschaftet, wird nur der Besuch in Etiennes Lokal beschrieben, was ich sehr schade fand. Generell geht es auch in den Freundesgruppen nur um das Eine. Man sollte meinen, die Leute hätten mit Mitte 30 auch andere Themen, über die man mal reden kann. Aber die haben sich alle verhalten wie Teenager. Leider hat auch das Ende mit der Spannung das Buch nicht mehr retten können. Denn diese Wendung hat sich schon lange vorher abgezeichnet und hatte dann meiner Meinung nach einige Unstimmigkeiten. Und wieder, ich erwarte von Erwachsenen ein Gespräch und nicht so ein Verhalten. Generell wurde das Ende nochmal total klischeehaft aufgeblasen, war einfach nur drüber.


Fazit:

Für mich war das Buch leider ein Flop und ich belasse es nun beim ersten Band. Etienne und Isabella harmonieren meiner Meinung nach nicht wirklich. Die ganze Storyline zielt auf den nächsten intimen Moment der beiden ab und die sind oft eher seltsam als spicy. Es werden viel zu viele Themen angeschnitten und keine erhält so richtig Raum zum Entfalten, weswegen alles zu gewollt wirkt. Auch die Entwicklung der Charaktere erfolgt zu abrupt und damit unauthentisch, außerdem verhalten die sich generell eher wie Teenager und nicht wie Erwachsene mit eigenem Lokal. Es plätscherte alles vor sich hin und das Ende war vorhersehbar und hat keine spannende Wendung gebracht, stattdessen war sie leider einfach nicht stimmig und eher drüber.

2/5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Seicht

Creekside Haven - Eine Liebe, die bleibt
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Summer kommt ursprünglich aus einer Kleinstadt, aber schon immer wollte sie da weg und ein Großstadt-Mädchen sein. Und sie hat es geschafft. Sie lebt in Toronto und arbeitet als Projektmanagerin in einer ...

Summer kommt ursprünglich aus einer Kleinstadt, aber schon immer wollte sie da weg und ein Großstadt-Mädchen sein. Und sie hat es geschafft. Sie lebt in Toronto und arbeitet als Projektmanagerin in einer großen Firma. Als ihr Chef ihr eine Beförderung in Aussicht stellt, zögert sie also nicht lange und sagt dem neuen Projekt zu. Auch wenn sie das wieder in eine Kleinstadt führt, bei der sie die Besitzerin eines Bed & Breakfast davon überzeugen soll zu verkaufen. So weit, so gut.

Auf dem Weg dahin trifft sie auch schnell auf Jaxon, einem Vollblut-Kleinstädter, der ihr bei einer Panne auch direkt hilft. Leider fand ich dieses erste Aufeinandertreffen und auch die nachfolgenden so gar nicht gelungen. Summer ist total pampig und wirkt leider ziemlich arrogant. Ein Knistern war da also nicht zu spüren. Aber auch Jaxon haut einiges raus, was voll von Vorurteilen ist und teilweise sehr herablassend. Würde man das so bei Fremden machen? Ich weiß nicht. Doch sie treffen sich oft wieder. Denn das Bed & Breakfast gehört seiner Mutter, wo er auch viel aushilft. Auch seine Tochter Hazel ist dort oft zu treffen, auch wenn sie oft nur Mittel zum Zweck war. Für Szenen, die das Geschehen weiterbringen war sie da, ansonsten gar nicht. Es gab nicht eine Szene, wo er einen typischen Dad-Alltag hatte. Immer nur haben andere auf Hazel aufgepasst. Das fand ich ziemlich schade, weil dieses Single-Dad-Thema dadurch konstruiert wirkte.

Das Kleinstadt-Leben in Creekside Haven ist schön und authentisch beschrieben. Die Gerüchteküche ist wahnsinnig schnell, aber es gibt eben auch dieses tolle Gemeinschaftsgefühl. Jeder kennt jeden und jeder ist auch für jeden da. Dieses Gefühl kommt auch bei Summer wieder zurück. Denn statt ihrer eigentlichen Aufgabe nachzugehen, verbringt sie viel Zeit mit Alice, Jaxons Mutter, und den anderen Bewohnern. Eine schöne Sache, aber eben auch nicht zielführend. Man wusste von Anfang an, worauf es hinausläuft und bis dahin plätscherte es langsam vor sich hin und es gab ein paar gestellte künstliche Szenen, die für mich drüber waren. Es wirkte nicht echt. Entsprechend konnte ich auch der Liebesgeschichte nicht so viel abgewinnen. Es fehlte mir an Emotionen und Tiefe. Die Anziehung war wohl eher körperlich. Und das Drama drüber.

Fazit:

Seichte Liebesgeschichte in einer netten Kleinstadt. Die Story ist sehr vorhersehbar und plätschert eher vor sich hin. Dazu gab es mir zu viele künstliche Szenen und zu wenig Authentische. Ich hätte mir mehr Tiefe von den Charakteren erhofft. Creekside Haven ist aber dennoch eine schöne Kleinstadt, die Potential hat. Ich denke, da hätte man deutlich mehr draus machen können. Dennoch bin ich schnell durch das Buch gekommen und wurde gut unterhalten.

3/5 Sterne

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